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Archiv für den Monat Juni 2013

Christ_innen beklagen Undankbarkeit, obwohl sie uns am Leben lassen –
Homophober „Marsch für die Familie“ katholischer Fundamentalist_innen anlässlich der Regenbogenparade in Wien

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 17. Juni 2013 von nochrichtenMi.., 22. Oktober 2014

Unsere Undankbarkeit darüber, dass sie uns am Leben lassen, beklagte der stellvertretende Obmann der „Väter ohne Rechte“ Martin Stiglmayr zum Auftakt des „Marsches für die Familie“ am Tag der Regenbogenparade in Wien. Und das obwohl wir ihnen ihre Kinder wegnehmen …

Mehr als 150 Katholische Fundamentalist_innen – rund vier Mal so viele als noch im Vorjahr – sammelten sich auch heuer wieder auf dem Stephansplatz zu einer homophoben und antifeministischen Gegendemonstration zur Regenbogenparade, offiziell „Marsch für die Familie“ genannt, auf Kreuz-net.at wurde die Aktion als „Contrapunkt natürlicher Denkweise zum Aufmarsch der Homo-Unzüchtler“ angepriesen.
Aufgerufen dazu hatte heuer eine neu gegründete „Plattform Familie“. Hinter dieser stehen ultrarechte Katholik_innengruppen, militante Abtreibungsgegner_innen und Väterrechtsorganisationen – unter ihnen Pro Vita, Christen-Allianz, Liga für Sozialhygiene, Human Life International, Österreichische Gesellschaft für Tradition, Familie und Privateigentum.

Zu einer angemeldeten Gegen-Gegendemo kamen an die zweihundert Menschen. Viele weitere Gegner_innen der katholischen Frauenrechts- und Homosexuellenfeind_innen sammelten sich aber auch rund um die homophobe Auftaktkundgebung und taten lautstark ihren Unmut kund. Die Polizei trennte die verfeindeten Lager durch einzelne Sperrketten.
Als sich der sogenannte Marsch für die Familie in Bewegung setzte, begleiteten rund 200 Gegner_innen der organisierten christlichen Homophobie und Misogynie die Katholik_innen davor, daneben und dahinter über Graben und Kohlmarkt. Weitere 130 Gegner_innen folgten in einem angemeldeten Demozug. Am Michaelerplatz trennte die Polizei Katholische Fundamentalist_innen und ihre Gegner_innen mit Hilfe von Tretgittern. Der Marsch für die Familie durfte seiner angemeldeten Route zum Minoritenplatz folgen, musste dort aber beendet werden. Die letzten Meter zum geplanten Ziel, dem Bundeskanzleramt am Ballhausplatz, in Sichtweite des Pride Village am Heldenplatz, durften die katholischen Fundamentalist_innen nicht mehr gehen. Die Gegner_innen durften den Homophoben zwar nicht folgen, dafür wie vorgesehen ihre Abschlusskundgebung am Ballhausplatz abhalten.
Die Abschlusskundgebung des Marsches für die Familie musste einsam am Minoritenplatz abgehalten werden. Alle anderen Menschen wurden von der Polizei am Betreten des Platzes gehindert. Auch Journalist_innen durften nicht durch. Gegendemonstrant_innen, denen fast ein Durchbruch gelungen war, wurden von der Polizei zurückgedrängt. Mindestens eine Person wurde von der Polizei abgeführt. Ob sie festgenommen wurde, ist uns nicht bekannt.

Deutlich mehr Beteiligung hatte die Regenbogenparade, an der laut Veranstalter_innenangaben 150.000 Menschen teilgenommen haben.

Audio-Ausschnitte:
– vom „Marsch für die Familie“: der stellvertretende Obmann der Väter ohne Rechte, Martin Stiglmayr.
http://cba.fro.at/111741

– vom Abschluss der Regenbogenparade:
http://cba.fro.at/111742

Veröffentlicht unter nochrichten

#occupygeziparkı – Aufruhr in der Türkei – Solidarität auch in Wien – zwei Interviews

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 3. Juni 2013 von nochrichtenMi.., 22. Oktober 2014

Aufruhr in der Türkei: Interview mit Aktivistin in Wien, Telefoninterview mit Aktivistin in Istanbul

Begonnen hat es mit Protesten gegen den Bau eines Einkaufszentrums im Gezi Parkı beim Taksirplatz in Istanbul. Mehrere Menschen übernachteten im Park und stellten sich vor Bäume und Baugeräte, als diese beginnen wollten zu roden. Die Polizei zerstreute die Protestierenden mit Wasserwerfern und Reizgas. Nicht zuletzt wegen des brutalen Vorgehens der Polizei weitete sich der Protest rasch aus. Tausende gingen auf die Straßen, in ganz Istanbul und auch in immer mehr weiteren Städten der Türkei, und der Protest richtete sich bald schon nicht mehr nur gegen die Zerstörung des Parks, den Bau von immer mehr Einkaufszentren, gegen Gentrifizierung oder gegen Polizeigewalt, sondern generell gegen das islamisch-autoritäre Regime von Erdogan und der AKP. Die Polizei reagierte mit äußerster Brutalität. Hunderte Menschen wurden festgenommen, weitere zum Teil schwer verletzt, es wird mitunter auch von mehreren Toten berichtet. Informationsflüsse wurden blockiert. Die Massenmedien berichteten sowieso nicht. Mobilfunk- und Internetanschlüsse wurden teils völlig gesperrt oder selektiv geblockt. Weltweit gab es Solidaritätsbekundungen mit den aufständigen Menschen in der Türkei, so auch in Wien, wo am Freitag rund 150, am Samstag bereits zwischen 3000 und 4000 Menschen auf die Straßen gingen, um ihre Unterstützung der Proteste zu bekunden.

