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Archiv für den Monat Dezember 2021

WiderstandsChronologie 4. bis 17. Dezember 2021

nochrichten.net Veröffentlicht am Sa.., 18. Dezember 2021 von nochrichtenSa.., 18. Dezember 2021

+++ Rechte und linke Impfgegner*innen +++ Antifaschistische Proteste gegen Rechte und Corona-Verharmloser*innen +++ Proteste gegen Femizide/Feminizide +++ Tag der Menschenrechte +++ Proteste gegen Versuche, Klimabewegung einzuschüchtern +++

Willkommen bei der WiderstandsChronologie

***

4. und 11. Dezember 2021 u. s. w.: Rechte Impfgegner*innen

In den vergangenen Wochen gab es wieder mehrere Demonstrationen von Corona-Verharmloser*innen, Verschwörungsideolog*innen, Rechtsextremen und anderen Impfgegner*innen. An den beiden größten nahmen mit Unterstützung der FPÖ laut Polizeiangaben mehr als 40.000 Menschen teil.

Nach meinen Zählungen nahm die Beteiligung zumindest bei den Umzügen über die Ringstraße in den letzten Wochen ab. Um 17 Uhr, also rund 5 Stunden nach dem jeweiligen Beginn waren am 20. November noch rund 40.000 Menschen am Franz-Josefs-Kai unterwegs, am 4. Dezember nur mehr rund 25.000 und am 11. Dezember 20.000. In den Stunden davor waren es aber sicherlich mehr.

[Redenausschnitte]

***

4. und 11. Dezember 2021: Antifaschistische Proteste gegen rechte Aufmärsche

Am 4. Dezember demonstrierten gleichzeitig nach Angaben des Presseservice Wien bis zu 2000 Antifaschist*innen gegen den Aufmarsch von Rechtsextremen und ihrer Begleiter*innen. Dort sprach unter anderem die Autorin Stefanie Sargnagel. Danke an Renate Sassmann für die Aufnahme. [Redenausschnitt]

Am 11. Dezember gab es am Abend auch noch eine diesmal kleinere antifaschistische Demonstration gegen den rechten Aufmarsch.

***

10. Dezember 2021: Antiimperialistische Impfgegner*innen

Am 10. Dezember fand eine diesmal von der linken bzw. antiimperialistischen Initiative „Demokratie und Grundrechte“ organisierte Kundgebung gegen Impfpflicht und digitale Überwachung statt, an der etwas mehr als 200 Personen teilnahmen. Viele Argumente auf dieser Kundgebung waren jenen auf den rechten Demos nicht unähnlich. Auch autonome Feministinnen waren dabei, distanzierten sich dabei aber von Rechtsextremen. Unmittelbar nach der Distanzierung vom Rechtsextremismus folgte eine Rede eines Vertreters der MFG. [Redenausschnitte]

Am Rande dieser Kundgebung demonstrieren rund 15 Personen mit Transparenten für „Solidarität statt Querfront“ also gegen gemeinsame Versammlungen mit Rechtsextremen. Die Polizei nahm nach dem Ende beider Kundgebung die Personalien dieser Gegendemonstrant*innen auf.

Heftige Kritik an der Teilnahme autonomer Feministinnen an der Kundgebung der Initiative „Demokratie und Grundrechte“ und an deren Begründung gab es von Autonomen Feminist:innen der AG Feministischer Streik der Plattform Radikale Linke. Ihr „erschrockenener und wütender Kommentar“ kann auf der Website radikale-linke.at gelesen werden.

