Apr 152017
 

Willkommen bei der WiderstandsChronologie …

Rund 100 Personen kamen am 2. April zu einem Soli- und Infofest in die Lobau. Dort droht dem Biohof Puk-Polzer, um den sich in den letzten Jahren mehrere selbstorganisierte Garten- und Landwirtschaftsprojekte gebildet haben, die Delogierung. Bianca Puk erklärt im Gespräch mit Christa Reitermayr: [Ausschnitt Interview]
Während die einen die Schuld an der drohenden Delogierung den in der sogenannten „Kleinen Stadtfarm“ organisierten Initiativen geben, sehen diese das anders, Michael Graner von der Kleinen Stadtfarm sagt: [Ausschnitt Interview]
Für einen Verbleib der Familie Puk-Polzer setzt sich die dort ebenfalls mit einem Gartelprojekt aktive Initiative SoliLa ein: [Ausschnitt Interview]

Ein ausführlicher Beitrag dazu der Sendereihe Open Up und für Radio Widerhall kann hier gehört werden:
https://cba.fro.at/337780

Die massenhafte Abschiebung von geflüchteten Menschen geht weiter. Am 5. April protestierten laut Berichten in sozialen Medien rund 20 Personen vor dem Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände gegen eine Massenabschiebung von Menschen per Charterflug nach Nigeria.
Am 6. April demonstrierten Schüler_innen der integrativen Schule Hernals, Eltern und Lehrer*innen vor dem Innenministerium gegen die drohende Abschiebung des 10-jährigen Volksschülers Luka und seiner Mutter nach Georgien. Die Übernahme von Protestschreiben und mitgebrachten Briefen der Mitschüler*innen sei vom Innenministerium verweigert worden, wurde berichtet.

Rund 250 Menschen kamen am 8. April auf den Heldenplatz, um die Protestbewegung gegen die autokratische Entwicklung in Serbien zu unterstützen. [Interviews]

Das war die WiderstandsChronologie, auf Wiederhören …

https://cba.fro.at/338615

 Posted by on Sa., 15. April 2017 at 19.51
Apr 012017
 

[Skript:]

Willkommen bei der WiderstandsChronologie.

In den letzten Monaten bildete sich eine EU-weite Bewegung, die unter dem Namen „Pulse of Europe“ in immer mehr Städten Kundgebungen abhält für „den Erhalt eines demokratischen und rechtsstaatlichen, vereinten Europas“. Seit dem 19. März gibt es auch in Wien am Karlsplatz eine wöchentliche „Pulse of Europe“-Kundgebung. Am 19. März nahmen rund 200 Menschen teil. Am 26. März waren es bereits 400. Nini Tsiklauri, eine der Initiator_innen, erklärte uns …

Als am 27. März Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer vereint einen raschen Bau der umstrittenen Autobahn durch die Lobau forderten, gab es eine kleine Protestkundgebung vor der Arbeiterkammer mehrerer Umweltinitiativen. Jutta Matysek war dort.

Im Nationalrat wurde am 29. März von SPÖ und ÖVP ein Initiativantrag zur Einschränkung des Versammlungsrechts eingebracht. Dagegen wurde am Sonntag davor, am 26. März, mit einer FreieLuft-Party im Volksgarten protestiert. Der Rechtsanwalt Georg Bürstmayr warnte dort davor, aus dem hart erkämpften und 1867 inkraftgetretenen Grundrechtskatalog einzelne Freiheiten herauszulösen.

Am 28. März demonstrierten zwischen 450 und 500 Personen gegen die angekündigten Einschränkungen des Versammlungsrechts. Sie zogen vom Platz der Menschenrechte zum Innenministeriumsgebäude am Minoritenplatz. Alexander Pollak von SOS Mitmensch wandte sich da, ähnlich wie zwei Tage zuvor Bürstmayr, gegen den Abbau von demokratischen Grundrechten.

Eine der Hauptforderungen der Demonstration gegen die Einschränkung des Versammlungsrechts war die nach einem Rücktritt von Innenminister Sobotka. Der Feministin Brigitte Hornyik ging diese Forderung nicht weit genug.

Die Kette an massenhaften Abschiebungen von Schutzsuchenden nach Afghanistan, aber auch in andere Herkunftsländer, reisst nicht ab. In der Nacht vom 28. auf den 29. März wurden zahlreiche Menschen per Charterflug nach Afghanistan abgeschoben. Dagegen protestierten am Abend des 28. März bis zu 250 Personen vor dem Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände.

Das war die WiderstandsChronologie vom 1. April 2017. Auf Wiederhören.

https://cba.fro.at/337710

 Posted by on Sa., 1. April 2017 at 17.39
Mrz 192017
 

[Skript:]

Willkommen bei der WiderstandsChronologie der letzten vier Wochen.

