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„Wütende“ Gegner*innen der Corona-Maßnahmen und Rechtsextreme demonstrieren

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 22. Mai 2020 von nochrichtenFr.., 22. Mai 2020

Seit April demonstrieren immer mehr Menschen gegen die Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Corona-Virus. Während es zu Beginn nur ein paar Impfgegner*innen und andere Anhänger*innen von Verschwörungstheorien waren, kamen am 14. Mai bereits rund 1000 Personen zu einer Kundgebung einer Initiative für evidenzbasierte Corona-Informationen auf den Ballhausplatz. Die Initiative rund um den angesehenen Gynäkologen Christian Fiala versucht sich, seriös und unpolitisch darzustellen. Was ihr aber nur eingeschränkt gelingt.
Die Kundgebungen der Gegner*innen der Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Corona-Virus ziehen auch immer wieder Rechtsextreme wie bekannte Neonazis, ehemalige Pegida-Aktivist*innen, Burschenschafter und auch Identitäre an, die ungehindert Flugblätter verteilen. Am 1. Mai war auch das Deserteursdenkmal am Ballhausplatz mit Parolen gegen Quarantänemaßnahmen und gegen Bill Gates großflächig beschmiert worden. Am 14. Mai rief die Initiative für evidenzbasierte Corona-Informationen auf, das nicht zu tun.

Beitrag für das Nachrichtenmagazin ANDI auf Radio Orange:
http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/01-andi-20200515-initiativecoronainfo-gerhardkettler-1.mp3
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#MAYDAY2020: 1. Mai in Wien

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 22. Mai 2020 von nochrichtenFr.., 22. Mai 2020

Am 1. Mai gingen erstmals seit Ausbruch der Corona-Krise wieder hunderte Menschen gemeinsam auf die Straßen Wiens, um zu demonstrieren. Durch die am 1. Mai in Kraft getretene COVID-19-Lockerungsverordnung sogar ganz legal.
Am Vormittag demonstrierten Rechte und Rechtsextreme, die neue, für sie passende Themen mit breitem Mobilisierungspotenzial witternden, zusammen mit Verschwörungstheoretiker*innen und auch einigen mutmaßlich besorgten Bürger*innen und sogar vermeintlich Linken am Ballhausplatz gegen Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Corona-Virus. Bekannte Neonazis waren ebenso unter ihnen wie Identitäre. Das Deserteursdenkmal wurde großflächig beschmiert.
Ab Mittag prägten dann linke Versammlungen die Stadt, wenngleich zumindest ein Statement auf der linken MAYDEMO-Demo auf der rechten Verschwörungskundgebung wohl auch Beifall bekommen hätte.

Insgesamt überwog aber die Bekundung von Solidarität. Eine internationalistische Demonstration zog über die Ringstraße. Mehr als 600 Personen kamen zu einer Maikundgebung für Solidarität und gegen Ausgrenzung und Ausbeutung auf den Rathausplatz. – organisiert von der in Hinblick auf die kommende Wiener Landtagswahl gegründeten Organisation LINKS. 800 bis 900 Menschen nahmen an der MAYDAY-Demonstration für ein gutes Leben für alle – transnational und global – vom Praterstern zum Rathausplatz teil.
Rund 650 Radler*innen nahmen an einer Fahrraddemo für Solidarität statt neuer Normalität teil.
Während sich die Polizei bei allen anderen Versammlungen friedlich verhalten hatte, wurden hier einzelne Radler*innen mit Fußtritten beamtshandelt. Die Vienna Street Medics berichteten unter Berufung auf Zeug*innenaussagen: „Die Polizei trat aus der geöffneten Schiebetüre des Busses, bei voller Fahrt eine radfahrende Person von der Prater-Hauptallee die angrenzende abhängende Böschung hinunter.“
Im Prater wurden mehrere Radler*innen mit Gewalt beamtshandelt. Eine festgenommene und am Boden sitzende Person wurde von der Polizei mit dem Fuß getreten. Die Festgenommenen wurden am Abend wieder freigelassen. Aussagen von Betroffenen der polizeilichen Amtshandlungen und Zeug*innen sowie Beweisvideos wurden vom Journalisten Michael Bonvalot auf seiner Website bonvalot.net dokumentiert.
Bei einer weiteren Kundgebung wurde daran erinnert, dass vor 21 Jahren, am 1. Mai 1999, Marcus Omofuma bei seiner Abschiebung von der Polizei getötet worden war.
Und schließlich wurde noch bei einer 2-Meter-Abstand-Demo für Kunst und Kultur unter anderem unbürokratische Soforthilfe für von der Corona-Krise betroffene Künstler*innen und Kulturvereine und Abgeltung der Einkommensverluste aufgrund der Veranstaltungsverbote gefordert.
Und das war wohl immer noch nicht alles, was sich am 1. Mai so alles in Wien getan hat.
Ausführlichere Berichte über die meisten Aktivitäten am 1. Mai gibt es unter anderem auf coview.info und bonvalot.net.

