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28.2.15: Protest gegen Vernetzungstreffen rechtsextremer Identitärer in Wien 22

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 6. März 2015 von nochrichtenFr.., 6. März 2015

Am Samstag, dem 28. Feber, veranstalteten die rechtsextremen Identitären im 22. Bezirk ein Vernetzungstreffen unter dem Titel “Forum der Europäischen Vielfalt”. Nach deren Angaben nahmen daran 80 Identitäre aus Österreich, Slowenien und Tschechien teil. Der Ort des Treffens war geheim gehalten. Durchgesickert war ein Treffen bei der U-Bahn-Station Kagran. Deshalb demonstrierten dort am Samstagnachmittag rund 80 Antifaschist_innen gegen die Identitären. Als die Identitären mit einem Linienbus zu ihrem Veranstaltungsort fahren wollten, wurde der Bus kurz blockiert. Die Polizei drängte die Antifaschist_innen aber aus dem Weg. Die antifaschistische Kundgebung löste sich bald danach auf.

Das Treffen der Identitären fand im Hotel Hillinger in der Erzherzog-Karl-Straße statt. Dorthin kamen dann aber nur mehr wenige antifaschistischen Demonstrant_innen. Vor dem Hotel sah es aher so als, dass die Polizei mit WEGA und Hundestaffel das rechstextreme Treffen vor zehn Journalist_innen beschützte, die herumstanden und warteten, ob was passiert.

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Transfrau Hande Öncü in Wien ermordet – Demo gegen transphobe Politik am Sa., 14.2.

nochrichten.net Veröffentlicht am So.., 8. Februar 2015 von nochrichtenSo.., 8. Februar 2015

Die Ökonomin und Sexarbeiterin Hande Öncü wurde vor zwei Wochen erdrosselt und gefesselt in ihrer Wohnung in Wien aufgefunden. Es ist anzunehmen, dass es sich um einen transphoben Hassmord handelt.
Eva Fels, Obfrau von TransX, sprach mit einer Kollegin bei den Nachrichten auf ORANGE 94.0 über Hande Öncü und deren Situation in Österreich vor ihrem Tod:
http://cba.fro.at/279687

Freund_innen von Hande Öncü schrieben in einem auf http://www.dievilla.at veröffentlichten Text: Hande Öncü sei vor Gewalt gegen Trans*Frauen und Sexarbeiter_innen in der Türkei nach Österreich geflohen. Auf der Suche nach Support kam Hande gleich nach ihrer Ankunft am Flughafen in die Türkis Rosa Lila Villa. Die Vereine ORQOA (Oriental Queer Organisation Austria) und TransX (Verein für TransGender-Personen) versuchten, sie beim Ankommen in Wien und in ihrem Asylverfahren zu unterstützen. Menschen, die wie Hande vor trans- oder homophober Gewalt und Diskriminierung fliehen und in Österreich Sicherheit suchen, um selbstbestimmt hier leben zu können, finden sich in einer prekären Situation wieder: Viele sind erneut mit Diskriminierung und Unverständnis durch Behörden, Berater_innen, Sozialarbeiter_innen und Mitbewohner_innen in Flüchtlingsunterkünften konfrontiert.
(Vollständiger Text auf http://www.dievilla.at.)

Im Gedenken an Hande Öncü und gegen transphobe (Asyl-)Politik findet am Samstag, dem 14. Feber, eine Demonstration statt.
Treffpunkt: 14.2.2015, 14 Uhr, Ernst-Arnold-Park bei der U4-Station Pilgramgasse, vis-à-vis der Rosa Lila Villa.
Demoroute: Ernst-Arnold-Park – Hofmühlgasse – Gumpendorfer Straße – Amerlingstraße – Mariahilfer Straße – Babenbergerstraße – Burgring – Rathaus – Universitätsring – Schottentor – Sigmund-Freud-Park.

Facebook-Link: https://www.facebook.com/events/1055804284436002

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2.2.15: Keine Meter für Pegida in Wien –
Antifaschist_innen blockieren Marsch der Rassist_innen

nochrichten.net Veröffentlicht am So.., 8. Februar 2015 von nochrichtenSo.., 8. Februar 2015

Am Montag, dem 2. Feber 2015, gelang es Antifaschist_innen, den angekündigten Aufmarsch der Pegida in Wien mit einer Blockade zu verhindern.

