Dez 042021
 

Willkommen bei der WiderstandsChronologie.

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20. November 2021: Bisher größte Demo gegen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie

Am 20. November demonstrierten neuerlich tausende Corona-Leugner*innen, Corona-Verharmloser*innen, Verschwörungsideolog*innen, Rechtsextreme, aber auch vereinzelte linke Gruppen gemeinsam mit Neonazis in der Wiener Innenstadt gegen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Ausgehend von mehreren Auftaktkundgebungen zogen sie über die Ringstraße. Am Franz-Josefs-Kai zählte ich 36.000 bis 40.000 Demonstrant*innen. An einer Auftaktkundgebung der FPÖ nahmen rund 4000 Menschen teil.

Am selben Abend gab es auch noch eine viel kleinere Demonstration von Antifaschist*innen gegen den rechtsextremen Aufmarsch.

Eine für den 20. November geplant gewesene Demonstration zum Trans Day of R – gegen Transfeindlichkeit, gegen Transmisogynie, cis-Sexismus, und die koloniale-ableistische cis-dyadische-Zweigeschlichtkeit sowie gegen alle Formen von Gewalt und Diskriminierung gegen trans, inter und nicht-binäre Personen – wurde aus Sicherheitsgründen verschoben. Am angekündigten Treffpunkt fand nur eine kleine Standkundgebung statt.

Auch für den 4. Dezember wurden wieder Aufmärsche gegen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie angekündigt. Außerdem wurde für eine größere antifaschistische Gegendemonstration mobilisiert. Für diese WiderstandsChronologie ging sich darüber aber kein Bericht mehr aus.

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21. November 2021: Online-Solidarität mit Geflüchteten an polnisch-belarussischer Grenze

Eine für den 21. November von der Plattform für eine menschliche Asylpolitik vorbereitete Demonstration in Solidarität mit den Geflüchteten an der Grenze Polen-Belarus wurde zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Corona-Virus abgesagt. Stattdessen wurde online auf sozialen Medien protestiert. [Online-Rede]

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25. November 2021: Tag gegen Gewalt an Frauen/FLINTAs

Am 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen fanden mehrere Aktivitäten statt. Von einer unter anderem vom FrauenLesbenMädchenzentrum FZ organisierten Demonstration in Ottakring berichtet Eva. [Redenausschnitte]

Seit vielen Monaten wird nach jedem Femizid bzw. Feminzid in Österreich am Karlsplatz und danach auf den umliegenden Straßen demonstriert. So auch am 25. November, nach dem inzwischen 29. Femizid in Österreich in diesem Jahr. Inzwischen ist es schon wieder einer mehr.

[Redenausschnitte]

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26. November und 1. Dezember 2021: Kundgebungen gegen Lobauautoban, Stadtstraße Aspern, Spange Seestadt

Auch geplant gewesene Aktionstage gegen den Bau der Lobauautobahn, der Stadtstraße Aspern und der Spange Seestadt wurden wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Am 26. November fand lediglich eine Klimastreik-Kundgebung vor der SPÖ-Zentrale statt, an der rund 200 Personen teilnahmen. Insbesondere wurde dort gegen das Festhalten der Wiener SPÖ an diesen Projekten protestiert. Danach zogen noch 150 Personen in einer Spontandemo zum Rathaus.

Am 1. Dezember verkündete Klimaministerin Gewessler, dass die Lobauautobahn nach einer Prüfung ihrer Auswirkungen auf die Klimaziele nicht gebaut werde. Bürgermeister Ludwig kündigte daraufhin an, alles zu unternehmen, dass die Lobauautobahn sowie die Stadtstraße Aspern und die Spange Seestadt dennoch gebaut werden. Daraufhin versammelten sich am Abend des 1. Dezember rund 350 bis 400 Menschen am Rathausplatz. Dort sprachen unter anderem auch Aktivist*innen, die seit Jahrzehnten gegen die Autobahnprojekte kämpfen wie Jutta Matysek und Wolfgang Rehm. [Redenausschnitte]
Eine ungekürzte Aufzeichnung aller Reden auf dieser Kundgebung am 1. Dezember gibt es da: https://cba.fro.at/530424

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Außerdem …

Es wird also weiterhin mit einem Protestcamp in Hirschstetten gegen die Lobauautobahn, die Spange Seestadt und die Stadtstraße Aspern protestiert, sowie werden weiterhin Baustellen für die Stadtstraße besetzt. Mehr Informationen, auch über Unterstützungs- und Beteiligungsmöglichkeiten gibt es auf lobaubleibt.at.

Außerdem wird auch immer noch jeden Donnerstag um 18 Uhr beim Omofumastein am Platz der Menschenrechte gegen die Regierung protestiert.

Die Omas gegen rechts halten weiterhin immer wieder Mahnwachen für Menschen in den Elendslagern am Rande Europas ab.

Jeden Freitag finden Mahnwachen für den in Saudi-Arabien inhaftierten Menschenrechts-Blogger Raif Badawi statt.

Und vermutlich gab es auch diesmal wieder einiges, was ich nicht mitbekommen habe.

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https://cba.fro.at/530878

Das war die WiderstandsChronologie. Auf Wiederhören.

 Posted by on Sa., 4. Dezember 2021 at 23:12
Nov 202021
 

Willkommen bei der WiderstandsChronologie.

+++ Gedenken an Novemberpogrome +++ Proteste der Auszubildenden und Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeberufen +++ Kundgebung der coronaverharmlosenden ICI gegen Coronamaßnahmen +++ Demos gegen Feminizide +++

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7. November 2021: Antifaschistischer Gedenkrundgang durch die Josefstadt

Rund um den 9. November fanden auch heuer mehrere Veranstaltungen und Versammlungen zum Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome 1938 statt.

Der jährliche antifaschistische Gedenkrundgang war heuer am 7. November und führte durch die Josefstadt. Mehr als 300 Menschen beteiligen sich daran. [Ausschnitte]

Informationsmaterial zum Rundgang sowie eine ungekürzte Version unserer Tonaufzeichnung gibt es auf https://gedenkrundgang.org

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9. November 2021: Gedenken an Novemberpogrom am Ort des ehemaligen Aspangbahnhofs

Am 9. November nahmen rund 70–100 Menschen an einer Kundgebung zum Gedenken an die Opfer des Novemberpogroms im Leon-Zelmann-Park teil, dort wo der Wiener Aspangbahnhof war, von dem zehntausende Jüd*innen in Vernichtungslager transportiert wurden.

Die Gedenkkundgebung war im Gegensatz zu unzähligen Gedenkveranstaltungen an diesem Ort in den letzten Jahrzehnten nicht von der Initiative Aspangbahnhof organisiert worden, sondern von einzelnen Personen und Organisationen, die aber auch bisher beteiligt waren.

