Mrz 312018
 

Auf den Einmarsch türkischer Truppen und verbündeter islamistischer Milizen in Afrin im Norden Syriens am 18. März folgten Morde, Plünderungen und und ethnische Säuberungen, berichten übereinstimmend die kurdische Agentur ANF und unabhängige NGOs. Der Genozid an den Ezid*innen drohe fortgesetzt zu werden. Das letzte zusammenhängende Siedlungsgebiet der Ezid*innen in Syrien sei durch den türkischen Angriff auf Afrin zerstört worden. Die kurdischen Volks-und Frauenverteidigungseinheiten YPG und YPJ haben ihre Kampfstellungen verlassen, um weitere Opfer unter der Zivilbevölkerung und die Zerstörung der Stadt zu vermeiden, wird berichtet. Doch der Widerstand gegen das türkische Militär und gegen islamistische Milizen gehe weiter.
Auch in Wien wurden die seit Wochen anhaltenden Proteste gegen den türkischen Angriff auf Afrin fortgesetzt. Am 18. März demonstrierten an die 300 Menschen nach Bekanntwerden der Einnahme Afrins durch türkische Truppen und islamistische Milizen zur türkischen Botschaft. Am 24. März, für den ein internationaler Aktionstag gegen den Krieg gegen Afrin ausgerufen worden war, demonstrierten in Wien zirka 250 Menschen vom Parlament zum Mahmal gegen Krieg und Faschismus bei der Albertina. In der Nacht gab es dann auch noch eine kleine Spontandemo in Favoriten. Und immer wieder gab es Kundgebung bei der Uno-City.
[kurze Redenausschnitte]

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Am 20. März wurde am Flughafen Wien wieder einmal gegen Abschiebungen protestiert. Anlass dafür war eine für diesen Tag angekündigte Massenabschiebung per Charterflug nach Afghanistan. Aufgerufen hat die Wiener Vernetzung gegen Abschiebungen. Renate Sassmann von WienTV hat uns Aufnahmen von der Demonstration zur Verfügung gestellt.
[Ausschnitt aus einem Interview in einem Video von Renate Sassmann]

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Seit 1991 prangt am Flakturm im Esterházypark in Mariahilf der Schriftzug „Zerschmettert in Stücke (im Frieden der Nacht)“. Dieses weithin sichtbare Statement gegen Krieg und Faschismus des New Yorker Künstlers Lawrence Weiner wird nun durch einen Ausbau des Hauses des Meeres, das den Flakturm für einen Euro von der Stadt Wien verkauft bekommen hat, zum Verschwinden gebracht. Dagegen protestierten am 26. März rund 80 Menschen vor dem Flakturm. Es sprachen dort unter anderem die Mitorganisatorin der Kundgebung Marietheres Potucek und Irmgard Almer von der IG Kultur Wien.
Es gibt auch eine Onlinepetition gegen die Zerstörung des Kunstwerks. Einen Link zur Petition gibt es unter anderem auf der Website der IG Kultur Wien.
[Ausschnitt aus Redebeiträgen]

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An die 30 Personen demonstrierten am 26. März vor der deutschen Botschaft in der Wiener Gauermanngasse gegen eine Auslieferung des in Deutschland festgenommenen katalanischen Ex-Präsidenten Puigdemont an Spanien.
[Interviews mit Demonstrant*innen]


https://cba.fro.at/371682

 Posted by on Sa., 31. März 2018 at 19:16
Mrz 172018
 

An die 70 Künstler*innen, Kulturarbeiter*innen und Kreative demonstrieren am 10. März für Anerkennung, Geld und Verbesserung der prekären Arbeits- und Lebensbedingungen in Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft. Aufgerufen dazu hatte das Künstler*innennetzwerk Dreisechsfünf.
[Ausschnitt aus Rede + Interview]

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Am 12. März wurde an mehreren Orten dem so genannten Anschlusses Österreichs ans nationalsozialistische Deutsche Reich im Jahr 1938 gedacht. Am Stock-im-Eisen-Platz, zum Beispiel, fand eine Kundgebung unter dem Titel „Nie wieder Faschismus“ statt. Aber auch am ehemaligen Flughafen Aspern, wo sich heute die Seestadt befindet, wurde – organisiert von der „Überparteilichen Gedenkplattform Transdanubien“ – an die Ereignisse vor 80 Jahren erinnert.
[Ausschnitt aus Rundgang]

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Gegen die türkische Militäroffensive gegen die kurdische Region Afrin im Norden Syriens wird in Wien weiterhin mehrmals wöchentlich protestiert. An den Wochenenden gibt es immer wieder größere Demonstrationen mit mehreren hundert Teilnehmer*innen. Am 11. März demonstrierten fast 1000 Menschen für Frieden in Kurdistan.

