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Seestadt Aspern ohne Gänseblümchen? Wagenbewohner_innen kämpfen weiter um Platz.

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 5. April 2013 von nochrichtenMi.., 22. Oktober 2014

Bis 5. April durfte der Wagenplatz Gänseblümchen ein kleines Fleckchen auf dem riesigen Bauplatz für das Stadtentwicklungsgebiet Seestadt Aspern in Wien 22 benutzen. Dies war den Wagenbewohner_innen im Dezember zugestanden worden, nachdem sie bereits von August bis September in der künftigen Seestadt stehen durften und nach ihrer ersten Vertreibung eine dreimonatige Dauerkundgebung auf einer nahen Straße durchgeführt hatten.

Nun mussten sie ihren Platz wieder räumen. Da sie sich nach eigener Einschätzung nicht in Luft auflösen konnten, machten sie sich am 5. April um 5 Uhr in der Früh zum ersten und außer der U-Bahnstation einzigen bereits stehenden Haus in der Seestadt, dem sogenannten Technologiezentrum „aspern IQ“, auf. Dort befindet sich auch der Sitz der für die Entwicklung und Verwertung der Seestadt zuständigen „Wien 3420 Aspern Development AG“. Sie begannen mit einer bis zum Abend des 6. April angemeldeten Kundgebung, was die Verwerter_innen allerdings nur mäßig begeisterte. Ein Vertreter der Verwertungsgesellschaft drohte erst mit Räumung, akzeptierte langsam aber doch das Versammlungsrecht der Gänseblümchen und sagte schließlich zu, dass am Montag miteinander gesprochen werden könne, wenn die Wägen bis zum Ende der Kundgebung verschwunden seien.

Im Gespräch mit Radio Orange erklärten die Wagenplatz-Bewohner_innen, warum sie bleiben und ein Teil der neuen Seestadt bleiben wollen:

http://cba.fro.at/108241

[display_podcast]

Mehr Informationen: http://gaensebluemchen.wagenplatz.at/

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300 demonstrierten nach mildem Urteil gegen rassistischen U-Bahn-Attentäter gegen Rassismus und Justizskandal in Wien

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 25. März 2013 von nochrichtenMi.., 22. Oktober 2014

Nachdem ein weißer Mann, der am 5. Jänner eine schwarze Frau in der U-Bahnstation Taborstraße vor einen einfahrenden Zug gestoßen hatte, zu lediglich 12 Monaten bedingter Haft verurteilt worden war, demonstrierten am 22. März rund 300 Personen gegen Rassismus im Alltag, bei Polizei und Justiz. Sie zogen von der U-Bahnstation Taborstraße über das Innenministerium zum Justizministerium. Mit dabei war das Opfer der rassistischen Attacke, Nelli W. Sie war dank des raschen Eingreifens von Zeug_innen, die den Zug-Notstopp am Bahnsteig betätigt hatten, nur schwer verletzt worden.

Radiobeitrag: http://cba.fro.at/107849
[display_podcast]

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Refugees klagen über Repression im Servitenkloster

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 25. März 2013 von nochrichtenMi.., 22. Oktober 2014

Über ständigen Druck vonseiten der Caritas und von Kirchenautoritäten auf die Aktivist_innen der Refugeeprotestbewegung klagen die nun im Servitenkloster befindlichen Refugees. Es würden entgegen den ursprünglichen Vereinbarungen willkürlich neue Regeln erlassen, täglich Anwesenheitskontrollen durchgeführt, Besucher_innen dürften nicht in die Zimmer kommen, so die Refugees.

