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Für die Rehabilitierung von Deserteuren und zehntausenden weiteren Opfern der NS-Militärjustiz: Ausstellung „Was damals recht war“ im Theater Nestroyhof-Hamakom in Wien

nochrichten.net Veröffentlicht am Mi.., 2. September 2009 von nochrichtenMi.., 2. September 2009

70 Jahre nach Beginn des nationalsozialistischen Vernichtungskriegs, in dem die Militärjustiz zehntausende Todesurteile an Deserteuren aber auch an Zivilist_innen vollstreckte, erinnert nun eine Ausstellung an die Verurteilten der NS-Kriegsgerichte.

Wehrmachtsdeserteure waren in Deutschland und Österreich jahrzehntelang kein Thema. Ihre Weigerung, in Hitlers Vernichtungsfeldzug mitzumarschieren, blieb in der österreichischen Nachkriegsgesellschaft unbedankt und stand außerhalb der erinnerungspolitischen Wahrnehmung. Deserteure waren vielmehr mit Vorwürfen konfrontiert, sie hätten Kameraden und Vaterland verraten. Die dominante Geschichtserzählung, die einerseits Österreich als das »erste Opfer der Hitler’schen Aggression« darstellte, andererseits bis heute jene Soldaten als Helden feiert, die das »Dritte Reich« bis zur Kapitulation verteidigt hatten, ließ für anders lautende Interpretationen der Vergangenheit keinen Platz.

Die am 1. September eröffnete Ausstellung »Was damals Recht war…« – Soldaten und Zivilist_innen vor Gerichten der Wehrmacht wurde in einer ersten Fassung von der Bundesstiftung Denkmal für die ermordeten Jüd_innen Europas in Berlin konzipiert. Die in Wien gezeigte Adaption, die das »Personenkomitee Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz« erarbeitet hat, verfolgt das Ziel, mit den Mitteln der wissenschaftlich fundierten Information zu einem würdigen Gedenken an die Opfer der NS-Militärjustiz beizutragen, zu der die Rehabilitation der betroffenen Personen gehört.

Die Ausstellung ist noch bis 15. Oktober 2009 im Theater Nestroyhof – Hamakom am Nestroyplatz in Wien 2 bei freiem Eintritt zu sehen, jeweils Montag bis Freitag 10.00-19.00 Uhr. und Sonntag 12.00-18.00 Uhr.
Die Ausstellungsräume sind leider nicht barrierefrei erreichbar.

Im Rahmen eines umfangreichen Begleitprogramms findet am 11. Oktober eine Gedenkfeier für die Opfer der NS-Militärjustiz beim Gedenkstein am Ort des ehemaligen Militärschießplatzes Wien-Kagran im Donaupark statt. Beginn: 11. Oktober, 11.00 Uhr

Mehr Informationen über die Ausstellung, die NS-Militärjustiz und das Begleitprogramm finden sich auf deserteure.at

O-Ton: Bei der feierlichen Eröffnung der Ausstellung sprach unter anderem der Wehrmachtsdeserteur und Ehrenobmann des Vereins »Personenkomitee Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz« Richard Wadani.
(zu hören in einem Kurzbeitrag der ZIP-FM-Lokalredaktion Wien): http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=29679

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No-Border-Camp auf Lesbos ruft zur Unterstützung auf.

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 31. August 2009 von nochrichtenMo.., 31. August 2009

Nach zahlreichen Aktionen gegen die EU-Flüchtlingsabwehrplitik im Allgemeinen und das Flüchtlingsinternierungszentrum Pagani im Besonderen neigt sich das Noborder-Camp auf der griechischen Insel Lesbos dem Ende zu.
Eine Woche lang wurde durch Besetzungen, Demonstrationen, Blockade von Flüchtlingsabwehrbooten und zahlreichen anderen Aktionen auf die Situation auf Lesbos und den EU-Außengrenzen hingewiesen. Es gelang sogar, mehrere Flüchtlinge zu befreien.
Zum Abschluss des Camps rufen die Aktivist_innen zur internationalen Unterstützung auf, zum Beispiel in Form von Briefen, Faxen und Anrufen bei griechischen Behörden. Mehr Informationen zum Camp, über das Flüchtlingsinternierungszentrum Pagani und eine Faxvorlage findet ihr auf lesvos09.antira.info
Faxaktion: http://lesvos09.antira.info/2009/08/help-us-close-down-pagani/
Das Internierungslager ist eigentlich eine alte nicht als Unterkunft geeignete Lagerhalle, in der offiziell Platz für 280 Leute sein soll. Heute werden dort mehr als 1000 Leute festgehalten.