5000 Antifaschist_innen demonstrierten vom Marcus-Omofuma-Stein zum Stephansplatz. Gleichzeitig sammelten sich ein paar hundert Antifaschist_innen rund um den Treffpunkt der Pegida bei der Freyung. Als die Pegida losziehen wollte, blockierten sie die Straße. Nach mehr als eineinhalb Stunden gab die Pegida auf.

Auch Teilnehmer_innen der antifaschistischen Großdemonstration beteiligten sich an der Blockade.

Die Polizei löste die Blockade zwar nicht auf, kesselte sie allerdings ein und unterzog alle Teilnehmer_innen Identitätsfeststellungen. Die Antifaschist_innen wurden wegen Verhinderung oder Störung einer Versammlung angezeigt. Darauf steht Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bis zu 360 Tagsätzen. Ein Tagsatz ist je nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit mit mindestens vier Euro und höchstens 5000 Euro festzusetzen. Einige Antifaschist_innen wurden vorübergehend festgenommen.

Jurist_innen bezweifeln, dass der Tatbestand der Verhinderung oder Störung einer Versammlung vorgelegen ist. Denn nach dem Paragraphen ist es nur strafbar, wer eine von vier im Gesetz taxativ aufgezählten Tathandlungen setzt. Diesen Paragraphen bei Blockaden anzuwenden, widerspreche überdies dem Verhältnismäßigkeitsprinzip im Strafrecht und sei verfassungswidrig, meinen Angelika Adensamer und Nora Pentz in der Zeitschrift Juridikum.

Rechtsanwalt Bürstmeyr meint darüber hinaus, dass die Pegida-Versammlung nach mehreren Hitler-Grüßen wegen Verstößen gegen das Verbotsgesetz eigentlich eine verbotene Versammlung gewesen sei, auch wenn die Polizei nicht gegen Wiederbetätigungshandlungen eingeschritten war und die Versammlung nicht aufgelöst hatte. Demnach handelte es sich zum Zeitpunkt der Blockade um keine Versammlung mehr. Sie konnte daher auch nicht mehr gestört werden.

Nachdem zahlreiche Teilnehmer_innen der Pegida-Demonstration nach der Beendigung der Kundgebung durch den Veranstalter den Platz nicht verlassen hatten, drängte sie die Polizei von der Freyung ab und kesselte auch dort Menschen ein. In diesem Kessel fanden sich dann allerdings vor allem Journalist_innen wieder, sowie der Pressesprecher der Polizei, der gerade ein Interview gegeben hatte. Deren Identitätsfeststellung ging aber deutlich schneller vonstatten als die der Antifaschist_innen, die stundenlang in der Kälte ausharren mussten.

Wiederbetätigungen im Sinne des Verbotsgesetzes wie etwa durch den Hitler-Gruß gab es bei der Pegida-Demonstration mehrere, befanden sich unter den Teilnehmer_innen doch auch viele Rechtsextreme. Der Rechtsextremismus-Experte Wolfgang Purtscheller ortete: Identitäre, Burschenschafter, Hooligans von „Unsterblich“ und „Eisern Wien“ sowie ehemalige Aktivist_innen von Gottfried Küssels VAPO.

Dazu kamen aber auch zahlreiche bürgerlich aussehende Demonstrant_innen, die das Auftreten der Hooligans auch teilweise erkennbar irritierte. So lächerlich gering wie in den meisten Medien und sozialen Netzwerken dargestellt, war die Teilnehmer_innenzahl bei der Pegida-Versammlung übrigens nicht. Nach unserer Zählung waren es 700 bis 800. Damit zwar immer noch nur ein Bruchteil der Teilnehmer_innen der Gegendemo, aber deutlich mehr als erwartet.

Nachdem die Pegida-Demo nicht losgehen konnte, verließen nach und nach einzelne Hooligan-Gruppen geschlossen die Versammlung. In weiterer Folge wurden aus der Innenstadt mehrere Überfälle gemeldet. Dabei wurden Antfifaschist_innen und Menschen, die als Muslime oder Migrant_innen angesehen wurden, Ziel mutmaßlicher Neonazi-Banden. Mindestens eine Antifaschist_in musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Es liegen mehrere Berichte vor, wonach Polizist_innen, die auf Hitler-Grüße und Heil-Hitler-Rufe aufmerksam gemacht wurden, sich abwendeten ohne amtszuhandeln.