Am 19. März sei sogar die Polizei geholt worden, als ein Refugee am Zimmer Besuch empfangen hatte. Diese sollte den Besucher, sowie den Refugee selbst, der zur Strafe in den Keller übersiedeln sollte, mit Zwang aus dem Zimmer holen. Refugees und Unterstützer_innen versuchten, der Polizei und den Caritasleuten die psychische Situation dieses Mannes zu erklären: Dass er als Traumapatient professionelle Behandlung und Medikamentiereung bekomme, dass es für ihn besonders wichtig sei, sich in einem friedlichen und ruhigen Umfeld aufzuhalten. Als die Polizei ins Zimmer ging, musste die Rettung geholt werden. Nun befindet er sich im AKH. Über die Situation im Servitenkloster berichtet der Refugeeaktivist Muhammed Numan:
http://cba.fro.at/107851

[display_podcast]

>>Bericht auf https://refugeecampvienna.noblogs.org/post/2013/03/20/repression-gegen-fluchtlinge-im-kloster/

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Erstklassige Rechte für erstklassige Eltern – Demonstration gegen trans- und hompohobe Politik

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 25. März 2013 von nochrichtenMi.., 22. Oktober 2014

Erstklassige Rechte für erstklassige Eltern, eine völlige Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare im Ehe- und Partnerschaftsrecht und somit auch gleiches Recht auf Kindeserziehung forderten am 22. März 300 Personen bei einer Demonstration gegen trans- und homophobe Politik in Wien – von der ÖVP-Zentrale zum Parlament.

Radiobeitrag: http://cba.fro.at/107850
[display_podcast]

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Protestierende Refugees kämpfen in Servitenkloster weiter für ihre Rechte.

nochrichten.net Veröffentlicht am So.., 3. März 2013 von nochrichtenMi.., 22. Oktober 2014

Am 3. März übersiedelten die protestierenden Refugees aus der Votivkirche in das Servitenkloster. Der Umzug verlief ohne Zwischenfälle.

Ihr neues Heim solle kein kleines Traiskirchen sein, sie wollen nicht auf Dauer dort bleiben, sondern einen weiteren Schritt in Richtung einer Lösung ihrer Probleme setzen, erklärten die Schutzsuchenden bei einer gemeinsam mit Erzdiözese und Caritas veranstalteten Pressekonferenz am 4. März. Sollte es in den nächsten Monaten keine Lösungsschritte seitens der Behörden geben, werde der Protest wieder an öffentlichen Plätzen fortgesetzt.

Ein Platz am Podium blieb heute leer: jener von Shahjahan Khan, der am 28. Feber in Schubhaft genommen wurde.

Für ihn und einen weiteren in Schubhaft befindlichen Refugee-Aktivisten fordern die Schutzsuchenden dies sofortige Freilassung. Die Caritas kündigte eine Schubhaftbeschwerde an.
Update: Shahjahan Khan wurde am 5. März aus der Schubhaft entlassen!

Pressekonferenz am 4. März 2013: http://cba.fro.at/106864
[display_podcast]

In einer Aussendung erklärten die Refugees im Servitenkloster:

Die Übersiedlung des Refugeecamps Vienna in das
ehemalige Servitenkloster stellt eine neue Etappe des
Flüchtlingsprotests dar. Mit dem Kloster, für das die Flüchtlinge von
Kardinal Schönborn das Gastrecht erhielten, wurde ein neuer, offener
und sicherer Ort für protestierenden Flüchtlinge gefunden.

Im Kloster, in dem die Flüchtlinge gemeldet sind, wird einerseits
Rechtsberatung und -vertretung zur Verfügung stehen, um die
individuellen Asylfälle professionell zu überprüfen und zu
bearbeiten, andererseits wird gemeinsam mit NGOs für notwendige
Veränderungen im Asylsystem gekämpft.

Mit dem Umzug in das Kloster kommen die Flüchtlinge der Pflicht zur
Meldung und auch der Mitwirkung an ihren Fällen nach, sodass, wie
schriftlich vom Bundesministerium für Inneres bestätigt wurde, keine
Schubhaft verhängt werden wird.

Im Vorfeld des Umzugs wurde dies bei einer Verhandlung zwischen
Flüchtlingen, der Erzdiözese, UnterstützerInnen, NGOs festgelegt.
Diese Vereinbarung stellte die Basis für die Zustimmung der
Flüchtlinge zur Übersiedlung dar.

Ferner wurde im Protokoll dieses Treffens unter anderem festgehalten:

Zur Erstellung der Hausordnung im Kloster wird eine Arbeitsgruppe
gemeinsam von Flüchtlingen, Erzdiözese, Caritas, Pfarrgemeinde und
UnterstützerInnen gebildet.

