Jan 122018
 

Am Mittwoch, dem 10. Jänner, präsentierten Interessenvertretungen von Künstler*innen und Kulturinitiativen ihre Analyse und Kritik am Regierungsprogramm der türkisblauen Koalition. Wir können hier nur ein paar Ausschnitte bringen und beginnen mit Gerhard Ruiss von der IG Autorinnen Autoren, der durch die gemeinsame Veranstaltung der zahlreichen Interessenvertretungen moderierte.

Beitrag fürs Nachrichtenmagazin ANDI auf ORANGE 94.0 mit Ausschnitten aus den Statements von Gerhard Ruiss (IG Autorinnen Autoren), Peter Paul Skrepek (Musikergilde), Fabian Eder (Dachverband der österreichischen Filmschaffenden), Vasilena Gankovska (IG Bildende Kunst):


http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/07andi-12jan2018-kulturinitiativen-kritisieren-regierungsprogramm-gerhard.mp3

Die gesamte Pressekonferenz kann auf der Website der IG Kultur Österreich angehört werden:
https://igkultur.at/artikel/pressekonferenz-zum-regierungsprogramm-kapitel-kunst-und-kultur

 Posted by on Fr., 12. Januar 2018 at 20:52
Jan 122018
 

Am 9. Jänner lud die Junge ÖVP zu einem Neumitgliederempfang just in das sonst von einem eher linken Publikum besuchte Schikaneder in der Margaretenstraße ein. Das Schikaneder erntete dafür viele Proteste. Das Schikaneder sprach in einem Facebook-Posting von einem Fehler bei der Prüfung der Einhaltung der Richtlinien bei Einmietungen, erklärte, das Schikaneder sei ein Freiraum für Offenheit und Toleranz und ein Ort des Dialogs, es verwehre sich gegen parteipolitische Vereinnahmung und verurteile jede Form von Hetze aufs Schärfste, womit auch die Proteste gegen das Schikaneder gemeint gewesen sein dürften. Eine angekündigte Kundgebung wurde von der Polizei – angeblich wegen eines Formalfehlers – untersagt. Vor Beginn der Veranstaltung war dann vor allem sehr viel Polizei vor dem Schikaneder. Der gesamte Radweg vis a vis dem Schikaneder war von der Polizei zugeparkt. Zwischen zig Polizist*innen fanden sich aber trotz allem 30 oder 40 Demonstrant*innen und Schaulustige:

Beitrag für das Nachrichtenmagazin ANDI auf ORANGE 94.0 mit Statements von Protestierenden:

http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/06andi-12jan2018-schikaneder-gerhard.mp3

 Posted by on Fr., 12. Januar 2018 at 20:41
Jan 062018
 

Willkommen bei der WiderstandsChronologie

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Rund 40 Personen demonstrierten am Silvesterabend, am 31. Dezember, bei der Justizanstalt Josefstadt Solidarität mit Gefangenen. Derartige Silvesterdemos zu Gefängnissen finden jedes Jahr in mehreren Städten statt.
(Ausschnitt Kundgebungsreden)
Nach einer Kundgebung vor dem Eingang in der Wickenburggasse wurde das Gefängnis einmal umrundet. Anfänglich begleiteten nur wenige Polizist*innen die Demo. Nachdem die Demonstrant*innen die angezeigte Route verlassen hatten, bekamen die Polizist*innen aber Verstärkung. Ein Polizist ging der Demonstration sogar mit offen getragenem Sturmgewehr voran – in Wien ausgesprochen unüblich.
Entlang der Demoroute gab es vereinzelte Feuerwerke. Die Polizei kündigte nach der Demo Anzeigen nach dem Versammlungsgesetz und nach dem Pyrotechnikgesetz an.