[Redenausschnitte]

Eine vollständige Aufzeichnung der Gedenkkundgebung kann hier gehört werden: https://cba.fro.at/526576

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9. und 10. November 2021: Proteste der Auszubildenden und Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeberufen

Am 9. November demonstrierten tausende Auszubildende in Gesundheitsberufen für eine österreichweite Ausbildungsoffensive, für eine sofortige Pflegereform und für die sofortige Auszahlung des Covid-Bonus.

Am 10. November ab 5 nach 12 protestierten in ganz Österreich Beschäftigte aus dem Gesundheits- und Pflegebereich an und vor ihren Einrichtungen gemeinsam mit der Offensive Gesundheit für bessere Arbeitsbedingungen, mehr Gehalt und mehr Personal. Danke an Nicky Kornherr von WienTV für die Aufnahmen.

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11. November 2021: Ghostbike im Gedenken an getötete Radfahrerin

Nachdem in der Hüttelbergstraße in Penzing eine Radfahrerin von einem LKW niedergestoßen und getötet worden war, stellten Fahrradaktivist*innen am 11. November bei der Unfallstelle ein Ghostbike auf.

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12. November 2021: Kundgebung gegen Corona-Maßnahmen der coronaverharmlosenden ICI

Am 12. November folgten mehr als 500 Menschen einem Aufruf der coronaverharmlosenden so genannten „Initiative für evidenzbasierte Corona-Information (ICI)“ zu einer Kundgebung gegen 2G-Regeln und Impfungen am Heldenplatz. An der Kundgebung beteiligte sich auch die vor allem von linken Antiimperialist*innen unterstützte Initiative Demokratie und Grundrechte. Gleichzeitig gab es auch einen Stand der rechtsextremen MFG, die aber keinen Redebeitrag hielt. [Redenausschnitte]

Die Reden auf dieser Kundgebung unterschieden sich nicht sehr von jenen auf den häufigen Versammlungen anderer Corona-Maßnahmengegner*innen.

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14. und 19. November 2021: Demos gegen Feminzide

Am 14. November fand wieder eine Demonstration gegen Feminzide statt.

Am 15. November und 19. November wurden zwei weitere Frauen in Villach und in Innsbruck getötet. Deshalb wurde bereits am 19. November neuerlich gegen Femizide demonstriert.

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18. November 2021: Kundgebung für 228 Millionen und 3000 Arbeitsplätze für Gewaltprävention

Für den 18. November, dem Tag des Budgetbeschlusses im Nationalrat, riefen der Österreichischer Frauenring und die Allianz Gewaltfrei leben zu einer Kundgebung vor dem Parlaments-Ausweichquartier am Josefsplatz auf. Im Budget 2022 seien nach wie vor viel zu wenig Mittel für Frauen- und Gleichstellungsarbeit sowie Gewaltschutz vorgesehen, erklärten sie und forderten 228 Millionen Euro und 3000 Arbeitsplätze für Gewaltprävention sowie die Umsetzung der Istanbul-Konvention.

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Außerdem …

… wird weiterhin mit einem Protestcamp in Hirschstetten gegen den Lobautunnel und damit zusammenhängende Straßen- und Autobahnprojekte protestiert, sowie werden weiterhin Baustellen für die Stadtstraße Aspern besetzt und weitere Protestaktionen durchgeführt. Mehr Informationen, auch über Unterstützungs- und Beteiligungsmöglichkeiten gibt es auf lobaubleibt.at.

Weiterhin wird auch immer noch jeden Donnerstag um 18 Uhr beim Omofumastein am Platz der Menschenrechte gegen die Regierung protestiert.

Die Omas gegen rechts halten weiterhin immer wieder Mahnwachen für Menschen in den Elendslagern am Rande Europas und unter dem Motto Abstand halten gegen rechts ab.

Jeden Freitag finden Mahnwachen für den in Saudi-Arabien inhaftierten Menschenrechts-Blogger Raif Badawi statt.

Und wie immer gab es sicher auch wieder einiges, was ich nicht mitbekommen habe.

Berichte über allfällige antifaschistische Gegenproteste zu den Demonstrationen von FPÖ und anderen Corona-Verharmloser*innen, Verschwörungsideolog*innen und Rechtsextremen am 20. November gingen sich für diese WiderstandsChronologie leider nicht mehr aus.

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https://cba.fro.at/528600

Das war die WiderstandsChronologie. Auf Wiederhören.

 Posted by on Sa., 20. November 2021 at 20:41
Nov 062021
 

+++ Genocide-Games! +++ Feminzide +++ Deserteursgedenken +++ Anti-Pelz-Demo +++ Militärputsch im Sudan +++ Welt-Kobanê-Tag +++ Gedenken an Terroropfer vom 2. November 2020 +++ Impfstoffpatente freigeben +++

Willkommen bei der WiderstandsChronologie.

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24. Oktober 2021: No to Genocide-Games!

Am 24. Oktober forderten 28 Personen vor dem Sportministerium einen diplomatischen Boykott der olympischen Spiele 2022 in Beijing wegen des Genozids an den Uigur*innen. [Redenausschnitte]

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24. Oktober 2021 und 3. November 2021: Gegen Feminizide

Ebenfalls am 24. Oktober demonstrierten an die 300 Personen wieder gegen Feminizide.

Schon wenige Tage später, am 3. November, fand, nach der Ermordung einer weiteren Frau, die nächste Demonstration gegen Feminizide statt. [Redenausschnitte]

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26. Oktober 2021: Kranzniederlegung am Deserteursdenkmal

Am 26. Oktober, dem Nationalfeiertag, ehrte der KZ-Verband Wien beim Deserteursdenkmal am Ballhausplatz mit einer Kundgebung und Kranzniederlegung die Wehrmachtsdeserteure, Widerstandskämpfer*innen und alle, die Sand im Getriebe der Nazis waren!

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26. Oktober 2021: Gedenken an Opfer der NS-Militärjustiz

Danach gedachten 65 Menschen – heuer zum 20. Mal – beim Gedenkstein in der Nähe der ehemaligen Hinrichtungsstätte im heutigen Donaupark der Wehrmachtsdeserteure und aller Opfer der NS-Militärjustiz. [Redenausschnitte]

Eine Aufnahme aller Reden auf der Gedenkversammlung gibt es hier:

https://cba.fro.at/525053

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26. Oktober 2021: Demos von Impfgegner*innen, Corona-Verharmloser*innen, Rechtsextremen …

Ebenfalls am 26. Oktober demonstrierten wieder tausende Impfgegner*innen, Corona-Verharmloser*innen und Corona-Leugner*innen, Verschwörungsideolog*innen sowie Rechtsextreme vom Christian-Broda-Platz zum Karlsplatz, vom Praterstern in die Innenstadt, entlang der Ringstraße, bei einer Kundgebung der MFG am Platz der Menschenrechte und am späten Abend auch am Ballhausplatz. Deren größte Kundgebung fand am Karlsplatz statt.