Das Kloster wird sowohl private als auch öffentliche Räume
bereitstellen, an denen auch Diskussionsrunden, Deutschkurse oder
Kulturveranstaltungen stattfinden können.

Das Kloster wird als Flüchtlingsheim geführt, was den neuen Bewohnern
Grundversorgung ermöglicht. Modellhaft und zukunftsweisend werden die
Flüchtlinge bei der Gestaltung ihres Lebensraums selbst Verantwortung
übernehmen, so ist geplant, dass die Flüchtlinge bei der Renovierung
aktiv mitwirken, die Küche mitbetreiben etc.

Bei der morgigen Pressekonferenz um 10.30 im ehemaligen
Servitenkloster, die als Novum erstmals gemeinsam von Flüchtlingen,
Erzdiözese, UnterstützerInnen und Caritas, abgehalten wird, werden
Perspektiven für den neuen Ort vorgestellt.

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Neuerlich Refugee-Aktivist vor Votivkirche festgenommen.

nochrichten.net Veröffentlicht am Do.., 28. Februar 2013 von nochrichtenMi.., 22. Oktober 2014

Neuerlich wurde am 28. Feber ein Refugee-Aktivist außerhalb der Votivkirche festgenommen. Betroffen ist Shahjahan Khan, ein Aktivist, der seit Beginn der Proteste mehrmals als ein Sprecher der Refugees öffentlich aufgetreten ist. Er wurde ins Polizeianhaltezentrum Hernalser Gürtel gebracht.

Eine Augenzeugin berichtete, dass Shahjahan Khan ohne Vorwarnung von hinten auf den Rücken geschlagen und zu Boden geworfen sowie mit dem Schal gewürgt worden sei. Sie habe zuerst an einen Naziüberfall gedacht und habe zu schreien begonnen. Erst als rasch viele uniformierte Polizist_innen dazugekommen sind, stellte sich heraus, dass der Überfall durch die Polizei erfolgt war.

Polizeisprecher Hahslinger stellte die Amtshandlung als normale fremdenpolizeiliche Festnahme im Rahmen einer normalen fremdenpolizeilichen Personenkontrolle dar.
Unterstützer_innen der Schutzsuchenden sprachen von einem Großeinsatz von zivilen und uniformierten Polizist_innen. Zu diesem sei es nach Aussagen von Hahslinger aber erst gekommen, nachdem einzelne der zu kontrollierenden Personen in das Gebäude der Sozialwissenschaftlichen Fakultät am Rooseveltplatz gleich neben der Votivkirche geflohen seien.

Tatsächlich versuchte die Polizei in das Fakultätsgebäude zu stürmen, wurde aber zumindest großteils von Aktivist_innen, die alarmiert durch den großen Polizeieinsatz bereits vor Ort waren, daran gehindert. Eine Zeit lang riegelte die Polizei die Fakultät ab, ließ keine_n rein oder raus. Dabei sei es zu einer Anzeige einer weiteren Person gekommen, so Hahslinger.

Die beabsichtigte Festnahme weiterer Refugees konnte durch den Einsatz solidarischer Unterstützer_innen offenbar verhindert werden – zumindest vorerst.

Bereits in der vergangenen Woche berichteten die Refugees in der Votivkirche, dass in letzter Zeit wiederholt zivile Polizist_innen in und rund um die Kirche gesehen worden seien.
Ein Eindringen von Polizist_innen in die Kirche stritt Hahslinger ab. Es werde auch künftig keinen Polizeieinsatz in der Kirche geben. Der designierte Caritas-Wien-Geschäftsführer Schwertner beteuerte über Twitter, dass der Schutz der Kirche für die Geflüchteten weiter aufrecht sei.

Update: Shahjahan Khan wurde am 5. März aus der Schubhaft entlassen!

