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Archiv für den Monat Oktober 2020

WiderstandsChronologie 11. bis 24. Oktober 2020

nochrichten.net Veröffentlicht am Sa.., 24. Oktober 2020 von nochrichtenSa.., 24. Oktober 2020

+++ Proteste gegen „Marsch fürs Leben“ +++ Urbanize! +++ Aktionswoche gegen rassistische Polizeikontrollen und Polizeigewalt +++ Aktionstag für Mobilitätswende +++

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Willkommen bei der WiderstandsChronologie

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17. Oktober: Proteste gegen „Marsch fürs Leben“

Rund 1000 katholische Fundamentalist*innen, Abtreibungsgegner*innen und Rechtstextreme demonstrierten am 17. Oktober auch heuer wieder mit einem so genannten „Marsch fürs Leben“ gegen das Recht auf Schwangerschaftsabbruch. [Redenausschnitte]
Hunderten Aktivist*innen für das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper gelang es mehrmals durch Menschenketten und Sitzblockaden, den Marsch aufzuhalten. [Interview]
Nach unseren Informationen dürften vier Pro-choice-Aktivist*innen vorübergehend festgenommen worden sein. Sie sollen alle wieder frei sein.

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18. Oktober: Urbanize-Abschluss: Common Spaces, Hybrid Places

Am 18. Oktober kamen rund 150 Menschen zur Abschlusskundgebung des heurigen Urbanize-Festivals für urbane Erkundungen auf den Pius-Parsch-Platz beim Bahnhof Wien-Floridsdorf und forderten im Regen gemäß dem Festivalmotto mehr Common Spaces und Hybrid Places. [Redenausschnitt]

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20.–25. Oktober: Aktionswoche gegen rassistische Polizeikontrollen und Polizeigewalt

Am 20. Oktober nahmen rund 75 Personen an der Startkundgebung der Aktionswoche gegen rassistische Polizeikontrollen und Polizeigewalt bei der Augartenbrücke teil. [Interview, Redenausschnitt]
Die Abschlusskundgebung findet am Sonntag, den 25. Oktober beim Schwarzenbergplatz im Anschluss an eine um 15 Uhr bei der Staatsoper beginnenden Demonstration gegen Polizeigewalt in Nigeria statt.

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21. Oktober: Demo gegen Polizeigewalt in Nigeria

Am 21. Oktober demonstrierten laut einem Beitrag von Stefan Resch im Nachrichtenmagazin ANDI mehr als 200 Menschen in Wien gegen Polizeigewalt in Nigeria und für die Auflösung der nigerianische Polizeispezialeinheit SARS, der schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. Nach zahlreichen Todesopfern bei der Unterdrückung der Proteste in Nigeria wünschen sich immer mehr Menschen auch grundlegendere Veränderungen im Land. Am 25. Oktober gibt es eine weitere Demonstration gegen Polizeigewalt in Nigeria. Sie beginnt am Sonntag, den 25. Oktober um 15 Uhr bei der Staatsoper.

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21. Oktober: Demo gegen Sammelabschiebung nach Nigeria

Am Abend des 21. Oktober demonstrierten Antifaschist*innen gegen gegen eine geplante Sammelabschiebung per Charterflug nach Nigeria. Unter den Geflüchteten, die hätten abgeschoben werden sollen, befand sich auch deren geflüchteter Freund Sugar. Die Sammelabschiebung wurde wegen der angespannten Lage in Nigeria kurzfristig zwar kurzfristig abgesagt. Sugar und viele andere werden aber laut Autonomer Antifa Wien weiter im Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände festgehalten.

