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WiderstandsChronologie 21.1.–3.2.2018

nochrichten.net Veröffentlicht am Sa.., 3. Februar 2018 von nochrichtenDi.., 6. Februar 2018

Am 23. Jänner fand eine Sammelabschiebung aus Tschetschenien geflüchterer Menschen per Charterflug nach Russland statt. Dagegen protestierten an die 50 Menschen am Flughafen Wien, allerdings wie immer erfolglos.

[Interviews mit einer Organisatorin und Erzählungen von Freund*innen von Abgeschobenen; abschließend eine Videobotschaft von Ali Tikaev an seine Schulfreund*innen.]

Danke an Daniel Landau, der uns die Botschaft von Ali Tikaev an seine Schulfreund*innen zur Verfügung gestellt hat.

***

Am 24. Jänner demonstrierten 2500 Menschen in Wien für Arbeitszeitverkürzung und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich. Aufgerufen haben die Gewerkschaften GPA-djp und vida. Die Betriebsrätin Selma Schacht vom Betriebsrat der Wiener Kinder- und Jugendbetreuung fasste uns die Anliegen zusammen:

[Interview]

Die Kollektivvertrags-Verhandlungen wurden noch in der vorigen Woche ohne Ergebnis unterbrochen. Daraufhin hielten am 30. Jänner die Gewerkschaften GPA-djp und VIDA gemeinsam mit BetriebsrätInnen und Beschäftigten einen österreichweiten Protest-und Aktionstag mit außerordentlichen Betriebsversammlungen und öffentlichen Aktionen vor den größten Betrieben ab. Ein weiterer Verhandlungstermin am 31. Jänner brachte auch keine Ergebnisse. Die kommunistische Gewerkschaftsinitiative international, KOMintern, schreibt, dass zwar am 12. Feber noch eine Verhandlungsrunde stattfinde, unabhängig davon aber bereits Versammlungen und Streiks organisiert werden.

***

Mit einem Flashmob vor dem Bundeskanzleramt machte am Donnerstag, dem 25. Jänner, das erinnerungspolitische Bündnis „Jetzt Zeichen setzen!“ auf die Mitverantwortung von Bundeskanzler Sebastian Kurz für die Aufwertung des von rechtsextremen Vereinigungen getragenen „Akademikerballs“ aufmerksam.
[Interviews]

***

7–10.000 Menschen protestierten am 26. Jänner gegen den sogenannten Akademikerball deutschnational/-völkischer Burschenschaften in der Wiener Hofburg. Die Polizei verhielt sich diesmal überraschend friedlich. Es gab keine Zwischenfälle und keine Festnahmen. Die Zufahrt der Ballbesucher*innen konnte heuer nur wenig behindert werden. Aber das Burgtor, durch das die meisten auf dem Weg zum Ball durch mussten, wurde von 19 bis 21 Uhr mit Zitaten aus dem Mauthausen-Schwur bestrahlt, eine Aktion des Bündnisses „Jetzt Zeichen setzen“ realisiert von der Künstlerin Julia Zdarsky, die schon im Jahr 2000 Protesttexte gegen die damals erste schwarzblaue Regierung auf das Bundeskanzleramt projiziert hatte.

Radio Orange 94.0 berichtete fast sechs Stunden lang live von den Protesten gegen den so genannten Akademikerball …

[Ausschnitte aus der Livesendung]

***

Beim Treffen des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz am 30. Jänner im Bundeskanzleramt in Wien protestierten Aktivist*innen von Greenpeace gegen den Bau des ungarischen Atomkraftwerks Paks II.

[Interview]

Aktivist*innen bürgerlicher EU-freundlicher Jugendorganisationen wie Pulse of Europe demonstrierten „für mehr Miteinander, Toleranz und ein gemeinsames Europa“

[Interview]

Eine von der „Jungen Linken“ angekündigte Kundgebung wurde untersagt.

