Jul 302016
 

400 Personen nahmen anlässlich des Al-Quds-Tags an einer antiisraelischen Demonstration auf der Wiener Mariahilfer Straße teil.
Der Al-Quds-Tag war 1979 von Ayatollah Khomeini als globaler „Tag zur Befreiung Jerusalems von der zionistischen Besatzung“ eingeführt worden. Auch in Wien folgen jährlich hunderte Menschen diesem Aufruf.
An einer Kundgebung gegen den Al-Quds-Tag unter dem Motto „Kein Platz für Antisemitismus!“ am an der Route des Al-Quds-Marsches liegenden Bundesländerplatz nahmen rund 150 Personen teil. Die Polizei schirmte die Kundgebung vor den vorbeiziehenden Al-Quds-Demonstrant_innen mit Sperrgittern, einer Fahrzeugreihe und einer Reihe Polizist_innen ab.

 Posted by on Sa., 30. Juli 2016 at 21.12
Jul 302016
 

Während am 18. Juni wieder zigtausende Menschen bei der Regenbogenparade für die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Interpersonen sowie das gesamte Spektrum an Geschlechtsidentitäten, für die Vielfalt von Lebens- und Liebesformen auf die Straße gingen, veranstalteten rechtsgerichtete katholische Fundamentalist_innen wieder einen so genannten Marsch für die Familie. 270 Personen protestierten da gegen die Regenbogenparade, gegen Homosexuelle, gegen Frauenrechte, gegen Abtreibung und gegen den von ihnen so genannten Genderwahn. Vom Stephansplatz aus durch die Innenstadt – wie in den letzten Jahren – durften die katholischen Fundamentalist_innen diesmal nicht ziehen, da am Stephansplatz bereits eine Kundgebung gegen den Marsch für die Familie angemeldet worden war. So mussten sich die katholischen Fundamentalist_innen mit einer Kundgebung und einer kleinen Marsch-Runde am Albertinaplatz begnügen. Zu Wort kamen heuer Alfons Adam (Pro Vita), Ján Čarnogurský (ehemaliger Ministerpräsident der Slowakei), Chorepiskopos Emanuel Aydin (Seelsorger der syrisch-orthodoxen Kirche in Österreich), Marcus Franz (wilder Abgeordneter zum Nationalrat, früher OVP, früher Team Stronach), Georg Immanuel Nagel (Verein Okzident, früher Sprecher der Pegida Wien),Christian Zeitz (Wiener Akademikerbund), Wolfram Schrems (Pro Vita) und Johann Wilde (Pro Vita), eine Grußbotschaft der Stadträtin Ursula Stenzel (FPÖ, vormals ÖVP) wurde von „Graf“ Peter Stolberg vorgelesen.

Gegen die Kundgebung der katholischen Fundamentalist_innen gab es auch teilweise lautstarken Protest, der von der Polizei immer wieder zurückgedrängt wurde, aber dennoch nicht verstummte.

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https://cba.fro.at/318882

 Posted by on Sa., 30. Juli 2016 at 19.28
Jul 302016
 

Mehr als 300 Menschen beteiligten sich am 20. Juni, am Weltflüchtlingstag, am Umbrella March. Aufgespannte Regenschirme symbolisierten einen Schutzschirm für Flüchtlinge. Aufgerufen hatte dazu die Asylkoordination. Herbert Langthaler von der Asylkoordination erklärte dazu:

Am Ziel des Umbrella Marches, beim Marcus-Omofuma-Stein am Platz der Menschenrechte präsentierte Welcome Oida die neue Internet-Plattform für Refugees, http://newhere.org/.

Beitrag für update.wien auf ORANGE 94.0:
https://cba.fro.at/318881

 Posted by on Sa., 30. Juli 2016 at 18.57
Jul 302016
 

Gezählte 600–700 Rechtsextreme wollten am 11. Juni vom Urban-Loritz-Platz durch den 15. Bezirk bis Schönbrunn ziehen – zur Verteidigung Europas, wie es im Aufruf der so genannten Identitären Bewegung hieß. Ihr geplanter Treffpunkt wurde von der Polizei allerdings untersagt und daher zum Märzpark vor der Stadthalle verlegt. Als die Rechtsextremen dort um 14.30 aufbrechen wollten, war auch der von ihnen vorgesehene Weg unpassierbar, aufgrund von antifaschistischen Blockaden. Auch auf einer Ausweichroute standen die Rechtsextremen bereits nach 250 Metern an einer Blockade an. Die Rechtsextremen kehrten daraufhin um und zogen zum Gürtel. Siegessicher skandierten sie „Wo sind denn die Antifaschisten“, ehe sie nach weiteren rund 300 Metern neuerlich von einer antifaschistischen Blockade aufgehalten wurden. Die Polizei trennte Rechtsextreme und Antifaschist_innen. Eine Polizeikette versuchten die Rechtsextremen zu überrennen, wurden aber von Polizist_innen mit Pfefferspray wieder gestoppt.
Bereits nach dieser Konfrontation mit der Polizei verließen einige Teilnehmer_innen den rechtsextremen Marsch. Für die übrigen kämpfte die Polizei die Straße mit massivem Pfeffersprayeinsatz gegen Antifaschist_innen und Journalist_innen frei.
Die Identitären, die sonst immer versuchen, sich besonders diszipliniert und friedlich darzustellen, verloren die Contenance. Die Maske war gefallen. Sie drohten vom Lautsprecherwagen, alles zu zerlegen und sich die Straße zu erkämpfen. Ihre Zeit werde kommen, verkündeten sie, die anderen werden sich alle noch wundern.
Weiter als grad einmal 900 Meter schafften es die Rechtsextremen aber am 11. Juni letztlich nicht, durch Wien zu marschieren. Vor dem Westbahnhof beendeten sie ihre Demonstration, fast drei Kilometer vom eigentlichen Ziel entfernt.
Nach ihrer Demonstration zogen sich zahlreiche Rechtstextreme in verschiedene Lokale zurück. In der Nacht demonstrierten rund einhundert Rechtsextreme unangekündigt durch den 8. Bezirk.

Beitrag für update.wien auf ORANGE 94.0:
https://cba.fro.at/318425

Noch vor den Blockaden hatten wir für update.wien auf ORANGE 94.0 mit einem Sprecher des Bündnisses No Fascism und der Plattform Radikale Linke gesprochen:
https://cba.fro.at/317862

 Posted by on Sa., 30. Juli 2016 at 18.54
Jun 032016
 

Ein Ende der gesellschaftlichen Doppelmoral sowie ein Ende der Diskriminierung von Sexarbeiter_innen und damit einhergehend ein kritisches Hinterfragen hegemonialer Diskurse über Sexarbeit und Sexarbeiter_innen wurden auch heuer am 2. Juni bei einer Kundgebung zum internationalen Hurentag am Urban-Loritz-Platz in Wien gefordert. Sexarbeit müsse endlich anderen Erwerbstätigkeiten gleich gestellt werden. Wir sprachen mit der Aktivistin Christine Nagl:

https://cba.fro.at/317324

Christine Nagl ist auch eine der Initiator_innen der Lustwerkstatt, die unter dem Titel Sex Arbeit Lust Illusionen Ver/Kaufen eine Reihe von Veranstaltungen organisierte sowie eine Radiosendereihe, die auf ORANGE 94.0 noch bis Ende Juni jeden Montag um 20.30 zu hören ist.

 Posted by on Fr., 3. Juni 2016 at 20.59