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Seit dem 1. Jänner fanden in Wien mehrere Solidaritätskundgebungen mit den Menschen im Iran statt, die dort seit Ende Dezember gegen das Regime protestieren und kämpfen. Eine Kundgebung fand am Stock-im-Eisen-Platz statt, weitere bei der iranischen Botschaft. Vor der iranischen Botschaft sprachen wir am 3. Jänner mit der Aktivistin Mahsa Abdolzadeh.
(Interview)

Am Samstag, dem 6. Jänner kamen mehr als 300 Menschen zu einer Solidaritärskundgebung mit den protestierenden Iraner*innen auf den Platz der Menschenrechte beim Marcus-Omofuma-Stein.
(Ausschnitt aus Demorede und Atmo)

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Das war die WiderstandsChronologie

https://cba.fro.at/357401

 Posted by on Sa., 6. Januar 2018 at 19:33
Jan 052018
 

Mit der Einstellung der Beschäftigungsaktion 20.000 entledige sich die Regierung aus ideologischen Gründen eines höchst wirkungsvollen und billigen Instruments der Arbeitsmarktpolitik, kritisierte Lukas Wurz auf der neuen Website reflektive.at.
Ich sprach mit ihm darüber für das Nachrichtenmagazin „ANDI“ auf ORANGE 94.0: über die Aktion 20.000, dessen Einstellungen, was bei der Aktion 20.000 hätte besser gemacht werden können, und – da ganz offensichtlich noch weitere fatale sozialpolitische Einschnitte drohen – auch noch gleich ein bisschen über die neue Website reflektive.at, auf der er und andere ehemalige Referent*innen des grünen Parlamentsklubs Regierungsprogramm und -praxis analysieren.

http://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/07andi-05jan2018-aktion20000-reflektive-gerhard.mp3

 Posted by on Fr., 5. Januar 2018 at 20:47
Dez 292017
 

Von der Vorgeschichte haben wir bereits mehrmals berichtet (hier und hier):

Seit Jahren setzt sich die Initiative „Gedenken Hadersdorf am Kamp“ unter anderem mit Unterstützung des KZ-Verbands Wien für eine würdige Gedenkstätte in Hadersdorf am Kamp ein, die an die Ermordung von 61 politischen Gefangenen im April 1945 am Friedhof von Hadersdorf am Kamp erinnern soll. Die Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus sind am 6. April 1945 angesichts der nahenden roten Armee aus dem Gefängnis Krems-Stein entlassen worden, haben sich zu Fuß in Richtung Wien aufgemacht, sind aber schon in Hadersdorf am Kamp im Zusammenwirken von Volkssturm, Gendarmerie und SS angehalten und am 7. April erschossen worden.
Seit 2009 gibt es eine Gedenktafel am Friedhof von Hadersdorf am Kamp, die an die Ermordung von 61 Gefangenen erinnert. Damit werde nach Ansicht des KZ-Verbands suggeriert, dass es sich bei den Ermordeten um Verbrecher gehandelt habe, und nicht um Widerstandskämpfer. Deshalb wird seit Jahren immer wieder mit Farbe das Wort „politische“ ergänzt, das von der Gemeinde immer wieder entfernt wird.

Am 1. Juli 2017 montierten schließlich Antifaschist*innen selbst eine würdige Gedenktafel, die auch die Namen aller bekannten Namen jener Menschen enthielt, die am 7. April 1945 in Hadersdorf am Kamp erschossen worden waren.

Im November beschloss der Hadersdorfer Gemeinderat die Gedenktafeln wieder zu entfernen und setzte den Beschluss auch rasch um.

Am 21. Dezember brachten Aktivist*innen der Initiative „Gedenken Hadersdorf am Kamp“ und der KZ-Verbände Wien und Niederösterreich deshalb rote Rosen und Bilder der ermordeten Widerstandskämpfer auf den Friedhof und hinterließen sie dort an, wo die Gedenktafeln gewesen waren.

Noch vor dem 24. Dezember waren die Bilder und die Rosen bereits wieder verschwunden.

Am 21. Jänner 2018 wollen Antifaschist*innen die entfernten Gedenktafeln mit den Namen der ermordeten politischen Gefangenen wieder anbringen.

Radiobeitrag für das Nachrichtenmagazin ANDI auf ORANGE 94.0 mit einem Interview mit Christine, der Tochter eines der ermordeten politischen Gefangenen, vom Mai 2017 und einem Ausschnitte aus einem Video von Renate Sassmann vom 21. Dezember 2017:


https://cba.fro.at/wp-content/uploads/andialternativernachrichtendienstvonorange940/06andi-29dez2017-gedenken-hadersdorf-gerhard.mp3

 Posted by on Fr., 29. Dezember 2017 at 20:00