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Solidaritätsgruppe warnt vor Zweiklassenjustiz: Kopie von Gerichtsakten kann fürderhin ein paar tausend Euro kosten.

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 17. August 2009 von nochrichtenMo.., 17. August 2009

Mit 1. Juli sei die Gebühr für die Kopie einer Aktenseite bei Gericht von auch bislang nicht gerade günstigen 40 Cent auf einen Euro erhöht worden, beklagt die „Solidaritätsgruppe“. Dies entspreche etwa dem Zehnfachen des handelsüblichen Preises. Damit werde das Recht auf Akteneinsicht ad absurdum geführt bzw. durch die Hintertür abgeschafft, denn viele Betroffene werden sich die Kosten von mehreren hundert bzw. tausend Euro für die Kopie von Gerichtsakten nicht mehr leisten können, befürchtet die „Solidaritätsgruppe“ und sieht darin einen weiteren Schritt in Richtung Zweiklassenjustiz.

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Neuer Platz, neue Probleme: Wagenbewohner_innen ziehen weiter.

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 17. August 2009 von nochrichtenMo.., 17. August 2009

Die Nutzer_innen des Wagenplatzes Baumgasse zogen weiter und besiedelten Montagfrüh Teile des ehemaligen Aspangbahnhofs am Landstraßer Gürtel. Das Grundstück in der Baumgasse musste geräumt werden, da die Grundstückseigentümerin Porr keine Zwischennutzung der Wagenbewohner_innen zulassen wollte. Positive Signale sind aber auch in Bezug auf das Aspangbahnhofsgelände nicht zu vernehmen. Die Bundesimmobilengesellschaft verlangt eine Räumung bis Dienstag 16.00 Uhr.

http://baumgasse.wagenplatz.at/

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Neonazis kündigen Flashmob zu Heß-Todestag an.

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 17. August 2009 von nochrichtenMo.., 17. August 2009

Für den Todestag von Hitler-Stellvertreter Heß am 17. August kündigten Neonazigruppen Flashmob-Aktionen in Städten in der BRD und Österreich an. Einer ist für den Europaplatz vor dem Wiener Westbahnhof angekündigt. Falls es sich dabei nicht um ein Manöver zur Ablenkung von anderen rechtsextremen Aktionen handelt, ist mit einem Beginn kurz vor 19.30 zu rechnen. Antifaschistische Gegenaktivitäten werden in nicht öffentlichem Rahmen diskutiert.

http://www.anti17august.info/

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Nach tödlichen Schüssen in Krems: Demonstrationen gegen Polizeigewalt.

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 17. August 2009 von nochrichtenMo.., 17. August 2009

Nach den tödlichen Polizeischüssen auf den Kremser Jugendlichen Florian P. und die schwersten Verletzungen seines Freundes kam es Mittwoch letzter Woche wieder zu Demonstrationen in Krems und Wien. In Wien wurden die knapp 150 Demonstrant_innen auf der Mariahilfer Straße von einer Polizeisperre bei der Stiftgasse aufgehalten. In einer ziemlich schnell unterwegs gewesenen Spontandemo wurde in der Folge versucht, auf Umwegen in Richtung Innenstadt durchzubrechen. Der Einsatz von Feuerwerkskörper wurde von der Polizei zur Begründung von Perlustrierungen herangezogen. Festnahmen gab es keine.
Die polizeiliche Täter-Opfer-Umkehrung geht unterdessen weiter. Über den Polizeieinsatz mit Todesfolge gibt es so gut wie keine Informationen, umso mehr dafür über die zur kriminellen Bande hochstilisierten Jugendlichen.

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Kopenhagen: Polizeigewalt gegen Flüchtlinge in Kirchenasyl.

