Jan 282008
 

Heftige Proteste gab es am 25. Jänner gegen einen Ball deutschnationaler Burschenschaften in der Wiener Hofburg. Dieser Ball zählt laut Eigendefinition zu den größten rechten Gesellschaftsereignissen im deutschsprachigen Raum. Demonstriert wurde auch gegen den Liederabend eines rechtsextremen Bardens in einer Burschenschafterbude am 26. Jänner. Eine Zusammenfassung der Ereignisse an einem für Wiener Verhältnisse ausgesprochen stürmigen Wochenende.

Am Freitag, den 25. Jänner feierten deutschnationale und rechtsextreme Burschenschaften den Wiener Korporationsball – trotz aller Proteste im Vorfeld wieder in der Hofburg. Dieser Ball zählt laut Eigendefinition zu den größten rechten Gesellschaftsereignissen im deutschsprachigen Raum. Das Schweigen und die Ruhe um dieses rechte Großevent sollte heuer ein Ende finden. Der von vielen autonomen und antifaschistischen Personen ins Leben gerufene „AK gegen den WKR“ organisierte unter dem Titel „DekaDance – Rechte Verbindungen wegbassen“ eine Veranstaltung im Museumsquartier, mit der unter anderem Raum geschaffen werden sollte, in dem Widerstand lustvoll und praktisch werden kann.
Zirka um 23.30 Uhr war es soweit, rund 400 Personen sammelten sich und machten sich auf in Richtung der nahen Hofburg.

Rund um die Hofburg und am Heldenplatz hatte die Polizei ein Platzverbot verhängt und alle Zugänge verschlossen oder mit Tretgittern gesichert. Bis 23 Uhr waren praktisch nur Ballbesuchende durchgelassen worden. Dann verringerte die Polizei ihr Aufgebot. Auch die bis dahin massiv beim Museumsquartier rund um DekaDance wachenden Polizeikräfte waren zu diesem Zeitpunkt großteils abgezogen worden.

So gut wie ohne Polizeibegleitung setzten sich die Protestierenden in Bewegung und gelangten tatsächlich trotz Platzverbot bis vor die Hofburg. Bis zu diesem Zeitpunkt schienen die Proteste ein voller Erfolg zu sein. ORANGE 94.0 berichtete bis 1:00 Uhr in einer Sondersendung. Eine Aktivistin des AK gegen den WKR berichtete live von den Protesten und zog, als sich die Demonstration aufzulösen schien, und zahlreiche Demonstrierende zurück ins Museumsquartier zogen, Bilanz:

Nachdem bereits auf der Ringstraße Barrikaden errichtet und Müllcontainer in Brand gesteckt worden waren, nutzten zwischen 100 und 200 Personen die für Wiener Verhältnisse ungewohnte Dynamik und zogen weiter in Richtung der Bude der Burschenschaft Olympia. Unterwegs verlor die Demonstration jedoch weitgehend ihren antifaschistischen Charakter. Dass ein Stein eine Scheibe eines China-Restaurants zerschlug, kann auch als Ausdruck eines tief sitzenden Rassismus verstanden werden. Euphemistisch wird in einem Text auf Indymedia davon geschrieben, dass sich der Stein verirrt habe. Derartige Leugnungen rassistischer Gewalttaten ist sonst eher aus anderen Zusammenhängen bekannt. Andere Protestierende sollten gegen diesen Steinwurf durch Buhrufe protestiert haben. Die Demo zog allerdings weiter, als ob nichts geschehen wäre. Erst zirka um halb 2 Uhr wurde die Demo von der Polizei aufgelöst, die bis dahin fast kaum präsent war.

Über Festnahmen gibt es unterschiedliche Informationen. Während in einigen Postings im Internet von Festnahmen zu lesen ist, meldete die Rechtshilfe, von keinen Festnahmen informiert worden zu sein.

Für Samstag hatte eine Antifa Kitten Brigade zu Katzenmusik gegen den Auftritt des rechtsextremen Barden Jörg Hähnel in der Bude der Burschenschaft Olympia aufgerufen. Bei heftigem Sturm kamen knapp 170 Personen zu der Protestveranstaltung. Die Polizei war diesmal wieder mit einem Großaufgebot vertreten und sperrte die Straße vor und nach der Bude der Olympia.
Unbestätigten Meldungen zufolge mag der Auftritt des rechtsextremen Bardens möglicherweise kurzfristig abgesagt oder verlegt worden sein. Gründe für die Demonstration gab es dennoch genug.

