+++ Ukrainischer Unabhängigkeitsmarsch +++ Marsch vom Grazer BORG Dreierschützengasse nach Wien +++ Klima-Proteste +++ Gedenken an Jina Mahsa Amini +++ Radldemo gegen Lobau-Autobahn +++
Willkommen bei der WiderstandsChronologie
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+++ Ukrainischer Unabhängigkeitsmarsch +++ Marsch vom Grazer BORG Dreierschützengasse nach Wien +++ Klima-Proteste +++ Gedenken an Jina Mahsa Amini +++ Radldemo gegen Lobau-Autobahn +++
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3. September 2025: Ankunft des Marsches für „echte Reformen für unsere Kinder“ am Wiener Heldenplatz
Am 3. September erreichten die letzten Teilnehmer*innen des am 24. August in Graz gestarteten Marsches für „echte Reformen für unsere Kinder“ den Wiener Heldenplatz. Ausgangspunkt war jenes Bundesoberstufenrealgymnasium in der Grazer Dreierschützengasse, an dem am 10. Juni ein Massenmord an neun Schüler*innen und einer Lehrerin verübt worden war. Gefordert wurde mit dem Marsch seelische Bildung als Pflichtfach – damit Kinder lernen, mit Krisen, Konflikten und Gefühlen gesund umzugehen –, psychologische Strukturen an jeder Schule – niederschwellig, dauerhaft, präventiv –, klare Regeln für digitale Plattformen – vergleichbar mit Alkohol und Tabak –, sowie Wert statt nur Leistung in der Bildung – kein Kind darf sich „aussortiert“ fühlen. Konzipiert war der Marsch für rund 200 Personen. Zeitweise war Organisator Dominik Egger allerdings nur allein unterwegs. Zum Abschluss am Wiener Heldenplatz kamen rund 50 Personen.
Aufnahme der Reden auf der Abschlusskundgebung: ⇒ https://cba.media/730725
⇒ Petition „Nach der Tragödie von Graz: Echte Reformen für unsere Kinder!“ auf mein.aufstehn.at
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5. September 2025: Kundgebung für ein starkes KlimaSCHUTZgesetz
60–110 Personen demonstrierten am 5. September 2025 am Stephansplatz in Wien zusammen mit Fridays for Future und Greenpeace mit einer schmelzenden Eisskulptur für ein starkes Klimaschutzgesetz ohne Schlupflöcher.
Aufnahme der Kundgebung von Fridays for Future: ⇒ https://cba.media/731140
Presseaussendung von Greenpeace:
⇒ Schmelzende „Zukunft“: Greenpeace protestiert mit Eisskulptur am Stephansplatz
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12. September 2025: Kundgebung im Gedenken an Jina Mahsa Amini
Rund 100 Personen gedachten am 12. September 2025 bei einer Kundgebung des „Forums Iranischer Frauen Wien“ am Platz der Menschenrechte Jina Mahsa Amini und all der anderen getöteten Feminist*innen.
Jina Mahsa Amini war am 13. September 2022 von der Sittenpolizei der Islamischen Republik Iran festgenommen und geschlagen worden bis sie tot war.
Aufnahme der Reden und eines Großteils der Darbietung der Omas gegen rechts, aber ohne die Performance, die man sehen musste, aber nicht hören konnte:
⇒ https://cba.media/732585
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14. September 2025: Fahrraddemo gegen Lobau-Autobahn
Rund 270 Radfahrer*innen beteiligten sich am 13. September 2025 – gut 4 Jahre nach Eröffnung des rund ein Jahr andauernden Lobau-bleibt-Protestamps in Hirschstetten – an einer Fahrraddemo gegen die Lobauautobahn. Die Route führte vom Praterstern zu ikonischen Orten des Widerstands gegen eine Autobahn durch die Lobau, vorbei an der Anton-Klein-Gasse zu Hirschstettner Straße, Anfanggasse und Hausfeldstraße, wo die Stadtstraßenbaustellenbesetzungen und das Lobau-bleibt-Protestcamp gewesen waren, und abschließend zum Nationalparkhaus Lobau. Dort kam nach einem heftigen Gewitterregen aber nicht einmal mehr die Hälfte der ursprünglichen Teilnehmer*innen an.
