Jun 022018
 

Am 2. Juni 2018 veranstalteten Rechtsextreme in Wien zum zweiten Mal eine so genannte Kandel-Demo.
Seit einigen Monaten werden unter dem Motto „Kandel ist überall“ insbesondere in Deutschland Mordopfer für rassistische Hetze instrumentalisiert, da in der deutschen Stadt Kandel ein Geflüchteter eine junge Frau ermordet haben soll – ein Gerichtsurteil gibt es dazu noch nicht. Während an der ersten Wiener Kandel-Demo im April noch 180 Personen teilgenommen hatten, waren es am 2. Juni nur mehr gerade mal 80. Aufgerufen dazu hatten wieder die „Patrioten für Heimat und Tradition“ von Georg Immanuel Nagel, der als Sprecher des erfolglosen Versuchs bekannt geworden war, Pegida in Österreich aufzubauen.
Nach hetzerischen Reden unter anderem von Pegida-Sprecher*innen aus Deutschland und der Schweiz sollte die Demo am Schmerlingplatz mit der österreichischen Bundeshymne ausklingen – eine Herausforderung, der Georg Immanuel Nagel und seine Patriot*innen nicht ganz gewachsen waren …
Also wechselten sie zum Lied der Deutschen – mit der ersten Strophe.

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 Posted by on Sa., 2. Juni 2018 at 17:40
Mai 262018
 

Am 15. Mai fand in der Wiener Hofburg das Austrian World Summit der von Arnold Schwarzenegger gegründeten Klimaschutz-Organisation R20 statt. Bundeskanzler Kurz wollte die Eröffnungsrede halten. Doch dann kamen Aktivist*innen von „System Change Not Climate Change“ auf die Bühne …
Am Abend kamen rund 150 Menschen auf den Heldenplatz, um mit „System Change Not Climate Change“ gegen „schwarzblaue Klimaheuchelei“ zu demonstrieren.
Das Klimacamp findet von 30. Mai bis 3. Juni in Wolkersdorf statt.
Mehr Informationen gibt es auf systemchange-not-climatechange.at.

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Rund 200 Personen zogen am 17. Mai anlässlich des internationalen Tags gegen Homo-, Inter- und Transphobie IDAHIT über die Mariahilfer Straße zum Platz der Menschenrechte.

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Rund 35 Personen versammelten sich am 21. Mai vor der belgischen Botschaft in Wien, um der zweijährigen Mawda zu gedenken. Mawda wurde am 17. Mai von der belgischen Polizei erschossen, als die Polizei gerade Jagd auf Geflüchtete machte, die in einem Lieferwagen in der Nähe der belgisch-französischen Grenze unterwegs waren.
Laut dem britischen Guardian habe die Polizei, vorgeblich um den Lieferwagen zu stoppen, auf das mit 30 Kurd*innen besetzte Fahrzeug geschossen. Mawda wurde in den Kopf getroffen und starb auf dem Weg ins Krankenhaus, während die Eltern zusammen mit den anderen Insass*innen des Lieferwagens festgenommen wurden. Erst am nächsten Tag wurden die Eltern vom Tod ihres Kindes informiert.
Der belgische Botschaftsrat in Wien erklärte, dass der belgische Premier den Eltern des Kindes sein Beileid bekundet habe und eine unabhängige Untersuchung eingeleitet werde.
Die Eltern von Mawda waren 2015 aus dem Irak geflüchtet und hatten in Deutschland Asyl bekommen. Dort kam am 14. April 2016 Mawda auf die Welt. Später reisten sie zu Verwandten nach Großbritannien. Gemäß Dublin-Regelung wurden sie nach Deutschland rückgeschoben. Über Frankreich und Belgien versuchten sie, zurück nach Großbritannien zu gelangen.

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Eher wenig kamen am verregneten 26. Mai zu einer Kundgebung „für Freiraum und öffentliche Räume für alle – gegen die vorherrschende Verdrängungspolitik“ auf die Kaiserwiese. Die Kundgebung war vom Veranstaltungskollektiv Oase vorbereitet worden, und ging um 22 Uhr in eine Party im Fluc über.

