Dez 072019
 

Willkommen bei der WiderstandsChronologie

… mit Beiträgen über:
FrauenLesben-Demo gegen Gewalt an Frauen,
Freiheit für Grup Yorum,
Demo am 4. weltweiten Klimastreik-Tag in Wien,
Gedenken an im Mittelmeer verstorbene Menschen,
Gedenken an vom Ehemann getötete Rahima R.,
Proteste gegen rechtsextremen Dozenten in Uni Wien,
Protest gegen Repression in Griechenland,
Protest gegen Putsch in Bolivien.

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25.11.2019: FrauenLesben-Demo gegen Gewalt an Frauen
Am 25. November starteten wie jedes Jahr die „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“, unter anderem mit einer FrauenLesben-Demo. Eva von „Radio Widerhall“ war dabei und nahm auf.

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28.11.2019: Freiheit für Grup Yorum
Rund 65 Menschen forderten am 28. November am Christian-Broda-Platz in Wien Freiheit und Gerechtigkeit für in der Türkei inhaftierte und verfolgte Musiker*innen von Grup Yorum und für Mustafa Koçak.

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29.11-2019: Bis zu 10.000 bei Demo am 4. weltweiten Klimastreik-Tag in Wien
8000–10.000 demonstrieren am 4. weltweiten Klimastreik-Tag am 29. November in Wien für Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe. Sie trafen sich bei der OMV-Zentrale und zogen über das Haus der Wirtschaftskammer am Praterstern zum Nachhaltigkeitsministerium.

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29.11.2019: Gedenken an im Mittelmeer verstorbene Menschen
Rund 65 Menschen gedachten am 29. November am Donaukanal bei der Augartenbrücke der auf der Flucht über das Mittelmeer Verstorbenen, setzten Laternen ins Wasser und forderten, dass Österreich und Europa das Massensterben im Mittelmeer verhindern. Eine Aktion des Amnesty-Netzwerks Flucht und Migration.

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30.11.2019: Gedenken an vom Ehemann getötete Rahima R.
Am 30. November gedachten rund 45 Menschen, vor allem aus Afghanistan nach Österreich gekommene, in der Katharinengasse im 10. Bezirk der dort am 27. November mutmaßlich von ihrem Ehemann ermordeten Rahima R.

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3.12.2019: Proteste gegen rechtsextremen Dozenten in Uni Wien
Am 3. Dezember protestierten Antifaschist*innen, wie auch schon am 19. November, während einer Vorlesung des rechtsextremen Dozenten Lothar Höbelt dagegen, dass dieser an der Uni Wien rechtsextreme Ideologien verbreiten darf. Stefan Resch hat darüber für das Nachrichtenmagazin ANDI auf Radio Orange 94.0 mit Noah Scheer, dem Präsidenten der Jüdischen Österreichischen HochschülerInnen, die den Protest unterstützt haben, gesprochen.
Der ausführlichere Beitrag von Stefan Resch war am 6. Dezember in ANDI zu hören: https://cba.fro.at/435617

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6.12.2019: Protest gegen Repression in Griechenland
Am 6. Dezember demonstrierten rund 25 Menschen von der Karlskirche zur griechischen Botschaft gegen griechische Staatsgewalt und Repression gegen Geflüchtete, Migrant*innen, soziale und politische Initiativen der anarchistischen und linksradikalen Bewegungen in Athen und weiteren Städten Griechenlands.

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7.12.2019: Protest gegen Putsch in Bolivien
Rund 120 Menschen protestieren am 7. Dezember am Stephansplatz in Wien gegen den rechten Putsch in Bolivien, für den Rücktritt der Präsidentin, die Freilassung der Tausenden Gefangenen. 90 von ihnen zogen dann noch zum Haus der EU.

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https://cba.fro.at/435691
Das war die WiderstandsChronologie. Auf Wiederhören.

 Posted by on Sa., 7. Dezember 2019 at 19:28
Nov 232019
 

Willkommen bei der WiderstandsChronologie

Themen:
Solidarität mit dem Widerstand in Rojava,
Gedenken an Novemberpogrome,
Wie weiter nach dem Brand der Nordbahnhalle?,
Künstler*innen raus aus dem Künstler*innenhaus?,
Mahnwache für Schutz und unabhängige Asylrechtsberatung,
Free Mülkiye,
Donnerstagsdemo,
Free Vučjak,
Flughafendemo gegen Abschiebungen.