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23. Oktober: Aktionstag für Mobilitätswende

Am 23. Oktober blockierten Klimaaktivist*innen mit einer Aktion von System Change not Climate Change von 7 bis 18 Uhr den Autoverkehr vor der Industriellenvereinigung am Schwarzenbergplatz. Der Protest fand im Rahmen eines Aktionstags für eine Mobilitätswende statt und richtete sich vor allem gegen die Verhinderung einer klimagerechten und sozialen Mobilitätswende durch die Autolobby. Über Twitter wurde erklärt: [Erklärung auf Twitter]

Zusätzlich gab es an diesem Aktionstag für eine Mobilitätswende am Vormittag eine Fahrraddemo zum Verkehrsministerium. [Redenausschnitt] Danke an Jutta Matysek von Trotz allem und Open Up für diese Aufnahme.

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Bis Menschen aus Moria nach Österreich geholt werden: Mahnwache der Omas gegen Rechts

Seit bereits fünf Wochen halten Omas gegen rechts eine Mahnwache am Ballhausplatz ab, jeweils Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr. Sie wollen so lange bleiben, bis die Bundesregierung ihre menschenverachtende Haltung aufgibt und Menschen aus Moria nach Österreich holt.

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https://cba.fro.at/475935

Das war die WiderstandsChronologie. Auf Wiederhören.

Veröffentlicht unter nochrichten

WiderstandsChronologie 27. 9. bis 10. 10. 2020

nochrichten.net Veröffentlicht am Sa.., 10. Oktober 2020 von nochrichtenSa.., 10. Oktober 2020

+++ Applaus ist nicht genug +++ Wir haben Platz +++ BlockIB +++ Schandwache +++ Hass ist nicht normal +++

Willkommen bei der WiderstandsChronologie

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Applaus ist nicht genug

Am 3. Oktober demonstrierten rund 210 Menschen für Arbeitszeitverkürzung, höhere Löhne und mehr Personal im Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich.

Danke an Stefan Resch aus der Redaktion des alternativen Nachrichtendienstes ANDI für die Aufnahmen.

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Wir haben Platz

Mehr als 1200 Menschen demonstrierten am 3. Oktober, fünf Jahre nach der Großkundgebung Voices for Refugees immer noch für Asyl- und Menschenrechte. Zentrales Thema war wieder die tödliche europäische Flüchtlingsabwehrpolitik. [kurzer Redenausschnitt]

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BlockIB

Zur selben Zeit am 3. Oktober blockierten Antifaschist*innen erfolgreich einen Aufmarsch identitärer Rechtsextremer, die unter dem Label „Die Österreicher“ gegen einen von ihnen behaupteten Bevölkerungsaustausch demonstrierten. Die Polizei ermöglichte den rund 500 Rechtsextremen, ihren Zug auf einer Ersatzroute durchzuführen. [kurzer Ausschnitt aus rechtsextremen Reden]

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Schandwache

Schon im September wurde das Denkmal für den Antisemiten Karl Lueger am Dr.-Karl-Lueger-Platz über und über mit dem Wort „Schande“ beschriftet. Da die Stadt Wien ankündigte, die Schriften bis zur Wahl entfernen zu wollen, verstärkten Künstler*innen in der Nacht auf den 5. Oktober einzelne Schriftzüge mit betonierten Buchstaben. Außerdem bewachen seit 5. Oktober Künstler*innen und Aktivist*innen aus verschiedenen zivilgesellschaftlichen und kulturellen Gruppen die „Schande“-Schriftzüge mit einer täglichen „Schandwache“.

Am Nachmittag des 5. Oktobers kamen als „die Österreicher“ auftretende Rechtsextreme aus der identitären Bewegung und klopften, während der Schandwache, die betonierten „Schande“-Buchstaben ab. Die Schandwache war als politische Versammlung ordnungsgemäß bei der Behörde angezeigt worden. Dennoch schaute die Polizei bei der Zerstörung der Schrift durch die Rechtstextremen zu, ohne einzuschreiten.

Am späteren Abend versammelten sich neuerlich Rechtsextreme beim Denkmal. Dabei fuhr ein Rechtsextremer mit dem Auto in eine Gruppe ebenfalls anwesender Antifaschist*innen.