***

Tausende Menschen gedachten am 2. Feber mit einem Lichtermeer am Heldenplatz der am 19. Jänner verstorbenen Ute Bock.
[Ausschnitte aus Reden]

***

Bei mehreren Kundgebungen und Demonstrationen wurde in Wien gegen die türkische Militäroffensive gegen die kurdische Region Afrin im Norden Syriens demonstriert. Vor den Botschaften der Türkei und Russlands, vor dem österreichischen Außenministerium, beim türkischen Generalkonsulat und bei der Uno-City.

Am 27. Jänner demonstrierten 2500 bis 3000 Menschen von der Oper bis in die Nähe der türkischen Botschaft.

[kurzer Ausschnitt aus Rede]

Und am 3. Feber demonstrierten 1600 Menschen vom Christian-Broda-Platz zum Heldenplatz.

[kurzer Ausschnitt aus Rede]

Am 27. Jänner kam es zu einigen Versuchen von Anhänger*innen des türkischen Präsidenten Erdoğan, die Demonstration zu stören. Dabei ging die Polizei bisweilen nicht gegen die Störer*innen der Versammlung vor, sondern gegen Teilnehmer*innen der Demonstration, die den Angriff abwehren wollten.

https://cba.fro.at/359464

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26.1.2018: Proteste gegen Akademikerball 2018

nochrichten.net Veröffentlicht am So.., 28. Januar 2018 von nochrichtenFr.., 2. Februar 2018

Tausende Menschen protestierten am 26. Jänner 2018 wieder gegen den von der Wiener FPÖ veranstalteten „Akademikerball“ deutschnational/-völkischer Burschenschaften in der Wiener Hofburg.

An die 10.000 Demonstrant*innen dürften an den Demonstrationen am Freitagabend teilgenommen haben.
Die erste kleinere Demonstration begann bereits um 15:30 am Wallensteinplatz und führte zum Treffpunkt der großen Demo bei der Uni Wien.
Von dort zogen kurz nach 18 Uhr nach einer Auftaktkundgebung mehrere tausend Menschen – zuerst über den Ring – in Richtung Karlsplatz los. Wegen der bis zur Mitte des Maria-Theresien-Platzes ausgedehnten Platzverbots rund um die Hofburg musste über die so genannte Zweierlinie ausgewichen werden.
Kurz nach dem Losziehen bei der Uni zählten wir 6.000–7.000 Teilnehmer*innen. Von verschiedenen Seiten wurde aber ein laufendes Anwachsen der Demo beobachtet. Bis zum Ende der Demoroute sei die Zahl der Protestierenden auf 8.000 angewachsen, stellte sogar die Polizei fest (die zu Beginn der Demo noch von 2.000 Personen gesprochen hatte). Die Veranstalter*innen sprachen von 10.000 Demonstrant*innen, was somit einigermaßen realistisch erscheint.

„Im Gedenken an die Millionen Ermordeten geloben wir, dass wir diesen Weg nie verlassen werden.“

Das Burgtor, durch das der Großteil der Ballbesucher*innen auf dem Weg zur Hofburg durch musste, erstrahlte von ca. 19 bis 21 Uhr im Glanz antifaschistischer Texte, die, organisiert von „Jetzt Zeichen setzen“ von der Künstlerin Starsky vom Maria-Theresien-Platz aus dorthin projiziert wurden, darunter auch Zitate aus dem „Mauthausen-Schwur“ des internationalen Häftlingskomitees vom Mai 1945.
>>Fotos auf Facebook

Das Bündnis „Jetzt Zeichen setzen“ veranstaltete bereits am Donnerstag einen Flashmob und hat dort auch bereits mit uns für das Nachrichtenmagazin ANDI über die Projektionsaktion gesprochen (der Beitrag schaffte es aus Platzgründen allerdings nicht in die Sendung):
http://nochrichten.net/wp-content/uploads/2018/01/andi-26jan2018-flashmob-zeichensetzen-akademikerball-gerhard.mp3
http://nochrichten.net/wp-content/uploads/2018/01/andi-26jan2018-flashmob-zeichensetzen-akademikerball-gerhard.mp3

Ein Feuerwerk gab es auch – irgendwo in der Nähe der Hofburg, nicht aus der Demo heraus, als sichbares Signal des antifaschistischen Widerstands, an die antifaschistischen Demonstrant*innen.

