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Arigona ist kein Einzelfall. Zehntausend demonstrieren gegen rassistische Abschiebepolitik. Polizeiprovokation zum Abschluss.

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 2. Juli 2010 von nochrichtenSa.., 3. Juli 2010

Rund zehntausend Menschen demonstrierten am 1. Juli am Ballhausplatz gegen die rassistische Abschiebepolitik Österreichs. Knapp zweihundert von ihnen zogen anschließend noch zum Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände, in dem hunderte Menschen in Schubhaft gehalten werden. Die Polizei ließ es sich nicht nehmen, zum Schluss noch zu provozieren und die Demo aufzulösen. Mehrere Personen wurden einer Identitätsfeststellung unterzogen.

Arigona ist kein Einzelfall. Das wurde auch von den Moderierenden der Großkundgebung am Ballhausplatz mehrmals anhand von weiteren Beispielen menschenverachtender Abschiebepolitik, aber auch einer geglückten Rettung einer Familie in Vorarlberg, verdeutlicht.

Einige Demonstrant_innen beharrten grundsätzlich auf einem Recht auf Bewegungs- und Bleibefreiheit für alle Menschen: „Wir scheißen auf ‚Integration‘ – Bleibefreiheit für alle, überall!“ lautete ein Spruch auf einem Transparent, das vor das Tor der Präsidentschaftskanzlei gehängt wurde. Unsere Solidarität müsse allen politischen Verfolgten, allen Illegalisierten, allen Ausgebeuteten, allen Abenteuer_innen gelten – unabhängig von Integration, wurde dazu auf >>no-racism.net ausgeführt. Denn „wer bestimmt was ‚Integration‘ – Sprache, Kultur oder Liebe – bedeutet?“

Rund zehntausend Menschen (nach Nochrichten.net-Zählung; die Polizei soll von 7000, die Veranstalter_innen von bis zu 20.000 gesprochen haben) lauschten den Reden von Barbara Blaha, Pfarrer Josef Friedl, Araba Evelyn Johnston-Arthur, Terezija Stoisits, Willi Resetarits, Rudolf Scholten, Robert Misik, einer Audiobotschaft von Elfriede Jelinek sowie der Musik von Fuchs MC, Gustav (+ 1/3 Maschek), Violetta Parisini und Ginga, moderiert von Isolde Charim und Doron Rabinovici. Aktive Parteipolitiker_innen waren laut Mitorganisator >>Robert Misik angenehmerweise von der Redner_innenliste ausgeschlossen.

Einer Spontandemo zum Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände schlossen sich nach der Kundgebung nur knapp 200 an. Es hätten auch mehr sein können, allerdings wusste fast keine_r davon. Als der Treffpunkt für die Demo auf der Bühne während des abschließenden Musikgigs durchgesagt wurde, hatten sich die Demonstrant_innen schon auf den Weg gemacht.

Bis knapp vor das PAZ konnten die Demonstrant_innen ohne Störung durch die Polizei ziehen. Als dort dann beim Eintreffen der Demo von der Polizei hektisch Tretgitter aufgestellt wurden, machten die Teilnehmer_innen aus Sorge vor einem Polizeieinsatz sicherheitshalber kehrt und zogen zur U-Bahn-Station Schottenring, um sich aufzulösen. Auf den letzten Metern versuchte die Polizei unter dem wachsamen Auge des Leiters des Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Hofrat Erich Z., die Demonstrant_innen einzukreisen. Den meisten gelang es zu entkommen. Einige wurden einer Identitätsfeststellung unterzogen. Festnahmen gab es keine.

>>Beitrag in ZIP-FM-Lokalausgabe vom 2. Juli 2010 mit O-Tönen

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Abschiebung statt Ferien

nochrichten.net Veröffentlicht am Mi.., 30. Juni 2010 von nochrichtenMi.., 30. Juni 2010

Dieser Tage gibt es wieder Zeugnisse. Hunderte Kinder und Jugendliche erwartet am Flughafen allerdings nicht der Flieger in die wohlverdienten Ferien, sondern die Abschiebung.

Der Verein „Freund_innen schützen“ versammelte bei einer Pressekonferenz 20 akut von der Abschiebung bedrohte Familien hinter dem Podium. Der Verein wurde im niederösterreichischen Muthmannsdorf gegründet, nachdem eine dort lebende Familie abgeschoben worden war. Ihre Nachbar_innen und Freund_innen versuchten alles, um sie zu retten. Vergeblich. Um anderen Familien dasselbe Schicksal zu ersparen, starteten sie eine Petition, die auf freundeschuetzen.at unterstützt werden kann. Die Abschiebemaschinerie läuft allerdings gnadenlos weiter, und stürzt Tag für Tag Menschen ins Unglück.