Radiobeitrag: Eine Augenzeugin berichtet … http://cba.fro.at/106787

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Refugees bleiben in Votivkirche

nochrichten.net Veröffentlicht am Do.., 21. Februar 2013 von nochrichtenMi.., 22. Oktober 2014

Die Refugees in der Votivkirche werden das Gotteshaus vorerst nicht verlassen. Erst wenn ihnen legaler Status garantiert wird, und sie sicher sein können, bei Verlassen des geschützten kirchlichen Raums nicht sofort aufgrund negativer Asylbescheide abgeschoben zu werden, sei eine Übersiedlung möglich, erklärten sie am 21. Feber bei einer Pressekonferenz vor dem seitlichen Gittertor der Kirche. Weiterhin fordern sie eine politische Lösung ihrer Probleme. Darüber möchten sie auch weiterhin mit den politisch Verantwortlichen reden. Bundespräsident Fischer möchten sie dazu zu einem Dinner einladen.

Aufzeichnung der Pressekonferenz: http://cba.fro.at/106381
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Fast 2000 bei Refugee-Solidemo am International Day of Action in Wien

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 18. Februar 2013 von nochrichtenMi.., 22. Oktober 2014

An die 2000 Menschen demonstrierten am Samstag, 16. Feber in Wien ihre Solidarität mit den Refugees und forderten mit ihnen gleiche Rechte für alle.
Kurz nach Beginn der Demo zählten wir 1700 bis 1900 Teilnehmer_innen.

Die Demo führte vom Christian-Broda-Platz beim Westbahnhof über die Mariahilfer Staße und den Heldenplatz zum Innenministerium, weiter zum Parlament, zum Landesgericht – wo drei in der Nähe der Votivkirche festgenommene Refugees festgehalten werden – und schließlich zur Votivkirche. In der nächsten halben Stunde hören wir Ausschnitte aus den zahlreichen Rede- und Musikbeiträgen auf der Demo.

Radiobeitrag: http://cba.fro.at/106171
[display_podcast]

Mo., 18.2.: Hungerstreik ausgesetzt
Nicht zuletzt unter dem Eindruck der auf dieser Demo gezeigten großen Unterstützung und Solidarität erklärten die Refugees am 18. Feber, den Hungerstreik auszusetzen.
>>Erklärung der Refugees auf refugeecampvienna.noblogs.org

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Rechtsextreme besetzten Votivkirche

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 11. Februar 2013 von nochrichtenMi.., 22. Oktober 2014

Ganz und gar unerwarteten Besuch erhielten die Flüchtlinge in der Votivkirche am Sonntag, den 10. Feber. Während der Sonntagsmesse, als die Kirche ausnahmsweise für alle geöffnet war, kamen neun junge Rechtsextreme mit Schlafsäcken, um – wie sie zu Beginn vollmundig erklärten – die Votivkirche so lange zu besetzen, bis die Flüchtlinge gehen.

In zwei auf Youtube veröffentlichten Videos verhöhnten die Rechtsextremen die Flüchtlinge, ihre Probleme und Forderungen. Lange hielten sie ihre Gegenbesetzung aber nicht durch, obwohl ihnen Flüchtlinge heißen Tee angeboten hatten. Bereits nach wenigen Stunden wollten sie wieder aus der Kirche raus, trauten sich aber nicht, da sich inzwischen mehr als einhundert besorgte Unterstützer_innen der Flüchtlinge rund um die Kirche versammelt hatten. Sie mussten sich schließlich von der WEGA aus der Kirche eskortieren und in Polizeifahrzeugen wegbringen lassen. Gegen den Schneeballbeschuss durch Unterstützer_innen der Flüchtlinge half aber auch keine polizeiliche Alarmabteilung.

>> Erklärung der Geflohenen dazu: https://refugeecampvienna.noblogs.org/post/2013/02/10/votivkirche-aktuell-gefluchtete-gehen-nicht-auf-rassistische-provokation-ein/

Radiobeitrag: http://cba.fro.at/105853
[display_podcast]

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Abschiebung von Refugee-Aktivisten

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 4. Februar 2013 von nochrichtenMi.., 22. Oktober 2014


[Update]
Die Refugee-Aktivisten Hussain M. und Mohammed A. wurden am 5. bzw. 7. Feber nach Ungarn abgeschoben. Beide waren am 12. Jänner bei einem Polizeiüberfall auf ein Treffen von Flüchtlingen in Räumen der Österreichischen Hochschüler_innenschaft festgenommen worden.
In Ungarn werde vermutlich versucht, sie weiter aus der EU, oder gar schlimmer, in ihre Herkunftsländer zurück zu bringen, befürchtet refugeecampvienna.noblogs.org.