Beitrag für das Nachrichtenmagazin ANDI auf Radio Orange 94.0:
http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/01-andi-20200508-1mai2020inwien-gerhardkettler.mp3
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Gegen den Mietvertrag: FZ lud zu Haus- und Hofversammlung im WUK ein

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 22. Mai 2020 von nochrichtenFr.., 22. Mai 2020

Ende März 2020 wurde zwischen Stadt Wien und WUK ein Mietvertrag über den Gebäudekomplex in der Währinger Straße 59 abgeschlossen. In der ehemaligen Lokomotivfabrik und späteren Schule an der Währinger Straße befindet sich seit bald 39 Jahren aber nicht nur das WUK, sondern auch das FrauenLesbenMigrantinnenMädchenzentrum, das FZ. Das FZ lehnte den Mietvertrag ab, wurde aber nicht als eigenständige Bestandsnehmerin anerkannt. Eigentlich hätte über das Unterschreiben des Mietvertrags in einer Generalversammlung entschieden werden sollen. Die bereits geplante Generalversammlung wurde aber wegen der Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Corona-Virus auf unbestimmte Zeit verschoben.
Das FrauenLesbenMigrantinnenMädchenzentrum FZ nahm das nicht hin, und rief für den Abend des 2. Mai zu einer „Haus- und Hofversammlung“ in den Innenhof des WUKs ein. An die 30 Personen sind gekommen (und diskutierten mittels Verstärkeranlage und Megaphonen, um den erforderlichen Mindestabstand einhalten zu können).
Beitrag für das Nachrichtenmagazin ANDI auf Radio Orange 94.0:
http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/03-andi-20200508-wukhausundhofversammlungfz-gerhardkettler.mp3
http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/03-andi-20200508-wukhausundhofversammlungfz-gerhardkettler.mp3

Eine Aufzeichnung (fast) der ganzen Haus- und Hofversammlung kann hier gehört werden:
https://cba.fro.at/452257

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Rechte Versammlungen gegen Maßnahmen gegen Weiterverbreitung des Corona-Virus

nochrichten.net Veröffentlicht am Di.., 28. April 2020 von nochrichtenDi.., 28. April 2020