Die Rechtsberaterin Karin Klaric erklärt, worum es geht, und stellt ein paar der betroffenen Familien vor:

>>Ausschnitt einer Pressekonferenz von freundeschuetzen.at am 30. Juni 2010

>>Die gesamte Pressekonferenz im O-Ton

>>http://www.freundeschuetzen.at

>>http://www.purplesheep.at

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Menschenrechtskundgebung zum Weltflüchtlingstag beim PAZ Rossauer Lände.

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 18. Juni 2010 von nochrichtenFr.., 18. Juni 2010

Anlässlich des am Sonntag stattfindenden Weltflüchtlingstags riefen zahlreiche Organisationen wie zum Beispiel Asyl in Not für Freitag, 18. Juni zu einer Kundgebung in der Berggasse beim PAZ Rossauer Länder auf. Gefordert wurde u.a.: keine Schubhaft für Flüchtlinge; keine Abschiebungen in den Tod; endlich faire Asylverfahren für alle, die in Österreich Schutz suchen; Öffnung des Arbeitsmarktes für Asylsuchende; konsequente und kompromisslose Bekämpfung des Rassismus mit allen rechtlichen und politischen Mitteln. Ebenfalls wurde Arigona Z. und ihrer Familie Solidarität bekundet.
An der Kundgebung nahmen wohl wegen des heftigen Regens kurz vor Veranstaltungsbeginn nur zirka 250 Personen teil.
Während der Kundgebung konnte der auf ein Transparent gedruckte Forderungskatalog unterschrieben werden. Dieses Transparent wird am Weltflüchtlingstag, dem 20. Juni, auf der Minoritenkirche, direkt gegenüber des Innenministeriums, angebracht.

>>http://www.asyl-in-not.org

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Antiislamische Hetze und Gegenkundgebung in Floridsdorf. Angriff von Teilnehmer_innen der Kundgebung der BI Rappgasse auf Antifaschist_innen.

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 18. Juni 2010 von nochrichtenMo.., 21. Juni 2010

Zwischen 200 und 300 Personen demonstrierten am 18. Juni in Floridsdorf gegen eine von der BI „Rappgasse / Umgebung“ initiierte Kundgebung gegen ein Kulturzentrum der ATIB – „Türkisch Islamische Union für Kulturelle und Soziale Zusammenarbeit in Österreich“. Während für die Kundgebung gegen das Kulturzentrum der Platz „Am Spitz“ vor dem Amtshaus großräumig abgesperrt wurde, durften sich die Antifaschist_innen nur vor dem Bahnhof treffen und lediglich bis zu einer Absperrung auf der Floridsdorfer Hauptstraße rund 300 Meter vom Spitz entfernt demonstrieren.

In den Reden der Kundgebung gegen das Kulturzentrum wurde die Überparteilichkeit der Initiative mehrmals betont. Als HC Strache erschien, erntete dieser jedoch praktisch ungeteilten Jubel und Applaus.

Unter den ebenfalls rund 200-300 Kundgebungsteilnehmer_innen befanden sich auch zirka 40 militante Rechtsextreme, teilweise leicht an rechtsextremen Sprüchen auf ihren T-Shirts oder auf Tattoos zu erkennen. Diese versuchten nach Ende der Kundgebung, als auch die antifaschistische Gegendemonstration wieder zum Bahnhof Floridsdorf zurückgekehrt war, die Antifaschist_innen zu provozieren und anzugreifen. Als sie sich in einer größeren Gruppe in die antifaschistische Abschlusskundgebung begeben wollten, konnten sie allerdings von Demonstrant_innen zurückgehalten werden. Einer anderen Wahrnehmung folgend seien die Rechtsextremen lediglich am Weg zur U- oder S-Bahn an der Abschlusskundgebung vorbeigekommen und von Antifaschist_innen mit Sprechchören begleitet worden, ehe die Polizei eingegriffen habe. Dagegen spricht, dass die Rechtsextremen dabei beobachtet worden waren, wie sie sich auf dem Weg zur Antifakundgebung durch Zurufe zusammengerottet haben.