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1500 bis 2000 Menschen bildeten heute Samstag, 26. Mai, eine oder vielmehr mehrere „Menschenketten für Frauenrechte“ auf der Ringstraße und am Franz-Josefs-Kai. Für eine geschlossene Kette ohne Unterbrechungen wären mehr als 5000 Personen nötig gewesen.
Mit der Menschenkette sollte der rechtskonservativen Regierungspolitik der Spaltung ein starkes feministisches Zeichen entgegengesetzt werden. Berichte, Informationen für die Teilnehmer*innen sowie Musik kam aus unzähligen Radios, aus denen Radio ORANGE 94.0 zu hören war.

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 Posted by on Sa., 26. Mai 2018 at 19:36
Mai 122018
 

(Vollständige Fassung der in Radio Widerhall nur gekürzt ausgestrahlten WiderstandsChronologie)

Mit einem Bodenplakat auf der Mariahilfer Straße machten die Alternativen und Grünen Gewerkschafter*innen/Unabhänigen Gewerkschafter*innen am 30. April, dem Tag der Arbeitslosen, auf die drohende Abschaffung der Notstandshilfe aufmerksam. Die Bundessprecherin der AUGE/UG, Klaudia Paiha, erzählte uns, worum es geht. [Interview]

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Zigtausende Menschen beteiligten sich auch heuer wieder an Aufmärschen und Demonstrationen zum internationalen Arbeiter*innenkampftag. Den Auftakt machten wie immer bereits am Vorabend die sozialdemokratischen Jugendorganisationen mit ihrem Fackelzug, an dem diesmal nach unserer Zählung mehr als 3000 Personen teilnahmen.
Am 1. Mai um 8 Uhr fand eine Demonstration für den Erhalt der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt statt, die sich gemeinsam mit der SPÖ Brigittenau vom Brigittaplatz zum Rathausplatz begab. Auch die Initiative „Sozial, aber nicht blöd“ beteiligte sich. Insgesamt waren es über 1000 Menschen.
Die größte Demonstration war sicherlich der Maiaufmarsch der SPÖ.
Weniger demonstrierten beteiligten sich an der Demonstration von KPÖ und Wien Anders bzw. des Personenkomitees 1. Mai, nämlich 350 Personen.
650 Menschen nahmen an der internationalistischen Demo teil.
Am Nachmittag fand heuer wieder eine MAYDAY-Parade statt, diesmal vom Praterstern ausgehend durch das Stuwerviertel und das Stadtentwicklungsgebiet am ehemaligen Norbahnhofsgelände. Zirka 800 Personen demonstrierten da für ein gutes Leben für alle, für Bleiberecht und Bewegungsfreiheit und für noch viel mehr.
[O-Ton-Ausschnitte]

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Am Nachmittag des 1. Mai wurde in der Mayssengasse im 17. Bezirk ein Haus besetzt. Soziale Revolte brauche Vernetzung und dafür autonome und konsumzwangbefreite Räume, die angeeignet werden müssen, erklärten die Besetzer*innen. Die Information über die Besetzung des Hauses wurde tagelang nur in potentiell solidarischen Kreisen verbreitet und nicht allgemein publik gemacht. So gelang es, dass es mehrere Tage lang Informations-, Diskussions- und Kulturveranstaltungen ungestört durchgeführt werden konnten. Am 7. Mai wurde das Haus von der Polizei geräumt.

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Anlässlich des Tags der Pressefreiheit am 3. Mai demonstrierten 20 Personen am Stock-im-Eisen-Platz für #Pressefreiheit in der Türkei und für die Freilassung der dort inhaftierten Journalist*innen. [Interview]

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Am 3. Mai, kurz vorm Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus, kamen rund 40 Personen zum Deserteursdenkmal am Wiener Ballhausplatz, um Deserteueren und allen Opfern der NS-Militärjustiz zu danken und Blumen zu hinterlegen. Das sollte auch dazu dienen, das Denkmal bewusst sichtbar zu machen und ein Zeichen gegen den Missbrauch durch rechte Gruppierungen zu setzen, die immer wieder das Deserteursdenkmal als Podest für Ansprachen nutzen.