[Redenausschnitte]

Beim anschließenden Demozug über die Ringstraße zählte ich 3000 bis 4000 Teilnehmer*innen.

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30. Oktober 2021: Anti-Pelz-Demo

Am 30. Oktober nahmen rund 160 Menschen an einer Anti-Pelz-Demonstration teil. [Redenausschnitt]

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30. Oktober: Kundgebung gegen Militärputsch im Sudan

Rund 70–90 Personen demonstrierten am 30. Oktober neben der Oper gegen den Militärputsch im Sudan. [Redenausschnitt]

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1. November 2021: Welt-Kobanê-Tag

Am 1. November demonstrierten rund 180 Menschen anlässlich des Welt-Kobanê-Tags Solidarität mit den Menschen in Kobanê, mit YPJ, YPG, gegen Jihadismus, Imperialismus und Patriarchat. [Redenausschnitt]

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2. November 2021: Solidarisch gegen Hass und Angst! Stehen wir zusammen gegen Jihadismus, islamistischen Terror, Rassismus, Faschismus und Antisemitismus!

Am 2. November fanden in Wien mehrere Versammlungen im Gedenken an den jihadistischen Terroranschlag vom 2. November 2020 statt. An einem Gedenkzug antifaschistischer Bündnisse, zu dem unter anderem die Plattform Radikale Linke, SOS Balkanroute, Jüdische Österreichische Hochschüler*innen, Ankommen in Wien, KOMintern und KSV-Lili aufgerufen hatten, nahmen zirka 200 Personen teil. [Redenausschnitte]
Eine Aufnahme aller Reden auf der Gedenkversammlung gibt es hier:

https://cba.fro.at/525601

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3. November 2021: Patente freigeben, Pandemie beenden, Gesundheit vor Profite!

Am 3. November demonstrierten rund 45 Menschen für die Freigabe der Patente für Impfstoffe gegen das Corona-Virus. [Redenausschnitte]

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Außerdem …

… fanden nach erfolglos abgebrochenen Kollektivvertragsverhandlungen seit 3. November österreichweit Warnstreiks von Beschäftigten des Metallindustriebereichs statt. Am 4. November demonstrierten hunderte Streikende auf der Triester Straße.

Weiterhin wird mit einem Protestcamp in Hirschstetten gegen den Lobautunnel und damit zusammenhängende Straßen- und Autobahnprojekte protestiert, sowie werden weiterhin Baustellen für die Stadtstraße Aspern besetzt. Mehr Informationen, auch über Unterstützungs- und Beteiligungsmöglichkeiten gibt es auf lobaubleibt.at.

Am 5. November wurden mit einer Krachdemo von Fridays for Future vor dem Bundeskanzlamt am Ballhausplatz konkrete Maßnahmen & Gesetze für den Klimaschutz gefordert.

Weiterhin wird auch immer noch jeden Donnerstag um 18 Uhr beim Omofumastein am Platz der Menschenrechte gegen die Regierung protestiert.

Die Omas gegen rechts halten weiterhin immer wieder Mahnwachen für Menschen in den Elendslagern am Rande Europas und unter dem Motto Abstand halten gegen rechts ab.

Jeden Freitag finden Mahnwachen für den in Saudi-Arabien inhaftierten Menschenrechts-Blogger Raif Badawi statt.

Und vermutlich gab es auch wieder einiges, was ich nicht mitbekommen habe.

 

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https://cba.fro.at/526187

Das war die WiderstandsChronologie. Auf Wiederhören.

 Posted by on Sa., 6. November 2021 at 18:54
Okt 232021
 

+++ Frauen gegen Taliban +++ Proteste gegen System Kurz +++ Blockaden des rechten christlich-fundamentalistischen „Marschs fürs Leben“ +++ Proteste von Elementarpädagog*innen, Lehrer*innen, Eltern und Kindern +++

Willkommen bei der WiderstandsChronologie.

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10. Oktober 2021: Frauen gegen Taliban

Bis zu 120 Menschen beteiligten sich am 10. Oktober am Wiener Stephansplatz an einer Kundgebung im Rahmen des internationalen Protests von Frauen gegen die Taliban. Gegen Verhandlungen, Rohstoffdeals und Abschiebeabkommen, für Aufnahme statt Abschiebungen. [Redenausschnitte]

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12. und 14. Oktober 2021: Proteste von Beschäftigten in Kindergärten und Horten

Tausende Menschen nahmen am 12. Oktober an einer öffentlichen Betriebsversammlung von Beschäftigten in den Wiener privaten Kindergärten und Horten teil und forderten mehr Zeit für die Kinder, mehr KollegInnen und ausreichende Finanzierung. Danke an WienTV für die Aufnahme.

Am 14. Oktober protestierte das Personal der öffentlichen Kindergärten der Stadt Wien.

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9. und 12. Oktober 2021: Proteste gegen „System Kurz“

Nachdem am 9. Oktober der damalige Bundeskanzler Kurz seinen Rücktritt bekanntgegeben hat, wurde am Ballhausplatz gefeiert und artikuliert, dass ein Rücktritt des Bundeskanzlers nicht reiche.

Am 12. Oktober, dem Tag der Sondersitzung des Nationalrats nach dem Rücktritt von Bundeskanzler Kurz, demonstrierten mit denselben Anliegen zwischen 400 und 700 Menschen vor der Parlamentsbaustelle am Ring. [Redenausschnitte]

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16. Oktober 2021: Blockaden des rechten christlich-fundamentalistischen „Marschs fürs Leben“

Am 16. Oktober demonstrierten hunderte Menschen gegen den so genannten Marsch fürs Leben von rechten christlichen Fundamentalist*innen und Abtreibungsgegner*innen An diesem so genannten Marsch fürs Leben nahmen heuer rund 1200 Menschen teil, unter ihnen auch bekannte Rechtsextreme sowie rechte Politiker*innen [Redenausschnitt].

Der Marsch fürs Leben wurde drei Mal durch Sitzblockaden der Gegendemonstrant*innen aufgehalten und musste auf eine stark verkürzte Route ausweichen.

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19. Oktober 2021: Kinder, Eltern und Pädagog*innen demonstrieren gegen Sparpaket an Schulen

Am 19. Oktober demonstrierten Kinder, Eltern und Pädagog*innen unter dem Motto „Wir schreien so lange, bis ihr uns hört, macht mit für eine bessere Schule, jetzt“ gegen die neuen Kontingentvergaben von NEOS-Stadtrat Wiederkehr. Danke Eva für diesen Beitrag. [gebauter Beitrag]

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22. Oktober: Kundgebung gegen Anti-Abtreibungsgesetz in Polen und für offene Grenzen

Am 22. Oktober fand vor der polnischen Botschaft eine Kundgebung für Bewegungsfreiheit und legalen Zugang zu Abtreibungen statt.