Die Polizei drängte oder zerrte die Rechtsextremen weg und stellte sich in mehreren Reihen zwischen Angreifer_innen und Antifas. Mehrere Rechte wurden einer Identitätsfeststellung unterzogen. Ohne erkennbaren Grund zerrte die Polizei später auch noch zwei Teilnehmer_innen der Antifakundgebung weg. Es ist unklar, ob auch deren Identität festgestellt wurde. Ob es auch Festnahmen gab, ist unklar. Laut in Medien kolportierten Polizeiaussagen nicht.

>>Aufruf „Rassistischen Aufmarsch in Floridsdorf stoppen! Kein Platz für die Hetze der rechtsextremen ‚Bürgerinitiative‘ Rappgasse“
>>Infoseite der ATIB

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Festnahmen bei antipatriarchaler Gegendemo zu antifeministischem „Daddy’s Pride“ in Wien.

nochrichten.net Veröffentlicht am Sa.., 12. Juni 2010 von nochrichtenMo.., 28. Juni 2010

Mit mindestens einer Festnahme – vermutlich eher zwei – und zahlreichen Identitätsfeststellungen reagierte die Polizei auf eine antipatriarchale Demonstration gegen einen antifeministischen „Daddy’s Pride“ am 12. Juni in Wien.

Der „Daddy’s Pride“ für „gemeinsame Obsorge für unverheiratete und geschiedene Väter ohne Wenn und Aber“ wurde von der „Männerpartei“ in Kooperation mit „Im Namen des Vaters“, „Väter ohne Rechte“, „Vaterverbot.at“, humanes Recht“, „Doppelresidenze“ und „Kindergefühle“ veranstaltet. Trotz Verstärkung aus mehreren europäischen Ländern nahmen gerade mal gut hundert Personen an dem Marsch zum Sitz der Frauenministerin am Ballhausplatz teil.

„Good Night Daddy’s Pride“ war hingegen das Motto einer Gegendemonstration „gegen patriarchale Väter, Familienfundamentalisten und heterosexistische Zustände“ und für Feminismus. Auch hier konnten etwas mehr als hundert Teilnehmer_innen gezählt werden.
„Die feministischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte müssen verteidigt und ausgeweitet werden – die Väterrechtsbewegung, die nun auch hierzulande versucht, ihre reaktionären Positionen an die Öffentlichkeit zu tragen, stellt eine Gefahr für sämtliche emanzipatorischen Bestrebungen dar. Deswegen organisieren wir eine Gegendemonstration, um der Daddy’s Pride inhaltlich und aktionistisch Widerstand entgegenzusetzen!“, hieß es vonseiten der Veranstalter_innen. Und weiter: „Auch wenn diese Väter vorgeben, sich mehr um ihre Kinder kümmern zu wollen, so finden sich unter dem Deckmantel der vermeintlichen Menschenrechte, für die diese Väter angeblich kämpfen, Sexismus, Misogynie, Homophobie, Biologismus und vor allem enorme finanzielle Interessen.“

Als die antipatriarchalen Gegendemonstrant_innen auf ihrer Route durch die Innenstadt kurz nach dem Stephansplatz versuchten, rennend in die Nähe der antifeministischen Demonstration zu gelangen, trat die Polizei dazwischen. Die antipatriarchale Demonstration wurde aufgesplittert. Von hinter der Oper und der Krugerstraße wurden Einkesselungen von Demonstrant_innen gemeldet. Auch der Josefsplatz wurde kurzzeitig dicht gemacht. Vermutlich zwei Personen wurden festgenommen. Einer davon wird laut Auskunft der Politei schwere Körperverletzung vorgeworfen. Beim Kommissariat Innere Stadt am Deutschmeisterplatz bildete sich später eine Solidaritätskundgebung. Eine der festgenommenen Personen – S. – musste bis 28 . Juni in U-Haft sitzen.

Als bei der Abschlusskundgebung des „Daddy’s Pride“ – kurz nachdem ein Vätersprecher aufrief, wenn es Frauen gebe, die gegen ihre Forderungen sind, so sollen sie doch hierherkommen, sich zeigen und in Dialog treten – einzelne Personen antipatriarchale Parolen riefen, wurden ihre Personalien von der Polizei aufgenommen.

Es dürfte auch weitere mitunter aggressiv durchgeführte Identitätsfeststellungen auch von völlig unbeteiligten Personen gegeben haben.