Beim Getreidemarkt wurden bei einer Fotoaktion unzählige Tafeln mit der Aufschrift „Widerstand“ hochgehalten. Vor dem Redaktionsgebäude der Zeitung „Österreich“ wurde gegen deren rechtsextreme Berichterstattung protestiert. „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“, wurde skandiert.

Nach dem Abschluss der Demo beim Karlsplatz wurde in einer weiteren Demonstration von vielen wieder zurück in Richtung Hofburg gegangen. Diese Demo endete mit einer Kundgebung hinter dem Burgtheater in der Löwelstraße. Bei der Bellariastraße wurde vereinzelt versucht, die Zufahrt von Ballbesucher*innen zu behindern. Größere Blockaden gab es heuer aber nicht. Nach 23 Uhr löste sich die letzte Demonstrant*innengruppe, die noch hinter dem Burgtheater protestiert hatte, mit einem kleinen Protestzug zum Rathausplatz auf.

Vor dem Ende der fast fünfstündigen Sondersendung über die Proteste auf Radio Orange 94.0 fassten Petra und Gerhard die Ereignisse des Abends zusammen:
http://nochrichten.net/wp-content/uploads/2018/01/nowkr2018-zusammenfassungpetragerhard2330.mp3
http://nochrichten.net/wp-content/uploads/2018/01/nowkr2018-zusammenfassungpetragerhard2330.mp3

Die Polizei hätte zwar mit realitätsfernen Bedrohungszenarien versucht gehabt, den Boden für einen brutalen Einsatz gegen die Demonstrant*innen zu bereiten – wie schon in diesem Beitrag näher beschrieben –, verhielt sich schließlich aber doch außergewöhnlich friedlich. Es gab keine gröberen Zwischenfälle und, nach unseren Informationen, auch keine Festnahmen. Laut Polizei seien 2.800 Beamt*innen im Einsatz gewesen, darunter 900 unterstützende Polizist*innen aus anderen Bundesländern.

Die komplette, fast sechsstündige Sondersendung über die Proteste auf Radio Orange 94.0 zum Nachhören:
https://cba.fro.at/358966

Kurzfassung folgt.

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24.1.2018: Streik?
2500 bei Demo für bessere Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Sozialbereich

nochrichten.net Veröffentlicht am Mi.., 24. Januar 2018 von nochrichtenSo.., 28. Januar 2018

2500 Menschen demonstrierten am 24. Jänner für Arbeitszeitverkürzung und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich. Aufgerufen haben die Gewerkschaften GPA-djp und vida. Die Initiative „Sozial aber nicht blöd“ trat für einen Streik ein. Die Betriebsrätin Selma Schacht vom Betriebsrat der Wiener Kinder- und Jugendbetreuung fasste uns die Anliegen zusammen:
http://nochrichten.net/wp-content/uploads/2018/01/andi-26jan2018-sozialberufsdemo-gerhard.mp3
http://nochrichten.net/wp-content/uploads/2018/01/andi-26jan2018-sozialberufsdemo-gerhard.mp3

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23.1.2018: Wieder Sammelabschiebung vom Flughafen Wien.
Protest gegen die Abschiebung von Junadi Sugaipov, Familie Tikaev und vieler, vieler anderer.

nochrichten.net Veröffentlicht am Di.., 23. Januar 2018 von nochrichtenSo.., 28. Januar 2018

Am 23. Jänner fand eine Sammelabschiebung aus Tschetschenien geflüchterer Menschen per Charterflug nach Russland statt. Dagegen protestierten an die 50 Menschen am Flughafen Wien, allerdings wie immer erfolglos.
Beitrag für das Nachrichtenmagazin ANDI auf ORANGE 94.0:
http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/06andi-26jan2018-abschiebungen-russland-tschetschenien-gerhard.mp3
http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/06andi-26jan2018-abschiebungen-russland-tschetschenien-gerhard.mp3