Juristische Unterstützer_innen der beiden Flüchtlinge erhielten die Nachricht von der bevorstehenden Abschiebung erst am Abend des 4. Feber. Und auch dabei wurden sie noch falsch informiert. Obwohl ihnen mitgeteilt wurde, dass Hussain M. um 10.00 Uhr aus dem PAZ Hernalser Gürtel wegtransportiert werden sollte, wurde er bereits um 8.00 weggebracht. Rund dreißig Antirassist_innen, die um 10 Uhr vor dem PAZ Hussain M. ihre Solidarität vermitteln wollten, mussten unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Zwei weitere am 12. Jänner festgenommene Refugee-Aktivisten befinden sich mittlerweile wieder auf freiem Fuß und setzen ihren Protest in der Votivkirche fort.

In einer Pressekonferenz am 5. Feber nahmen die Flüchtlinge in der Votivkirche auch zu den Abschiebungen Stellung:

http://cba.fro.at/105562
[display_podcast]

Hintergrundinformationen sind in der folgenden am 4. Feber verbreiteten Nachricht von Unterstützer_innen zu finden:

ABSCHIEBEALARM! Mazar und Mohammed müssen hier bleiben! Stoppt die “Dublin II”-Abschiebungen nach Ungarn! Sofortige Freilassung!

Dringende Info: Hussain Mazar und Mohammed Abdsallam, die sich als Refugee-Aktivist seit Monaten an den Protesten beteiligt haben, sollen von Wien nach Ungarn abgeschoben werden. Mazar morgen, am 5. Februar, und Mohammed am Donnerstag.

Mazar befindet sich die letzten Wochen im Hungerstreik. Er hat keine Fingerabdrücke in Ungarn – er soll lediglich aufgrund eines österreichisch-ungarischen Abkommens abgeschoben werden, weil er durch Ungarn nach Österreich gereist sein soll.

Hintergrund der Abschiebung:
Am Samstag, 12. Jänner 2013, drang die Polizei aufgrund eines anonymen Anruf rassistischer Nachbar*innen in einen von Studierenden genutzten Raum der Uni Wien ein, in dem sich Teilnehmer*innen der seit zwei Monaten andauernden Refugee-Proteste aufhielten. Die Polizist*innen kontrollierten die Papiere und den Aufenthaltsstatus aller Anwesenden. Vier Menschen mit prekärem Aufenthaltsstatus wurden ins Polizeianhaltezentrum Hernalser Gürtel gebracht und in Schubhaft genommen. Zwei der Inhaftierten sind nach einem Hungerstreik wieder entlassen, Mazar und Mohammed droht jedoch akut die Abschiebung!

Der Polizeieinsatz und die Inhaftierung von vier Refugee-Aktivisten ist einerseits Teil des rassistischen Normalzustands in Österreich. Es geht jedoch für die Staatsmacht auch um Einschüchterung und Repression gegen eine Bewegung von historischen Dimensionen, in der Geflüchtete zusammen mit ihren Unterstützer*innen seit zwei Monaten ununterbrochen gegen das Unrecht der österreichischen Asyl- und Migrationspolitik ankämpfen und ihre grundlegenden Rechte auf ein freies, menschenwürdiges Leben einfordern. Die Forderungen der Refugee-Proteste, die nach dem Marsch von Traiskirchen nach Wien und dem anschließenden Protestcamp im Sigmund Freud Park ihren vorläufigen Höhepunkt in dem andauernden Hungerstreik in der Votivkirche gefunden haben, sind bis heute unerfüllt. Die einzige konkrete Antwort, die der österreichische Staat bislang neben ergebnislosen Gesprächen zu bieten hat, ist Repression: Zuerst die gewaltsame Räumung und Zerstörung des Protestcamps, jetzt Schubhaft und drohende Abschiebung gegen protestierende Refugees.