Bericht in den Nachrichten auf ORANGE 94.0:
http://cba.fro.at/279688

Die Partei „die Partei“ durfte freilich auch nicht fehlen. Diesmal begleitet von Hogida – Hobbits gegen die Isengardisierung des Auenlandes:
http://cba.fro.at/279690

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Mehr als Zehntausend protestierten gegen den Akademikerball 2015

nochrichten.net Veröffentlicht am So.., 8. Februar 2015 von nochrichtenMi.., 11. Februar 2015

Mehr als zehntausend Menschen protestierten am Freitag, dem 30. Jänner 2015, gegen den Akademikerball deutschnational/-völkischer Burschenschaften in Wien. Allein an einer Demonstration der Offensive gegen rechts nahmen nach unterschiedlichen Angaben zwischen fünf- und neuntausend Menschen teil. Rund zweitausend kamen zu einer Kundgebung der Plattform „Jetzt Zeichen setzen“ auf den Heldenplatz. Hunderte weitere Personen beteiligten sich an weiteren kleineren Kundgebungen und zahlreichen Blockaden.

Eine vom NoWKR-Bündnis angemeldete Demonstration war von der Polizei untersagt worden. Zudem zeigte die Polizei einzelne dem NoWKR-Bündnis zugerechnete Personen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung an.

Die Polizei nahm laut eigenen Angaben 54 Personen fest. Zirka 150 Personen seien wegen strafrechtlicher oder verwaltungsrechtlicher Übertretungen angezeigt worden, so die Polizei. Bei vielen hunderten Personen wurden Identitätsfeststellungen durchgeführt. Nach offiziellen Angaben waren an diesem Abend 2.500 Polizist_innen im Einsatz. Nach inoffiziellen Angaben aus Polizeikreisen sollen es gar 4000 Polizist_innen gewesen sein.

Mehrere anreisende Busse wurden von der Polizei durchsucht. Ein Bus aus München wurde vor Wien angehalten und zurückgeschickt. Die_Der Lenker_in wurde von der Polizei zur Rückfahrt gezwungen, obwohl er dabei seine erlaubte Lenkzeit überschritt.

Zum ursprünglich vom NoWKR-Bündnis angekündigten Treffpunkt am Karlsplatz kamen nach der behördlichen Untersagung fast keine Demonstrant_innen. Wer trotzdem kam, wurde von der Polizei weggeschickt oder gleich mal einer Identitätsfeststellung unterzogen.

Die Demo der Offensive gegen rechts verlief weitgehend störungsfrei. Auch hier kam es aber zu Identitätsfeststellungen, die nicht weiter begründet wurden.

