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14. Mai 2015: Tanz-durch-den-Tag-(T)Raumparademo

nochrichten.net Veröffentlicht am Do.., 14. Mai 2015 von nochrichtenSa.., 23. Mai 2015

Statt des bislang jedes Jahr stattgefundenen Festivals „Tanz durch den Tag“ gab es heuer eine Traumparademo. 500 Personen zogen am Donnerstag, dem 14. Mai kurz nach 15 Uhr beim Marcus-Omofuma-Stein los, über den Ring wurden es immer mehr, und am Ziel, der Prater Hauptallee, kamen schließlich an die 1500 an. Mehr Recht auf Freiraum wurde gefordert, mehr frei zugängliche Plätze, mehr Mitgestaltung im Stadtraum, und das Recht, kulturelle Bedürfnisse selbstbestimmt leben zu können. Wir sprachen mit einer derer, die das vorbereitet haben:

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Donaukanalwiese und Kaiserwiese für alle!

nochrichten.net Veröffentlicht am So.., 3. Mai 2015 von nochrichtenSo.., 3. Mai 2015

„Donaukanalwiese für alle!“ meinten mehr als 300 Menschen und belebten am 2. Mai jene Wiese am Donaukanal zwischen Augartenbrücke und Otto-Wagner-Schützenhaus, die – wenn es nach den Plänen der Bezirksvorstehung des 2. Bezirks geht – Platz für ein gigantisches kommerzielles Gastroprojekt machen soll. Es handelt sich dabei um die letzte große, zentrumsnahe Donaukanalwiese, die nun auch für ein Lokal mit Konsumzwang geopfert werden soll.

Dagegen kämpft eine Bürger_inneninitiative an, die Unterschriften für den Erhalt der derzeit noch frei zugänglichen Wiese sammelt, und die zu der Aktion am 2. Mai aufgerufen hat.

Die Donakanalwiese ist aber nicht die einzige umkämpfte Wiese im 2. Bezirk. Auch für den Erhalt der Kaiserwiese beim Prater kämpft eine Bürger_inneninitiative. Die Kaiserwiese ist seit geraumer Zeit zunehmend für kommerzielle Großveranstaltungen wie die „Wiener Wiesen“ und „Palazzo“ abgesperrt. Auch angrenzende Parkflächen werden beeinträchtigt und die Prater Hauptallee für Busse, Taxis, Lieferverkehr und Abstellflächen für die Veranstalter_innen geöffnet.

Wir sprachen auf der Donaukanalwiese mit Aktivist_innen der Bürger_inneninitiativen „Donaucanale für alle“ und „Kaiserwiese für alle“:


Mehr Informationen:


https://donaucanale.wordpress.com

https://www.facebook.com/groups/340407559459205/

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100 Jahre nach Beginn des Genozids an Armenier_innen:
Gedenken und Leugnung in Wien

nochrichten.net Veröffentlicht am Sa.., 25. April 2015 von nochrichtenSa.., 25. April 2015