Das unmenschliche Anti-Abtreibungsgesetz in Polen sei von denselben christlichen Fundamentalist*innen verkündet worden, welche auch den Tod von Menschen verursachen, die an der Ostgrenze der EU zwischen Polen und Belarus Schutz suchen, erklärten die Demonstrant*innen. Pushbacks haben in den letzten Wochen mindestens 5 Menschen getötet und die Situation werde immer schlimmer, nicht nur in Polen, sondern auch in anderen EU-Grenzländern.

Gefordert wurde vollständige Entkriminalisierung von Abtreibungen, Zugängliche, kostenlose, lokale Abtreibungen sowie offene Grenzen und Freizügigkeit.

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Außerdem:

Ebenfalls am 22. Oktober demonstrierten in Floridsdorf wieder Radfahrer*innen für Radwege auf der Brünner Straße und Prager Straße in das Bezirkszentrum sowie diesmal auch für Maßnahmen auf der Jedleseer Straße.

Außerdem wird immer noch mit einem Protestcamp in Hirschstetten gegen den Lobautunnel und damit zusammenhängende Straßen- und Autobahnprojekte protestiert, sowie werden weiterhin Baustellen für die Stadtstraße Aspern besetzt. Mehr Informationen, auch über Unterstützungs- und Beteiligungsmöglichkeiten gibt es auf lobeibleibt.at

Wie jeden dritten Freitag im Monat fand am 15. Oktober eine Critical-Mass-Fahrradfahrt statt.

Weiterhin wird auch immer noch jeden Donnerstag um 18 Uhr beim Omofumastein am Platz der Menschenrechte gegen die Regierung protestiert.

Die Omas gegen rechts halten weiterhin immer wieder Mahnwachen unter dem Motto Abstand halten gegen rechts ab.

Und jeden Freitag finden weiterhin Mahnwachen für den in Saudi-Arabien inhaftierten Menschenrechts-Blogger Raif Badawi statt.

Vermutlich gab es auch wieder einiges, was ich nicht mitbekommen habe.

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https://cba.fro.at/524232

Das war die WiderstandsChronologie. Auf Wiederhören.

 Posted by on Sa., 23. Oktober 2021 at 16:29
Okt 092021
 

Willkommen bei der WiderstandsChronologie.

+++ Lobauer Erklärung +++ Basti Tschau +++ Klimaproteste gegen Steuerreform +++ Solidarität mit Geflüchteten zwischen Belarus und Polen +++

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28. September 2021: Demo für Abtreibungsrecht

Am 28. September, dem internationalen Tag für legale, freie und sichere Abtreibung fand heuer wieder auf der Mariahilfer Straße eine Demonstration für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen über ihre Körper statt.

Am 2. Oktober gab es vor der amerikanischen Botschaft eine Kundgebung gegen das Abtreibungsverbot in Texas.

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1. Oktober 2021: Radeln for Future

Am 1. Oktober beteiligten sich rund 200 Menschen am Radeln For Future und fuhren zur besetzten Stadtautobahnbaustelle in der Hirschstettner Straße.

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2. Oktober 2021: Demo gegen Impfungen und antifaschistische Gegenproteste

Am 2. Oktober demonstrierten wieder – nach bloßen Schätzungen von mir und dem Presseservice Wien – zwischen 1000 und 1500 Verschwörungsideolog*innen, Corona-Leugner*innen und auch wieder Rechtsextreme gegen Impfungen und andere Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie.

[Redenausschnitte]

Gleichzeitig fand dagegen eine antifaschistische Fahrraddemo mit nach Polizeiangaben zirka 150 Teilnehmer*innen statt, der es auch einmal gelang, bis zur Karlskirche ganz knapp neben die Kundgebung der Verschwörungsideolog*innen, Corona-Leugner*innen und Rechtsextremen vorzudringen. Sie wurden von der Polizei abgedrängt.

Die Abschlusskundgebung der antifaschistischen Fahrraddemo wurde im Votivpark von Rechtsextremen angegriffen. Der Angriff konnte zurückgeschlagen werden, berichtete die Autonome Antifa Wien. Die Polizei kesselte die Antifaschist*innen ein. Die Angreifer*innen seien nach Angaben der Autonomen Antifa Wien von der Polizei nicht angehalten worden.

 

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3. Oktober 2021: Zapatist*innen besuchen neuerlich Lobau-bleibt-Protestcamp

Am 3. Oktober besuchten neuerlich Zapatist*innen und Compañer*as vom indigenen Nationalkongress im Rahmen ihrer durch Europa führenden Reise für das Leben das Lobau-bleibt-Protestcamp in Hirschstetten. Diesmal erzählten sie ausführlich von ihren Erfahrungen und Perspektiven. Daran anschließend diskutierten sie mit Vertreter:innen der Menschen und Organisationen im Protestcamp.

Ein Mitschnitt der Gespräche im Lobau-Protestcamp am 3. Oktober kann hier gehört werden: https://cba.fro.at/520713

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5. Oktober 2021: Lobauer Erklärung

Am 5. Oktober präsentierten Klima- und Umweltaktivist*innen sowie -Wissenschafter*innen wie Wolfgang Rehm von der Umweltorganisation VIRUS, Helga Kromp-Kolb, Hermann Knoflacher, Barbara Laa, Lucia Steinwender von System Change not Climate Change, Bernd Lötsch, Peter Weish und Clara Pories von Fridays for Future eine „Lobauer Erklärung“ als Manifest für verantwortungsvolle Klima- und Umweltpolitik und gegen die Lobau-Autobahn.

Darin ist unter anderem zu lesen, dass die Lobau-Autobahn das größte, teuerste und umweltschädlichste Autobahnbauvorhaben Österreichs sei. Dies gelte umso mehr, wenn die Satellitenprojekte „S8 Marchfeldschnellstraße“, „S1 Spange Seestadt“ und die Stadtautobahn „Stadtstraße Aspern“ hinzugezählt werden.

Die Lobau-Autobahn – stellvertretend für den gesamten fortgesetzten Autobahnneubau – sei ebenso wie Hainburg und Zwentendorf ein Symbol dafür, wie es mit einer verfehlten Umweltpolitik nicht mehr weitergehen könne. Der Verkehr sei hauptverantwortlich für das Klimaversagen Österreichs.

Die Absage des Projekts sei ein notwendiger Beginn dafür, dass Österreich seinen gerechten Beitrag für einen Planeten erbringt, auf dem eine lebenswerte Zukunft für alle möglich ist!