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WiderstandsChronologie 7.–20.1.2018

nochrichten.net Veröffentlicht am Sa.., 20. Januar 2018 von nochrichtenSa.., 20. Januar 2018

Am 9. Jänner lud die Junge ÖVP zu einem Neumitgliederempfang just in das sonst von einem eher linken Publikum besuchte Schikaneder in der Margaretenstraße ein. Das Schikaneder erntete dafür viele Proteste. Das Schikaneder sprach in einem Facebook-Posting von einem Fehler bei der Prüfung der Einhaltung der Richtlinien bei Einmietungen, erklärte, das Schikaneder sei ein Freiraum für Offenheit und Toleranz und ein Ort des Dialogs, es verwehre sich gegen parteipolitische Vereinnahmung und verurteile jede Form von Hetze aufs Schärfste, womit auch die Proteste gegen das Schikaneder gemeint gewesen sein dürften. Eine angekündigte Kundgebung wurde von der Polizei – angeblich wegen eines Formalfehlers – untersagt. Vor Beginn der Veranstaltung war dann vor allem sehr viel Polizei vor dem Schikaneder. Der gesamte Radweg vis a vis dem Schikaneder war von der Polizei zugeparkt. Zwischen zig Polizist*innen fanden sich aber trotz allem 30 oder 40 Demonstrant*innen und Schaulustige:
[Statements von Demonstrant*innen]

***

Zigtausende Menschen protestierten am 13. Jänner 2018 in Wien gegen die rechtsextreme Regierung von neuer ÖVP und FPÖ.
Von uns penibel gezählte 25.000 Personen zogen vom Christian-Broda-Platz beim Westbahnhof los, tausende weitere dürften direkt zur Abschlusskundgebung auf den Heldenplatz gekommen sein.
Die Polizei verhielt sich großteils friedlich. Es kam somit zu keinen Zwischenfällen.

[Ausschnitte Reden]

Danke an Christa Reitermayr, die die Aufnahmen von der Abschlusskundgebung am Heldenplatz gemacht hat, während ich auf der Mariahilfer Straße immer noch Demonstrant*innen zählte.

Anmerkung:
Es mag zu denken geben, wenn Teile der Veranstalter*innen aus der Plattform für eine menschliche Asylpolitik und der SJ, die bei der Abschlusskundgebung eine Teilnehmer*innenzahl von 70.000 verkündeten, anscheinend meinen, Demonstrant*innen nur durch Lügen oder Falschinformationen bei Stimmung halten zu können. Damit wird auch die viele fundierte Kritik an der Regierung und dem rassistischen und nationalistischen Normalzustand im Land entwertet, wenn Außenstehende nicht mehr nachvollziehen können, was nun seriös und was frei erfunden ist.
Die verlässlichste Möglichkeit, die Zahl von Demonstrant*innen zu ermitteln, ist meiner Ansicht nach immer noch, sie schlicht und einfach zu zählen. Und das funktioniert bei Demozügen ganz gut, auch wenn erfahrungsgemäß gar nicht mal so kleine Fehler bis zu 30 % möglich sind (was erkennbar wird, wenn mehrere Personen unabhängig voneinander zählen). Zugegeben: Ich kann nicht sagen, wie viele Menschen am Heldenplatz waren. Ich kann nur sagen, wie viele die Mariahilfer Straße entlang gezogen sind (nämlich rund 25.000). Ich kann somit nicht ausschließen, dass sich die Teilnehmer*innenzahl am Schluss auf wundersame Weise fast verdreifacht hat. Aber ich kann aufgrund meiner Daten gut begründet daran zweifeln, dass es letztendlich 70.000 gewesen sein sollen.