Aufnahme der Reden auf der Auftaktkung am Praterstern, bei den Zwischenkundgebungen an den Orten der Besetzungen „Grätzl 1“ und „Wüste“ und bei der Abschlusskundgebung beim Nationalparkhaus (aus urheberrechtlichen Gründen ohne Musik):
⇒ https://cba.media/732895
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15. September 2025: Demo gegen Zusammenarbeit Österreichs mit Taliban am 15.9.2025 in Wien
Nachdem am 11. September 2025 offizielle Gespräche des österreichischen Innenministeriums bzw. der Asylbehörde mit Taliban-Vertretern stattgefunden hatten, um Abschiebungen nach Afghanistan zu ermöglichen, demonstrierten am 15. September rund 150 bis 160 Personen in Wien gegen eine Zusammenarbeit Österreichs mit den Taliban.
Einzelne Teilnehmer*innen an der Demonstration wolten offenbar nicht so sehr gegen eine Kooperation Österreichs mit dem islamistischen Terroregime demonstrieren, sondern vielmehr (mit einem Transparent der trotzkistischen Organisation ROSA für Palästina) gegen Israel. Auf Nachfrage erklärte einer derer, die das Transparent gehalten haben, sie sind eh auch solidarisch mit Afghan*innen, hatten aber kein passendes Transparent.
Aufnahme der Reden auf der Auftaktkundgebung in der Nähe des Polizeianhaltezentrums Wien-Hernals und auf der Abschlusskundgebung vor dem Innenministerium in der Herrengasse: ⇒https://cba.media/733339
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Fortsetzung folgt.
Aktuelle Kurz-Nochrichten gibt es auf ⇒ Bluesky und ⇒ Mastodon.
+++ Wien nimmt Platz gegen rechtsextremen Aufmarsch +++ Solidarität mit dem Peršmanhof +++ Porajmos-Gedenken +++ Hiroshima/Nagasaki-Gedenken +++ Gegen Kooperationen mit Taliban +++
2. August 2025: Porajmos-Gedenken am Ceija-Stojka-Platz
Rund 150 Personen nahmen am 2. August 2025 am heurigen Porajmos-Gedenken am Ceija-Stojka-Platz in Wien 7 teil.
Hunderttausende Rom*nja und Sinti*zze waren im Nationalsozialismus ermordet worden. Mehr als 4000 am 2./3. August 1944 im „Z…lager“ genannten Teil des KZ Auschwitz II.
Komplette Aufnahme der Gedenkversammlung (aus urheberrechtichen Gründen ist kein Download möglich, nur Stream): ⇒https://cba.media/725973
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6. August 2025: Gedenken an Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki in Wien
200–300 Personen gedachten am 6. August 2025 am Stephansplatz in Wien der Opfer des Atombombeneinsatzes in Hiroshima und Nagasaki vor 80 Jahren, am 6. und 9. August 1945, und forderten eine Welt ohne Atomwaffen, AKW und Krieg.
Anwesende antiisraelische Demonstrant*innen kamen einer Bitte von Veranstalter*innen, Palästina-Flaggen zu entfernen, nicht nach.
In einer Rede auf der Gedenkkundgebung werden die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki mit Bombenangriffe in Gaza verglichen.
Nach der Kundgebung zogen 70–75 Personen wie jedes Jahr mit Laternen zum Teich am Karlsplatz. Allerdings gab es im Teich heuer kein Wasser. Die Laternen konnten daher nicht wie in den letzten Jahrzehnten zu Wasser gelassen werden.
Auch eine am Karlsplatz geplant gewesene Performance – MEMENTOTE –, bei der eine Frau, mit Steinen beschwert, ins Wasser gehen wollte, musste abgeändert und im Trockenen aufgeführt werden.