[Ausschnitte aus Statements]

Die komplette Präsentation der Lobauer Erklärung gibt es hier zu hören: https://cba.fro.at/520706

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7. Oktober 2021: Basti-Tschau-Kundgebung

Am 7. Oktober, einen Tag nach Hausdurchsuchungen im Bundeskanzleramt und bei der ÖVP forderten mehr als 5000 Personen vor der ÖVP-Zentrale in der Lichtenfelsgasse den Rücktritt von Bundeskanzler Kurz wegen der Ermittlungen gegen ihn und sein engstes Umfeld wegen des Vorwurfs von Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit. Ein paar hundert Demonstrant*innen zogen danach noch zum Bundeskanzleramt und zu den Parlamentspavillons am Heldenplatz.

[Redenausschnitte]

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8. Oktober 2021: Kundgebung für Corona-Bonus für alle Pflege-Beschäftigten

Am 8. Oktober fand auf der Mariahilfer Straße eine Kundgebung für einen Corona-Bonus für alle Beschäftigten im Rahmen der Pflege, auch für AssistentInnen und Heimhilfen, in der 24-Stunden-Betreuung, in der Behindertenarbeit, in Kinder- und Jugendwohngruppen, in der Flüchtlingshilfe, in Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen und in der Wohnungslosenhilfe sowie für echte Verbesserungen im gesamten Gesundheits- und Sozialbereich statt.

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8. Oktober 2021: Proteste gegen für Klimarettung unzureichende Steuerreform

Ebenfalls am 8. Oktober demonstrierten mehr als 150 Menschen mit Fridays for Future am Heldenplatz gegen die für eine Klimarettung völlig unzureichenden Steuerreformpläne der Regierung. [Redenausschnitte]

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8. Oktober 2021: Solidarität mit Geflüchteten im Niemandsland zwischen Belarus und Polen

Rund 20 Menschen demonstrieren am 8. Oktober beim Omofumastein am Platz der Menschenrechte Solidarität mit Geflüchteten, die im Niemandsland zwischen Stacheldrahtzäunen von Belarus und Polen ohne Versorgung festsitzen. Auch Pushbacks ins Niemandsland finden statt, von Kindern ab 1,5 Jahren. [Redenausschnitt]

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Außerdem

… gab es unter anderem

weiterhin jeden Donnerstag um 18 Uhr Kundgebungen gegen die Regierung am Platz der Menschenrechte,

freitags Mahnwachen für den in Saudi-Arabien inhaftierten Menschenrechts-Blogger Raif Badawi.

und wohl auch wieder einiges mehr, das ich nicht mitbekommen habe.

Und – wie schon erwähnt – gibt es seit mittlerweile mehr als einem Monat das Lobau-bleibt-Protestcamp in Hirschstetten bei der Anfanggasse sowie Besetzungen der Baustellen der Stadtstraße Aspern bei der U-Bahnstation Hausfeldstraße und bei der Hirschstettner Straße 44. Aktuelle Informationen gibt es dazu ab sofort laufend auf lobaubleibt.at

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https://cba.fro.at/521447

 Posted by on Sa., 9. Oktober 2021 at 20:02
Sep 252021
 

+++ Gegen Feminizide +++ Zapatistas besuchen #LobauBleibt-Protestcamp und Baustellenbesetzungen in Hirschstetten +++ Klimastreik +++

Willkommen bei der WiderstandsChronologie.

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13. September 2021: Flashmob gegen Einsparungen im Bildungsbereich

Am Beginn steht heute ein Bericht von Eva über einen Flashmob am 13. September. Da trafen sich rund 25 Eltern von Wiener Schüler*innen aus der Pflichtschule. Sie trafen sich zum Flashmob vor dem Nordeingang des Rathauses. Die Eltern protestierten gegen die neuen Stundenvergaben an den Wiener Pflichtschulen. Der Bildungsstadtrat Wiederkehr von den NEOS hatte diese neue Kontingentvergabe als transparent und gerecht angepriesen. Von vielen betroffenen Eltern und Pädagog*innen wird sie aber als Sparpaket gesehen. Im Rathaus fand an diesem Vormittag eine Sonderlandtagssitzung zum Thema Bildung statt, den die Grünen einberufen hatten. Die Eltern fordern unter anderem ein Ende der Kürzungen im Bildungsbereich, den Weiterbestand der integrativen Mehrstufenklassen sowie keine Einsparungen auf Kosten ihrer Kinder. Weitere Proteste sind geplant.

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16. September 2021: Neuerliche Demonstration gegen Feminzide

Am 16. September demonstrierten wieder hunderte Menschen gegen Feminzide und patriarchale Gewalt. Anlass dafür waren zwei neuerliche Feminizide in Wien. Danke an das Presseservice Wien für die Tonaufnahmen.

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18. September 2021: Zapatistas besuchen #LobauBleibt-Protestcamp und besetzte Baustellen in Hirschstetten

Immer noch werden in Hirschstetten Baustellen für die geplante Stadtstraße Aspern besetzt und in einem Protestcamp bei der Anfanggasse gegen den Bau des Lobautunnels und aller damit zusammenhängender Autobahn- und Straßenprojekte protestiert.

Am 18. September besuchten rund 70 Zapatistas das Lobaubleibt-Protestcamp.

Die Zapatistas sind Teil der zapatistischen Kompanie „La Extemporánea“ – „Die Unzeitgemäße“ –, die aufgebrochen ist, um sich mit Compañeroas, Compañeras und Compañeros in Europa auszutauschen, ihre Geschichte zu erfahren, von ihren Kämpfen, Träumen, Albträumen und Realitäten zu lernen, und um die eigene Geschichte zu erzählen – was die Zapatist*innen erreicht haben und was sie noch schaffen müssen.

Eine vollständige Aufzeichnung des Austauschgesprächs im Protestcamp kann online angehört werden: https://cba.fro.at/518047

Nach einer gemeinsamen Gesprächsrunde wurden die besetzten Baustellen besucht.

Infos über das Protestcamp in Hirschstetten: https://fridaysforfuture.at/events/camp-fur-die-lobau

Infos über die „Reise für das Leben“ der Zapatistas: https://www.zapalotta.org/

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24. September 2021: Klimastreik

Rund 7000 Menschen beteiligten sich am 24. September in Wien an der Demonstration zum weltweiten Klimastreik. Das hab zumindest ich zwei Mal entlang der Demoroute gezählt. Nach Angaben der Polizei waren es rund 5500. Die Veranstalter*innen behaupteten, es seien mehr als 20.000 gewesen, was allerdings leider nicht mal annähernd realistisch ist. Besonders wurde auch gegen klimazerstörende Straßen- und Autobahnprojekte wie Lobautunnel und Stadtstraße protestiert. #LobauBleibt

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Außerdem …

… gab es am 17. September wie jeden dritten Freitag im Monat wieder eine Critical Mass, bei der diesmal – no na – ins #LobauBleibt-Protestcamp geradelt wurde.