***

13. Dezember 2021: Demo gegen Rechte und Coronaleugner*innen

Am 13. Dezember demonstrierten einem Aufruf u. a. der Migrantifa Wien folgend, rund 200 Personen unter dem Motto Take back the Streets „gemeinsam gegen Rechte, Coronaleugner*innen und für eine antifaschistische Bekämpfung dieser Pandemie“. [Redenausschnitte]

***

6. Dezember 2021: Demo gegen Femizide/Feminizide

Am 6. Dezember demonstrierten nach dem inzwischen 30. Feminizid in diesem Jahr in Österreich wieder 170 Personen gegen Femizide bzw. Feminzide. [Redenausschnitte]

***

10. Dezember 2021: Tag der Menschenrechte

Am 10. Dezember demonstrierten etwas mehr als 200 Menschen vor dem Bundeskanzlamt am Ballhausplatz anlässlich des Tags der Menschenrechte für Menschenrechte für Geflüchtete. Unter anderem sprach dort Christof Riedl von der Diakonie Österreich über die Genfer Flüchtlingskonvention. [Redenausschnitt]

***

17. Dezember 2021: Protest gegen Versuche, Klimabewegung einzuschüchtern

Immer noch wird mit einem Protestcamp in Hirschstetten gegen die Lobauautobahn und damit zusammenhängende Straßen- und Autobahnprojekte wie die Stadtstraße Aspern protestiert und die Baustellen der Stadtstraße Aspern werden weiterhin besetzt.

Am 9. Dezember hatte die Polizei die Versammlung auf der Baustelle neben der U-Bahnstation Hausfeldstraße besucht und die Auflösung der Versammlung verfügt. Eine befürchtete zeitnahe Räumung mit Zwangsmittel gab es bislang noch nicht. Stattdessen wurden im Auftrag der Stadt Wien vom Büro des ehemaligen SPÖ-Nationalratsabgeordneten Jarolim Briefe an vermeintliche Besetzer*innen und Unterstützer*innen verschickt, in denen Schadenersatzforderungen angekündigt wurden.

Deshalb demonstrierten am 17. Dezember rund 1150 Menschen vom Rathaus zur SPÖ-Zentrale gegen Versuche, die Klimabewegung einzuschüchtern und für Demokratie und Klimagerechtigkeit.

[Redenausschnitte]

***

Außerdem:

Am 18. Dezember fanden anlässlich des internationalen #AbolishFrontex-Aktionstags unter anderem eine Transparentaktion auf der Schwedenbrücke sowie eine Kundgebung am Platz der Menschenrechte statt – gegen Frontex und gegen die EU-Flüchtlingsabwehrpolitik sowie für sichere Fluchtwege und für Bewegungsfreiheit für alle.

Ein Beitrag darüber ging sich für diese WiderstandsChronologie leider nicht mehr aus.

Außerdem wird auch immer noch jeden Donnerstag um 18 Uhr beim Omofumastein am Platz der Menschenrechte gegen die Regierung protestiert.

Die Omas gegen rechts halten weiterhin immer wieder Mahnwachen für Menschen in den Elendslagern am Rande Europas ab.

Jeden Freitag finden Mahnwachen für den in Saudi-Arabien inhaftierten Menschenrechts-Blogger Raif Badawi statt.

Und zusätzlich gab es auch diesmal einiges, was ich nicht mitbekommen habe.

 

***

 

https://cba.fro.at/532962

Das war die WiderstandsChronologie. Auf Wiederhören.

Veröffentlicht unter nochrichten

WiderstandsChronologie 20. November bis 3. Dezember 2021

nochrichten.net Veröffentlicht am Sa.., 4. Dezember 2021 von nochrichtenSa.., 4. Dezember 2021

Willkommen bei der WiderstandsChronologie.

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20. November 2021: Bisher größte Demo gegen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie

Am 20. November demonstrierten neuerlich tausende Corona-Leugner*innen, Corona-Verharmloser*innen, Verschwörungsideolog*innen, Rechtsextreme, aber auch vereinzelte linke Gruppen gemeinsam mit Neonazis in der Wiener Innenstadt gegen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Ausgehend von mehreren Auftaktkundgebungen zogen sie über die Ringstraße. Am Franz-Josefs-Kai zählte ich 36.000 bis 40.000 Demonstrant*innen. An einer Auftaktkundgebung der FPÖ nahmen rund 4000 Menschen teil.

Am selben Abend gab es auch noch eine viel kleinere Demonstration von Antifaschist*innen gegen den rechtsextremen Aufmarsch.

