Mai 312024
 

1. Mai 2024: Gedenken an Marcus Omofuma

Rund 250 Personen gedachten am 1. Mai 2024 beim Omofuma-Stein am Platz der Menschenrechte in Wien Marcus Omofuma, der an diesem Tag vor genau 25 Jahren, also am 1. Mai 1999, bei seiner Abschiebung von der Polizei getötet worden war, indem er an seinen Sitz im Abschiebeflugzeug gefesselt worden war und ihm Mund und Nase verklebt worden waren, sowie aller Opfer von Abschiebungen und rassistischer Polizeigewalt.

►Die Reden auf der Kundgebung

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1. Mai 2024: MAYDAY-Parade

3500–4000 Personen beteiligten sich am 1. Mai an der heurigen #MAYDAY-Parade in Wien, vom Wallensteinplatz in den Prater, mit dem Motto „Stadt für alle“.
Rund 100 Demonstrant*innen ausgeschlossener trotzkistischer und/oder antisemitischer Organisationen verfolgten die MAYDAY-Parade zuerst mit etwas Abstand, hängten sich aber schließlich doch an die Demo an.

►Die Reden auf der Auftaktkundgebung am Wallensteinplatz und bei der Abschlusskundgebung im Venediger-Au-Park im Prater zum Nachhören

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1. Mai 2024: Räumung des besetzten Hauses in der Harmoniegasse

Während 3500–4000 Menschen auf der MAYDAY für eine Stadt für alle demonstrierten, ließ die Stadt Wien das seit mindestens 18. April besetzte Haus in der Alsergrunder Harmoniegasse von der Polizei räumen. Es dürfte keine Festnahmen gegeben haben. Nachdem auf der MAYDAY von der Räumung berichtet worden war, versammelten sich nach unterschiedlichen Informationen bis zu 150 solidarische Menschen vor dem Haus.

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3. Mai 2024: Initiative Sommerpaket

Rund 100 Personen demonstrierten am 3. Mai am Rathausplatz für eine ganzjährige Öffnung der Notquartiere für obdach- und wohnungslose Menschen, da mit Ende des „Winterpakets“ am 2. Mai mehr als 850 Menschen auf die Straße gesetzt worden waren.

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4. Mai 2024: „Großprotest“ der Letzten Generation

Am 4. Mai fand ein neuerlicher Großprotest der letzten Generation vor dem Parlament in Wien statt – für ein Grundrecht auf Klimaschutz und in Solidarität mit drei hungerstreikenden Klimaaktivist*innen in Deutschland. Die Hungerstreikenden in Deutschland fordern eigentlich nur, dass der deutsche Bundeskanzler Scholz erklärt, dass der Fortbestand der menschlichen Zivilisation durch die Klimakatastrophe extrem gefährdet sei, dass aber der CO₂-Gehalt in der Luft viel zu hoch sei und deutlich über dem von Weltklimarat empfohlenen Zielwert liege. Selbst diese Forderung wird nicht erfüllt. Einer der Aktivist*innen befindet sich bereits seit über 58 Tagen im Hungerstreik. Dementsprechend befinde er sich bereits in Lebensgefahr, berichtete die Letzte Generation Österreich.

Wie viele am Großprotest der Letzten Generation in Wien genau teilgenommen haben, kann ich nicht verlässlich sagen. Als ich eineinhalb Stunden zu spät hingekommen bin, waren zwischen 250 und 300 Personen vor dem Parlament. 110 bis 120 von ihnen zogen später noch als ganz langsame Demonstration über die Ringstraße.

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Ab 6. Mai 2024: Antiisraelisches Camp in Unicampus und Gegenproteste gegen Antisemitismus

Am 6. Mai wurde nach einer Kundgebung im Sigmund-Freud-Park ein israelfeindliches Protestcamp im Uni-Campus im alten AKH errichtet.
Dagegen protestierten – nach Angaben von Bini Guttmann auf X/Twitter mehr als 100 – Menschen mit einer Kundgebung gegen Antisemitismus. Die Demonstrant*innen gegen Antisemitismus seien von der Polizei eingekesselt und mit Anzeigen bedroht worden, berichtete Guttmann.
Am 8. Mai um etwa 23.00 wurde das antiisraelische Camp von der Polizei geräumt. Dagegen protestierten Camp-Teilnehmer*innen und -Unterstützer*innen mehrere Stunden lang auf den umliegenden Straßen und am 9. Mai im Sigmund-Freud-Park.
Am 9. Mai fand auch eine weitere Kundgebung gegen Antisemitismus im Campus statt.

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8. Mai 2024: Feiern am Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus

Rund um den 8. Mai fanden wieder mehrere Versammlungen zur Feier des Jahrestags der Befreiung vom Nationalsozialismus statt. Die größte in Wien war wie jedes Jahr wohl das „Fest der Freude“ am Wiener Heldenplatz. Es dürften zwischen 1500 und 3000 Personen teilgenommen haben. Eine genaue Zählung war mir nicht möglich. Das Mauthausen-Komitee schreibt von mehr als 6000 Besucher*innen.
Das Fest der Freude findet seit 2013 jährlich am Heldenplatz statt. Bis 2012 durften am 8. Mai deutschnationale Burschenschaften und Neonazis am Heldenplatz aufmarschieren.

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12. Mai 2024: Internationaler ME/CFS-Tag

Am 12. Mai machten 300–350 Personen mit der Österreichischen Gesellschaft für ME/CFS am Heldenplatz darauf aufmerksam, dass zehntausende schwer kranke Menschen mit ME/CFS in Österreich ohne medizinische und soziale Versorgung leben müssen. Sie forderten Aufklärung, Versorgung und Forschung. Jetzt!

►Die Reden auf der Kundgebung

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17. Mai 2024: Walk 4 IDAHOBIT gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie am 17. Mai in Wien

Am internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie, dem 17. Mai, beteiligten sich rund 200 Personen am Walk for IDAHOBIT auf der Mariahilfer Straße. Mit dem Motto Queers Against Fascism sollte dabei auch ein Zeichen gegen den internationalen Rechtsruck gesetzt werden.

► Aufnahme der Reden (ohne Performances)

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28. Mai 2024: Kundgebung bei OMV-Hauptversammlung

120–150 Personen protestierten am 28. Mai am Messeplatz in Wien gegen die dort stattfindende OMV-Hauptversammlung und für eine Vergesellschaftung der OMV sowie für ein soziales und klimaverträgliches Energiesystem.

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31. Mai 2024: EU-weiter Klimastreik

Rund 2000 Personen beteiligten sich am 31. Mai 2024 an der Demonstration zum EU-weiten Klimastreik in Wien.

►Aufnahme der Reden auf der Auftaktkundgebung im Sigmund-Freud-Park, der Zwischenkundgebung beim Haus der EU und der Abschlusskundgebung am Heldenplatz (ohne Musik).

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Aktuelle Kurz-Nochrichten gibt es auf ► Bluesky und ► Mastodon,

 Posted by on Fr., 31. Mai 2024 at 20:32