Am 18. September nahmen nach Angaben der Veranstalter*innen 250 junge, jüngere und nicht mehr ganz so junge Radler*innen an einer Kidical-Mass-Fahrraddemo teil und forderten mehr Platz für Kinder im Straßenraum!

Am 19. September wurde bei der Oper gegen russische Aggressionspolitik und gegen Wahlbetrug in Russland und Tschetschenien protestiert.

Am 22. September forderten nach Angaben der Veranstalter*innen 150 Menschen, darunter Aktivist*innen von Platz für Wien, Radlobby Wien, Geht Doch, Klimabündnis Österreich und Die20erinnen, eine verkehrsberuhigte Wallensteinstraße mit Radwegen.

Ebenfalls am 22. September wurde ein Treffen identitärer Rechtsextremer in einer Gaststätte im 2. Bezirk laut Berichten von Michael Bonvalot wegen Protesten von rund 15 Antifaschist*innen vor dem Lokal vorzeitig beendet.

Am 24. September fand auf der Mariahilfer Straße eine Demonstration gegen Taliban und für die Aufnahme von aus Afghanistan geflüchteten Menschen in Österreich statt.

In Floridsdorf fand am 24. September neuerlich eine Fahrraddemo für Radwege auf der Brünner Straße und der Prager Straße statt.

Am 25. September veranstaltete One Billion Rising eine künstlerische Intervention und Kundgebung in Solidarität mit Frauen in Afghanistan am Platz der Menschenrechte.

Weiters gab es …

weiterhin jeden Donnerstag um 18 Uhr Kundgebungen gegen die Regierung am Platz der Menschenrechte,

freitags Mahnwachen für den in Saudi-Arabien inhaftierten Menschenrechts-Blogger Raif Badawi.

weitere Aktionen gegen die Lobauautobahn

und vermutlich einiges mehr, was ich nicht mitbekommen habe.

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https://cba.fro.at/519138

Das war die WiderstandsChronologie. Auf Wiederhören.

 Posted by on Sa., 25. September 2021 at 16:57
Sep 112021
 

+++ Demo für Aufnahme von Menschen aus Afghanistan +++ Protestcamp und Baustellenbesetzungen gegen Stadtstraße Aspern, Lobautunnel … +++

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Willkommen bei der WiderstandsChronologie.

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3. September 2021: „Nein zu Taliban! Jetzt Menschen aufnehmen!“

Am 3. September demonstrierten neuerlich rund 1000 Personen in Solidarität mit den Menschen in und aus Afghanistan gegen Taliban, für sofortige Hilfe, für die Schaffung eines humanitären Korridors, die Öffnung der Grenzen und Aufnahme von Menschen in Österreich. [Redenausschnitte]

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Seit 27. August 2021: Protestcamp und Baustellenbesetzungen gegen Stadtstraße Aspern, Lobautunnel und damit zusammenhängende Projekte

Nach einer Demonstration gegen den Bau der Stadtstraße Aspern, des Lobautunnels und damit zusammenhängender Straßen- und Autobahnprojekte am 27. August in Hirschstetten wird der Protest mit einem Protestcamp und Baustellenbesetzungen immer noch fortgesetzt.

Das als Versammlung gesetzeskonform stattfindende Basiscamp mit Infopoint befindet sich bei der Anfanggasse in Hirschstetten, besetzte Baustellen bei der Hirschstettner Straße 44 und bei der U-Bahnstation Hausfeldstraße.

Als Christa Reitermayr die folgenden Gespräche mit Aktivistis führte, gab es gerade zwei Camps.

[Interviews]

Aktuelle Informationen gibt es unter anderem bei Fridays for Future, Extinction Rebellion, System Change not Climate Change bzw. auf deren Social-Media-Kanälen, auf Mosaik-Blog.at und im Telegram-Ticker lobaubleibt.

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Außerdem

gab es unter anderem

weiterhin jeden Donnerstag um 18 Uhr Kundgebungen gegen die Regierung am Patz der Menschenrechte,

freitags Mahnwachen für den in Saudi-Arabien inhaftierten Menschenrechts-Blogger Raif Badawi.

Am 2. September wurde nach dem inzwischen 18. und 19. Feminzid in Österreich in diesem Jahr sowie mindestens vier Feminizidversuchen neuerlich gegen Feminizide protestiert.

Am 3. September fand ein Radeln for Future durch Betonien, dem 20. Bezirk, und weiter zum Protestcamp in Hirschstetten statt.

Am 9. September forderten Aktivist*innen von Sozial aber nicht blöd beim GPA-Bundesforum einen kämpferischen Kurswechsel der Gewerkschaft.

Für heute, den 11. September haben Verschwörungsideolog*innen und Corona-Verharmloser*innen wieder zu einer Mega-Demo aufgerufen.

Und, ebenfalls heute, am 11. September, fand eine Kundgebung für eine Reformierung der MA 35, gegen Missstände bei Immigrationsentscheidungen und Bearbeitungszeiten statt. Das ging sich für diese WiderstandsChronologie aber nicht mehr aus.

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https://cba.fro.at/517078

Das war die WiderstandsChronologie. Auf Wiederhören.

 Posted by on Sa., 11. September 2021 at 20:19
Aug 282021
 

+++ Camp für die Lobau und gegen Autobahnen und Stadtstraße +++ Demonstrationen gegen Taliban und für die Aufnahme von Menschen aus Afghanistan in Österreich +++

Willkommen bei einer Sonderausgabe der WiderstandsChronologie, die eigentlich noch Sommerpause machen wollte.

Proteste gegen Lobauautobahn, Stadtstraße Aspern und weitere Straßenprojekte

In den letzten Wochen gab es immer wieder Proteste gegen den Bau der Lobauautobahn und gegen den Bau von damit zusammenhängenden Straßenprojekten wie der Stadtstraße Aspern. Wiederholt wurde auch versucht, Bauvorbereitungen für das verharmlosend Stadtstraße genannte Projekt in Hirschstetten zu blockieren. Am 27. August demonstrierten nach Angaben von System Change not Climate Change 500 Menschen in Hirschstetten gegen die Autobahn- und Stadtstraßenprojekte. Und danach begann ein vorerst bis 3. September geplantes Klimacamp für die Lobau und gegen die geplanten Straßen und Autobahnen im Hirschstettner Schlosspark bei der Anfanggasse. Mehr Informationen gibt es unter anderem bei System Change not Climate Change oder Fridays for Future.