Am Freitag, dem 24. April, vor 100 Jahren begann der Genozid an den Armenier_innen, verantwortet vom Osmanischen Reich, damals Verbündeter von Österreich-Ungarn im ersten Weltkrieg. Nicht zuletzt in der Türkei werden die Gräueltaten bis heute nicht als Genozid anerkannt. Das offizielle Österreich erkennt den Massenmord seit gerade mal drei Tagen an. Erst nach fast 100 Jahren, also am Dienstag dieser Woche, wurde eine entsprechende gemeinsame Erklärung aller Nationalratsfraktionen verabschiedet.
Für eine weltweite Anerkennung des Genozids an 1,5 Millionen Armenier_innen und im Gedenken an dessen Opfer demonstrierten am 24. April in Wien 2.500 Menschen vom Resselpark zum Parlament. Aufgerufen dazu haben unter anderem Organisationen von Armenier_innen in Österreich sowie viele linke Gruppen – von der armenisch-apostolischen Kirchengemeinde über den armenischen Sport- und Pfadfinder_innenverein „Homenetmen“ bis zu KOMintern und ATIGF.
Gleichzeitig zogen 3000–4000 türkische Nationalist_innen, die von einem Genozid nichts wissen wollen, vom Westbahnhof zum Heldenplatz. Der Gedenkdemo mussten die Nationalist_innen weiträumig über das Schottentor ausweichen.
Es wurde vorgeblich im Namen der in Österreich lebenden türkischen Menschen die „Enttäuschung“ darüber ausgedrückt, dass der Nationalrat „die Ereignisse von 1915 gemäß einseitiger armenischer Erzählung als Völkermord verurteilt hat“, ohne ihre „Gefühle, Gedenken sowie Erinnerungen“ zu berücksichtigen. Die armenische Seite habe mit Besatzungsmächten kollaboriert und bis heute keine Erklärung abgegeben, dass sie den Tod von türkischen Zivilist_innen bedauere. Zwar hätten auch Armenier_innen bei Umsiedlungen Verluste erlitten, das sei aber ein gemeinsames Leid und kein Völkermord. „Völkermord“ sei eine Lüge, so Demoredner_innen.
Da die Teilnehmer_innen der Demo mit türkischen und österreichischen Fahnen beschenkt worden waren, vermittelte der Aufmarsch das Bild eines regelrechten Fahnenmeeres. Rechtsextreme Gruppen sollten offenbar nicht offensichtlich in Erscheinung treten. Bei Aufmärschen türkischer Nationalist_innen übliche Fahnen der Grauen Wölfe waren nicht zu sehen. Lediglich eine Fahne mit einem Wolfskopf wurde mitgetragen (deren Bedeutung mir nicht klar ist – die offiziellen Flaggen und Symbole der Grauen Wölfe sehen anders aus). Besonders auf der Abschlusskundgebung wurde jedoch von vielen die Hand zum „Wolfsgruß“ gehoben. Es sah so aus, als ob Ordner_innen – zumindest teilweise in Kontakt mit dem Verfassungsschutz – offen rechtsextreme Handlungen zu unterbinden trachteten.

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20.4.2015: 2000–3000 gedenken in Wien den Opfern der EU-Flüchtlingsabwehrpolitik

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 20. April 2015 von nochrichtenDo.., 23. April 2015

Rund 2000 bis 3000 Personen gedachten am Abend des 20. Aprils der hunderten Refugees, die in den letzten Tagen beim Versuch, übers Mittelmeer nach Europa zu gelangen, ums Leben kamen (und der 20.000 Opfer der EU-Füchtlingsabwehr seit 1993). Spitzenpolitiker_innen aus Regierung und Nationalrat, zum Teil mitverantwortlich für die tödliche EU-Grenzpolitik, nahmen teil, durften aber nicht reden. Sie mussten den großteils scharfen Worten von Menschenrechtsaktivist*innen und Flüchtlingen zuhören. Sie mussten hören, wie ihre Politik die Menschen zu lebensgefährlichen Überfahrten zwingt. Sie mussten hören, dass sie es sind, die die Toten auf dem Gewissen haben, und dass es die vielfach kriminalisierten Fluchthelfer*innen sind, die versuchen, deren Leben zu retten. Und dass, wenn Flüchtlinge in die Hände tatsächlich krimineller Schlepper*innen geraten, dies auch die Schuld derer ist, die legale Fluchtwege verhindern.

Am Schluss kam dann noch kurz der Bundespräsident zu Wort.

Einige Antirassist*innen kritisierten es vor der Versammlung als Heuchelei, dass die verantwortlichen Politiker*innen nach besonders aufsehenerregenden Katastrophen eine Stunde lang Betroffenheit demonstrieren, um danach wieder ihr mörderisches Treiben fortzusetzen. Ein paar von ihnen wollten nicht Seite an Seite mit den Täter*innen der Opfer gedenken. Sie machten sich nach der Kundgebung zu einer Spontandemo auf. Diese wurde von der Polizei bei der ehemaligen Börse ohne vorherige Auflösung zerschlagen. Zwei Personen wurden Identitätsfeststellungen unterzogen.