***

Am 18. Jänner demonstrierten 30–40 Menschen am Ballhausplatz bei einer Kundgebung des „Wiener Bündnisses gegen die Islamische Republik“ Solidarität mit den säkularen iranischen Kräften!
Bekanntlich protestieren seit Ende Dezember im Iran Menschen unter Lebensgefahr gegen das Regime. In Wien fanden in den letzten Wochen auch schon mehrere Solidaritätskundgebungen statt. Diesmal wurde auch gegen die europäische Appeasementpolitik protestiert.
[Ausschnitte aus Reden]

***


https://cba.fro.at/358475

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Polizei baut an argumentativer Grundlage für Repression gegen antifaschistische Proteste gegen deutschnationalen „Akademikerball“

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 19. Januar 2018 von nochrichtenSa.., 20. Januar 2018

Auf einen friedlichen Einsatz wie bei der Demonstration gegen SchwarzBlau am 13. Jänner dürfte sich die Polizei bei den Protesten gegen den „Akademikerball“ am 26. Jänner nicht vorbereiten. Das wurde bei einer Diskussion mit Medienvertreter*innen am 17. Jänner in der Landespolizeidirektion Wien deutlich. Landespolizeipräsident Pürstel zeichnete dort ein Bedrohungsbild, das sich von den bisher bekannten Demoankündigungen eklatant unterscheidet.
[Ausschnitt Statement von Pürstel]
Die Autonome Antifa Wien erklärte als Reaktion auf die Aussagen von Landespolizeipräsident Pürstel, dass dessen konstruiertes Szenario nur in den Köpfen der Polizei existiere, aber fern der Realität sei. Eine solche autonome Mobilisierung gebe es schlicht nicht.
Die Autonome Antifa Wien erklärte weiter: „Auch uns bereitet die zu erwartende Anreise vermummter uniformierter Gewalttäter, insbesondere nach den G20-Protesten, Sorgen: Denn bis zu 3.000 Polizist_innen sollen eigens nach Wien beordert werden, um gegen die Proteste eingesetzt zu werden. Bereits in den vergangenen Jahren hatten die Behörden von Demoverboten, über Festnahmen, schiere Polizeigewalt, bis hin zu Sündenbockprozessen wie gegen Josef S. kaum etwas unversucht gelassen, um den Protesten gegen den Akademikerball zu schaden. Die Pressekonferenz wirkt vor diesem Hintergrund wie der neuestes Kunstgriff, um schon im Vorfeld zu demobilisieren und einzuschüchtern. Dass die Behauptungen jeglichen Fakten widersprechen, scheint keinerlei Bedeutung zu haben, immerhin greifen sämtliche Medien die Falschmeldung folgsam und ohne jede weiterer Überprüfung auf.“

Wie auch immer:

Am 26. Jänner feiern wieder deutschnational völkische Burschenschafter in der Hofburg den von der FPÖ Wien veranstalteten „Akademikerball“. Dieser Ball war schon in der Vergangenheit ein Treffpunkt der Elite der rechtsextremen Szenen Europas. Viele der regelmäßigen Besucher*innen bekleiden inzwischen Regierungsämter. Die Offensive gegen Rechts ruft dazu auf, dagegen zu protestieren und den Ball zu blockieren.
Treffpunkt ist am Freitag, dem 26. Jänner um 17 Uhr vor der Universität Wien.
Radio Orange wird auch heuer wieder live von den Protesten gegen den „Akademikerball“ berichten, am Freitag, dem 26. Jänner ab 18.15 Uhr hier auf Radio Orange 94.0 – das kann auch über mobile Radioapps und über die Orange-94.0-App auf der Demo und auf der Suche nach einer allfälligen Blockade gehört werden.

Beitrag für Nachrichtenmagazin ANDI auf ORANGE 94.0:
http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/06andi-19jan2018-polizei-ueber-akademikerball-gerhard.mp3
http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/06andi-19jan2018-polizei-ueber-akademikerball-gerhard.mp3

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Kunst- und Kultur-Interessenvertretungen präsentieren ihre Kritik am Regierungsprogramm

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 12. Januar 2018 von nochrichtenFr.., 12. Januar 2018

Am Mittwoch, dem 10. Jänner, präsentierten Interessenvertretungen von Künstler*innen und Kulturinitiativen ihre Analyse und Kritik am Regierungsprogramm der türkisblauen Koalition. Wir können hier nur ein paar Ausschnitte bringen und beginnen mit Gerhard Ruiss von der IG Autorinnen Autoren, der durch die gemeinsame Veranstaltung der zahlreichen Interessenvertretungen moderierte.