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14. August 2025: Kundgebung gegen Kooperation mit den Taliban
40–50 Personen demonstrierten am 14. August 2025 in der Metternichgasse bei der deutschen Botschaft in Wien gegen eine Kooperation Deutschlands (und auch Österreichs) mit den Taliban , um Abschiebungen nach Afghanistan zu ermöglichen.
Aufnahme der Reden auf der Kundgebung: ⇒https://cba.media/727811
Bitte um Entschuldigung für die grausliche Tonqualität. Trotz hehrer Bemühungen schaffte es dort leider niemand, bei der verwendeten Tonanlage das Echo auszuschalten.
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24. August 2025: Ukrainischer Unabhängigkeitsmarsch
1200–1500 Personen beteiligen sich am 24. August in Wien am ukrainischen Unabhängigkeitsmarsch vom Stephansplatz zum Unabhängigkeitskonzert am Heldenplatz.
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3. Juli 2025: Gegen das Ende der Krankenversicherung für Ukraine-Vertriebene
Nachdem am 31. Mai die automatische Krankenversicherung für Ukraine-Vertriebene in Österreich ausgelaufen war und da das ein Ende einer Übergangsfrist bis 12. Juli kurz bevor gestanden war, demonstrierten am 3. Juli vor dem Parlament rund 60 Personen für eine Verlängerung der Krankenversicherung. Durch das Auslaufen der bisherigen Verordnung verloren viele, die nicht erwerbstätig oder in Grundversorgung sind (z. B. Studierende …), ihr Recht auf medizinische Versorgung, das ihnen gemäß von der EU bis März 2027 verlängertem Schutzstatus zusteht. Grüne Abgeordnete brachten am 3. Juli im Nationalrat einen Antrag auf eine neue Verordnung ein. Die Behandlung des Antrags im Gesundheitsausschuss wurde vertagt. Die nächste Sitzung findet erst im Oktober statt.
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5. Juli: Dyke-March
490–540 Personen beteiligten sich am 5. Juli an einem „intersektionalen, antikapitalistischen und antirassistischen“ Dyke*March. Die an der Spitze des Demozugs zumindest während meiner Zählung in der Schottengasse gerufenen Parolen erweckten eher den Eindruck einer beliebigen Anti-Israel-Demonstration.
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6. Juli 2025 Gedenken an Srebrenica
1000–1200 Personen gedachten am 6. Juli 2025 bei einem Friedensmarsch auf der Wiener Mariahilfer Straße und weiter zum Maria-Theresien-Platz der Opfer des Massakers von Srebrenica, bei dem vor 30 Jahren, am 11. Juli 1995, mehr als 8000 großteils männliche muslimische Bosnier*innen ermordet worden waren. Zur Abschlusskundgebung am Maria-Theresien-Platz kamen noch rund 200 Menschen zusätzlich.
Aufnahme der Reden, die auf dieser Kundgebung nach einer Performance und Musik gehalten worden sind:
⇒ https://cba.media/721378
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12. Juli 2025: Kundgebung gegen Transmisogynie und transfeindliche Gewalt
110–130 Personen beteiligten sich am 12. Juli 2025 an einer Kundgebung gegen Transmisogynie und transfeindliche Gewalt vor dem Wiener Hauptbahnhof. Unmittelbarer Anlass dafür war: Einige Tage davor war im Hauptbahnhhof N. V. von vier Männern angegriffen worden. (Sie hatte sich verteidigen und die Angreifer in die Flucht schlagen können.)