Lasst unsere gefangenen Freunde nicht allein, protestiert gegen die Abschiebung!
No border, no nation, stop deportation! Dublin II und alle Abschiebeabkommen abschaffen!

Protestiert bei Behörden gegen die Abschiebung von Hussain Mazar und Mohammed Abdsallam:

Machen wir Druck auf die österreichischen Behörden, damit die Abschiebung nicht stattfindet! Beschwert euch per Anruf, per E-Mail oder per Fax bei den verantwortlichen Behörden, fordert den Stop der Abschiebung und die sofortige Freilassung von Hussain Mazar und Mohammed Abdsallam!

E-Mail Adressen für Proteste:
johanna.mikl-leitner (at) bmi.gv.at, pressestelle (at) bmi.gv.at, buergerservice (at) bmi.gv.at, bpdw.frb (at) polizei.gv.at, bpd-w-frb (at) polizei.gv.at, ministerbuero (at) bmi.gv.at, gerhard.reischer (at) bmi.gv.at, Gernot.Resinger (at) bmi.gv.at

Fremdenpolizei:

Fremdenpolizeiliches Büro
Hernalser Gürtel 6-12
A-1080 Wien
Tel: 01 31310-34400
Fax: 01 31310-34319
E-Mail: bpdw.frb (at) polizei.gv.at

Bundesinnenministerium:

Bürgerservice und Auskunftsstelle
Herrengasse 7, 1014 Wien
Telefon +43-(0)1-531 26-3100
Fax: +43-(0)1-531 26-2125
E-Mail: buergerservice (at) bmi.gv.at

Pressestelle des Innenministeriums
Herrengasse 7, 1014 Wien
Telefon +43-(0)1- 531 26 – 2488
Fax: +43-(0)1-531 26 – 2573
E-Mail: pressestelle (at) bmi.gv.at

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Konzept der WiderstandsChronologie gescheitert!

Wenn in Wien die meisten „linken“ Demos von Antizionist*innen und Antisemit*innen vereinnahmt werden, ist eine solidarische Dokumentation meist nicht mehr möglich. Das Konzept der WiderstandsChronologie muss sich daher ändern.

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Dieser Tage vor 26 Jahren: WiderstandsChronologie gegen Schwarzblau 2000

Logo TATblatt-WiderstandsChronologie
Im Feber 2000 bildeten ÖVP und FPÖ schon einmal eine rechts-rechtsextreme Koalition. Bis zur Angelobung zogen Tag und Nacht Antifaschist*innen protestierend durch Wien. Die Minister*innen gelangten nur auf unterirdischen Wegen zur Angelobung in die Präsidentschaftskanzlei. Noch jahrelang zogen Donnerstagsdemos durch Wien. Das TATblatt dokumentierte alle Protest- und Widerstandsaktivitäten in der TATblatt-WiderstandsChronologie:


Diese Site ist gewissermaßen die Fortsetzung der TATblatt-WiderstandsChronologie aus den Jahren 2000–2005.

Der Spätsommer der Solidarität mit geflüchteten Menschen 2015

Ein Rückblick mit auf Radio ORANGE 94.0 ausgestrahlten Nachrichtenbeiträgen und Sondersendungen:

⇒ https://nochrichten.net/?p=2039

Blogroll

  • Anarchistisches Radio Gegeninformationen und Stellungnahmen zu aktuellen politischen Themen aus libertärer Sicht.
  • IG Kultur Wien Wiener Interessengemeinschaft für freie und autonome Kulturarbeit
  • no-racism.net dokumentiert rassistischen Alltag / Politik / Folgen hier und global.
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OFFENLEGUNG

Medieninhaber, Herausgeber: update.wien – Verein für freie und alternative Medienarbeit, Wien, ZVR-Zahl: 1685214036
Grundlegende Richtung: Überparteilich parteiische Berichterstattung über für den Widerstand gegen Sexismen, Rassismen, Antisemitismus, Homophobie, Transphobie, Umweltzerstörung sowie andere Formen von Unterdrückung, Vernichtung und Ausbeutung relevante Themen mit der Absicht der Förderung und Unterstützung desselben.

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