Am 24. April demonstrierten beim Mahnmal gegen Krieg und Faschismus am Helmut-Zilk-Platz in der Wiener Innenstadt rund 200 Menschen (auf Panoramabildern ersichtlich) – geprägt von Verschwärungstheoretiker*innen und Impfgegner*innen – gegen die Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung des Corona-Virus. Unter den Teilnehmer*innen waren auch einige bekannte Rechtsextreme, darunter Mitglieder der „Identitären Bewegung“, berichtet https://presse-service.at/2020/04/24/wien-kundgebung-gegen-corona-massnahmen-24-04-2020/ Es wurden vereinzelt Reden gehalten und Parolen wie „Wir sind die Juden“ oder häufiger „Wir sind das Volk“ gerufen.
Eine an dieser Stelle von der „Initiative für evidenzbasierte Corona-Informationen (ICI)“ angezeigte Kundgebung für fünf Personen war von der LPD Wien untersagt worden. „Grund der kurzfristigen Untersagung ist die Prognoseentscheidung, dass aufgrund der seitens des Anzeigers durchgeführten, öffentlichkeitswirksamen Medienkampagne und dementsprechenden Berichten in Massenmedien davon auszugehen ist, dass es zu einem Zustrom eines Vielfachen der angegebenen Teilnehmerzahl kommen wird. Es besteht die konkrete Sorge, dass es für den dafür verantwortlichen Versammlungsleiter nicht möglich sein wird, die notwendigen und vorweg festgelegten Sicherheitsmaßnahmen im Hinblick auf die gegebene Ansteckungsgefahr durchzusetzen.“ schrieb dazu die Pressestelle der LPD Wien.
Die Polizei habe die Kundgebung per Durchsage aufgelöst, Identitäten festgestellt und einer Person Handschellen angelegt. Ein Festgenommener sei der Wiener Berufsrettung übergeben worden, berichtete Presseservice Wien.
https://presse-service.at/2020/04/24/wien-kundgebung-gegen-corona-massnahmen-24-04-2020/
Auch am 25. April versammelten sich laut Presseservice Wien etwa 30 Verschwörungstheoretiker*innen und Impfgegner*innen, um gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung zu demonstrieren. Sie zogen vom Josefsplatz zur Schwedensbrücke.

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Richard Wadani ist gestorben.

nochrichten.net Veröffentlicht am Fr.., 24. April 2020 von nochrichtenMi.., 29. April 2020

In der Nacht vom 18. auf den 19. April 2020 starb der Deserteur Richard Wadani in seinem 98. Lebensjahr. Als junger Mann wollte er nicht für das nationalsozialistische Regime kämpfen. 1944 gelang ihm an der Westfront die Desertation.

Richard Wadani setzte sich – in den letzten Jahren unterstützt vom Personenkomitees »Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz« – bis an sein Lebensende für die Anerkennung von Wehrmachtsdeserteuren ein. Seit 2002 finden jährlich Gedenkveranstaltungen an jenem Ort in Kagran statt, wo in den Kriegsjahren Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz hingerichtet worden waren. Erst 2009 wurden sie von der Republik Österreich rehabilitiert. Erst 2014 wurde am Ballhausplatz das Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz eröffnet.

Nachruf im Nachrichtenmagazin ANDI auf Radio Orange 94.0:
http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/06-andi-20200424-nachrufrichardwadani-gerhardkettler.mp3
http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/06-andi-20200424-nachrufrichardwadani-gerhardkettler.mp3

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19. April 2020: Antirassistische Protestspaziergänge bei Wiener Abschiebegefängnissen: „Schubhaft abschaffen, Grenzen abschaffen …“

nochrichten.net Veröffentlicht am Mo.., 20. April 2020 von nochrichtenMo.., 20. April 2020