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Solidarität mit dem Widerstand in Rojava
Am 9. November dauerte der Angriff der türkischen Armee auf Rojava schon ein Monat an. Zweihundert Menschen demonstrierten an diesem Tag daher Solidarität mit dem Widerstand in Rojava.

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Gedenken an Novemberpogrome
Der 9. November ist auch der Jahrestag des Beginns der Novemberpogrome.
Die kurdischen und mit ihnen solidarischen Aktivist*innen zogen daher nach ihrer Demonstration weiter zur antifaschistischen Veranstaltung zum Gedenken an den Novemberpogrom am Platz der Opfer der Deportation, jenem Ort, an dem der Aspangbahnhof gestanden war, von wo aus 1941 und 42 45.451 Jüd*innen in nationalsozialistische Ghettos, Vernichtungslager und Mordstätten deportiert worden waren.
Insgesamt nahmen 400–500 Menschen an der Gedenkveranstaltung teil.
[Redenausschnitte]

Am 10. November beteiligten sich rund 300 Menschen am antifaschistischen Rundgang im Gedenken an den Novemberpogrom, der diesmal durch den 7. Bezirk zog,

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Wie weiter nach dem Brand der Nordbahnhalle?
Am 10. November brannte im 2. Bezirk die bis zum Sommer als Kultur- und Veranstaltungszentrum genutzte Nordbahnhalle. Elke Rauth von der IG Nordbahnhalle, die sich für den Weiterbestand der Nordbahnhalle eingesetzt hatte, erklärte uns …
[Interviewausschnitt – das gesamte Interview war im Nachrichtenmagazin ANDI vom 15. November zu hören: https://cba.fro.at/433017]

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Künstler*innen raus aus dem Künstler*innenhaus?
150 Jahre lang war das „Künstlerhaus“ am Wiener Karlsplatz in der Hand von Künstler*innen. Seit 2015 hält die Haselsteiner Familien-Privatstiftung 74 Prozent an der neu gegründeten Künstlerhaus Besitz- und Betriebs GmbH. Für das bis 2017 vom Brut bespielte Theater im Künstlerhaus scheint Haselsteiner ganz neue Pläne zu haben: Statt einem experimentellen Theater wie bisher, soll es zusätzlichen Ausstellungsraum für die wohletablierte Albertina geben. Die Künstler*innen der Plattform „Wiener Perspektive“ fordern hingegen die sofortige Rückkehr der freien Szene ins Theater im Künstlerhaus. Am 12. November erklärten unter anderem Marie-Christin Rissingerund Claudia Bosse vor dem Künstlerhaus ihre Sicht der Dinge.
[Ausschnitte aus deren Statements. Ein längerer Beitrag war im Nachrichtenmagazin ANDI vom 15. November zu hören: https://cba.fro.at/433017, die vollständige Veranstaltung mit allen Wortmeldungen kann als frei*raum*kultur-Material der IG Kultur Wien gehört werden: https://cba.fro.at/432519.

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Mahnwache für Schutz und unabhängige Asylrechtsberatung
Fast 200 Personen nahmen am 20. November trotz Regens vor dem Innenministerium am Minoritenplatz an einer Mahnwache für Schutz und unabhängige Asylrechtsberatung, gegen Isolation und Gefährdung von Asylsuchenden teil.

