Okt 062007
 

EKH-Termine Oktober 2007

Mittwoch 10.10. 2007 20 Uhr

Politdiskubeisl: die Militante Gruppe, der §129, und die Frage der Militanz

Mit den Festnahmen der 4 Menschen in Deutschland auf Berufung des Paragrafen 129a (terroristische Vereinigung) und der Anschuldigung Mitglied der Militanten Gruppe zu sein, gipfelte der vorläufige Höhepunkt der Kriminalisierung linker/linksradikaler Zusammenhänge.
Über diese Vorfälle, den Reaktionen und Diskussionen, bzw. über die allgemeine Militanzfrage möchten wir an diesem Mittwoch, informieren und diskutieren. Auch die Frage der Solidarität bzw. der (Anti)Gefängnisarbeit scheint uns in diesem Zusammenhang eine wichtige.


Mittwoch 17.10.2007 20 Uhr

Politdiskubeisl: AMSand

“Wir betrachten das Verhältnis Arbeit-Kapital als das zentrale Ausbeutungsverhältnis, dem wir in dieser Gesellschaft nicht entrinnen können. Was uns interessiert, sind Kämpfe von Arbeitslosen und ArbeiterInnen gegen die Verschlechterung und für die Verbesserung von Lebensbedingungen.
Die subversive Kantine als Raum für die Auseinandersetzung über Kämpfe in aller Welt, also internationale Themen, ebenso mit unseren konkreten Problemen in der Arbeit, am
Arbeitsamt, am Sozialamt; Versuche, die Aufspaltung in Individuen und/oder konstruierte Gruppen wie AusländerInnen, InländerInnen zu überwinden; zu gemeinsamem Handeln zu kommen, diese Verhältnisse zu stürzen. Wenn Arbeit etwas Geiles wäre, würden die AusbeuterInnen sie selber machen!
Es gibt vegane Volksküche

Mi. 17.10. 2007: Workshop 2 – Sozialhilfe/AMS/BBRZ
Mi. 21.11. 2007: Workshop 3 – Datenschutz
Mi. 19.12. 2007: Workshop 4 – Wie verhalte ich mich am AMS/beim Sozialamt/am BBRZ
Mi. 16.01. 2007: Workshop 5 – Gemeinsam einen Konsens finden aus den vorangegangenen Workshops 1 bis 4
Neue Website: http://www.amsandstrand.com

Mittwoch 24.10.2007 Subversive Kantine: 20 Uhr, ab 19 Uhr Volxküche

Die Spur der Steine Filmvorführung und Diskussion

Die sozialistische Wirklichkeit in diesem Film: Ein Brigadier (Vorarbeiter) auf einer Großbaustelle wandelt sich vom auf den eigenen Vorteil bedachten Arbeiter zum bewusst sozialistisch denkenden und handelnden Menschen. Der Parteisekretär will sich aus Angst um seine Karriere nicht dazu bekennen, eine junge Genossin geschwängert zu haben. Der korrupte Bauleiter macht krumme Geschäfte. In einer Sitzung der Partei wird diese Vergangenheit aufgearbeitet: (fast) jeder hat Dreck am Stecken, (fast) jeder hat aber auch seine Qualitäten – Frauen kommen in diesem Film leider kaum als handelnde Subjekte vor. Der Film Spur der Steine wird der Größe des Themas nicht gerecht. Er gibt ein verzerrtes Bild von unserer sozialistischen Wirklichkeit, dem Kampf der Arbeiterklasse, ihrer ruhmreichen Partei und dem aufopferungsvollen Wirken ihrer Mitglieder…”, so die Kritik am Neuen Deutschland” 14 Tage nach der Uraufführung des Films am 15.6.1966. Bis 1990 konnte der Film nicht mehr gezeigt werden. Der Regissseur und Drehbuchautor Frank Beyer wird nach diesem Film fast nur noch Fernsehstücke drehen dürfen, Hauptdarsteller Manfred Krug wird Jahre später die DDR verlassen, nachdem Wolf Biermann die Wiedereinreise verboten worden war. Die “Spur der Steine” gibt tatsächlich ein verzerrtes Bild von der Wirklichkeit der DDR, sie ist ein Versuch, der realsozialistischen Realität eine sozialistische Utopie gegenüber zu stellen.


Mittwoch 31.10.2007 ab 20 Uhr
Politdiskubeisl (mit veganer Vokü)

Vom rechten Rand bis zur gesellschaftlichen Mitte
Extremistische Gesinnung in unserer Gesellschaft

Zwei Rechtsextremismusexperten berichten über die aktuelle Situation:
Anlässlich der neuen Publikaton „Der Rechte Rand“ von H. Schiedel wird dieser mit einem zweiten Experten über den ganz „normalen“ österreichischen Rechtsextremismus berichten.
Durch die Waldheimaffäre und den Aufstieg der Haider FPÖ ist das offene Bekenntnis zum Rechtsextremismus in der gesellschaftlichen Mitte angelangt, kann aber in Österreich auf eine tief verwurzelte Traditon verweisen.
Seien es die Burschenschaften an den Universitäten, die 2009 wieder einen gesamtdeutschen Burschschaftskommers in Österreich planen, bis zu den alltäglichen rassistischen und antisemitischen Stimmungen die an den Stammtischen so gerne gepflegt werden.
Neu hingegen (zumindest seit Anfang 90er) ist die verstärkte und offene Präsenz von Neonazis auf Fussballplätzen und Straßen. Die neonazistische Skinheadszene (als bewaffenter Arm der Stammtische, siehe der Rechte Rand S.13) hat sich neu formiert und ist wieder aktiv.
Unübersehbar sind hier die Verbindungen zur rechtsextremen FPÖ, die sich in Österreich wieder an Spitze des “abendländischen Kulturkampfes” stellt. Erlebt und gesehen zuletz auf der Demonstration in der Brigittenau.
Antifa ist Nazistrukturen analysieren und zerschlagen!

 Posted by on Sa., 6. Oktober 2007 at 01:22