Nachtrag:  An einer Solidemo mit der zu diesem Zeitpunkt noch auf die Haftprüfung wartende Person  am Sonntag um 22 Uhr durch die Wickenburggasse nahmen rund 40 Personen teil. Sie zogen laut Parolen rufend und Knallkörper werfend an der Justizanstalt Josefstadt vorbei, um dem Gefangenen hörbar ihre Solidarität zu vermitteln. Polizeibegleitung gab es keine, lediglich vor dem Eingang der Justizanstalt standen ein paar Polizeibeamt_innen. Laut einem Posting auf Indymedia wurden jedoch nach der Demo sechs Personen auf der Landesgerichtsstraße perlustriert.

Eine weitere Solidemo fand am Donnerstag, 17. Juni, 18 Uhr, mit rund 100 Teilnehmer_innen bei der Justizanstalt Josefstadt statt.

Nachtrag 28. Juni: S., über den nach den „Good night Daddy’s Pride“-Aktionen Untersuchungshaft verhängt worden war, wurde nach einer Haftprüfung am 28. Juni freigelassen.

>>http://goodnightdaddyspride.blogsport.de

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Lagebericht „Schwarze Menschen in Österreich“ präsentiert.

nochrichten.net Veröffentlicht am Do.., 10. Juni 2010 von nochrichtenDo.., 10. Juni 2010

Ein ab sofort jährlich erscheinender Lagebericht über schwarze Menschen in Österreich wurde am 10. Juni von den (Mit-)Autor_innen Beatrice Achaleke (Mitherausgeberin), Clara Akinyosoye (Chefredakteurin), Simon Inou (Mitherausgeber), Habiboulah Ndongo Bakkhoum (Ausschuss der afrikanischen Unternehmen in Österreich), Alexis Nshimymana-Neuberg (Radio Afrika TV, Afrika-Vernetzungs-Plattform) und Kojo Taylor (Panafa) präsentiert.

Der Bericht widmet sich nicht nur dem anti-schwarzen Rassismus, sondern stellt auch Initiativen schwarzer Menschen zur Mitgestaltung der hiesigen Gesellschaft dar. Den Tag der Präsentation des Berichts bezeichnete Beatrice Achaleke als Feiertag, denn sowas, einen derartigen selbst verfassten, dem Empowerment dienenden Bericht, habe es bislang nicht gegeben.

Der Bericht basiere auf Erfahrungen der letzten zehn Jahre in den schwarzen Communitys und zeige ihr vielfältiges Engagement in gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen, medialen und politischen Bereichen, so die Autor_innen.

Mit dem Begriff „anti-schwarzer Rassismus“ werden die speziellen Ausformungen des Rassismus gegenüber schwarzen Menschen beschrieben, die auf der Zuschreibung überwiegend negativer Verhaltensweisen aufgrund unübersehbarer physischer Merkmale – der Hautfarbe – basieren und schwarze Personen besonders betreffen.

Der Bericht ist im Verlag Black European Publishers (c/o Afra, Pelzgasse 7, 1150 Wien, Tel. 01 966 04 25) um EUR 8,- zuzüglich Versandkosten erhältlich. Bestellungen sind auch per E-Mail an office[at]blackwomencenter.org möglich.
Eine digitale Version ist um EUR 6,- zuzüglich Versandkosten erhältlich.

>>Die Präsentation des Berichts im Rahmen einer Pressekonferenz zum Anhören (unbearbeiteter O-Ton)

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Bildungsaktionstag in Wien: ein Hauch von Protest

nochrichten.net Veröffentlicht am Mi.., 9. Juni 2010 von nochrichtenMi.., 9. Juni 2010

Das Ausmaß der Proteste am Bildungsaktionstag 9. Juni und anlässlich des G20-Finanzminister_innentreffens in Wien war – zumindest gemessen an der Uni-brennt-Bewegung des vergangenen Herbstes – eher bescheiden. Aus gutem Grund wurde in der Vorbereitung eher auf kleine, dezentrale und kreative Aktionen gesetzt. Wir warten leider noch auf Berichte.