Beitrag fürs Nachrichtenmagazin ANDI auf ORANGE 94.0 mit Ausschnitten aus den Statements von Gerhard Ruiss (IG Autorinnen Autoren), Peter Paul Skrepek (Musikergilde), Fabian Eder (Dachverband der österreichischen Filmschaffenden), Vasilena Gankovska (IG Bildende Kunst):

http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/07andi-12jan2018-kulturinitiativen-kritisieren-regierungsprogramm-gerhard.mp3
http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/07andi-12jan2018-kulturinitiativen-kritisieren-regierungsprogramm-gerhard.mp3

Die gesamte Pressekonferenz kann auf der Website der IG Kultur Österreich angehört werden:
https://igkultur.at/artikel/pressekonferenz-zum-regierungsprogramm-kapitel-kunst-und-kultur

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9.1.2018: Protest gegen JVP-Veranstaltung im Schikaneder

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 12. Januar 2018 von nochrichtenFr.., 12. Januar 2018

Am 9. Jänner lud die Junge ÖVP zu einem Neumitgliederempfang just in das sonst von einem eher linken Publikum besuchte Schikaneder in der Margaretenstraße ein. Das Schikaneder erntete dafür viele Proteste. Das Schikaneder sprach in einem Facebook-Posting von einem Fehler bei der Prüfung der Einhaltung der Richtlinien bei Einmietungen, erklärte, das Schikaneder sei ein Freiraum für Offenheit und Toleranz und ein Ort des Dialogs, es verwehre sich gegen parteipolitische Vereinnahmung und verurteile jede Form von Hetze aufs Schärfste, womit auch die Proteste gegen das Schikaneder gemeint gewesen sein dürften. Eine angekündigte Kundgebung wurde von der Polizei – angeblich wegen eines Formalfehlers – untersagt. Vor Beginn der Veranstaltung war dann vor allem sehr viel Polizei vor dem Schikaneder. Der gesamte Radweg vis a vis dem Schikaneder war von der Polizei zugeparkt. Zwischen zig Polizist*innen fanden sich aber trotz allem 30 oder 40 Demonstrant*innen und Schaulustige:

Beitrag für das Nachrichtenmagazin ANDI auf ORANGE 94.0 mit Statements von Protestierenden:
http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/06andi-12jan2018-schikaneder-gerhard.mp3
http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/06andi-12jan2018-schikaneder-gerhard.mp3

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WiderstandsChronologie 24.12.2017–6.1.2018

nochrichten.net Veröffentlicht am Sa.., 6. Januar 2018 von nochrichtenSa.., 6. Januar 2018

Willkommen bei der WiderstandsChronologie

***

Rund 40 Personen demonstrierten am Silvesterabend, am 31. Dezember, bei der Justizanstalt Josefstadt Solidarität mit Gefangenen. Derartige Silvesterdemos zu Gefängnissen finden jedes Jahr in mehreren Städten statt.
(Ausschnitt Kundgebungsreden)
Nach einer Kundgebung vor dem Eingang in der Wickenburggasse wurde das Gefängnis einmal umrundet. Anfänglich begleiteten nur wenige Polizist*innen die Demo. Nachdem die Demonstrant*innen die angezeigte Route verlassen hatten, bekamen die Polizist*innen aber Verstärkung. Ein Polizist ging der Demonstration sogar mit offen getragenem Sturmgewehr voran – in Wien ausgesprochen unüblich.
Entlang der Demoroute gab es vereinzelte Feuerwerke. Die Polizei kündigte nach der Demo Anzeigen nach dem Versammlungsgesetz und nach dem Pyrotechnikgesetz an.