Nachtrag: Die bei der Gedenkveranstaltung ihre Betroffenheit zur Schau tragenden Regierungsmitglieder beschlossen gleich am nächsten Tag im Minister_innenrat eine Verschärfung des Asylgesetzes. So sollen künftig Asylwerber_innen bereits nach erstinstanzlicher Ablehnung ihres Asylantrags trotz laufender Berufungsverfahren aus der Grundversorgung ausgeschlossen und auf die Straße gesetzt werden können, wenn ihrer Berufung keine aufschiebende Wirkung zuerkannt wird.

Die gesamte Gedenkveranstaltung am 20. April 2015 am Minoritenplatz zum Anhören:

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19.4.2015: 200 bei zweiter Pegida-Kundgebung in Wien –
400 Gegendemonstrant_innen

nochrichten.net Veröffentlicht am So.., 19. April 2015 von nochrichtenSa.., 25. April 2015

Am 19. April fand zum zweiten Mal eine Kundgebung der muslim_innenfeindlichen Pegida in Wien statt. Diesmal wurde erst gar nicht eine Demonstration geplant, sondern eine Standkundgebung mit großer Bühne im Resselpark. Rund 200 Pegida-Anhänger_innen lauschten den Worten zweier Redner aus der Schweiz und Deutschland. 400 antirassistische Gegendemonstrant_innen versuchten, die Pegida durch Sprechchöre zu stören. Die Polizei sorgte mit aus Tretgittern errichteten Schleusen und Pufferzonen für einen gehörigen Abstand der gegnerischen Gruppen.
In den Reden wurde gegen sogenannte Islamisierung und sogenannte Masseneinwanderung gewettert. Originellerweise wurde auch wiederholt ein Austritt aus der Nato gefordert.
Der Aufruf des Scheizer Redners zum Rütli-Schwur sorgte auch bei den Veranstalter_innen für Aufregung, da die zum Schwur erhobenen Hände sehr an den Kühnengruß erinnerten.
Pegida-Ordner_innen waren sichtlich bemüht, alles, was an Nazi-Grüße erinnerte, zu verhindern. Einzelne Teilnehmer_innen wurden von Pegida-Ordner_innen an die Polizei ausgeliefert.
Der Pressesprecher der Polizei, Paul Eidenberger, sprach von einem ruhigen Verlauf.

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Die EU tötet Flüchtlinge: Fähren statt Frontex!
Aufruf von „Watch the Med“ zu direkten Aktionen.

nochrichten.net Veröffentlicht am So.., 19. April 2015 von nochrichtenSo.., 19. April 2015

Die EU tötet Flüchtlinge! Das sagen unter anderem die Aktivist_innen des „Watch the Med Alarm Phone“ und rufen daher zu sofortigen direkten Aktionen gegen die mörderische Politik der EU auf:

Gestern Nacht sind mindestens 650 Bootsflüchtlinge ca. 73 Seemeilen nördlich der libyschen Küste auf dem Weg nach Italien ertrunken. Sie waren an Bord eines 30 Meter langen Kutters, der kenterte, als sich das Frachtschiff King Jacob näherte, um Hilfe zu leisten. Es gibt nur 28 Überlebende.

Es ist die größte Flüchtlings-Schiffskatastrophe in der neuerenGeschichte des Mittelmeers. Die EU ist mit ihrem Beschluss vom 27. August 2014, die Seenotrettung im Mittelmeer herunterzufahren, verantwortlich für dieses Massensterben. Die EU hätte die Mittel und die Möglichkeiten, die Flüchtlinge aus dem Mittelmeer zu retten. Aber sie lässt die Menschen ertrinken.