Eine für den 20. November geplant gewesene Demonstration zum Trans Day of R – gegen Transfeindlichkeit, gegen Transmisogynie, cis-Sexismus, und die koloniale-ableistische cis-dyadische-Zweigeschlichtkeit sowie gegen alle Formen von Gewalt und Diskriminierung gegen trans, inter und nicht-binäre Personen – wurde aus Sicherheitsgründen verschoben. Am angekündigten Treffpunkt fand nur eine kleine Standkundgebung statt.

Auch für den 4. Dezember wurden wieder Aufmärsche gegen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie angekündigt. Außerdem wurde für eine größere antifaschistische Gegendemonstration mobilisiert. Für diese WiderstandsChronologie ging sich darüber aber kein Bericht mehr aus.

***

21. November 2021: Online-Solidarität mit Geflüchteten an polnisch-belarussischer Grenze

Eine für den 21. November von der Plattform für eine menschliche Asylpolitik vorbereitete Demonstration in Solidarität mit den Geflüchteten an der Grenze Polen-Belarus wurde zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Corona-Virus abgesagt. Stattdessen wurde online auf sozialen Medien protestiert. [Online-Rede]

***

25. November 2021: Tag gegen Gewalt an Frauen/FLINTAs

Am 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen fanden mehrere Aktivitäten statt. Von einer unter anderem vom FrauenLesbenMädchenzentrum FZ organisierten Demonstration in Ottakring berichtet Eva. [Redenausschnitte]

Seit vielen Monaten wird nach jedem Femizid bzw. Feminzid in Österreich am Karlsplatz und danach auf den umliegenden Straßen demonstriert. So auch am 25. November, nach dem inzwischen 29. Femizid in Österreich in diesem Jahr. Inzwischen ist es schon wieder einer mehr.

[Redenausschnitte]

***

26. November und 1. Dezember 2021: Kundgebungen gegen Lobauautoban, Stadtstraße Aspern, Spange Seestadt

Auch geplant gewesene Aktionstage gegen den Bau der Lobauautobahn, der Stadtstraße Aspern und der Spange Seestadt wurden wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Am 26. November fand lediglich eine Klimastreik-Kundgebung vor der SPÖ-Zentrale statt, an der rund 200 Personen teilnahmen. Insbesondere wurde dort gegen das Festhalten der Wiener SPÖ an diesen Projekten protestiert. Danach zogen noch 150 Personen in einer Spontandemo zum Rathaus.

Am 1. Dezember verkündete Klimaministerin Gewessler, dass die Lobauautobahn nach einer Prüfung ihrer Auswirkungen auf die Klimaziele nicht gebaut werde. Bürgermeister Ludwig kündigte daraufhin an, alles zu unternehmen, dass die Lobauautobahn sowie die Stadtstraße Aspern und die Spange Seestadt dennoch gebaut werden. Daraufhin versammelten sich am Abend des 1. Dezember rund 350 bis 400 Menschen am Rathausplatz. Dort sprachen unter anderem auch Aktivist*innen, die seit Jahrzehnten gegen die Autobahnprojekte kämpfen wie Jutta Matysek und Wolfgang Rehm. [Redenausschnitte]
Eine ungekürzte Aufzeichnung aller Reden auf dieser Kundgebung am 1. Dezember gibt es da: https://cba.fro.at/530424

***

Außerdem …

Es wird also weiterhin mit einem Protestcamp in Hirschstetten gegen die Lobauautobahn, die Spange Seestadt und die Stadtstraße Aspern protestiert, sowie werden weiterhin Baustellen für die Stadtstraße besetzt. Mehr Informationen, auch über Unterstützungs- und Beteiligungsmöglichkeiten gibt es auf lobaubleibt.at.

Außerdem wird auch immer noch jeden Donnerstag um 18 Uhr beim Omofumastein am Platz der Menschenrechte gegen die Regierung protestiert.

Die Omas gegen rechts halten weiterhin immer wieder Mahnwachen für Menschen in den Elendslagern am Rande Europas ab.

Jeden Freitag finden Mahnwachen für den in Saudi-Arabien inhaftierten Menschenrechts-Blogger Raif Badawi statt.

Und vermutlich gab es auch diesmal wieder einiges, was ich nicht mitbekommen habe.