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26. Juli 2025: Proteste und Blockaden gegen rechtsextremen Aufmarsch
Hunderte bis ein paar tausend Antifaschist*innen protestierten am 26. Juli gegen einen Aufmarsch identitärer Rechtsextremer in der Wiener Innenstadt vom Dr.-Karl-L.-Platz über Wollzeile–Stephansplatz–Brandstätte–Tuchlauben–Wipplinger Straße zum Gestade. Unter dem Motto #WienNimmtPlatz nahmen immer wieder Antifaschist*innen vor herannahenden Rechtsextremen auf der Straße Platz – zumindest auf Wollzeile, Brandstätte, Tuchlauben und Wipplinger Straße. Der rechtsextreme Aufmarsch wurde damit wiederholt bis zu jeweils mehr als eine halbe Stunde aufgehalten. Polizist*innen zerrten die Antifaschist*innen nach einiger Zeit von der Fahrbahn. Mehrere Personen wurden festgenommen – laut Aussendung der Polizei 48 Festnahmen wegen „Verwaltungsübertretungen bei den Blockaden und nicht feststellbarer Identitäten“ sowie 6 Anzeigen nach dem Versammlungsgesetz.
Aus praktisch allen Querstraßen, an denen die Rechtsextremen vorbeizogen, waren antifaschistische Parolen und Beschimpfungen zu hören. Am Stephansplatz säumten zwischen 1000 und 2000 Antifaschist*innen den Weg der Rechtsextremen (Grobeinschätzung dessen, was ich von einem Bankerl aus sehen konnte).
Gleichzeitig fand auch eine antifaschistische Demonstration der Offensive gegen rechts statt.
Nach den Blockaden warteten rund 80 solidarische Antifaschist*innen beim Polizeianhaltezentrum Rossauer Länder auf die Freilassung von Personen, die bei Auflösungen von Blockaden festgenommen oder zur Identitätsfeststellung mitgenommen worden waren.
Am rechtsextremen Aufmarsch nahmen zwischen 750 und 900 Personen teil (Zählung Wollzeile). Nach zahlreichen Verzögerungen durch Blockaden könnte sich die Teilnehmer*innenzahl bis zum Abschluss am Gestade annähernd halbiert haben.
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31. Juli 2025: Solidarität mit dem Peršmanhof – Kundgebung gegen Kriminalisierung von Minderheiten und von Antifaschismus in Wien
Mehr als 1000 Personen, möglicherweise weit mehr als 1000 Personen, protestierten am 31. Juli vor dem Innenministerium in der Wiener Herrengasse gegen die Razzia am Peršmanhof vom 27. Juli sowie gegen die Kriminalisierung von Minderheiten und von Antifaschismus.
Aufnahme der gesamten Kundgebung: ⇒ https://cba.media/725663
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Aktuelle Kurz-Nochrichten gibt es auf ⇒ Bluesky und ⇒ Mastodon.
+++ Gegen Krieg im #Iran und gegen die iranische Republik +++ #Weltflüchtlingstag +++ Gegen #Putin-Whitewashing in der Oper +++ #Antifa-Straßenfest +++ Krankenversicherung für #Ukraine-Vertriebene +++ #Srebrenica-Gedenken +++ gegen transfeindliche Gewalt +++
+++ Free Maja +++ Gedenken an die Opfer des Massenmords in Graz +++ Vienna Pride +++ Marsch fürn Arsch +++ Regenbogenparade +++
2. Juni 2025: Keine Kundgebung am 50. Hurentag
Am 2. Juni 2025 jährte sich um 50. Mal die Besetzung der Kirche Saint-Nizier durch Sexarbeiter*innen, die damit gegen ihre Verdrängung und die Gefährdung ihrer Sicherheit protestierten. Diese Besetzung stellte den Beginn der internationalen Sexarbeiter*innenbewegung dar. Jährlich am 2. Juni wird der „internationale Hurentag“ begangen. Noch heute kämpfen Sexarbeiter*innen mit massiver Stigmatisierung, die strukturelle Diskriminierung und Einschränkungen im Alltag zur Folge habe, erklärte die Allianz für Sexarbeiter*innenrechte in einer Aussendung. Zum 50. Jahrestag der Hurenbewegung fordern österreichische Fachberatungsstellen und Selbstorganisationen die gesellschaftliche Anerkennung von Sexarbeit als Erwerbsarbeit sowie die Ablehnung moralischer Urteile.