Auffällig viele Spaziergänger*innen, rund 30, waren am Sonntag, dem 19. April, zwischen der Friedensbrücke und dem Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände mit Tafeln und Transparenten unterwegs, auf denen Texte wie diese standen: „Solidarität mit den Hungerstreikenden in der Schubhaft“, „LagerSchliessen“, „Leave No One Behind“, „Grenzen auf“, „Stop Deportation“, „Seebrücke Wien“ … Sie alle trugen Mund und Nase bedeckende Schutzmasken. Sie hielten untereinander einen Abstand von mindestens zwei Metern, oft ein Vielfaches davon. Wenn der Platz auf den schmalen Gehsteigen des 9. Bezirks nicht reichte, wichen sie auf die Fahrbahn aus, bis sie die Polizei anwies, wieder auf die engen Gehsteige zurückzukehren. Eine Person wurde zur Identitätsfeststellung vorübergehend angehalten, durfte dann aber doch ohne Preisgabe der Personalien weitergehen.
Vor dem Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände wurde mit Töpfen und Rufen Solidarität mit den laut der Plattform „Rückkehrzentren schließen“ mehr als 10 in Schubhaft befindlichen Personen, die in Hungerstreik getreten waren, bekundet. Obwohl die Spaziergänger*innen bis zu 25 Meter voneinander entfernt standen, wertete die Polizei dies als Versammlung und forderte auf, wegzugehen.
Wenig später tauchten zehn Spaziergänger*innen mit Tafeln und Transparenten für eine Öffnung der Grenzen, für die Abschaffung der Schubhaft und für Gesundheitsvorsorge für alle vor dem Polizeianhaltezentrum Hernalser Gürtel auf. Auch dort reagierte die Polizei mit Identitätsfeststellungen, stellte die Amtshandlungen aber ein, als die anderen angeblich Versammelten weitergezogen waren.
Eine Person, die uns zufällig sowohl vor dem Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände als auch vor dem Polizeianhaltezentrum Hernalser Gürtel begegnete, erklärte uns das verstärkte Auftauchen antirassistischer Spaziergänger*innen für das Nachrichtenmagazin ANDI auf Radio Orange 94.0 so:


https://cba.fro.at/450773

Die angesprochene Aufforderung zur Schließung der Einrichtungen durch die zuständigen Behörden findet sich auf der Website https://gesundheitfueralle.noblogs.org/
Einen weiteren Bericht über den Solidaritätsspaziergang gibt es auf https://solidaritaetmachtgesund.noblogs.org/

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nochrichten.net Veröffentlicht am So.., 12. April 2020 von nochrichtenSo.., 12. April 2020

Zur Vermeidung der Weiterverbreitung des Corona-Virus sind seit 15. März 2020 Versammlungen aller Art in Österreich untersagt. Die „WiderstandsChronologie“ pausiert daher vorerst in der gewohnten Form. Der „Widerstand“ sucht und findet hingegen indessen neue Formen, sich zu artikulieren. Einige Aktionen sollen hier dokumentiert werden, großteils auf Basis von Berichten der widerständig Agierenden. Ich bitte um Hinweise auf Aktionen, die ich vergessen habe, an redaktion [at] nochrichten.net.

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Seebrücke-Aktionstage am 5. und 8. April 2020

nochrichten.net Veröffentlicht am So.., 12. April 2020 von nochrichtenSo.., 12. April 2020

Für den 5. April 2020 riefen Seebrücke-Wien-Aktivist*innen dazu auf, bei Spaziergängen oder notwendigen Wegen außer Haus Spuren zu hinterlassen:

„Spuren, die zeigen, wie viele Menschenleben Österreich und die EU mit ihrer Politik auf den griechischen Inseln zerstören. Spuren vor leerstehenden Gebäuden, die zeigen, dass in Wien und ganz Österreich genug Platz für Menschen in Not ist. Spuren, die zeigen, dass wir viele sind, dir weiterhin für eine humanitäre Beteiligung Österreichs arbeiten, gerade jetzt durch die vielen von COVID 19 ausgelösten Krisen. Gebt (abwaschbare) Farbe auf eure Schuhe (oder zeichnet mit Straßenkreide ihre Umrisse nach) und fotografiert eure Spuren oder ein altes paar Schuhe vor einem leerstehenden Haus in eurer Wohngegend und schickt uns eure Bilder! Hinterlassen wir alle gemeinsam Spuren. #leavenoonebehind #wirhabenplatz“

Bilder der Spuren wurden auf der Facebook-Seite der Seebrücke Wien veröffentlicht.