Das NoWKR-Bündnis hatte am Vortag die Vermutung geäußert, dass es sinnvoll erscheine, ab 18.30 in der Gegend rund um das Burgtor unterwegs zu sein, weil dort die zentralen Zufahrtswege der Ballgäste vorbeiführen dürften. Diese Einschätzung dürfte von vielen Antifaschist_innen geteilt worden sein. Es kam zu mehreren Blockaden im Bereich Volkstheater/Burgring. Mehrmals wurden Taxis blockiert, bis sie von der Polizei befreit wurden. Die Polizei versuchte, Demonstrant_innen zu trennen, abzudrängen und einzukesseln. Unzählig viele Identitätsfeststellungen wurden durchgeführt. Eine Demonstrant_in, die bei einem Polizeieinsatz das Bewusstsein verlor, blieb mehrere Minuten liegen. Weder kümmerte sich die Polizei um ihre Versorgung, noch ließ sie Demonstrant_innen zu ihr. Erst als Rettungskräfte kamen, wurden diese zu ihr gelassen. Die Demonstrantin überlebte trotz unterlassener und verhinderter Hilfeleistung. (Bei Bewusstlosigkeit besteht immer akute Lebensgefahr, da natürliche Reflexe wie Schluckreflexe nicht funktionieren.)
Eine Mahnwache der „Interventionistischen Linken“ hätte ursprünglich beim Mahnmal gegen Krieg und Faschismus bei der Albertina stattfinden sollen. Wegen des von der Polizei verhängten Platzverbots wurde sie auf den Neuen Markt verlegt. Von dort zogen die Teilnehmer_innen allerdings nach einem Auftritt des HOR 29 Novembar bis zu den Sperrgittern vor dem Mahnmal, und später weiter zum Schwarzenbergplatz. Eine dortige Sitzblockade wurde von der Polizei rasch aufgelöst. Als sich die Lage bereits beruhigt hatte, wurden zahlreiche Demonstrant_innen eingekesselt. An diesem Ort dürfte es die meisten Festnahmen des Abends und ebenfalls unzählige Identitätsfeststellungen gegeben haben.
Weitere Blockaden gab es beispielsweise in der äußeren Kärntner Straße, in der Löwelstraße und beim Getreidemarkt. Kleine Demonstrationszüge wurden unter anderem aus der Mariahilfer Straße und der Neustiftgasse gemeldet.
Vor dem Polizeianhaltezentrum bildete sich eine angemeldete Solidaritätskundgebung für die Gefangenen. Die Polizei erlaubte für kurze Zeit sogar, Teile der Fahrbahn zu benutzen. Nachdem ein Böller geflogen ist, griff sie einzelne Personen aus der Kundgebung und kesselte den Kundgebungsteil auf der Fahrbahn ein. Als niemand mehr wegkonnte, erklärte sie die Versammlung für aufgelöst und forderte auf, den Platz zu verlassen. Eine Aufforderung, der aufgrund des Polizeikessels keine_r nachkommen konnte. Alle Anwesenden wurden wegen Teilnahme an einer aufgelösten Kundgebung angezeigt, einige festgenommen.
Beobachter_innenteams der alternativen Gewerkschaftsgruppe AUGE/UG und des AK Grundrechte meinen drei den Polizeieinsatz des Abends prägende Taktiken ausgemacht zu haben:
Die Polizei habe Versammlungen wiederholt mit Reihen aus PolizistInnen durchzogen und so effektiv Zusammenballungen und Blockaden erschwert. Außerdem seien damit folgende Einkesselungen vorbereitet worden.
Auffällig sei auch der Einsatz so genannter “Greiftrupps” durch die Polizei gewesen. Mehrfach hatten die Beobachter_innen von AUGE/UG und AK Grundrechte Polizeieinheiten dabei beobachtet, wie sie mit und ohne Kamera eine regelrechte „Jagd“ auf Demonstrant_innen gemacht hatten.
Außergewöhnlich hoch sei auch die Zahl der Identitätsfeststellungen gewesen.
Ein ausführlicher Bericht der Beobachter_innen wurde angekündigt.

ORANGE 94.0 berichtete live von 17 bis 2 Uhr von fast allen Protestaktionen.
Eine halbstündige Zusammenfassung der neunstündigen Sendung kann hier gehört werden:
http://cba.fro.at/279220

Und dann gab es da noch den „Burscheschafter“ mit dem Kreuz: http://www.akademiker-ball.at/Balldemo.html

Die Rosa Antifa Wien kombinierte Informationen von Beobachter_innen, ORANGE 94.0 und auf Twitter in ihrem Ticker https://ticker.raw.at.

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NoWKR-Demo 2015 untersagt. Andere Demos und Kundgebungen finden statt.

nochrichten.net Veröffentlicht am Do.., 29. Januar 2015 von nochrichtenDo.., 29. Januar 2015

Bei einer Pressekonferenz am 28. Jänner 2015 präsentierte Landespolizeipräsident Pürstl die geplanten polizeilichen Maßnahmen gegen die Proteste gegen den Akademikerball. Dazu gehören wieder ausgedehnte Platzverbote, 2.500 Polizist_innen aus allen Bundesländern, aber kein Schalverbot in der halben Stadt wie im vorigen Jahr, und: die Untersagung der NoWKR-Demo, die am Karlsplatz starten sollte. Die ursprünglich geplante Route hätte durch die später verkündete Sperrzone geführt. Deshalb hatte das NoWKR-Bündnis sogar eine Ersatzroute angezeigt. Eine bereits angesetzte Besprechung wurde von der Behörde aber überraschend abgesagt.

>>Die PK der Polizei zum Anhören (ungeschnitten, unbearbeitet, unkommentiert)