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Am 17. März fanden auf der ganzen Welt Demonstrationen anlässlich des Tages gegen Rassismus stattt – auch in Wien. Da demonstrierten am 17. März bei Schneeregen rund 4500 Menschen gegen Rassismus, gegen Faschismus, gegen die schwarzblaue Regierung und auch gegen die türkische Militäroffensive gegen Afrin. Der Afrin-Solidaritätsblock war mit rund 1000 Personen der größte auf der Demo. Mit dabei waren wie immer auch diesmal wieder die Omas gegen rechts.
[Ausschnitt aus Rede der Omas gegen rechts]


https://cba.fro.at/370755

 Posted by on Sa., 17. März 2018 at 20:15
Mrz 092018
 

Lehrende für Deutsch als Fremd-/Zweitsprache und Deutschlehrende in der Erwachsenenbildung fordern anlässlich der Kollektivvertragsverhandlungen für Angestellte privater Bildungseinrichtungen bessere Arbeitsbedingungen. Am 6. März demonstrierten 15 von ihnen vor dem Beginn der Verhandlungen am Alfred-Dallinger-Platz, unter ihnen Gudrun Pürrer und Dagmar Weiß.
[2 Interviews]
Eine weitere Kundgebung fand vor einer weiteren Verhandlungsrunde am 14. März statt.

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Am 8. März, dem internationalen Frauenkampftag, fanden in Wien auch heuer wieder zwei größee Demonstrationen statt.
An der vom Schwedenplatz losgezogenen FrauenLesbenMigrantinnenDemo nahmen rund 150 FrauenLesbenMirantinnen teil. Christa Reitermayr und Eva Neureiter von Radio Widerhall berichten.
[Redenausschnitt und Interviews mit Personen aus der Orgagruppe der FrauenLesbenMigrantinnenDemo]
An der unter den Titel „Take back the streets“ für all genders organisierten feministischen Demonstration vom Christian-Broda-Platz zum Platz der Menschenrechte nahmen 1300–1400 Personen aller Geschlechter teil.
[Redenausschnitte]


https://cba.fro.at/370118

 Posted by on Fr., 9. März 2018 at 17:27
Mrz 032018
 

Willkommen bei der WiderstandsChronologie

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Für den 18. Feber war zu einem europaweiten Aktionstag gegen Abschiebungen aufgerufen worden. Am Flughafen Wien gab es eine Performance von PPC-Airlines, der fiktiven Fluggesellschaft des Protest Productions Collectivs. In Wien fanden vor allem Transparentaktionen und Kundgebungen statt. Vor der afghanischen Botschaft demonstrierten 120 Personen gegen Abschiebungen nach Afghanistan.

Anschließend zogen die Demonstrant*innen zum Ballhausplatz, wo bis in die Nacht eine Kundgebung gegen alle Abschiebungen stattfand, an der rund 250 Menschen teilnahmen. Bis zum Ende der vierstündigen Versammlung haben es aber nur mehr wenig ausgehalten.

Auf No-racism.net wird an die Ankündigungen der Regierung erinnert, künftig noch „konsequenter“ abzuschieben. Geplant seien laut no-racism.net unter anderem Charterabschiebungen nach Afghanistan am 20. März, nach Pakistan am 22.März., sowie nach Nigeria, Ghana und Gambia vom 18. bis 20. April 2018.

[O-Töne von den Kundgebungen vor der afghanischen Botschaft und am Ballhausplatz]
->Ausführlicher Bericht auf no-racism.net: http://no-racism.net/article/5317/

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Am Mittwoch, dem 21. Feber, wurde eine Neuauflage des Überwachungspakets im Ministerrat beschlossen. Im Grunde handele es sich um das gleiche Paket, das schon vergangenes Jahr für massive Kritik gesorgt habe und aufgrund vernichtender Stellungnahmen im Rahmen der parlamentarischen Begutachtung nicht verabschiedet worden sei, erklärte die Bürger*innenrechtsorganisation Epicenter.works und rief zu einer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt auf. 400 bis 500 Personen kamen und protestieren am 26. Feber am Ballhausplatz gegen das Überwachungspaket.

[Ausschnitte aus Reden]

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Gegen die türkische Militäroffensive gegen die kurdische Region Afrin im Norden Syriens wird weiterhin demonstriert. Am 3. März zogen rund 400 Menschen vom Christian-Broda-Platz zum Stehansplatz – für Frieden in Kurdistan.