***


https://cba.fro.at/530878

Das war die WiderstandsChronologie. Auf Wiederhören.

Veröffentlicht unter nochrichten

WiderstandsChronologie im Radio:

jetzt jeden 3. Montag im Monat um 20:30 auf ORANGE 94.0, dem freien Radio in Wien.
Logo von ORANGE 94.0 (ein Viereck mit Zacken links und rechst), links daneben Schrift: Schalt dich ein / ORANGE 94.0

Konzept der WiderstandsChronologie gescheitert!

Wenn in Wien die meisten „linken“ Demos von Antizionist*innen und Antisemit*innen vereinnahmt werden, ist eine solidarische Dokumentation meist nicht mehr möglich. Das Konzept der WiderstandsChronologie muss sich daher ändern.

WEITERLESEN ►

Alle Ausgaben der WiderstandsChronologie zum Nachhören:

Tect und Link: cba.media/podcast/widerstandschronologie

Vollständige Aufnahmen von Kundgebungen im CBA:

cba.media/podcast/o-ton-unbearbeiteter-originalton

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  • Ohne Titel Sa.., 31. Oktober 2026
    Ich hätte nach Einbruch der Dunkelheit auch noch in die Mitterhofergasse in #Wien21 geschaut, weil es für dort auch einen #GenZregelt-Aufruf gab. Allerdings kannte ich für dort keine Uhrzeit und war möglicherweise viel zu spät oder zu früh dort. Jedenfalls sah ich außer viel Polizei nichts Auffälliges – quasi für Halloween gewöhnliches Straßenbild. Ohne Ohropax […]
  • Ohne Titel Sa.., 31. Oktober 2026
    Den vereinzelten Aufrufen zu einer #GenZregelt-Demo in #Wien folgten rund 350–400 Personen – anscheinend vorwiegend aus K-Gruppen. Transparente und Flaggen von LW, RKP, YS, Palästina … Demonstrant*innen sammelten sich vorm Parlament und ziehen zur Uni Wien.#w3110
  • Ohne Titel Mo.., 26. Oktober 2026
    Das Gedenken an Wehrmachtsdeserteure und aller Opfer der NS-Militärjustiz an jenem Ort im heutigen Donaupark, wo sich die Hinrichtungsstätte des Militärschießplatzes Wien-Kagran befunden hat, vom 26. Oktober 2026 zum Nachhören:https://cba.media/799405#Wehrmachtsdeserteure #Deserteure #Gedenken
  • Ohne Titel Mo.., 26. Oktober 2026
    Rund 26 Personen gedenken auch heuer an jenem Ort im heutigen Donaupark, wo sich die Hinrichtungsstätte des Militärschießplatzes Wien-Kagran befunden hat, der #Wehrmachtsdeserteure und aller Opfer der NS-Militärjustiz. #Deserteure #Gedenken
  • Ohne Titel So.., 25. Oktober 2026
    #FRAUENStreik #WienEin Großteil der Reden beim FRAUEN*Streik am 24. Oktober 2026 vor dem Parlament zum Nachhören:https://cba.media/799314

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Dieser Tage vor 26 Jahren: WiderstandsChronologie gegen Schwarzblau 2000

Logo TATblatt-WiderstandsChronologie
Im Feber 2000 bildeten ÖVP und FPÖ schon einmal eine rechts-rechtsextreme Koalition. Bis zur Angelobung zogen Tag und Nacht Antifaschist*innen protestierend durch Wien. Die Minister*innen gelangten nur auf unterirdischen Wegen zur Angelobung in die Präsidentschaftskanzlei. Noch jahrelang zogen Donnerstagsdemos durch Wien. Das TATblatt dokumentierte alle Protest- und Widerstandsaktivitäten in der TATblatt-WiderstandsChronologie:


Diese Site ist gewissermaßen die Fortsetzung der TATblatt-WiderstandsChronologie aus den Jahren 2000–2005.

Der Spätsommer der Solidarität mit geflüchteten Menschen 2015

Ein Rückblick mit auf Radio ORANGE 94.0 ausgestrahlten Nachrichtenbeiträgen und Sondersendungen:

⇒ https://nochrichten.net/?p=2039

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