Die Demonstration des NoWKR-Bündnisses wurde verboten, weil es angeblich zu Gewalt aufgerufen haben soll. Das wurde zwar nicht belegt, hatte aber schon 2011 funktioniert. Auch damals war die Demo gegen den Burschenschafterball, der damals noch „WKR-Ball“ hieß, aus einem solchen Grund untersagt worden. Ein Bescheid, den der Verfassungsgerichtshof 2013 aufhob. „Eine bloß allgemeine Befürchtung, es werde im Fall der Abhaltung einer Versammlung möglicherweise zu Ausschreitungen und damit zu einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und des öffentlichen Wohles kommen, reicht für sich alleine noch nicht aus, um die Untersagung jedweder Versammlung zu rechtfertigen“, so der VfGH. Und weiter: „Würde nämlich allein der Umstand eines Risikos von Auseinandersetzungen bereits in jedem Fall erlauben, eine geplante Versammlung zu untersagen, liefe dies auf ein – mit verfassungsrechtlichen Grundsätzen nicht zu vereinbarendes – vorbeugendes Versammlungsverbot hinaus.“ (VfGH-Erkenntnis 14.03.2013 B1037/11)
Ein Aufruf zu Gewalt ist auf nowkr.at übrigens ebenso wenig zu finden wie in einer sonstigen Aussendung des NoWKR-Bündnisses.
2011 hatte die Untersagung zur Folge, dass es sehr viele dezentrale Kundgebungen und Aktionen gab (siehe auch Bericht auf nochrichten.net: http://nochrichten.net/?p=496)

Das NoWKR-Bündnis ruft weiterhin auf, den Akademikerball unmöglich zu machen. Es ruft jetzt aber nicht mehr zum Treffpunkt Karlsplatz auf.
Es erscheine sinnvoll, ist inzwischen auf http://nowkr.at zu lesen, ab 18.30 in der Gegend rund um das Burgtor unterwegs und aktiv zu sein, weil dort die zentralen Zufahrtswege vorbeiführen dürften.

Zur besseren Übersicht erstellte das NoWKR-Bündnis eine Übersichtskarte:
NoWKr-Aktionskarte: http://nowkr.at/wp-content/uploads/2014/11/kartewien2-1xx.jpg

Auch die Offensive gegen Rechts veröffentlichte eine Aktionskarte:
http://www.offensivegegenrechts.net/aktuelle-aktionskarte/

Übersicht über angekündigte Proteste auf nochrichten.net: http://nochrichten.net/?p=1861

Infos und Übersicht der Rosa Antifa Wien zu den Protesten gegen den Akademikerball in Wien: https://raw.at/texte/2015/burschenschafterball-verunmoeglichen/

Aktivist_innen von AUGE/UG, AK Grundrechte u. a. kündigten an, die Polizei genau zu beobachten und ihre Vorgehensweise zu dokumentieren. Damit wollen sie ein „überschießendes Vorgehen“ der Polizei und Kriminalisierungen von Demnstrant_innen wie im vorigen Jahr verhindern. http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150127_OTS0120/akademikerball-wir-beobachten-die-polizei

ORANGE 94.0 berichtet am 30. Jänner ab 17 Uhr live von allen Protestaktionen. Die Sendung wird in voller Länge von Radio Helsinki in Graz übernommen. Und sie ist freilich auch im Internet zu hören, über http://streamintern.o94.at/live3.m3u oder mit der o94-App.

Nachlese:

Bisherige Proteste gegen WKR-Ball/Akademikerball:

2014: http://nochrichten.net/?p=1596
2013: http://nochrichten.net/?p=1346
2012: http://nochrichten.net/?p=873
2011: http://nochrichten.net/?p=496
2010: http://nochrichten.net/?p=393
2009: http://nochrichten.net/?p=284
2008: http://nochrichten.net/?p=166

Proteste gegen Opernball:

1989: http://tatblatt.net/zeitung/-096_1989-02.pdf
1990: http://tatblatt.net/zeitung/-075_1990-02.pdf

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Proteste gegen Akademikerball 2015

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 26. Januar 2015 von nochrichtenDo.., 29. Januar 2015

Am Freitag, dem 30. Jänner, findet wieder der Akademikerball deutschnationaler Burschenschaften in der Wiener Hofburg statt. Auch dieses Jahr wird es wieder eine Reihe von Gegenaktivitäten geben.
Die Offensive gegen rechts plant wieder eine Demonstration und Blockaden.
Treffpunkt für die Demonstration der Offensive gegen rechts ist am Freitag, dem 30. Jänner um 17 Uhr am Schottentor bei der Uni Wien.
Mehr Infos gibt es auf www.offensivegegenrechts.net/

Auch das NoWKR-Bündnis plant wieder eine Demonstration. Die beginnt am Freitag, dem 30. Jänner um 17 Uhr am Karlsplatz. Der Aufruf dazu ist zu finden au nowkr.at. Ergänzung: Diese Demo wurde untersagt – siehe http://nochrichten.net/?p=1863.