In den letzten Wochen wurden wir als Alarm-Telefon von Watch the Med direkte ZeugInnen, wenn Flüchtlinge auf Booten um das Überleben kämpften und Angehörige um sie bangten. Wir wurden zudem ZeugInnen, wie sich die Küstenwachen Italiens und Maltas sowie immer mehr Besatzungen kommerzieller Schiffe um Rettung bemühten, das Sterben aber oftmals nicht verhindern konnten, weil sie zur Rettung nicht ausreichend ausgerüstet waren. Hintergrund sind politische Entscheidungen der Europäischen Union.

Die Festung Europa hat in den letzten 25 Jahren zu zehntausenden Toten im Mittelmeer geführt.

Verantwortlich sind:

Die PolitikerInnen und Polizeien, die mit dem Schengen-Regime den pauschalen Visazwang und die organisierte Fahndung nach visalosen Flüchtlingen und MigrantInnen beschlossen haben,

die PolitikerInnen, die Polizeien und Militärs, die in den letzten 10 Jahren mit Frontex den Grenzschutz vor die Menschenrechte gestellt und seit dem arabischen Frühling das Meer zwischen Libyen und Italien zu einer Meeres-Hochsicherheitszone umgewandelt haben,

die EU-SpitzenpolitikerInnen, die am 27. August 2014 in Brüssel das Ende der italienischen Mare Nostrum Operation, das Herunterfahren der Rettungsprogramme im Mittelmeer und die Abschottungsoperation Triton-Frontex vor den italienischen Küsten beschlossen haben!

Sie tragen die Verantwortung für die tausenden von Toten der letzten Monate in der Meereszone zwischen Libyen und Italien.

Das Sterben muss ein Ende haben:

Wir fordern eine sofort einzurichtende direkte Fährverbindung für Flüchtlinge aus Tripolis und anderen Orten Nordafrikas nach Europa.

Wir fordern sichere und legale Wege, um Zufluchtsorte zu erreichen, ohne sich in tödliche Gefahren begeben zu müssen.

Wir rufen, über alle Konfessionen und politischen Spektren hinweg, zu sofortigen direkten Aktionen gegen die mörderische Politik der EU auf.

Watch the Med Alarm Phone

http://www.watchthemed.net/

info@watchthemed.net

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Stadt Wien: Kulturausschuss empfiehlt Zwischennutzungsagentur – IG Kultur Wien fordert Nutzer_innenbeirat und mehr.

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 17. April 2015 von nochrichtenSa.., 18. April 2015

Im Kulturausschuss des Wiener Gemeinderats wurde am 13. April beschlossen:
Der Magistrat wird zur Durchführung aller notwendigen Vorarbeiten zur Etablierung einer Serviceagentur „Kreative Räume“ ermächtigt.
Dabei handelt es sich um die seit Jahren versprochene Zwischennutzungsagentur, die die Nutzung leerstehender Räume für kreative und kulturelle Aktivitäten ermöglichen soll.

Über die Konzeption der Agentur selbst ist aber bisher nichts Genaueres bekannt.

Die Schaffung von Möglichkeiten der Nutzung von Leerständen wurde unter anderem von der IG Kultur Wien immer wieder gefordert. Die IG Kultur Wien begrüßt daher auch die aktuelle Entscheidung im Kulturausschuss, fordert aber weiterhin eine mutigere Leerstandspolitik der Stadt Wien. Willi Hejda von der IG Kultur Wien sagt:

> Aussendung der IG Kultur Wien

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24. April: Fashion Revolution Day

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 17. April 2015 von nochrichtenFr.., 17. April 2015

Am 24. April jährt sich zum 2. Mal der Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza in Bangladesch. 1.138 TextilarbeiterInnen kamen ums Leben, mehr als 2.500 wurden schwer verletzt.
Daran wird weltweit mit einem „Fashion Revolution Day“ am 24. April erinnert.