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Free Mülkiye
Die Schauspielerin, Frauenrechtsaktivistin und Freizeitpädagogin Mülkiye Laçin wird seit dem 17. Juli nach einem Familienbesuch in der Türkei festgehalten. Der türkische Staat hat sie mit einem Ausreiseverbot belegt, sodass sie seitdem nicht mehr nach Österreich zurückkehren kann und im türkisch-kurdischen Gebiet festsitzt.
Das Solidaritätskomitee Free Mülkiye setzt sich für die Aufhebung des Ausreiseverbots ein. Letzte Woche wurde eine Petition auf aufstehn.at gestartet. Am 20. November fand eine Solidaritätsveranstaltung des Wiener Vorstadttheaters, dessen Ensemblemitglied Mülkiye war, statt. Die Eintrittsgelder wurden für die Bezahlung von Anwaltskosten verwendet.
Wir fragten Selma Schacht vom Solidaritätskomitee nach der aktuellen Situation von Mülkiye.
[Interview mit Selma Schacht, ein ausführlicher Beitrag mit Interviews mit Freund*innen von Mülkiye und mit ihrem Sohn ist in Arbeit.]

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Donnerstagsdemo
Rund 500 Personen beteiligten sich am 21. November wieder mal an einer Donnerstagsdemo, die diesmal ganz im Zeichen der Solidarität mit den Widerstandsbewegungen in aller Welt stand.
[Redenausschnitt]

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Free Vučjak
Am 22. November forderten rund 35 Personen vor dem Haus der EU in Wien wieder einmal die sofortige Auflösung des unmenschlichen GeflüchtetencampsVučjak in Bosnien und Sofortmaßnahmen zur Hilfe geflüchteter Menschen in Bosnien.
[Redenausschnitt]

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Flughafendemo gegen Abschiebungen
Rund 250 Menschen demonstrierten am 23. November am Flughafen Wien gegen Abschiebungen.
[Redenausschnitt]
Danach zogen sie zum so genannten Rückkehrzentrum Schwechat.
[Reden von Bewohner*innen]
Die komplette Aufzeichnung aller Reden ist auf https://cba.fro.at/433978 zu hören.

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https://cba.fro.at/433975

Das war die WiderstandsChronologie. Auf Wiederhören.

 Posted by on Sa., 23. November 2019 at 23:45
Nov 112019
 

400 bis 500 Menschen beteiligten sich am Abend des 7. Novembers am Gedenkmarsch „Light of Hope“, der wieder von der Jugendkommission der israelitischen Kultusgemeinde Wien organisiert wurde.

Auch heuer gedachten 400–500 Menschen am Platz der Opfer der Deportation, wo der Deportationsbahnhof Wien Aspangbahnhof gestanden ist, den Opfern der Novemberpogrome.
Die gesamte Kundgebung zum Nachhören:
https://cba.fro.at/432245

Rund 300 Menschen nehmen am antifaschistischen Rundgang im Gedenken an den Novemberpogrom durch Wien-Neubau teil.
Der Rundgang zum Nachhören:
https://cba.fro.at/432337

 Posted by on Mo., 11. November 2019 at 23:16
Nov 092019
 

Willkommen bei der WiderstandsChronologie – heute über Solidarität mit dem Widerstand in Chile und Rojava, über eine Nachttanzdemo und den Gedenkmarsch „Light of Hope“.

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Solidarität mit den Protesten in Chile
Rund 700 Menschen demonstrierten am 27. Oktober in Wien Solidarität mit den sozialen Protesten in Chile. Eine Aktivistin erklärt, warum sich die Menschen in Chile gegen die Auswüchse des Neoliberalismus wehren. [Interview]
(Ein Großteil der Abschlusskundebung kann ::hier:: nachgehört werden.)

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Nachttanzdemo
Mehr als 600 Personen beteiligten sich am 31. Oktober an einer Nachttanzdemo gegen die herrschenden Verhältnisse vom Karmelitermarkt zum Franz-Josefs-Bahnhof. [kurzer Redenausschnitt]

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Solidarität mit dem Widerstand in Rojava
Auch einen Monat nach Beginn der Invasion der türkischen Armee in Rojava reißen die Proteste dagegen auch in Wien nicht ab. Am 31. Oktober wurde mit einer Demonstration vom Haus der EU zum Stephansplatz Solidarität mit dem Widerstand in Rojava gezeigt.
[Kurzer Redenausschnitt; danach Botschaft von Frauen aus Rojava]

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Light of Hope
400 bis 500 Menschen beteiligten sich am Abend des 7. Novembers am Gedenkmarsch „Light of Hope“ in Erinnerung an die Opfer der Novemberpogrome, der wieder von der Jugendkommission der israelitischen Kultusgemeinde Wien organisiert wurde. [kurze Redenausschnitte]
Eine Übersicht über alle Veranstaltungen im Gedenken an die Novemberpogrome gibt es auf novembergedenken.at

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https://cba.fro.at/432238

Das war die Widerstandschronologie.
Auf Wiederhören.