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Rund 30 Personen protestierten bei der U-Bahn-Station Hietzing am 3. Mai gegen ein Konzert des Reggae-Sängers Bounty Killer im „Reigen“. Aufgerufen dazu hatte die Homosexuelle Initiative Wien. Der designierte HOSI-Wien-Obmann Moritz Yvon, sagte uns, warum. [Interview]

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15 Menschen gingen am Nachmittag des 4. Mai gemeinsam in einen Supermarkt im 1. Bezirk einkaufen. Das wäre jetzt vielleicht noch nicht unbedingt berichtenswert. Sie packten aber nachher ihre zumeist in Plastik eingepackten Lebensmittel aus. Klingt auch noch nicht besonders interessant. Sie taten dies aber nicht erst zuhause, sondern gleich nach dem Bezahlen, gemeinsam im Ausgangsbereich. Und da wurde sichtbar, dass sie allein mit dem Verpackungsmaterial drei ganze Einkaufswägen füllen konnten. Und das war auch der Sinn der Sache, der inzwischen zweiten Aktion unter dem Titel „Plastik Attack“, nämlich auf den – wie sie es nannten – „Verpackungswahnsinn“ hinzuweisen. Wir waren beim Auspacken dabei.
[Interviews, O-Töne]

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Bis zu 300 Personen feierten am 5. Mai den 200. Geburtstag von Karl Marx am Yppenplatz in Wien-Ottakring mit einer musikalisch begleiteten Kundgebung gegen das Lohnsystem.

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Am 6. Mai, dem Tag, an dem in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen die Gedenk- und Befreiungsfeier abgehalten wurde, legten die Spitzenvertreter*innen der rechtsextremen Regierung zusammen mit dem Bundespräsidenten einen Kranz beim Mahnmal gegen Krieg und Faschismus bei der Albertina nieder. Einige Teilnehmer*innen der Gedenk- und Befreiungsfeier in Mauthausen wollten das, nach ihrer Rückkehr in Wien, nicht unkommentiert lassen. [Interview]

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Rund 500 Menschen nahmen am 8. Mai an einer antifaschistischen Demonstration zum Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus teil.
Vielleicht hat Dagmar Schindler vom KZ-Verband Wien damit Reden gemeint wie jene, die wenig später Nationalratspräsident Sobotka beim Fest der Freude über die Befreiung vom Nationalsozialismus am Heldenplatz gehalten hat.
Willi Mernyi vom Mauthausen Komitee Österreich begrüßte bei seiner Begrüßungsrede von all den anwesenden Ehrengästen nur die anwesenden Zeitzeug*innen, die Verfolgung und Konzentrationslager überlebt hatten, und meinte in Anspielung auf jüngste Wortmeldungen aus Regierungskreisen …

Der Überlebende der Shoah, Rudi Gelbard, erzählte von seinem Kampf gegen nationalsozialistisches Gedankengut, den er nie aufgegeben hat, und der immer noch weiter geführt werden muss.

[Redenausschnitte]

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Mehr als 150 Menschen kamen am 11. Mai auf den Minoritenplatz vor das Innenministerium zu einer Lesung von Protokollen von Asylverfahren, von Tagebüchern abgeschobener Asylwerber*innen und ihrer Unterstützer*innen und Briefen von Asylwerber*innen.

[Ausschnitt aus einer szenischen Lesung einer Befragung eines Asylwerbers]

Diese Szene ist übrigens auch Teil der Theateraufführung badluck reloaded, die bis Ende Mai noch drei Mal im Theater Nestroyhof/Hamakom zu sehen ist.

Eine ungekürzte Aufzeichnung der Versammlung kann hier gehört werden.

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https://cba.fro.at/374624

 Posted by on Sa., 12. Mai 2018 at 17:52
Apr 282018
 

Tausende Radler*innen – je nach Angabe zwischen 4000 und 20.000 – beteiligten sich am 15. April an der inzwischen achten Wiener Radparade vom Burgtheater, gleich neben dem Bike-Festival am Rathausplatz, über den Ring mit einem Abstecher zum Praterstern zurück zum Burghtheater.