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Demonstrationen gegen Taliban und für die Aufnahme von Menschen aus Afghanistan in Österreich

Seit der neuerlichen Machtübernahme der Taliban in Afghanistan demonstrieren in Wien immer Wiener hunderte bis tausende Menschen gegen die Taliban, für Unterstützung der Menschen in Afghanistan, für deren Unterstützung und gegen die in Österreich weiter aufrechten Abschiebevorhaben. Die größte dieser Demonstrationen in Wien dürfte jene am 19. August gewesen sein, an der rund 2500 Menschen teilgenommen haben.

Ungeschnittene Aufnahmen der Reden auf den Demonstration vom 19. August und vom 24. August gibt es hier zu hören: https://cba.fro.at/514716 und https://cba.fro.at/515164

Eine von vermutlich mehreren weiteren Demonstrationen gegen die Taliban und für eine Aufnahme von Menschen aus Afghanistan in Österreich beginnt am kommenden Freitag, dem 3. September, um 17 Uhr am Christian-Broda-Platz beim Westbahnhof.

https://cba.fro.at/515486

Das war eine Sonderausgabe der WiderstandsChronologie. Auf Wiederhören.

(Mehr ging sich für mich wegen einer gerade ein bisserl absurden Anhäufung von Spitalsbehandlungen leider nicht aus.)

 Posted by on Sa., 28. August 2021 at 19:14
Aug 032021
 

Die WiderstandsChronologie macht Sommerpause. Für die erste Ausgabe nach dem Sommer waren eigentlich folgende Nochrichten geplant:

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7. Juli 2021: Feministischer Protest gegen sexistische und rassistische Berichterstattung

Am 7. Juli drangen 20 Feminist*innen in die Büros von oe24 ein, um mit Reden und Flyern gegen die sexistische und rassistische Berichterstattung über Feminizide zu protestieren.

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19. Juli und 2. August 2021: Proteste gegen Abschiebungen nach Afghanistan – Abschiebestopp durch EUGMR nach Antrag der Dessi

Am 19. Juli demonstrierten 170–190 Personen für einen Stopp von Abschiebungen nach #Afghanistan. Sie zogen von der ÖVP-Zentrale über die SPÖ zum Innenministerium.

Eine weitere Kundgebung fand am 2. August anlässlich einer für den 3. August vorbereiteten Sammelabschiebung per Charterflug nach Afghanistan beim Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände statt.

Am 3. August wurde zumindest eine Abschiebung nach Afghanistan durch eine von der  Deserteurs- und Flüchtlingsberatung beantragten vorläufigen Maßnahme des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gestoppt. Aufgrund des Vormarsches der Taliban drohe Rückkehrer_innen aktuell in Afghanistan die Gefahr von Menschenrechtsverletzungen, erklärt die Deserteurs- und Flühtlingsberatung. Bisher sei durch die österreichischen Behörden regelmäßig argumentiert worden, dass Abgeschobene in den Städten Mazar-e Sharif oder Herat Zuflucht finden könnten. Diesbezüglich habe sich die Sicherheitslage seit Vormarsch der Taliban aber geändert und im Falle einer Abschiebung nach Afghanistan würde eine Verletzung von Art 3 EMRK drohen.

Die Abschiebung ist bis 31. August ausgesetzt, erklärt die User*in @art 18bvg via Twitter. Bis 24. August habe die Republik Österreich die Möglichkeit, dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Fragen zu beantworten.

Dem Vernehmen nach sei auch die für 3. August geplante Charter-Abschiebung nach Afghanistan abgesagt worden, schreibt die Deserteurs- und Flüchtlingsberatung.

Erklärung der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung:
https://deserteursberatung.at/index.php/2021/08/03/der-europaeische-gerichtshof-fuer-menschenrechte-egmr-stoppt-abschiebung-nach-afghanistan/

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20. und 26. Juli 2021: Demonstrationen gegen Femizide/Feminizide

Am 20. und 26. Juli demonstrierten in #Wien nach Angaben des Presseservice Wien jeweils 150 bzw. 100 Feminist*innen anlässlich neuerlicher Feminizide gegen Feminizide und Männergewalt.

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23. Juli 2021: Fahrraddemo für bessere Fahrradinfrastruktur in Floridsdorf

Am 23. Juli beteiligten sich rund 30 Personen an einer neuerlichen #Fahrraddemo für bessere Fahrradinfrastruktur in #Floridsdorf – insbesondere für den seit Jahrzehnten geplanten, aber ständig nur neuerlich „geprüften“ Bau eines Radwegs in der Brünner Straße vom Spitz zur Klinik Floridsdorf.

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31. Juli 2021: Rechtsextreme Demonstration gegen Symbolverbote – Antifaschistischer Gegenprotest

Am 31. Juli demonstrierten rund 500 identitäre Rechtsextreme gegen das am 28. Juli in Kraft getretene Verbot der öffentlichen Verwendung der Symbole der Identitären Bewegung Österreich und von „Die Österreicher/DO5“. 100 Antifaschist*innen (nach Angaben des Presseservice Wien) protestierten gegen den rechtsextremen Aufmarsch entlang des Weges.

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2. August 2021: Gedenken an Genozid an Rom*nja und Sinti*ze

Am internationaler Tag des Gedenkens an den Genozid an Rom*nja und Sinti*ze am 2. August fand am Ceija-Stojka-Platz eine Gedenkkundgebung statt. In der Nacht von 2. auf 3. 8. 1944 waren 4300 Rom*nja und Sinti*ze im so genannten Familienlager des KZ Birkenau ermordet worden. 2015 erklärte das Europäische Parlament den 2. August als internationalen Gedenktag.

 Posted by on Di., 3. August 2021 at 16:13
Jul 032021
 

+++ Regenbogenparade +++ Rechtsextremer Marsch für die Familie +++ Raddemos durch schwarze Löcher im Radwegenetz +++ Demo gegen Lehrer*innenstunden-Neuvergabe +++ Demo gegen Lobauautobahn +++

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19. Juni 2021: Regenbogenparade

Die Regenbogenparade am 19. Juni stellte heuer wieder den Höhepunkt von Vienna Pride dar, diesmal ohne kommerzielle LKWs, sondern zu Fuß oder mit Fahrrad.

[Redenausschnitt]

Der „Moment des Gedenkens“ fand heuer während der Abschlusskundgebung am Rathausplatz statt. Dabei kam es zu einer Störaktion durch Rechtsextreme, die mit einem Transparent auf der Videowall, Pyrotechnik und Flugzettelregen Aufmerksamkeit erregen wollten.