Die Interventionistische Linke ruft dazu auf, den Akademikerball zu blockieren. Ihr Treffpunkt ist am Freitag, dem 30. Jänner, um 17 Uhr bei der Albertina.
Aktualisierung: Diese Kundgebung wurde zum Neuen Markt (ein bisschen weiter nördlich) verlegt, da die Albertina und das dortige Denkmal gegen Krieg und Faschismus in der Platzverbotszone liegen.
Mehr Informationen dazu gibt es auf www.interventionistische-linke.at.

Das Bündnis „Jetzt Zeichen setzen“ ruft auf zu einer Kundgebung am Heldenplatz. Beginn dieser Veranstaltung ist am Freitag, dem 30. Jänner, voraussichtlich um 18.30 am Heldenplatz.

Außerdem veranstaltet „Jetzt Zeichen setzen“ eine Veranstaltung zum Gedenken an die Befreiung des KZ Auschwitz vor 70 Jahren, am Dienstag, dem 27. Jänner, um 17 Uhr am Heldenplatz.
http://jetztzeichensetzen.at/

ORANGE 94.0 überträgt live von allen Protestaktionen, die am 30. Jänner gegen den Akademikerball stattfinden, ab 17 Uhr mit Open End. Wenn ihr ein tragbares Radio habt, am besten mitnehmen am Freitag.
http://o94.at/radio/sendung/1332465/

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„Schnellverfahren, noch schnellere Außerlandesbringung und Entzug der Grundversorgung“
Mikl-Leitner kündigt neues Fremdenrechtspaket an

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 26. Januar 2015 von nochrichtenMo.., 26. Januar 2015

Innenministerin Mikl-Leitner präsentierte am Wochenende Ideen für ein neues Fremdenrechtspaket. Schwerpunkte seien „Schnellverfahren, noch schnellere Außerlandesbringung und Entzug der Grundversorgung“.
So sollen schutzsuchende Menschen künftig bereits während eines laufenden Asylverfahrens außer Landes geschafft werden können. In erster Instanz sollen Asylverfahren in 10 Tagen entschieden werden. Derzeit dauert es beim Bundesamt für Asyl oft mehr als ein halbes Jahr, bis ein_e Asylwerber_in überhaupt zu ihrem Fall befragt wird. Legen Asylwerber_innen Berufung ein, können sie künftig in noch mehr Fällen rotz laufenden Verfahrens abgeschoben werden, als dies derzeit auch schon möglich ist. Wird über ihre Berufung positiv entschieden, sind sie längst weg.
Derart beschleunigte Verfahren sollen angewendet werden, wenn die Asylwerber_innen aus angeblich sicheren Herkunftsländern kommen, aber auch wenn sie falsche Reisedokumente haben zum Beispiel weil sie aus einem weniger sicheren Herkunftsland anders nicht rausgekommen wären.
Zudem sollen Asylwerber_innen künftig in jedem Fall nach einem negativen Urteil in erster Instanz aus der Grundversorgung entlassen.
Kritiker_innen meinen, dass damit auf die Ineffizienz und das Chaos der 2014 neu geschaffenen Asylbehörde reagiert werde.
Mesnschenrechtler_innen kritisierten die geplanten Maßnahmen heftig.
Auf das totale Versagen der eigenen Behörde mit dem totalen Abbau von Rechtsschutzstandards zu reagieren, sei ein starkes Stück, meinte etwa der Rechtsanwalt Georg Bürstmayr in einer spontanen Reaktion auf Twitter.
SOS Mitmensch sprach von einer Aushöhlung von Rechtsstaatlichkeit. Alexander Pollak von SOS Mitmensch bezeichnete das von Mikl-Leitner geäußerte Vorhaben, schutzsuchende Frauen, Männer und Kinder bereits nach der erstinstanzlichen Entscheidung auf die Straße zu setzen und außer Landes zu bringen, als menschenrechtlich katastrophal und sozial verantwortungslos. Eine Außerlandesbringung noch vor Abschluss des zweitinstanzlichen Verfahrens sei ein klarer Menschenrechtsverstoß, so der SOS Mitmensch-Sprecher.
Die Grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun hofft auf den Verfassungsgerichtshof. Weder die Menschenrechts- noch die Genfer Flüchtlingskonvention lassen solche Schritte zu, wie sie Innenministerin Mikl-Leitner angekündigt hat, so Korun.