Die an der Schandwache beteiligten zivilgesellschaftlichen und kulturellen Gruppen fordern „eine grundlegende Umgestaltung des Denkmals, die unmissverständlich klar macht, dass Lueger keine Ehrung verdient. Die Graffiti müssen als Markierung der Schande so lange erhalten bleiben, bis die Umgestaltung Wirklichkeit geworden ist.“

Die Beteiligten an der Mahnwache führen weiter aus: „Lueger war von 1897 bis 1910 Wiener Bürgermeister. Er baute seinen politischen Erfolg auf rabiatem Antisemitismus auf, den Hitler sich zum Vorbild nahm. […] Der Antisemit Lueger verdient in dieser, unserer Stadt keine Ehrung.“

Am Abend des 8. Oktober setzten die Jüdischen Österreichischen Hochschüler*innen mit projizierten und abgespielten Lueger-Zitaten ein Zeichen gegen die Kontinuität des Antisemitismus in Österreich. Danke an presse-service.at für die O-Töne.

Ich sprach mit Illya Babkin von den Jüdischen Österreichischen Hochschüler*innen über die Aktion und über die Schandwache.

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Hass ist nicht normal

Unter dem Motto „Hass ist nicht normal“ wurde am 7. Oktober am Karlsplatz gegen strukturellen Rassismus demonstriert, und für die Entfernung rassistischer Wahlplakate. Danke an Jutta Matysek von den Sendereihen Trotz allem und Open Up für die Aufnahmen.

***

Außerdem

Am 7. Oktober demonstrierten nach Angaben von presse-service.at etwa 100 Personen gegen Femizide. Anlass war die Ermorderung einer Frau am 5. Oktober in Favoriten. Es handelte sich dabei um den inzwischen 19. Femizid in Österreich im Jahr 2020.

Vom 26. September bis zum 4. Oktober fand außerdem die Rebellion Week von Extinction Rebellion statt – mit Demonstrationen, dezentralen Aktionen und Straßenblockaden wie etwa am Michaelerplatz und am Gürtel. Damit sollte Druck auf die Regierenden erzeugt werden, mit der Zivilgesellschaft zu kooperieren, um eine gerechtere, freundlichere, menschlichere Gesellschaft aufzubauen und die Klimakrise zu mildern.

Am 9. Oktober gab es antirassistische Proteste beim Wahlkampfabschluss der FPÖ am Viktor-Adler-Markt.

Und am 10. Oktober wurde auch in Wien Solidarität mit den gegen Polizeigewalt, für Menschenrechte und Frieden in Belarus protestierenden Frauen demonstriert.

***


https://cba.fro.at/473858

Das war die – zugegebenermaßen wieder mal nicht ganz vollständige – Chronologie von Widerstands- und Protestaktionen der letzten zwei Wochen. Auf Wiederhören.

Veröffentlicht unter nochrichten

WiderstandsChronologie im Radio:

jetzt jeden 3. Montag im Monat um 20:30 auf ORANGE 94.0, dem freien Radio in Wien.
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Konzept der WiderstandsChronologie gescheitert!

Wenn in Wien die meisten „linken“ Demos von Antizionist*innen und Antisemit*innen vereinnahmt werden, ist eine solidarische Dokumentation meist nicht mehr möglich. Das Konzept der WiderstandsChronologie muss sich daher ändern.

WEITERLESEN ►

Alle Ausgaben der WiderstandsChronologie zum Nachhören:

Tect und Link: cba.media/podcast/widerstandschronologie

Vollständige Aufnahmen von Kundgebungen im CBA:

cba.media/podcast/o-ton-unbearbeiteter-originalton

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  • Ohne Titel Sa.., 31. Oktober 2026
    Ich hätte nach Einbruch der Dunkelheit auch noch in die Mitterhofergasse in #Wien21 geschaut, weil es für dort auch einen #GenZregelt-Aufruf gab. Allerdings kannte ich für dort keine Uhrzeit und war möglicherweise viel zu spät oder zu früh dort. Jedenfalls sah ich außer viel Polizei nichts Auffälliges – quasi für Halloween gewöhnliches Straßenbild. Ohne Ohropax […]
  • Ohne Titel Sa.., 31. Oktober 2026
    Den vereinzelten Aufrufen zu einer #GenZregelt-Demo in #Wien folgten rund 350–400 Personen – anscheinend vorwiegend aus K-Gruppen. Transparente und Flaggen von LW, RKP, YS, Palästina … Demonstrant*innen sammelten sich vorm Parlament und ziehen zur Uni Wien.#w3110
  • Ohne Titel Mo.., 26. Oktober 2026
    Das Gedenken an Wehrmachtsdeserteure und aller Opfer der NS-Militärjustiz an jenem Ort im heutigen Donaupark, wo sich die Hinrichtungsstätte des Militärschießplatzes Wien-Kagran befunden hat, vom 26. Oktober 2026 zum Nachhören:https://cba.media/799405#Wehrmachtsdeserteure #Deserteure #Gedenken
  • Ohne Titel Mo.., 26. Oktober 2026
    Rund 26 Personen gedenken auch heuer an jenem Ort im heutigen Donaupark, wo sich die Hinrichtungsstätte des Militärschießplatzes Wien-Kagran befunden hat, der #Wehrmachtsdeserteure und aller Opfer der NS-Militärjustiz. #Deserteure #Gedenken
  • Ohne Titel So.., 25. Oktober 2026
    #FRAUENStreik #WienEin Großteil der Reden beim FRAUEN*Streik am 24. Oktober 2026 vor dem Parlament zum Nachhören:https://cba.media/799314

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Dieser Tage vor 26 Jahren: WiderstandsChronologie gegen Schwarzblau 2000

Logo TATblatt-WiderstandsChronologie
Im Feber 2000 bildeten ÖVP und FPÖ schon einmal eine rechts-rechtsextreme Koalition. Bis zur Angelobung zogen Tag und Nacht Antifaschist*innen protestierend durch Wien. Die Minister*innen gelangten nur auf unterirdischen Wegen zur Angelobung in die Präsidentschaftskanzlei. Noch jahrelang zogen Donnerstagsdemos durch Wien. Das TATblatt dokumentierte alle Protest- und Widerstandsaktivitäten in der TATblatt-WiderstandsChronologie:


Diese Site ist gewissermaßen die Fortsetzung der TATblatt-WiderstandsChronologie aus den Jahren 2000–2005.

Der Spätsommer der Solidarität mit geflüchteten Menschen 2015

Ein Rückblick mit auf Radio ORANGE 94.0 ausgestrahlten Nachrichtenbeiträgen und Sondersendungen:

⇒ https://nochrichten.net/?p=2039

Blogroll

  • Anarchistisches Radio Gegeninformationen und Stellungnahmen zu aktuellen politischen Themen aus libertärer Sicht.
  • IG Kultur Wien Wiener Interessengemeinschaft für freie und autonome Kulturarbeit
  • no-racism.net dokumentiert rassistischen Alltag / Politik / Folgen hier und global.
  • ORANGE 94.0 Das Freie Radio in Wien.
  • prozess.report
  • Rechtsinfokollektiv
  • Solidaritätsgruppe kostenlose Rechtsberatung
  • TATblatt Alles über das Böse auf der Welt – bis 2005.
  • Wiener Arbeiter*innen-Syndikat
powered by action.at

OFFENLEGUNG

Medieninhaber, Herausgeber: update.wien – Verein für freie und alternative Medienarbeit, Wien, ZVR-Zahl: 1685214036
Grundlegende Richtung: Überparteilich parteiische Berichterstattung über für den Widerstand gegen Sexismen, Rassismen, Antisemitismus, Homophobie, Transphobie, Umweltzerstörung sowie andere Formen von Unterdrückung, Vernichtung und Ausbeutung relevante Themen mit der Absicht der Förderung und Unterstützung desselben.

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