[Tonausschnitt]

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19. Juni 2021: Rechtsextremer „Marsch für die Familie“

Gleichzeitig mit der Regenbogenparade fand auch heuer wieder eine Gegendemonstration von rund 220 rechtsextremen katholischen Fundamentalist*innen unter dem Titel „Marsch für die Familie“ statt. [Redenausschnitte]

Gegen den rechtsextremen Marsch für die Familie gab es wiederum vom Treffpunkt Stephansplatz bis zum Endpunkt am Ballhausplatz laute Gegen-Gegenproteste.

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25. und 28. Juni 2021: Raddemos durch schwarze Löcher im Radwegenetz

Die Brünner Straße sei eines von vielen schwarzen Löchern des Wiener Radwege-„Netzes“, das aus mehr unzusammenhängenden Lücken als Verbindungen bestehe, befanden Radlobby und PlatzFuerWien und riefen auf zur Odyssee in Floridsdorf. Rund 60 Radler*innen beteiligten sich am 25. Juni daran. [Interview, Redenausschnitt]

Am 28. Juni fand eine weitere solche Fahrraddemonstration in der Reinprechtsdorfer Straße gegen ähnliche schwarze Löcher im Radwegnetz im 5. Bezirk statt. Motto diesmal: Das Imperium hupt zurück.

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25. Juni 2021: Kundgebung gegen LGBTIQA+feindliches Gesetz in Ungarn

Ebenfalls am 25. Juni demonstrierten nach Angaben von Markus Sulzbacher mehr als 100 Personen vor der ungarischen Botschaft gegen das neue Gesetz in Ungarn, das Information über Homosexualität verbietet.

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26. Juni 2021: Demo gegen Faschismus und Patriarchat ein Jahr nach faschistischen Angriffen in Favoriten

Am 26. Juni demonstrierten – nach Angaben von WienTV und Michael Bonvalot – 500 bis 600 Personen im 10. Bezirk gegen Faschismus und Patriarchat. Anlass dafür waren Angriffe auf feministische und antifaschistische Kundgebungen und Demonstrationen durch Erdogan-Anhänger*innen und andere Faschist*innen vor einem Jahr.

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27. Juni 2021: Gedenken an Opfer von Polizeigewalt in Tschechien

Am 27. Juni fand am Platz der Menschenrechte eine Mahnwache im Gedenken der Opfer von Polizeigewalt in Tschechien und für Gerechtigkeit für Stanislav Tomáš statt.

Der Rom Stanislav Tomáš war am 19. Juni in Tschechien vom einem Polizisten getötet worden, der mehr als sechs Minuten auf seinem Hals gekniet haben soll.

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28. Juni 2021: Demo gegen die neue Vergabe von Lehrer*innen-Stunden an Pflichtschulen

Danke an Eva Neureiter für diesen Bericht:

Rund 2000 Kinder, Eltern und Lehrer*innen [Angaben von Eva; Anm.] versammelten sich am Montag, den 28.6.2021 beim Rathaus, um gegen die neue Vergabe von Lehrer*innen-Stunden zu demonstrieren.

Der Protest richtete sich gegen Stadtrat Wiederkehr und die Bildungsdirektion Wien, die unter den Schlagwörtern „Reform“ und „Transparenz“ ein großes Sparpaket umsetzen.

Die neue Vergabe von Lehrer*innenstunden erfolgte so knapp, dass an Schulen nicht einmal die stundenplanmäßigen Unterrichtsstunden abgedeckt werden können. Förderstunden werden gestrichen, Projekte wie die Mehrstufenklassen müssen aufgelöst werden, Integrationsklassen wird die Arbeit erschwert, künftig sollen bis zu 20 Kinder in einer Deutschförderklasse sitzen.

Die Demonstration zog vom Rathaus über den Ring zur Bildungsdirektion und zum Bildungsministerium. Weder der Bildungsdirektor Himmer noch der

Stadtrat Wiederkehr wollten mit den jungen Demonstrant*innen sprechen.

An der OVS Zennerstraße wurde der Schulsong zum Protestsong umgeschrieben.

Zu Redaktionsschluss sagte Stadtrat Wiederkehr zwar zusätzliche Lehrer*innen-Stunden zu. allerdings weit unter der bisherigen Zahl (und im kommenden Jahr gibt es in Wien MEHR und nicht weniger Schüler*innen und Klassen).

[gebauter Beitrag]

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1. Juli 2021: Protest gegen Femizide/Feminizide und gegen Austritt der Türkei aus Istanbul-Konvention

Am 1. Juli wurde, nachdem am 26. Juni ein 13-jähriges Mädchen getötet worden war, neuerlich gegen Femizide bzw. Feminizide demonstriert. Danach fand eine Kundgebung der Fauensolidarität in Europa gegen den Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention, dem Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt statt.

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2. Juli 2021: Demonstration gegen Lobauautobahn und damit zusammenhängende Straßenbauprojekte

Am 2. Juli demonstrierten zwischen 1600 und 1900 Menschen neuerlich gegen Lobauautobahn, Lobautunnel, Stadtstraße Aspern, Spange Seestadt, Marchfeldschnellstraße und deren Zubringerstraßen – für eine gerechte Mobilitätswende, die allen Menschen zugutekommt!

[Redenausschnitt]

Eine ungeschnittene Aufzeichnung (fast) aller Reden auf dieser Demonstration kann — hier — angehört werden.

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2. Juli 2021: Demo gegen rechtsextreme Kundgebung vor Asylzentrum der Caritas in Wien 10

Ebenfalls am 2. Juli demonstrierten Antifaschist*innen im 10. Bezirk gegen eine Kundgebung identitärer Rechtsextremer vor dem Asylzentrum der Caritas in der Inzersdorfer Straße.

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2. Juli 2021: Gedenken an die Ermordeten von Sivas 1993

Am Abend des 2. Juli fand am Stephansplatz ein Gedenken an die Ermordeten von Sivas 1993 statt.

Vor 28 Jahren, am 2. Juli 1993, waren in Sivas 33 Teilnehmer*innen eines alevitischen Festivals und zwei Mitarbeiter*innen des Hotels, in dem die Feierlichkeiten stattgefunden hatten, durch einen Brandanschlag ermordet worden.

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2. Juli 2021: Kundgebung gegen Kinderarmut

Und, auch am Abend des 2. Juli, fand am Karlsplatz eine Kundgebung der Volkshilfe gegen Kinderarmut statt.

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Außerdem …

… gab es unter anderem jeden Donnerstag weiterhin Kundgebungen gegen die Regierung, Donnerstage für das Donaufeld und jeden Freitag Mahnwachen für den in Saudi-Arabien inhaftierten Menschenrechts-Blogger Raif Badawi.

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https://cba.fro.at/507489

Das war die WiderstandsChronologie.

Auf Wiederhören.

 Posted by on Sa., 3. Juli 2021 at 16:46