***

Seit dem 1. Jänner fanden in Wien mehrere Solidaritätskundgebungen mit den Menschen im Iran statt, die dort seit Ende Dezember gegen das Regime protestieren und kämpfen. Eine Kundgebung fand am Stock-im-Eisen-Platz statt, weitere bei der iranischen Botschaft. Vor der iranischen Botschaft sprachen wir am 3. Jänner mit der Aktivistin Mahsa Abdolzadeh.
(Interview)

Am Samstag, dem 6. Jänner kamen mehr als 300 Menschen zu einer Solidaritärskundgebung mit den protestierenden Iraner*innen auf den Platz der Menschenrechte beim Marcus-Omofuma-Stein.
(Ausschnitt aus Demorede und Atmo)

***

Das war die WiderstandsChronologie

https://cba.fro.at/357401

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Kritik an Einstellung der Beschäftigungsaktion 20.000 – Interview mit Lukas Wurz von reflektive.at

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 5. Januar 2018 von nochrichtenFr.., 5. Januar 2018

Mit der Einstellung der Beschäftigungsaktion 20.000 entledige sich die Regierung aus ideologischen Gründen eines höchst wirkungsvollen und billigen Instruments der Arbeitsmarktpolitik, kritisierte Lukas Wurz auf der neuen Website reflektive.at.
Ich sprach mit ihm darüber für das Nachrichtenmagazin „ANDI“ auf ORANGE 94.0: über die Aktion 20.000, dessen Einstellungen, was bei der Aktion 20.000 hätte besser gemacht werden können, und – da ganz offensichtlich noch weitere fatale sozialpolitische Einschnitte drohen – auch noch gleich ein bisschen über die neue Website reflektive.at, auf der er und andere ehemalige Referent*innen des grünen Parlamentsklubs Regierungsprogramm und -praxis analysieren.

http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/07andi-05jan2018-aktion20000-reflektive-gerhard.mp3

http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/07andi-05jan2018-aktion20000-reflektive-gerhard.mp3

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WiderstandsChronologie im Radio:

jetzt jeden 3. Montag im Monat um 20:30 auf ORANGE 94.0, dem freien Radio in Wien.
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Konzept der WiderstandsChronologie gescheitert!

Wenn in Wien die meisten „linken“ Demos von Antizionist*innen und Antisemit*innen vereinnahmt werden, ist eine solidarische Dokumentation meist nicht mehr möglich. Das Konzept der WiderstandsChronologie muss sich daher ändern.

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Alle Ausgaben der WiderstandsChronologie zum Nachhören:

Tect und Link: cba.media/podcast/widerstandschronologie

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  • Ohne Titel Do.., 22. Oktober 2026
    Hunderte Demonstrant*innen zogen nach Abschlusskundgebung bei Uni Wien weiter zum Parlament. #UnisRetten #w2210
  • Ohne Titel Do.., 22. Oktober 2026
    Rund 15.000 bis 20.000 Personen demonstrieren in #Wien gegen Budgetkürzungen für Universitäten.#UnisRetten #w2210
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Dieser Tage vor 26 Jahren: WiderstandsChronologie gegen Schwarzblau 2000

Logo TATblatt-WiderstandsChronologie
Im Feber 2000 bildeten ÖVP und FPÖ schon einmal eine rechts-rechtsextreme Koalition. Bis zur Angelobung zogen Tag und Nacht Antifaschist*innen protestierend durch Wien. Die Minister*innen gelangten nur auf unterirdischen Wegen zur Angelobung in die Präsidentschaftskanzlei. Noch jahrelang zogen Donnerstagsdemos durch Wien. Das TATblatt dokumentierte alle Protest- und Widerstandsaktivitäten in der TATblatt-WiderstandsChronologie:


Diese Site ist gewissermaßen die Fortsetzung der TATblatt-WiderstandsChronologie aus den Jahren 2000–2005.

Der Spätsommer der Solidarität mit geflüchteten Menschen 2015

Ein Rückblick mit auf Radio ORANGE 94.0 ausgestrahlten Nachrichtenbeiträgen und Sondersendungen:

⇒ https://nochrichten.net/?p=2039

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