Am 8. April trugen Seebrücke-Aktivist*innen in Wien und zahlreichen anderen Städten ihren Protest trotz Corona-Einschränkungen auf die Straße, berichtete Seebrücke Wien auf Facebook:

„Vor das Parlament und Rathaus wurden dabei Zelte, Rettungsdecken, Stacheldraht und Transparente getragen, um die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, dass außerhalb der ‚sicheren‘ Grenzen der mitteleuropäischen Nationalstaaten Menschenleben bewusst aufs Spiel gesetzt werden. Unter Einhaltung der Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie (Masken, Abstand-Einhalten, etc.) zeigten die Aktivist*innen, dass es trotz der eingeschränkten Versammlungsfreiheit möglich und notwendig ist, den inhumanen Umgang von Österreich und der EU mit geflüchteten Menschen aufzuzeigen.
Trotz und vor allem aufgrund der anhaltenden durch die COVID-19-Pandemie ausgelöste Krise gilt es, Solidarität zu zeigen und zu leben und für all jene zu kämpfen, deren Recht auf ein gutes und freies Leben absichtlich unmöglich gemacht wird.
Denn wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht: Grenzen auf – Stacheldraht zu Altmetall!“

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1. April 2020: Überraschende „Einigung“ bei Kollektivvertragsverhandlungen in der Sozialwirtschaft nach coronabedingtem Abbruch der Proteste zuungunsten der Beschäftigte in der privaten Gesundheits-, Pflege- und Sozialarbeit

nochrichten.net Veröffentlicht am So.., 12. April 2020 von nochrichtenSo.., 12. April 2020

Am 1. April wurde überraschend eine Einkündigung über den Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft verkündet. Im Feber war mit Streiks und Demonstrationen mit bis zu 3000 Teilnehmer*innen für Arbeitszeitverkürzung und Lohnerhöhungen gekämpft worden. Für 15. März geplante Demonstrationen hatten zur Vermeidung der Weiterverbreitung des Corona-Virus abgesagt werden müssen. Während die Leistungen von Gesundheits- und Pflegekräfte in der Corona-Krise öffentlich demonstrativ bejubelt wurden, blieben deren Forderungen letztendlich weitgehend unerfüllt. Die Reaktionen auf das Ergebnis des Kollektivvertragsabschluss seitens der Arbeitnehmer*innen entsprechend kritisch aus. Der Abschluss sei überhastet akzeptiert worden und falle schlechter aus als erwartet. Kollege Stefan Resch von der Redaktion des alternativen Nachrichtendienstes ANDI bei Radio Orange 94.0 hat darüber mit Selma Schacht, der Betriebsratsvorsitzenden von Bildung im Mittelpunkt, gesprochen:
http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/01-andi-20200228-swoestreikdemo-stefanresch-1.mp3
http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/01-andi-20200228-swoestreikdemo-stefanresch-1.mp3

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29. März 2020: Offline-Demo in Solidarität mit Geflüchteten, gegen Repression und Kontrolle im Wiener Prater

nochrichten.net Veröffentlicht am So.., 12. April 2020 von nochrichtenSo.., 12. April 2020

Trotz Versammlungsverboten demonstrierten am Sonntag, den 29. März auf der Prater Hauptallee in Wien 30–40 Menschen in Solidarität mit allen geflüchteten Menschen an den EU-Außengrenzen und in den Lagern hierzulande mit einem gemeinsamen Offline-Spaziergang.
Die Beteiligten trugen Masken und achteten solidarisch auf die Einhaltung des Mindestabstands. Der wurde unter anderem auch durch das Tragen von Transparenten sichergestellt.
Die Polizei habe rund eine halbe Stunde nach der Aktion Leute einzeln zur Identitätsfeststellung angehalten, berichteten Teilnehmer*innen des Spaziergangs. Anzeigen wurden angedroht.
Einen Bericht darüber gibt es hier:
https://solidaritaetmachtgesund.noblogs.org/post/2020/03/30/wien-offlineprotest-in-solidaritat-mit-allen-gefluchteten-und-ausgegrenzten-menschen/

Video:
https://solidaritaetmachtgesund.noblogs.org/post/2020/04/06/offline-demo-wien-in-solidaritaet-gegen-repression-und-kontrolle/

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WiderstandsChronologie im Radio:

jetzt jeden 3. Montag im Monat um 20:30 auf ORANGE 94.0, dem freien Radio in Wien.
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Konzept der WiderstandsChronologie gescheitert!