Wir sprachen mit Michaela Königshofer und Nicole Kornherr vom österreichischen Fashion-Revolution-Koordinationsteam:

Mehr Informationen und alle Termine gibt es auf fashionrevolution.org.

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Zum Tag des kleinbäuerlichen Widerstands: LandGartenWirtschafts-Wanderausstellung

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 17. April 2015 von nochrichtenFr.., 17. April 2015

Am 17.April wird weltweit der Tag des kleinbäuerlichen Widerstands begangen.
Erinnert wird dabei an 19 Aktivist_innen der Landlosenbewegung MST, die an diesem Tag im Jahre 1996 von Polizeikräften in Brasilien brutal ermordet wurden.
In den vergangenen Jahren gab es anlässlich dieses Tages verschiedenste Veranstaltungen, so z.b. temporäre Landbesetzungen oder das Pflanzen von alten Erdäpfelsorten.
Am vergangenen Sonntag startete am Wiener Augartenspitz die Wanderausstellung „Kampf um urbane LandGartenWirtschaft in Wien“.
Christa Reitermayr sprach für die Nachrichten auf ORANGE 94.0 mit Bettina Fabian, Mitorganisatorin von Nyeleni Nord:

Weitere Infos:
www.ernährungssouveränität.at

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Vor 20 Jahren starben Gregor und Peter beim Versuch, einen 380-kV-Strommasten einer Atomsstromübertragungsleitung bei Ebergassing zu sprengen

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 10. April 2015 von nochrichtenSo.., 29. Mai 2016

Vor 20 Jahren, am 11. April 1995 starben Gregor und Peter beim Versuch, einen Strommasten bei Ebergassing zu sprengen. Der Strommast trug 380-kV-Leitungen, die vor allem dem Atomstromtransit von Osteuropa in Richtung Frankreich und Italien dienten. Dagegen kämpften mit anderen Mitteln auch Bürger_inneninitiativen und andere Umweltschützer_innen. Gregor und Peter dürften versucht haben, einen 100-kg-Sprengkörper am Masten anzubringen. Durch das Magnetfeld der Stromleitung kam es zu einer unerwarteten Selbstzündung. Erst acht Tage später wurden die Leichen von Gregor und Peter gefunden.

Es folgte eine mediale Inszenierung einer Bedrohung durch linken Terrorismus, die vom mörderischen rechten Terrorismus jener Tage ablenkte. Zwei Monate zuvor waren vier Menschen bei einem Anschlag der rechtsextremen Bajuwarischen Befreiungsarmee bei der Roma-Siedlung in Oberwart ermordet worden. Die letzte Briefbombenserie der Bajuwarischen Befreiungsarmee lag gerade mal ein halbes Jahr zurück.

Bei dem linken Anschlagsversuch auf den Strommasten bei Ebergassing wurden keine unbeteiligten Personen gefährdet. Dennoch reagierten die Behörden mit rund 200 Verhören und 40 Hausdurchsuchungen, unter anderem im EKH. Die Freiheitlichen konstruierten ein Netzwek des linksextremen Terrorismus, um die gesamte linke Szene zu kriminalisieren. Das EKH und die Alternativzeitschrift TATblatt wurden im Zentrum des vermeintlichen Terrornetzwerks angesiedelt. Eine zwei Mal geleistete Spende des damaligen Innenministers an das TATblatt wurde von den Freiheitlichen aufgedeckt, um den von ihnen ungeliebten Minister abzuschießen. Unzähligen linken und später auch feministischen Initiativen und Zeitschriften wurden Subventionen gestrichen. AMS-Fördermaßnahmen wurden umgebaut und gestrichen. Eine Distanzierungswelle von allen Initiativen, welche von den Freiheitlichen als gewalttätig denunziert wurden, spaltete die linke Szene.