Am 23. Feber fand nach langer Zeit wieder einmal eine Opernballdemo statt. An die aufrührerischen Opernballdemonstrationen der 1980er-Jahre oder die großen Donnerstagsdemos am Tag des Opernballs in den Nullerjahren kam die heuer von Kommunistischer Jugend und Kommunistischem Student_innenverband organisierte Demo nicht heran. 270 Personen zogen von der Johnstraße im 15. Bezirk zum Omofuma-Stein am Platz der Menschenrechte und lösten dort ihre Versammlung weitab der Oper und bereits eine Stunde vor Ballbeginn wieder auf.

Am 28. Feber fanden in mehreren Städten Autokorsos für die Freilassung des in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel statt. In Wien fuhren rund 20 mit Plakaten gekennzeichnete Autos und einige Fahrräder vom Praterstadion zum Parlament.

Am 1. März begann in Istanbul der Prozess gegen sieben Mitglieder der regimekritischen türkischen Band Grup Yorum. Auf der Mariahilfer Straße in Wien wiesen einige Unterstützer_innen auf diesen Prozess hin und forderten die Freiheit für die Künstler_innen.

Die inhaftiert gewesenen Mitglieder von Grup Yorum wurden noch am 1. März freigelassen. Der Prozess soll aber am 13. Juni fortgesetzt werden.

Zum internationalen FrauenLesben-Kampftag fanden in Wien heuer mehrere Demonstrationen statt.
Den Auftakt machte eine gemischte feministische Vorabenddemo vom Bahnhof Wien Mitte zum Stephansplatz, an der sich unter dem Motto „Make Feminism a Thread again“ rund 250 Person beteiligten.

Für den 8. März wurde zu einem Frauenstreik aufgerufen. Streikende Alleinerzieher_innen versammelten sich um 17 Uhr vor dem Parlament.
Um diese Zeit sammelten sich am Urban-Loritz-Platz bereits hunderte Personen zur Frauen-, Lesben-, Inter,- Non-binary-, Trans*-Demonstration unter dem Titel „Take back the streets – jeden Tag 8. März“, die danach zum Platz der Menschenrechte zogen. Warum es erstmals diese Demonstration zusätzlich zur alljährlichen autonomen FrauenLesben-Demo gab, erklärte die Aktivistin und Orgaperson Lena. Danke an die Aktivistin Jaqueline für die Aufnahme.

Um 18 Uhr begann am Christian-Broda-Platz beim Westbahnhof die Autonome FrauenLesben-Demo, deren Ziel ebenfalls der Platz der Menschenrechte war. Danke an Eva für die Aufnahmen.

Mehr als 100 Personen demonstrierten am 13. März am Flughafen Wien gegen die Abschiebung mehrerer Personen nach Afghanistan. (Längerer Beitrag für O94POLITIK SPEZIAL: https://cba.fro.at/336358.)

Und heute Samstag, dem 18.3., beteiligten sich in Wien zwischen 1300 und 1500 Personen an einer Demonstration anlässlich eines internationalen Aktionstags gegen Rassismus.

Das war die Widerstandschronologie der letzten vier Wochen. Die nächste WiderstandsChronologie gibt es wieder wie gewohnt in vierzehn Tagen.

https://cba.fro.at/336685

 Posted by on So., 19. März 2017 at 17.14
Feb 182017
 

Skript:

Willkommen bei der WiderstandsChronologie für den Zeitraum 5. bis 18. Feber 2017.

Am 6. Feber wurde weltweit auf die schweren Frauenrechtsverletzungen durch kulturell verankerte weibliche Genitalverstümmelung hingewiesen. Vor dem Parlament in Wien versammelten sich dazu rund 20 Personen.

Am 7. Feber demonstrierten in der Herrengasse unweit des Innenministeriums 200 bis 300 Personen gegen die von Innenminister Sobotka angekündigten Eingriffe ins Versammlungsrecht. Unter ihnen die Journalistin Susanne Scholl.

Am 11. Feber gedachte der KZ-Verband Wien der Arbeiter_innen, die im Feber 1934 gegen das austrofaschistische Dollfussregime gekämpft hatten. Renate Sassmann von WienTV war dabei und zeichnete unter anderem die Gedenkworte des Wiener Landesobmanns des KZ-Verbands Friedl Garscha auf.

One Billion Rising ist ein seit fünf Jahren weltweit am 14. Feber stattfindender getanzter Protest für ein Ende der Gewalt an Frauen* und Mädchen*. Unter dem Motto „Superheld*innen gegen Gewalt“ demonstrierten und – vor allem – tanzten mehr als 300 Personen vor dem Parlament in Wien. Rund 200 zogen danach auch noch zum Burgtor.

Das war die WiderstandsChronologie für den Zeitraum vom 5. bis 18. Feber 2017.
Die nächste WiderstandsChronologie gibt es ausnahmsweise erst in vier Wochen.
Auf Wiederhören.

https://cba.fro.at/334753

 Posted by on Sa., 18. Februar 2017 at 19.50