Wenn in Wien die meisten „linken“ Demos von Antizionist*innen und Antisemit*innen vereinnahmt werden, ist eine solidarische Dokumentation meist nicht mehr möglich. Das Konzept der WiderstandsChronologie muss sich daher ändern.

WEITERLESEN ►

Alle Ausgaben der WiderstandsChronologie zum Nachhören:

Tect und Link: cba.media/podcast/widerstandschronologie

Vollständige Aufnahmen von Kundgebungen im CBA:

cba.media/podcast/o-ton-unbearbeiteter-originalton

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  • Ohne Titel Do.., 22. Oktober 2026
    Hunderte Demonstrant*innen zogen nach Abschlusskundgebung bei Uni Wien weiter zum Parlament. #UnisRetten #w2210
  • Ohne Titel Do.., 22. Oktober 2026
    Rund 15.000 bis 20.000 Personen demonstrieren in #Wien gegen Budgetkürzungen für Universitäten.#UnisRetten #w2210
  • Ohne Titel Mo.., 19. Oktober 2026
    Die aktuelle #WiderstandsChronologie für @radioorange940 über#SafeAbortionDay #7Oktober#Kopftuchverbot#WienGegenAntisemitismus#Klimastreik…zum Nachhörenwegen Serverproblemen diesmal direkt auf:https://cba.media/798379
  • Ohne Titel Fr.., 16. Oktober 2026
    Die Reden auf der #Klimastreik-Demo vom 16. Oktober 2026 in #Wien zum Nachhören: https://cba.media/798205

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Dieser Tage vor 26 Jahren: WiderstandsChronologie gegen Schwarzblau 2000

Logo TATblatt-WiderstandsChronologie
Im Feber 2000 bildeten ÖVP und FPÖ schon einmal eine rechts-rechtsextreme Koalition. Bis zur Angelobung zogen Tag und Nacht Antifaschist*innen protestierend durch Wien. Die Minister*innen gelangten nur auf unterirdischen Wegen zur Angelobung in die Präsidentschaftskanzlei. Noch jahrelang zogen Donnerstagsdemos durch Wien. Das TATblatt dokumentierte alle Protest- und Widerstandsaktivitäten in der TATblatt-WiderstandsChronologie:


Diese Site ist gewissermaßen die Fortsetzung der TATblatt-WiderstandsChronologie aus den Jahren 2000–2005.

Der Spätsommer der Solidarität mit geflüchteten Menschen 2015

Ein Rückblick mit auf Radio ORANGE 94.0 ausgestrahlten Nachrichtenbeiträgen und Sondersendungen:

⇒ https://nochrichten.net/?p=2039

Blogroll

  • Anarchistisches Radio Gegeninformationen und Stellungnahmen zu aktuellen politischen Themen aus libertärer Sicht.
  • IG Kultur Wien Wiener Interessengemeinschaft für freie und autonome Kulturarbeit
  • no-racism.net dokumentiert rassistischen Alltag / Politik / Folgen hier und global.
  • ORANGE 94.0 Das Freie Radio in Wien.
  • prozess.report
  • Rechtsinfokollektiv
  • Solidaritätsgruppe kostenlose Rechtsberatung
  • TATblatt Alles über das Böse auf der Welt – bis 2005.
  • Wiener Arbeiter*innen-Syndikat
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OFFENLEGUNG

Medieninhaber, Herausgeber: update.wien – Verein für freie und alternative Medienarbeit, Wien, ZVR-Zahl: 1685214036
Grundlegende Richtung: Überparteilich parteiische Berichterstattung über für den Widerstand gegen Sexismen, Rassismen, Antisemitismus, Homophobie, Transphobie, Umweltzerstörung sowie andere Formen von Unterdrückung, Vernichtung und Ausbeutung relevante Themen mit der Absicht der Förderung und Unterstützung desselben.

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