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Vom 15. bis zum 18. April fand am Schmerlingplatz neben dem Parlament ein Protestcamp statt. Protestiert wurde gegen die drohende Kündigung von tausenden Deutsch-als-Zweitsprache-Unterrichtenden im AMS-Bereich, von Deutschtrainer_innen, die mit Asyl“werber_innen“ und jugendlichen Geflüchteten arbeiten, von Adminkräfte und von Sozialarbeiter_innen. Und: Protestiert wurde auch gegen die Abschiebung der Kursteilnehmer*innen.

[Interview]

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Nach den Luftangriffen der USA, Frankreichs und des Vereinigten Königreichs auf Ziele in Syrien am 14. April demonstrierten am 16. April 65 Menschen von der Uni Wien zur amerikanischen Botschaft – gegen imperialistische Aggression und gegen den Krieg in Syrien, so war es zumindest angekündigt. Viele demonstrierten auch ihre Unterstützung der syrischen und russischen Regierungen, einige trugen Bilder von Baschar al-Assad und Wladimir Putin. Die richtigen Bilder, zumindest nach Meinung eines Redners der Solidarwerkstatt: [Redenausschnitte Solidarwerkstatt, Hände weg von Syrien]
Am differenziertesten war vielleicht eine Rede der Initiative für den Aufbau einer revolutionär kommunistischen Partei: [Redenausschnitt IARKP]

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340 Personen beteiligten sich am 19. April an einer Demonstration der Linkswende gegen Innenminister Herbert Kickl. Bei der Abschlusskundgebung sprach unter anderem seine Cousine Daniela Kickl. [Redenausschnitt Daniela Kickl]

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Etwas mehr als 100 Menschen kamen am Abend des 25. April auf den Ballhausplatz zu einer Protestaktion der Wiener Grünen gegen Sozialkürzungen der schwarzblauen Regierung. „Ihr seid abwählbar“ wurde unter anderem auf das Bundeskanzleramt projiziert, während Redner*innen wie Birgit Hebein von den Wiener Grünen oder Klaudia Paiha von den Alternativen und Grünen Gewerkschafter*innen die von ÖVP und FPÖ geplanten Maßnahmen kritisierten.
[Redenausschnitte Birgit Hebein, Klaudia Paiha]

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Gegen das seit Freitag, dem 27. April, geltende Verbot, am und rund um den Praterstern außerhalb von gewerblichen Verabreichungsstätten Alkohol zu konsumieren, gab es mehrere Protestaktionen, bei denen gemeinsam demonstrativ Alkohol konsumiert wurde, oder zumindest ein Verhalten an den Tag gelegt wurde, aus dem auf Grund der gesamten äußeren Umstände darauf geschlossen hätte werden können, dass eine Konsumation stattfinde oder unmittelbar bevorstehe, was inzwischen auch verboten ist.
Eine dieser Protestaktionen war ein solidarischer Biergenuss am 26. April, zu dem Wien Anders aufgerufen hatte. Didi Zach von Wien Anders erklärte uns: [Interview Didi Zach, Redenausschnitt]
Ein Lehrender und Forscher im Bereich Soziale Arbeit an der FH Campus Wien und eine Studierende meinten zum Alkoholverbot: [Interviews]

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https://cba.fro.at/373668

 Posted by on Sa., 28. April 2018 at 18:56
Apr 142018
 

Am 2. April demonstrierten vor der Universität Wien Studierende ihre Solidarität mit Studierenden der Boğaziçi Universität in Istanbul, die wegen Terror-Vorwurfs exmatrikuliert und inhaftiert worden waren.
Am 19. März hatten Studierende in Istanbul gegen eine am Campus stattfindende Veranstaltung zur Unterstützung türkischer Soldat*innen, die an der Invasion von Afrin beteiligt gewesen waren, protestiert. Im Gedenken an die bei dem Angriff gefallenen türkischen Soldat*innen waren Süßigkeiten verteilt worden. Die Studierenden hatten mit einem Transparent reagiert, auf dem gestanden war: „Für Besatzung und Massaker gibt es keine Süßigkeiten“. Der türkische Präsident Erdoğan hatte daraufhin angekündigt, die, wie er sie genannt hatte, terroristischen Studierenden von der Universität zu verweisen und dafür zu sorgen, dass ihnen auf jeder anderen Universität das Recht, zu studieren, verweigert werde.
16 Studierende der Boğaziçi Universität waren inhaftiert worden.