Die Aussendung der Allianz für Sexarbeiter*innen: ⇒ https://lefoe.at/wp-content/uploads/2024/12/Presseaussendung-2.-Juni-2025.pdf
Just am 50. Jahrestag des Auftakts der internationalen Hurenbewegung fand – im Gegensatz zu den letzten Jahren – keine Kundgebung statt. Eigentlich hätte es etwas Größeres am Karlsplatz geben sollen. Als die Vorbereitungen scheiterten, war es für die Vorbereitung der üblichen Kundgebung am Urban-Loritz-Platz schon zu spät.
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6. Juni 2025: Solidarität mit Maja in Wien
120–150 Personen demonstrierten am 9. Juni 2025 vor der ungarischen Botschaft in Wien Solidarität mit Maja, einer nicht-binären antifaschistischen Person, der vorgeworfen wird, im Feber 2023 an Angriffen auf ungarische Rechtsextreme beteiligt gewesen zu sein, die deshalb im Dezember 2023 in Berlin festgenommen und im Juni 2024 an Ungarn ausgeliefert worden ist. Maja drohen bis zu 24 Jahre Haft. Am 5. Juni 2025 trat Maja in Hungerstreik.
Aufnahme der Reden auf der Maja-Solidaritätskundgebung am 9. Juni 2025 in Wien: ⇒ https://cba.media/713567
Umfangreiche Hintergrundinformationen: ⇒ https://www.basc.news
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12. Juni 2025: Eröffnung des Vienna Pride Village im Gedenken an die Opfer des Massenmords in Graz
Am 12. Juni 2025 wurde das Vienna Pride Village am Wiener Rathausplatz eröffnet – unter dem Eindruck des Massenmords an Schüler*innen und Lehrer*innen am 10. Juni in Graz diesmal ohne Musikprogramm, leise und bedächtig.
Aufnahme der Reden bei der Eröffnung: ⇒ https://cba.media/714113
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14. Juni 2025: Marsch fürn Arsch
Von 2012 bis 2023 zogen rechtsextreme und christliche Fundamentalist*innen am Tag der Regenbogenparade mit einem so genannten „Marsch für die Familie“ durch die Innenstadt und wetterten vor allem gegen Homosexualität, gegen das, was sie Genderwahn und Zwangssexualisierung nennen und gegen Abtreibung. 2023 waren es rund 450. Dagegen gab es immer wieder Proteste und Blockaden queerer Aktivist*innen sowie die Demonstration „Marsch fürn Arsch“.
2024 wurde der „Marsch für die Familie“ abgesagt, nachdem der „Marsch fürn Arsch“ auf der von den rechtsextremen und christlichen Fundamentalist*innen geplanten Route vorher bei der Behörde angezeigt worden war.
Und auch heuer gab es keinen rechtsextremen christlich-fundamentalistischen „Marsch für die Familie“, sondern nur einen „Marsch fürn Arsch“. Daran nahmen heuer rund 1800 bis 2000 Personen teil.
Der Marsch fürn Arsch wird in den letzten Jahren von anderen Organisationen organisiert als früher. Das wurde auch durch antiisraelische Ressentiments und Behauptungen deutlich, die früher mit auch gegen Antisemitsmus kämpfenden antifaschistischen Feminist*innen unvorstellbar gewesen wären.
Wie auch schon 2024 versammelten sich auch heuer rund 40 christliche Fundamentalist*innen zu einem Gebet hinter dem Stephansdom.
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14. Juni 2025: Regenbogenparade
Sehr viel mehr Menschen beteiligten sich auch heuer an der Regenbogenparade für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, intergeschlechtlichen, asexuellen und queeren Menschen. So viele, dass ich sie auch heuer nicht zählen konnte.
In Gedenken an die Opfer des Amoklaufs in Graz begann die Parade in Stille. Die in den beiden Tagen zuvor im Pride Village angefertigten Trauerbanner wurden an der Paradenspitze bis zum Parlament getragen und dort niedergelegt. Nach dem Parlament wurde der Paradenzug wieder laut, bunt und stolz.