Radiobeitrag: http://cba.fro.at/111076

Aktuelle Informationen von den Protesten finden sich am besten in übersetzten Livetickern auf linksunten.indymedia.org.

Veröffentlicht unter nochrichten

Hurentag 2013: Weiter kämpfen für mehr Rechte für Sexarbeiter_innen.

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 3. Juni 2013 von nochrichtenMi.., 22. Oktober 2014

Zum zwölften Mal machte LEFÖ anlässlich des Internationalen Hurentags mit einer Kundgebung – auch heuer wieder am Praterstern – am 1. Juni auf die fehlenden Rechte von Sexarbeiter_innen aufmerksam. Kontaktmöglichkeiten zu LEFÖ finden sich auf deren Website http://www.lefoe.at/

Radiobeitrag: http://cba.fro.at/111074

Veröffentlicht unter nochrichten

WiderstandsChronologie im Radio:

jetzt jeden 3. Montag im Monat um 20:30 auf ORANGE 94.0, dem freien Radio in Wien.
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Konzept der WiderstandsChronologie gescheitert!

Wenn in Wien die meisten „linken“ Demos von Antizionist*innen und Antisemit*innen vereinnahmt werden, ist eine solidarische Dokumentation meist nicht mehr möglich. Das Konzept der WiderstandsChronologie muss sich daher ändern.

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Alle Ausgaben der WiderstandsChronologie zum Nachhören:

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  • Ohne Titel Sa.., 31. Oktober 2026
    Ich hätte nach Einbruch der Dunkelheit auch noch in die Mitterhofergasse in #Wien21 geschaut, weil es für dort auch einen #GenZregelt-Aufruf gab. Allerdings kannte ich für dort keine Uhrzeit und war möglicherweise viel zu spät oder zu früh dort. Jedenfalls sah ich außer viel Polizei nichts Auffälliges – quasi für Halloween gewöhnliches Straßenbild. Ohne Ohropax […]
  • Ohne Titel Sa.., 31. Oktober 2026
    Den vereinzelten Aufrufen zu einer #GenZregelt-Demo in #Wien folgten rund 350–400 Personen – anscheinend vorwiegend aus K-Gruppen. Transparente und Flaggen von LW, RKP, YS, Palästina … Demonstrant*innen sammelten sich vorm Parlament und ziehen zur Uni Wien.#w3110
  • Ohne Titel Mo.., 26. Oktober 2026
    Das Gedenken an Wehrmachtsdeserteure und aller Opfer der NS-Militärjustiz an jenem Ort im heutigen Donaupark, wo sich die Hinrichtungsstätte des Militärschießplatzes Wien-Kagran befunden hat, vom 26. Oktober 2026 zum Nachhören:https://cba.media/799405#Wehrmachtsdeserteure #Deserteure #Gedenken
  • Ohne Titel Mo.., 26. Oktober 2026
    Rund 26 Personen gedenken auch heuer an jenem Ort im heutigen Donaupark, wo sich die Hinrichtungsstätte des Militärschießplatzes Wien-Kagran befunden hat, der #Wehrmachtsdeserteure und aller Opfer der NS-Militärjustiz. #Deserteure #Gedenken
  • Ohne Titel So.., 25. Oktober 2026
    #FRAUENStreik #WienEin Großteil der Reden beim FRAUEN*Streik am 24. Oktober 2026 vor dem Parlament zum Nachhören:https://cba.media/799314

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Dieser Tage vor 26 Jahren: WiderstandsChronologie gegen Schwarzblau 2000

Logo TATblatt-WiderstandsChronologie
Im Feber 2000 bildeten ÖVP und FPÖ schon einmal eine rechts-rechtsextreme Koalition. Bis zur Angelobung zogen Tag und Nacht Antifaschist*innen protestierend durch Wien. Die Minister*innen gelangten nur auf unterirdischen Wegen zur Angelobung in die Präsidentschaftskanzlei. Noch jahrelang zogen Donnerstagsdemos durch Wien. Das TATblatt dokumentierte alle Protest- und Widerstandsaktivitäten in der TATblatt-WiderstandsChronologie:


Diese Site ist gewissermaßen die Fortsetzung der TATblatt-WiderstandsChronologie aus den Jahren 2000–2005.

Der Spätsommer der Solidarität mit geflüchteten Menschen 2015

Ein Rückblick mit auf Radio ORANGE 94.0 ausgestrahlten Nachrichtenbeiträgen und Sondersendungen:

⇒ https://nochrichten.net/?p=2039

Blogroll

  • Anarchistisches Radio Gegeninformationen und Stellungnahmen zu aktuellen politischen Themen aus libertärer Sicht.
  • IG Kultur Wien Wiener Interessengemeinschaft für freie und autonome Kulturarbeit
  • no-racism.net dokumentiert rassistischen Alltag / Politik / Folgen hier und global.
  • ORANGE 94.0 Das Freie Radio in Wien.
  • prozess.report
  • Rechtsinfokollektiv
  • Solidaritätsgruppe kostenlose Rechtsberatung
  • TATblatt Alles über das Böse auf der Welt – bis 2005.
  • Wiener Arbeiter*innen-Syndikat
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Grundlegende Richtung: Überparteilich parteiische Berichterstattung über für den Widerstand gegen Sexismen, Rassismen, Antisemitismus, Homophobie, Transphobie, Umweltzerstörung sowie andere Formen von Unterdrückung, Vernichtung und Ausbeutung relevante Themen mit der Absicht der Förderung und Unterstützung desselben.

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