 Posted by on Sa., 9. November 2019 at 15:14
Okt 262019
 

In der aktuellen WiderstandsChronologie ist zu hören:
Rechtsextremer #MarschDerPatrioten
#Deserteursgedenken
#DefendRojava-Solidarität
Protest gegen Geflüchtetenlager #Vučjak/Bosnien
#StandUpForCatalonia in Wien

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Weiter Proteste gegen türkische Invasion in Rojava
Die Proteste gegen die türkische Invasion in Rojava gehen auch in Wien praktisch täglich weiter. Denn: Die angebliche Waffenruhe existiert nur auf dem Papier.
Am 19. Oktober demonstrierten rund 1800 Menschen vor allem Solidarität mit den für die Verteidigung Rojavas kämpfenden Frauen.
An einem Lichtermeer für Rojava am 25. Oktober beteiligten sich rund 700 Menschen, die vom Schwedenplatz zum Stephansplatz zogen.

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Solidaritätskundgebung mit der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung
Rund 130 Menschen demonstrierten am 20. Oktober am Karlsplatz Solidarität mit den in Katalonien für Unabhängigkeit eintretenden Menschen und für Freiheit der zu bis zu 13 Jahren Haft verurteilten Aktivist*innen und Politiker*innen.

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Zuspitzung der unmenschlichen Bedingungen im Geflüchtetenlager Vučjak in Bosnien
Am 21. Oktober forderten rund 90 Menschen wieder einmal, diesmal vor dem Haus der EU in der Wipplingerstraße, eine Schließung des Lagers Vučjak in Bosnien, wo Geflüchtete unter unmenschlichen Bedingungen auf einer ehemaligen Müllhalde leben müssen. Jetzt wurde auch noch die Finanzierung der Wasserversorgung und der Müllentsorgung eingestellt. Wir hören Adi Wachsmut, einer von freiwilligen Helfern vom Team Vučjak, Michael Genner von Asyl in Not und die Grüne Nationalratsabgeordnete Alma Zadić. (Die komplette Kundgebung kann ungeschnitten ::hier:: gehört werden. Siehe auch WiderstandsChronologie vom ::6. Oktober::).)

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Rechtsextremer „Marsch der Patrioten“ in Wien
Kaum Proteste gab es am 26. Oktober, als sich rund 100 Rechtsextreme rund um den Verein Okzident des ehemaligen Wiener Pegida-Sprechers Georg Immanuel Nagel wieder zu einem „Marsch der Patrioten“ sammelten.
Versuche, die Rechtsextremen lauthals auszulachen, gingen in den vor wenigen Zuhörenden über den Michaelerplatz geschmetterten Reden unter.

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Deserteursgedenken
Der Vormittag des 26. Oktobers stand aber auch dieses Jahr im Zeichen des Gedenkens an Wehrmachtsdeserteure und alle weiteren Opfer der NS-Militärjustiz. Die KZ-Verbände Wien und Niederösterreich gedachten dabei in der Früh beim Deserteursdenkmal am Ballhausplatz heuer nicht nur den Menschen, die sich gegen das NS-Regime gestellt hatten, sondern zeigten auch Solidarität mit den Kurd*innen, die in diesen Tagen in Rojava gegen türkischen Faschismus kämpfen. Beim Gedenkstein im Donaupark, dort, wo sich die Erschießungsstätte des Militärschießplatzes Kagran befunden hatte, waren es heuer nur rund 40 Menschen, die sich trafen und Blumen für die Deserteure und Opfer der NS-Militärjustiz niederlegten. (Die Gedenkkundgebung im Donaupark/Kagran kann ::hier:: ungeschnitten angehört werden.)

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https://cba.fro.at/430498

Das war die WiderstandsChronologie. Auf Wiederhören.

 Posted by on Sa., 26. Oktober 2019 at 20:19