Den Abschluss bildete wie jedes Jahr die Pride Celebration im Pride Village am Rathausplatz.
Aufnahme der Reden bei der Pride Celebration – u. a. vom Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony:
⇒ https://cba.media/715671
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19. Juni 2025: Kundgebung gegen den Krieg gegen den Iran und gegen die iranische Republik Iran (und eine Kundgebung in Solidarität mit der islamischen Republik)
Am 19. Juni 2025 nahmen rund 200–300 Personen an einer vom „Iranischen Forum“ organisierten Kundgebung „Nein zum Krieg, Nein zur Islamischen Republik“ am Herbert-von-Karajan-Platz neben der Wiener Staatsoper teil.
Am Christian-Broda-Platz demonstrierten kurz danach hunderte Menschen hingegen Solidarität mit der islamischen Republik gegen Israel.
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20. Juni 2025: Weltflüchtlingstag
100–120 Personen demonstrierten am 20. Juni 2025, dem Weltflüchtlingstag, mit der Plattform für eine menschliche Asylpolitik für Rechte, Würde und ein Leben in Freiheit für Geflüchtete.
Die Reden auf der Demonstration am 20. Juni 2025 in Wien anlässlich des #Weltflüchtlingstags zum Nachhören:
⇒ https://cba.media/719076
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21. Juni 2025: Gegen kulturelles Whitewashing des Putin-Regimes und des russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine
Am 21. Juni 2025 protestierten rund 20–30 Personen mit Flaggen von Ukraine, Ichkeria, Georgien und EU neben der Wiener Staatsoper gegen Putin und gegen kulturelles Whitewashing des russischen Regimes im aktuellen Programm der Staatsoper – u. a. durch Anna Netrebko.
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25. Juni: Stilllegung von Care-Arbeiter*innen
„Stillgelegt“ haben sich am 25. Juni rund 120–150 Care-Arbeiter*innen in Wien: Vor dem Parlament legten sie zuerst die Care-Arbeit und dann sich selbst nieder. Um zu zeigen: „Wenn die Care-Arbeit still steht, steht alles still.“
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28. Juni 2025: Antifaschistisches Straßenfest am Mexikoplatz
Rund 200 Personen kamen am, 28. Juni 2025 zu einem antifaschistischen Straßenfest am Mexikoplatz in Wien 2 – gegen rechtsextreme Treffpunkte im Zweiten oder sonstwo.
Dort gesammelte Spenden wurden für die Unterstützung von Teilnehmer*innen der gleichzeitig stattfindenden Budapest-Pride verwendet.
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Fortsetzung folgt.
Aktuelle Kurz-Nochrichten gibt es auf ⇒ Bluesky und ⇒ Mastodon.
+++ MAYDAY +++ 8. Mai +++ Befreiungsfeiern +++ Partisan*innen +++ Minderheitenrechte +++ ME/CFS +++ IDAHOBIT +++
1. Mai 2025: MAYDAY
1500–1700 Personen beteiligten sich am 1. Mai 2025 an der MAYDAY-Parade, heuer in Wien-Simmering mit dem Titel „Emanzipatorische Kämpfe verbinden!“
Mehr Informationen: ⇒https://mayday.jetzt/
Die Reden auf der MAYDAY-Parade zum Nachhören: ⇒https://cba.media/708038
Davor gab es wie jedes Jahr freilich auch heuer einen Maiaufmarsch der SPÖ und kleinere linke Mai-Demonstrationen auf der Ringstraße.
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8. Mai 2025: Fest der Freude
Ein paar tausend Menschen feierten am Wiener Heldenplatz am 8. Mai 2025, dem 80. Jahrestag der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht, mit dem Mauthausen-Komitee und den Wiener Symphoniker*innen das Fest der Freude über die Befreiung vom Nationalsozialismus. Eine genaue Zählung war für mich nicht möglich.