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 17. August 2009 von nochrichtenMo.., 17. August 2009

In Kopenhagen hat in der Nacht auf den 13. August 2009 die Polizei seit Anfang Mai Kirchenasyl fordernde Flüchtlinge aus dem Irak aus der „Brorsons Kirke“ im Stadtteil Nørrebro geräumt. Zahlreiche solidarische Menschen blockierten die Polizei, die mit massiver Gewalt den Weg frei räumte.

Die rund 60 irakischen Flüchtlinge haben sich in der Kirche einquartiert, um durch Kirchenasyl ihre drohende Abschiebung zu verhindern. Ein Großteil dieser Menschen lebt schon seit zehn Jahren in Dänemark.
Sofort nach der Alarmierung strömten 300-400 solidarische Menschen zum Platz des Geschehens, um die Polizeiaktionen zu behindern.
Nach einigen Stunden gelang es der Polizei unter massiver Gewaltanwendung die Flüchtlinge abzutransportieren. In ganz Dänemark kam es danach zu Protestaktionen. Allein in Kopenhagen demonstrierten bis zu 25.000 Personen in Solidarität mit den Flüchtlingen.

http://no-racism.net/article/3068/

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No-Border-Aktivitäten im Sommer 2009.

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 17. August 2009 von nochrichtenMo.., 17. August 2009

Von 23. bis 29. Juni 2009 fand im nordfranzösischen Calais ein ein No-Border-Camp statt, an dem bis zu 1000 Personen aus ganz Europa teilgenommen haben.. Organisiert hatten das Camp vor allem Aktivist_innen aus Frankreich, Großbritannien und Belgien. Kontakte mit Migrant_innen, die durch den Ärmelkanaltunnel nach Großbritannien wollen, wurden bereits im Vorfeld gesucht. Einige beteiligten sich auch am Camp.
Anfang Juli gaben die Innenminister_innen von Frankreich und UK die Verstärkung der Grenzüberwachung bekannt. Eine Zunahme von Verhaftungen und Polizeiübergriffen war die Folge. Um das Vorgehen der Behörden zu behindern,sind einige Noborder-Aktivist_innen nach Calais zurückgekehrt. Sie laden alle ein, sich mit ihnen in Kontakt zu setzen und nach Calais zu kommen, um der rassistischen Polizeigewalt aktiv zu begegnen, oder Aktionen dort zu organisieren, wo sie sind. Soliaktionen gab es u.a. in London, Barcelona und Wien, wo am 24. Juli ca. 20 Aktivist_innen die französische Botschaft am Schwarzenbergplatz besuchten und ein Ende der Repression gegen Migrant_innen in Calais forderten.

Weitere Informationen dazu auf www.no-racism.net

Ein weiteres No-Border-Camp findet von 25. bis 31. August auf der griechischen Insel Lesbos statt. Der Anlass: Geltende Menschenrechtsabkommen werden auch in Griechenland ignoriert, viele Leute müssen unter menschenunwürdigen Bedingungen leben. An den Küsten vor den zahlreichen griechischen Inseln patrouillieren Schiffe, die Menschen an der Einreise über den Seeweg aus der Türkei hindern sollen. In der Ägäis ertrinken mehr und mehr Menschen.
Jene, die das Festland erreichen, werden gefangen genommen und in überfüllten Lagern über Wochen und Monate interniert. Ein solches Lager befindet sich auf der Insel Lesbos.

www.lesvos09.antira.info

In Deutschland findet eine Aktionswoche gegen Abschiebungen von 24.-30.8. statt. Mehr Infos: http://www.gegenabschiebung.de

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Verschnaufpause für Wagenplatz Baumgasse – Verhandlungen am Mittwoch.

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 27. Juli 2009 von nochrichtenMo.., 27. Juli 2009

Eine für Dienstag früh befürchtete Räumung des neu belebten Wagenplatzes in der Baumgasse ist zumindest mal aufgeschoben. Am Mittwoch wird es Gespräche zwischen Wagenplatzdelegiert_innen, Mediator_innen der Gemeinde Wien und dem Grundstückseigentümer, der Baufirma Porr, geben.
Obwohl die Wagenbewohner_innen lediglich eine Zwischennutzung bis zu einer allfälligen Verwendung durch die Porr vorschlagen und betonen, „nicht abgeneigt“ zu sein, angemessene Pacht zu zahlen, sowie mit den unmittelbaren Nachbar_innen, der Arena, rasch ein gutes Verhältnis aufgebaut werden konnte, war vom Grundstückseigentümer Porr bislang signalisiert worden, dass die angestrebte Zwischennutzung nicht infrage kommt.