Gregor und Peter waren vor dem Anschlag jahrelang in der autonomen Szene, in antimilitaristischen Zusammenhängen, bei Hausbesetzungen und auch Umweltaktivitäten aktiv gewesen. Ihr Tod war für viele Freund_innen ein schmerzlicher Verlust.

Nachlese:

TATblatt +34 aus 1995 über den Tod von Peter und Gregor bei versuchtem Anschlag auf 380-kV-Mast bei Ebergassing am 11. April 1995:
TATblatt +34 aus 1995 über Tod von Peter und Gregor bei versuchtem Anschlag auf 380-kV-Mast bei Ebergassing

TATblatt +35 aus 1995 über freiheitliche Hetze gegen das TATblatt nach dem Tod zweier Aktivisten bei versuchtem Anschlag bei Ebergassing:
TATblatt +35 aus 1995 über freiheitliche Hetze gegen das TATblatt nach dem Tod zweier Aktivisten bei versuchtem Anschlag bei Ebergassing

„Ebergassing – eine Untersuchung“, der Versuch, die Ereignisse zu analysieren und aufzuarbeiten:
http://tatblatt.net/164ebergassing-doku.htm

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Konzept der WiderstandsChronologie gescheitert!

Wenn in Wien die meisten „linken“ Demos von Antizionist*innen und Antisemit*innen vereinnahmt werden, ist eine solidarische Dokumentation meist nicht mehr möglich. Das Konzept der WiderstandsChronologie muss sich daher ändern.

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Alle Ausgaben der WiderstandsChronologie zum Nachhören:

Tect und Link: cba.media/podcast/widerstandschronologie

Vollständige Aufnahmen von Kundgebungen im CBA:

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    Hunderte Demonstrant*innen zogen nach Abschlusskundgebung bei Uni Wien weiter zum Parlament. #UnisRetten #w2210
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    Rund 15.000 bis 20.000 Personen demonstrieren in #Wien gegen Budgetkürzungen für Universitäten.#UnisRetten #w2210
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    Die aktuelle #WiderstandsChronologie für @radioorange940 über#SafeAbortionDay #7Oktober#Kopftuchverbot#WienGegenAntisemitismus#Klimastreik…zum Nachhörenwegen Serverproblemen diesmal direkt auf:https://cba.media/798379
  • Ohne Titel Fr.., 16. Oktober 2026
    Die Reden auf der #Klimastreik-Demo vom 16. Oktober 2026 in #Wien zum Nachhören: https://cba.media/798205

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Dieser Tage vor 26 Jahren: WiderstandsChronologie gegen Schwarzblau 2000

Logo TATblatt-WiderstandsChronologie
Im Feber 2000 bildeten ÖVP und FPÖ schon einmal eine rechts-rechtsextreme Koalition. Bis zur Angelobung zogen Tag und Nacht Antifaschist*innen protestierend durch Wien. Die Minister*innen gelangten nur auf unterirdischen Wegen zur Angelobung in die Präsidentschaftskanzlei. Noch jahrelang zogen Donnerstagsdemos durch Wien. Das TATblatt dokumentierte alle Protest- und Widerstandsaktivitäten in der TATblatt-WiderstandsChronologie:


Diese Site ist gewissermaßen die Fortsetzung der TATblatt-WiderstandsChronologie aus den Jahren 2000–2005.

Der Spätsommer der Solidarität mit geflüchteten Menschen 2015

Ein Rückblick mit auf Radio ORANGE 94.0 ausgestrahlten Nachrichtenbeiträgen und Sondersendungen:

⇒ https://nochrichten.net/?p=2039

Blogroll

  • Anarchistisches Radio Gegeninformationen und Stellungnahmen zu aktuellen politischen Themen aus libertärer Sicht.
  • IG Kultur Wien Wiener Interessengemeinschaft für freie und autonome Kulturarbeit
  • no-racism.net dokumentiert rassistischen Alltag / Politik / Folgen hier und global.
  • ORANGE 94.0 Das Freie Radio in Wien.
  • prozess.report
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