Aufnahme der Reden – unter anderem von Paul Lendvai (eine Aufnahme des Konzerts kann ich aus urheberrechtlichen Gründen nicht veröffentlichen):
⇒ https://cba.media/709200
Mehr Informationen: ⇒ https://www.festderfreude.at
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9. Mai 2025: Proteste gegen Putin
Bis zu 160 Personen mit überwiegend ukrainischen, ichkerianischen und georgischen Flaggen demonstrierten am 9. Mai 2025 in Wien gegen Putin, während hunderte Menschen mit überwiegend russischen Flaggen und vereinzelten Flaggen der UdSSR, den Sieg über das nationalsozialistische Deutsche Reich vor 80 Jahren feierten.
(Schwarzenbergplatz – Maria-Theresien-Platz (60–80 Demonstrant*innen gegen Putin) – Schwarzenbergplatz (140–160 Demonstrant*innen gegen Putin)
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9. Mai 2025: (Querfront-)Spaziergang für den Frieden
Rund 300 Personen – von Pazifist*innen, Neutralitätsverteidiger*innen über Antiimperialist*innen bis zu von Coronademos bekannten Rechtsextremen inkl. Freiheitsstrychler*innen – beteiligten sich am 9. Mai 2025 an einem „Spaziergang für den Frieden“ durch die Wiener Innenstadt.
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10. Mai 2025: Zahvala in priznanje protifašističnemu uporu/Dank und Anerkennung dem antifaschistischen Widerstand am 10. Mai 2025 beim Partisan*innendenkmal am Wiener Zentralfriedhof
220-250 Antifaschist*innen nahmen am 10. Mai 2025 an der Feier von ⇒ KZ-Verband Wien, ⇒ Klub slowenischer Student*innen in Wien/Klub slovenskih študentk*študentov na Dunaju, ⇒ Verband Kärntner Partisan*innen/Zveza koroških partizanov u. a. zum Tag der Befreiung beim Partisan*innen-Denkmal am Wiener Zentralfriedhof teil.
Komplette Aufnahme der Feier am Zentralfriedhof: ⇒ https://cba.media/709203
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12. Mai 2025: Kundgebung zum ME/CFS-Tag
500–700 Menschen nahmen am 12. Mai 2025 an einer Kundgebung zum ME/CFS-Tag am Wiener Heldenplatz teil, um auf die dramatische Situation der ME/CFS-Betroffenen aufmerksam zu machen und neuerlich Aufklärung, Versorgung und Forschung zu fordern.
Aufnahme der Reden auf der Kundgebung: ⇒ https://cba.media/709471
Mehr Informationen: ⇒ https://mecfs.at/
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15. Mai 2025: Minderheiten Streik/Manjinski štrajk/Manjšinski štrajk
350–400 Personen beteiligten sich am 15. Mai 2025, dem 70. Jahrestags der Unterzeichnung des Staatsvertrags und somit auch des Artikels 7, im welchem eigentlich die Rechte der slowenischen und kroatischen Volksgruppen verankert sind, an einer Minderheitenstreik-Demonstration.
Aufnahme der Reden auf der Auftaktkundgebung am Ballhausplatz, der Zwischenkundgebung vor dem Parlament und von ein paar Reden bei der Abschlusskundgebung am Schillerplatz: ⇒ https://cba.media/709981
Da die Kundgebung ein paar Stunden länger dauerte, als ich dort bleiben konnte, fehlt am Schluss leider einiges.
Mehr Informationen: ⇒ https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20250512_OTS0006/minderheiten-streikmanjinski-trajkmanjinski-trajkminority-strike
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17. Mai 2025: IDAHOBIT
Anlässlich des IDAHOBITs, des internationalen Tags gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie, beteiligten sich am 17. Mai 2025 rund 250 Personen an einer Demonstration unter dem Motto „Break The Binary“ auf der Mariahilfer Straße.
Aufnahme der Abschlusskundgebung am Platz der Menschenrechte: ⇒ https://cba.media/710166
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Fortsetzung folgt.
Aktuelle Kurz-Nochrichten gibt es auf ⇒Bluesky und ⇒Mastodon.