Zu einer für 17 Uhr angekündigten Kundgebung „Weg mit der (Bildungs-)Krise“ kamen immerhin fast 300 Personen. Ein mehr als eine Stunde verspäteter Beginn und eineinhalb Stunden Reden reduzierten die Teilnehmer_innenzahl auf gut die Hälfte (170), bis zu einer Demonstration aufgebrochen werden konnte, die auf den ersten Blick sehr gut vorbereitet zu sein schien. So führte die Route an zahlreichen Botschaften und Banken vorbei. Zu den Orten und deren Hintergründen wurden Informationen an die Demonstrant_innen verteilt. Bei der Demo selbst war aber nicht mehr der geringste Versuch der Vermittlung der recherchierten Inhalte zu erkennen. Auf halbem Weg, am Schwarzenbergplatz, erklärte ein sich aus irgendeinem Grund dazu berechtigt Fühlender zur Überraschung auch der Polizei die Demonstration für beendet. Nach einigem Hin- und Her setzte ein Großteil der Demonstrant_innen aber doch ihren Weg fort.

Die Polizei war mit überaus viel Personal vertreten, verhielt sich aber großteils friedlich. Bisweilen konnte sich des Eindrucks nicht erwehrt werden, dass die Demo ihre selbst gewählten Ziele wie beispielsweise die deutsche Botschaft nur dank der Polizeisabsperrungen gefunden hat.

Nur Einzelnen gelang es gelegentlich mittels Sprechchören den Anlass der Demonstration zumindest ansatzweise in Erinnerung zu rufen.

Gelungen war hingegen eine Demonstration für einen bundeseinheitlichen Rechtsanspruch auf persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderungen am Vormittag vor dem Sozialministerium. „Persönliche Assistenz ist ein Menschenrecht!“ erklärte dazu der Verein Bizeps. In Österreich gebe es derzeit in jedem Bundesland andere Bestimmungen zu diesem Thema, so Bizeps.
http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=7

Das wären die Inhalte zur Demoroute „Weg mit der (Bildungs-)Krise“ gewesen:

WEITERLESEN ►

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Und wieder brennt der Davidstern.

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 7. Juni 2010 von nochrichtenDi.., 8. Juni 2010

Eine brennende israelische Fahne in einem Meer wehender Fahnen der Türkei, Österreichs, Palästinas, der rechtsextremen türkisch-nationalistischen MHP – besser bekannt durch ihre „Grauen Wölfe“, flankiert von Transparenten von SLP, Linkswende und Revolution, Sprechchöre, die „Allahu Akbar“, „Israel: Terrorist“ und „Intifada“ skandieren, …

Am Freitag, den 4. Juni marschierten nach unserer Zählung auf der Ringstraße mindestens 7000 Personen zur Hofburg, um gegen Israel zu demonstrieren. Von Antisemitismus distanzierten sich mehrere Redner_innen und Teilnehmer_innen, vielmehr gehe es darum, anlässlich der militärischen Enterung eines Schiffes der sogenannten Gaza-Friedensflotte, bei der mehrere Menschen getötet wurden, gegen Menschenrechtsverletzungen Israels und gegen die Blockade Gazas zu protestieren. Immerhin: im Gegensatz zu einer kleineren Demonstration am Dienstag wurden keine Scheiben eingeschlagen, wenn eine israelische Fahne gesehen wurde, wurden keine Passant_innen zusammen geschlagen, waren keine nach Hitler rufenden Schilder zu sehen.

Gleichzeitig mit der Anti-Israel-Demonstration protestierten am Stock-im-Eisen-Platz zwei- bis dreihundert Menschen gegen die antiisraelische Hetze und gegen einseitige politische Verurteilungen Israels durch die Politik, allen voran der FPÖ oder auf sozialdemokratischen Antrag einstimmig im Wiener Gemeinderat.

>>Eindrücke von den beiden Demonstrationen gegen und für Israel in einem Beitrag der ZIP-FM-Lokalausgabe Wien:
http://sendungsarchiv.o94.at/get.php?id=094pr4389

Siehe auch:
http://fm5ottensheim.blogspot.com/2010/06/anti-israel-demo-in-wien-4-juni-2010.html
http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=3&Param_RB=31&Param_Red=13074
http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=3&Param_RB=31&Param_Red=13069
https://at.indymedia.org/node/18394
https://at.indymedia.org/node/18396
https://at.indymedia.org/node/18388
https://at.indymedia.org/node/18367
https://at.indymedia.org/node/18353

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Von der Registrierung ins Gefängnis – registrierungswilliger Flüchtling in PI Leopoldsgasse inhaftiert.

nochrichten.net Veröffentlicht am Mi.., 2. Juni 2010 von nochrichtenMi.., 2. Juni 2010

In der Polizeiinspektion Leopoldsgasse ist am 2. Juni genau das passiert, wovor die Flüchtlingshelferin Karin Klaric vom Verein Purple Sheep mehrmals gewarnt hat. Als ein Flüchtling seiner Registrierungspflicht bei der Polizei nachkommen wollte, wurde er umgehend inhaftiert. Im Interview mit ORANGE 94.0 erklärt Karin Klaric, was vorgefallen ist.