>>Audio: Interview mit einer Person vom Wagenplatz Baumgasse

Mehr und aktuelle Informationen:
http://wagenplatz.at/

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Weltweit Kundgebungen für Menschenrechte im Iran.

nochrichten.net Veröffentlicht am Sa.., 25. Juli 2009 von nochrichtenSa.., 25. Juli 2009

Mehr als 500 Personen, überwiegend Exil-Iraner_innen, demonstrierten am globalen Aktionstag, dem 25. Juli, am Wiener Heldenplatz für Menschenrechte im Iran. Mit zahlreichen Berichten aus dem Iran wurden die Forderungen nach Menschenrechten, Meinungs- und Pressefreiheit, Freilassung inhaftierter Demonstrant_innen und Gleichberechtigung der Geschlechter im Iran untermauert.
Lediglich einzelne Mehrheitsösterreicher_innen versuchten mit auf Tafeln herumgetragenen Parolen just gegen Israel und die USA das Thema zu wechseln.

Die Solidaritätsaktionen mit den gegen das Regime Ahmadinejads und für Freiheit kämpfenden Menschen im Iran gehen weiter:
– täglich 17-21 Uhr vor dem Vienna International Centre (UNO-City, bei der U-Bahn-Station Kaisermühlen – VIC)
– jeden Samstag 15-17 Uhr am Heldenplatz: Solidarität mit den trauernden Frauen, die sich im Iran jeden Samstag in lokalen Parks treffen, um schweigend ihre Trauer über den Tod ihrer Kinder auszudrücken.

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Konzept der WiderstandsChronologie gescheitert!

Wenn in Wien die meisten „linken“ Demos von Antizionist*innen und Antisemit*innen vereinnahmt werden, ist eine solidarische Dokumentation meist nicht mehr möglich. Das Konzept der WiderstandsChronologie muss sich daher ändern.

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Vollständige Aufnahmen von Kundgebungen im CBA:

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    Hunderte Demonstrant*innen zogen nach Abschlusskundgebung bei Uni Wien weiter zum Parlament. #UnisRetten #w2210
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    Rund 15.000 bis 20.000 Personen demonstrieren in #Wien gegen Budgetkürzungen für Universitäten.#UnisRetten #w2210
  • Ohne Titel Mo.., 19. Oktober 2026
    Die aktuelle #WiderstandsChronologie für @radioorange940 über#SafeAbortionDay #7Oktober#Kopftuchverbot#WienGegenAntisemitismus#Klimastreik…zum Nachhörenwegen Serverproblemen diesmal direkt auf:https://cba.media/798379
  • Ohne Titel Fr.., 16. Oktober 2026
    Die Reden auf der #Klimastreik-Demo vom 16. Oktober 2026 in #Wien zum Nachhören: https://cba.media/798205

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Dieser Tage vor 26 Jahren: WiderstandsChronologie gegen Schwarzblau 2000

Logo TATblatt-WiderstandsChronologie
Im Feber 2000 bildeten ÖVP und FPÖ schon einmal eine rechts-rechtsextreme Koalition. Bis zur Angelobung zogen Tag und Nacht Antifaschist*innen protestierend durch Wien. Die Minister*innen gelangten nur auf unterirdischen Wegen zur Angelobung in die Präsidentschaftskanzlei. Noch jahrelang zogen Donnerstagsdemos durch Wien. Das TATblatt dokumentierte alle Protest- und Widerstandsaktivitäten in der TATblatt-WiderstandsChronologie:


Diese Site ist gewissermaßen die Fortsetzung der TATblatt-WiderstandsChronologie aus den Jahren 2000–2005.

Der Spätsommer der Solidarität mit geflüchteten Menschen 2015

Ein Rückblick mit auf Radio ORANGE 94.0 ausgestrahlten Nachrichtenbeiträgen und Sondersendungen:

⇒ https://nochrichten.net/?p=2039

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