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Will sich Polizei aussuchen, wer über Proteste gegen Akademikerball berichten darf?
Proteste von ORANGE 94.0, ÖJC und AUGE/UG

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 26. Januar 2015 von nochrichtenDo.., 29. Januar 2015

Aktualisierung: Der folgende Artikel ist nicht mehr aktuell. Die Polizei hat keinen Antrag auf Akkreditierung abgelehnt. Sie verkündet, auch nie gemeint zu haben, dass nur Inhaber_innen eines Ausweises des „Kuratoriums für Presseausweise“ akkreditiert werden. Sie wollte nur gemeinsam mit dem Kuratorium einen Weg finden, dass wirklich nur journalistisch Arbeitende eine Akkreditierung erhalten. Das hat sich allerdings ein paar Tage zuvor anders dargestellt:

***

Die Landespolizeidirektion Wien hat angekündigt, bei den Protesten gegen den Akademikerball diesmal nur ausgewählte Pressevertreter_innen zu akkreditieren. Die Auswahl der Journalist_innen wurde an das Kuratorium für Presseausweise ausgelagert. Dieses Kuratorium vergibt Ausweise unabhängig von journalistischen Leistungen nur an Personen, die mindestens 1056 Euro mit journalistischer Arbeit verdienen.

ORANGE 94.0 kritisierte dies vergangene Woche „aufs Schärfste“ (siehe unten). Es sei nicht akzeptabel, dass nur einschlägig ausgewählte Journalist_innen Presseakkreditierungen ausgestellt bekommen. Mit solchen Auswahlverfahren werden insbesondere Medien wie das Freie Radio in Wien bei ihrer Arbeit eingeschränkt, die regelmäßig über demokratiepolitisch bedenkliche Veranstaltungen berichten und auch die Arbeit der Exekutive immer wieder einer kritischen Evaluation unterziehen.

Heftige Proteste gibt es auch vom Österreichischen Journalist_innenclub. Der ÖJC kündigte an, gegen diese Maßnahme Schritte ergreifen zu wollen und ruft alle Journalist_innen, denen eine Akkreditierung verweigert wurde, auf, sich bei ihm zu melden.
http://www.oejc.at/index.php?id=32&tx_ttnews%5Btt_news%5D=85&cHash=1ef45ad2da28f785f09f640a90616d76

Scharfe Kritik kam auch von den Alternativen Gewerkschafter_innen der AUGE/UG. Klaudia Paiha forderte von der Journalist_innengewerkschaft in der GPA-DJP, als Teil des Kuratoriums nicht den Erfüllungsgehilfen der Polizei zu spielen, sondern sich für Pressefreiheit einzusetzen:
http://auge.or.at/news-wien/1312-auge-ug-zensurma%C3%9Fnahmen-der-wiener-polizei-m%C3%BCssen-gestoppt-werden

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Pegida Wien: gewaltorientierte Fußballfans mit Imageproblemen –
Interview mit Andreas Peham vom DÖW

nochrichten.net Veröffentlicht am Mi.., 21. Januar 2015 von nochrichtenDo.., 22. Januar 2015

Am 2. Feber wird erstmals auch in Wien die „Pegida“ aufmarschieren. „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ nennen sich jene Demonstrant_innen die seit Monaten wöchentich in Dresden zu Tausenden auf die Straße gehen. In anderen deutschen Städten gründeten sich bereits – mit deutich weniger Erfolg – ähnliche Bewegungen.

In Wien seien es vor allem Personen aus dem Kreis gewaltorienter Fußballfans, die Pegida Wien aufzubauen versuchen, erklärt Andreas Peham vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW). Mit „Hogesa“ – „Hooligans gegen Salafisten“ hätten sie bereits versucht, Stimmung gegen Muslim_innen zu machen. Das damit verbundende Imageproblem würden sie nun zu beheben versuchen, indem sie sich bürgerlich geben und als „Pegida“ auftreten, so Peham.

Dies habe auch bereits die FPÖ durchschaut, die nach anfänglicher Unterstützung zurückrudere. Strache meine nun, dass in Österreich ohnehin bereits seit langem die FPÖ die Inhalte von „Pegida“ vertrete. Damit habe er nicht unrecht, meint Peham im Gespräch mit einer Kollegin von den Nachrichten auf ORANGE 94.0:

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Protest gegen Auspeitschung des Bloggers Raif Badawi in Saudi Arabien

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 16. Januar 2015 von nochrichtenMi.., 21. Januar 2015

Am 16. Jänner 2015 hätte in Saudi-Arabien der Blogger Raif Badawi zum zweiten Mal 50 Peitschenhiebe bekommen sollen, da er im Internet den Islam beleidigt haben soll. Raif Badawi hatte behauptet, dass Muslim_innen, Jüd_innen, Christ_innen und Atheist_innen gleichwertig seien. 2014 wurde er deshalb verurteilt, zu:
10 Jahren Haft,
1000 Peitschenhieben,
200.000 Euro Geldstrafe
sowie ein an die Haft anschließendes Verbot von Reisen und
ein Verbot der Nutzung von Medien für weitere 10 Jahre.