Laut Polizei handelt es sich bei dem Inhaftierten um einen 20-jährigen chinesischen Staatsbürger, dessen Asylverfahren bereits abgeschlossen sei, der heute einen neuen Asylantrag gestellt habe, und deswegen zwecks Ersteinvernahme der Asylbehörde überstellt worden sei. Er befinde sich jedenfalls nicht in Schubhaft.

So eine Pressesprecherin der Polizei in der PI Leopoldsgasse.

Dass der neue Asylantrag anerkannt wurde, dürfte aber nur den Interventionen der Rechtsberaterin des Asylwerbenden und von Alev Korun zu verdanken sein.

>>Interview mit Karin Klaric: http://sendungsarchiv.o94.at/get.php?id=094pr4380

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2. Juni: Internationaler Hurentag: Sexarbeiter_innen haben immer noch Lust auf ihre Rechte.

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 31. Mai 2010 von nochrichtenDi.., 1. Juni 2010

Am 2. Juni zwischen 14 und 18 Uhr werden am Wiener Urban-Loritz-Platz wieder rote Regenschirme aufgespannt, als Symbole des Widerstands von Sexworker_innen gegen Diskriminierung und zum Symbol des Kampfes um Gleichstellung und um Rechte.

Insbesondere aber nicht nur am internationalen Hurentag fordern Sexworker_innen auf der ganzen Welt Gleichheit vor dem Gesetz und die Umsetzung der Menschen-, Arbeits- und Migrant_innenrechte, die auch Sexworker_innen nach internationalen Übereinkommen zustehen.

Wir sprachen mit Faika A. El-Nagashi von „LEFÖ/TAMPEP Österreich – Unterstützung und Europäisches Netzwerk für Migrantinnen in der Sexarbeit“ über den aktuellen Stand der Diskriminierung von Sexworker_innen.

Das Interview kann hier angehört werden:
http://sendungsarchiv.o94.at/get.php?id=094pr4367

Weiterführende Informationen gibt es auf:

Mehr Informationen findet ihr auf
http://tampep.eu/
http://www.lefoe.at/
http://sexworker.at/
http://www.donacarmen.de

Ausführliche Presseaussendung zum Internationalen Hurentag:

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WiderstandsChronologie im Radio:

jetzt jeden 3. Montag im Monat um 20:30 auf ORANGE 94.0, dem freien Radio in Wien.
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Konzept der WiderstandsChronologie gescheitert!

Wenn in Wien die meisten „linken“ Demos von Antizionist*innen und Antisemit*innen vereinnahmt werden, ist eine solidarische Dokumentation meist nicht mehr möglich. Das Konzept der WiderstandsChronologie muss sich daher ändern.

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Alle Ausgaben der WiderstandsChronologie zum Nachhören:

Tect und Link: cba.media/podcast/widerstandschronologie

Vollständige Aufnahmen von Kundgebungen im CBA:

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    Hunderte Demonstrant*innen zogen nach Abschlusskundgebung bei Uni Wien weiter zum Parlament. #UnisRetten #w2210
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  • Ohne Titel Mo.., 19. Oktober 2026
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Dieser Tage vor 26 Jahren: WiderstandsChronologie gegen Schwarzblau 2000

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Im Feber 2000 bildeten ÖVP und FPÖ schon einmal eine rechts-rechtsextreme Koalition. Bis zur Angelobung zogen Tag und Nacht Antifaschist*innen protestierend durch Wien. Die Minister*innen gelangten nur auf unterirdischen Wegen zur Angelobung in die Präsidentschaftskanzlei. Noch jahrelang zogen Donnerstagsdemos durch Wien. Das TATblatt dokumentierte alle Protest- und Widerstandsaktivitäten in der TATblatt-WiderstandsChronologie:


Diese Site ist gewissermaßen die Fortsetzung der TATblatt-WiderstandsChronologie aus den Jahren 2000–2005.

Der Spätsommer der Solidarität mit geflüchteten Menschen 2015

Ein Rückblick mit auf Radio ORANGE 94.0 ausgestrahlten Nachrichtenbeiträgen und Sondersendungen:

⇒ https://nochrichten.net/?p=2039

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