Die solidarischen Studierenden in Wien forderten, Platz für die in der Türkei von den Universitäten verwiesenen Studierenden zu schaffen. Sie forderten Freiheit für die Studierenden, Solidarität mit allen, die sich der faschistischen türkischen Regierung entgegen stellen, und Freiheit für Afrin.

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An die 150 Menschen gedachten am 2. April vor der französischen Botschaft in #Wien der am 23. März 2018 in #Paris vermutlich aus #antisemitischen Motiven ermordeten Shoah-Überlebenden Mireille Knoll. Es sprachen unter anderem Michael Moffatt von den Jüdischen österreichischen HochschülerInnen und Lara Masliah-Gilkarov von Hashomer Hatzair.
[Redenausschnitte]

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In den letzten Wochen wurden zahlreiche afghanischer Geflüchtete festgenommen. Insgesamt soll es 400 Festnahmeaufträge geben. Ein Massenabschiebung per Charterflug soll bereits am 9. April stattgefunden haben. Deswegen demonstrierten am 9. April rund 80 Menschen in Wien vom Deserteursdenkmal am Ballhausplatz zum Stephansplatz.
[Redenausschnitte]

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Unter anderem mit öffentlichen Betriebsversammlungen, Kundgebungen und Flashmobs am 10. April vor dem Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus, am 12. April vor dem Unfallkrankenhaus Meidling, am 13. April vor dem Sozialministerium und bei der S- und U-Bahnhaltestelle Handelskai protestierten hunderte Menschen gegen die Zerschlagung der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt. Warum die Regierung die Allgemeine Unfallversicherung zerschlagen möchte, und vor allem, was dagegen spricht, kann unter anderem im Blog reflektive.at gelesen werden.

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Am Freitag, dem 13. April wurde wieder der #F13, der „Festtag der Verdammten dieser Erde“, gefeiert, unter anderem mit Augustin-Fahrscheinkontrollen in Bussen und U-Bahnen, außerdem gab es Slow-forward-Performances vor der Karlskirche und Chorgesang …
[Interviews und O-Töne]

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Rund 180 Personen beteiligten sich am 14. April an einer rechtsextremen Demonstration unter dem Titel „Kandel ist überall. Schützt unsere Frauen.“ Aufgerufen dazu haben Organisationen wie „Patrioten für Heimat und Tradition“ und „Okzident“. Hinter beiden steht vor allem Georg Immanuel Nagel, der als Sprecher des erfolglosen Versuchs bekannt geworden ist, Pegida in Österreich aufzubauen. Gesprochen haben auch aus Deutschland angereiste Politikerinnen der AfD. Unter den Demonstrant*innen befanden sich neben Angehörigen kleiner rechtsextremer Gruppen auch einige Bezirkspolitiker*innen der FPÖ.
Vom Frauenbündnis Kandel und dem Bündnis „Kandel ist überall“ werden in Deutschland seit einigen Monaten Mordopfer für rassistische Hetze instrumentalisiert. Am 14. April sollte scheinbar der Sprung nach Österreich gemacht werden.
Für die Auftaktkundgebung am Ballhausplatz wurde wieder einmal das Deserteursdenkmal, das Denkmal für die Opfer der NS-Militärjustiz, als Sockel für die rechtsextreme Bühne und als Transparentständer missbraucht.
[Redenausschnitte]
Vom Ballhausplatz zogen die Rechtsextremen zur deutschen Botschaft in der Gauermanngasse.
Doch Antifaschist*innen und Feminist*innen säumten ihren Weg …
Die Polizei drängte die Antifaschist*innen und Feminist*innen zurück. Einzelne Antifaschist*innen und Feminist*innen wurden Identitätsfeststellungen unterzogen.
[O-Töne]


https://cba.fro.at/372611

 Posted by on Sa., 14. April 2018 at 20:10