Am 9. Jänner erhielt Raif Badawi die ersten 50 Peitschenhiebe. Mehr Peitschenhiebe auf einmal wären tödlich. Deshalb sollte Badawi jeweils 50 Hiebe im Abstand von wenigen Wochen erhalten. Dass er dies auf die Dauer überlebt, ist trotzdem fraglich.

In vielen Ländern wird für die bedingungslose Freilassung Raif Badawis demonstriert. In Wien protestierten am 16. Jänner rund 120 Personen vor der Botschaft von Saudi Arabien. Sie folgten dabei einem Aufruf von Amnesty International. Die Grünen hielten außerdem vor dem König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog eine Mahnwache ab.
Amnesty International sammelt außerdem im Internet Unterschriften unter eine Petition für die Freilassung des Bloggers Raif Badawi.
Sowohl Amnesty International als auch die Grünen planen für die nächsten Wochen weitere Kundgebungen.

Möglicherweise zeitigte der internationale Druck einen ersten Teilerfolg:
Die für heute geplant gewesene zweite Auspeitschung von Raif Badawi wurde aus gesundheitlichen Gründen überraschend ausgesetzt.

Die Nachrichten von ORANGE 94.0 sprachen bei der Kundgebung vor der Botschaft von Saudi Arabien mit dem Generalsekretär von Amnesty International Österreich, Heinz Patzelt:

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WiderstandsChronologie im Radio:

jetzt jeden 3. Montag im Monat um 20:30 auf ORANGE 94.0, dem freien Radio in Wien.
Logo von ORANGE 94.0 (ein Viereck mit Zacken links und rechst), links daneben Schrift: Schalt dich ein / ORANGE 94.0

Konzept der WiderstandsChronologie gescheitert!

Wenn in Wien die meisten „linken“ Demos von Antizionist*innen und Antisemit*innen vereinnahmt werden, ist eine solidarische Dokumentation meist nicht mehr möglich. Das Konzept der WiderstandsChronologie muss sich daher ändern.

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Alle Ausgaben der WiderstandsChronologie zum Nachhören:

Tect und Link: cba.media/podcast/widerstandschronologie

Vollständige Aufnahmen von Kundgebungen im CBA:

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  • Ohne Titel Do.., 22. Oktober 2026
    Hunderte Demonstrant*innen zogen nach Abschlusskundgebung bei Uni Wien weiter zum Parlament. #UnisRetten #w2210
  • Ohne Titel Do.., 22. Oktober 2026
    Rund 15.000 bis 20.000 Personen demonstrieren in #Wien gegen Budgetkürzungen für Universitäten.#UnisRetten #w2210
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    Die Reden auf der #Klimastreik-Demo vom 16. Oktober 2026 in #Wien zum Nachhören: https://cba.media/798205

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Dieser Tage vor 26 Jahren: WiderstandsChronologie gegen Schwarzblau 2000

Logo TATblatt-WiderstandsChronologie
Im Feber 2000 bildeten ÖVP und FPÖ schon einmal eine rechts-rechtsextreme Koalition. Bis zur Angelobung zogen Tag und Nacht Antifaschist*innen protestierend durch Wien. Die Minister*innen gelangten nur auf unterirdischen Wegen zur Angelobung in die Präsidentschaftskanzlei. Noch jahrelang zogen Donnerstagsdemos durch Wien. Das TATblatt dokumentierte alle Protest- und Widerstandsaktivitäten in der TATblatt-WiderstandsChronologie:


Diese Site ist gewissermaßen die Fortsetzung der TATblatt-WiderstandsChronologie aus den Jahren 2000–2005.

Der Spätsommer der Solidarität mit geflüchteten Menschen 2015

Ein Rückblick mit auf Radio ORANGE 94.0 ausgestrahlten Nachrichtenbeiträgen und Sondersendungen:

⇒ https://nochrichten.net/?p=2039

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