[Ausschnitte aus Reden]

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Das war die WiderstandsChronologie …


https://cba.fro.at/369592

 Posted by on Sa., 3. März 2018 at 19:50
Feb 172018
 

Willkommen bei der WiderstandsChronologie

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Am 6. Feber war internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung.
Aus dem Aufruf: „Weibliche Genitalverstümmelung bezeichnet die teilweise oder vollständige Entfernung beziehungsweise Beschädigung der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane. Es wird geschätzt, dass weltweit etwa 200 Millionen beschnittene Mädchen und Frauen leben und jährlich etwa drei Millionen Mädchen, meist unter 15 Jahren, eine Genitalverstümmelung erleiden.“ Da das Thema noch immer gesellschaftlich tabuisiert ist, wurde auch heuer mit einer Kundgebung am Christian-Broda-Platz versucht, es an die Öffentlichkeit zu bringen und Solidarität mit den betroffenen sowie dagegen kämpfenden Frauen weltweit zu zeigen.

Ursprünglicher Beitrag (mit längeren O-Tönen): http://nochrichten.net/?p=2457

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Am 8. Feber veranstalteten die Kommunistische Jugend und der kommunistische Student*innenverband wieder eine Opernballdemonstration, die sich diesmal nicht nur gegen den Ball, sondern auch die Regierung der Reichen richtete, wie es im Aufruf hieß.
Während Ende der 1980er-Jahre tausende Menschen gegen den Opernball demonstriert hatten, und im Jahr 2000, als auch damals schon die Proteste gegen den Opernball mit jenen gegen eine schwarzblaue Regierung verknüpft worden waren, mehr als 10.000 Personen auf die Straße gegangen waren, demonstrierten am 8. Feber 2018 lediglich 150 Menschen.
Die Opernballdemo ging bereits zwei Stunden vor Ballbeginn fernab der Oper beim Marcus-Omofuma-Stein zu Ende.
Vor der Oper gab es fast keine Proteste.
Aber:
Ein paar besonders herausgeputzte Leute, boten sich vor der Oper mit Brot und Rosen als Begleitung für #Opernball-Besucher*innen an. Ein bisserl schauten sie aus, wie auf dem Weg zu einem Dreigroschenopernball. Die Polizei forderte sie auf, Ballbesucher*innen nicht zu belästigen. Danach tanzten sie ein bisserl mit Schaulustigen.
Am roten Teppich beim Zugang zum Ball protestierte eine Femen-Aktivistin gegen den Besuch des ukrainischen Präsidenten Poroschenko. „Poroshenko, get the fuck out of the Ball!“ war auf ihrem Oberkörper geschrieben. Die Polizei schritt sofort ein. Zweck der Aktion sei es gewesen, die High Society auf die Anwesenheit des Oligarchen Poroschenko hinzuweisen, der aus dem Blut der ukrainischen Bevölkerung Profit schlägt, erklärte Femen. Poroschenko war von Bundespräsident Van der Bellen als Staatsgast zum Opernball eingeladen worden.

Ausführlicherer Beitrag (mit mehr O-Tönen): http://nochrichten.net/?p=2460

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Auch in den letzten Wochen gab es mehrere Kundgebungen und Demonstrationen gegen die Angriffe des türkischen Militärs auf die kurdische Region Afrin im Norden Syriens bzw. überhaupt für Freiheit und Frieden in Kurdistan.
So demonstrierten am 11. Feber 650–700 Menschen von Hütteldorf bis zum Platz der Menschenrechte, und am 15. Feber 175 Menschen von der Oper zum Heldenplatz.

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300 bis 400 Menschen nahmen am 14. Feber am Platz der Menschenrechte in Wien an One Billion Rising teil – für ein Ende der Gewalt an Frauen* und Mädchen*.

Ursprünglicher Beitrag (mit längeren O-Tönen): http://nochrichten.net/?p=2469

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Nachdem die Sozialwirtschafts-Kollektivvertragsverhandlungen bislang zu keinem Ergebnis geführt hatten und vorerst unterbrochen worden warenb, fanden am 15. und 16. Feber erste Warnstreiks von Angestellten im Sozialbereich statt. Bei einer kleinen Kundgebung der Initiative „Sozial, aber nicht blöd“ am Yppenplatz sprachen Betriebsrät*innen und Streikaktivist*innen über ihre Forderungen und Streikerfahrungen.
Ursprünglicher Beitrag (mit längeren O-Tönen): http://nochrichten.net/?p=2472

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Das war die WiderstandsChronologie …

https://cba.fro.at/368643

 Posted by on Sa., 17. Februar 2018 at 21:05