Die Demonstration zog zuerst bis zur Absperrung und umkreiste den Häuserblock dann durch Seitengassen, ehe sie Richtung U-Bahn-Station Neubaugasse weiterzog. Die Polizei verhielt sich friedlich.
Ruhe sollen die deutschnationalen Burschenschaften in nächster Zeit nicht so schnell finden. An den kommenden Mittwochen sind wie auch in den letzten Wochen Proteste gegen den wöchentlichen Farbenbummel der deutschnationalen Burschenschaften an der Universität Wien zu erwarten.

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=20837

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Wir bleiben noch in der Ballsaison:

Der am 31. Jänner wieder mal bevorstehende Opernball stellt wie schon berichtet für die Grünalternative Jugend unverändert einen „schönen“ gut sichtbaren Knotenpunkt für viele schlechte Eigenschaften von Herrschaftssystemen und kapitalistischen Wirtschaftweisen dar. Die GAJ fände es daher Schade, dieses Ereignis ohne kritische Aktionen über die Bühne gehen zu lassen, auch wenn sie eine traditionalistische Gegendemonstration nicht für sinnvoll hält.
Vielmehr sollen sich nach Ansicht der GAJ unter dem Motto „Dezentral statt Operball!“ im Vorfeld des Balles kleine Gruppen vernetzen und eine Anzahl von kreativen direkten und symbolischen Aktionen koordinieren. Als Anlaufstelle/Ausgangspunkt eventueller Aktivitäten wird am 31.01 am Ende der Mariahilferstrasse Ecke Museumsquartier ab 14 Uhr eine Kundgebung stattfinden in deren Rahmen nach dem Motto „Luxus für Alle“ Essen ausgeschenkt, zu Musik gefeiert und Propaganda verteilt wird.

Zumindest die Polizei scheint für den Tag des Opernballs bereits Pläne zu schmieden. So soll es aufgrund der Erfahrungen mit dem WKR-Ball wieder ein Platzverbot geben, das sie sonst angeblich nicht verhängt hätten.

Uns jedenfalls sind außer der GAJ-Kundgebung derzeit nur Vorbereitungen zu einer Opernballsondersendung ORANGE 94.0 am Tag des Opernballs, aber keine Demonstrationspläne oder dergleichen bekannt. Die Opernballsendung mit dem Titel Eat the rich again beginnt am 31. Jänner um 20 Uhr.

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Am 1. Februar 2008 geht im Wiener Rathaus der 14. Wiener Flüchtlingsball über die Bühne. Allerdings wer noch keine Karte hat, wird leider auf normalem Weg auch keine mehr bekommen. Der Flüchtlings-Ball ist wieder einmal ausverkauft. Der Reinerlös kommt dem Integrationshaus zugute.

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Rund um den Globus fanden am Samstag den 26. Jänner Aktionen im Rahmen des vom Weltsozialforum initiierten „Global Action Day“ statt. Auch in Österreich gab es Veranstaltungen, berichtet Hermann Dvorcak in der anderen Zeitung. So gab es in Wien tagsüber auf der Mariahilfer Straße Info-Stände (u. a. von und mit Global 2000, SOS Mitmensch, Attac, verschiedene Lateinamerika-Solidaritätsgruppen,…). Abends fand im großen Saal der Arbeiterkammer der „Karneval der Solidarität“ statt: ein Mix aus Politik und Kultur. Mehr darüber ist auf dieanderezeitung.at zu finden.

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Gentechnik: Percy Schmeiser – Der folgende Beitrag fasst einige zentrale Botschaften des kanadischen Farmers Percy Schmeiser zusammen, dessen Felder durch gentechnisch modifiziertes Saatgut kontaminiert worden waren.
http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=20845

 Posted by on Mo., 28. Januar 2008 at 20:33
Jan 252008
 

Heute Abend ist es nun soweit. Trotz aller Proteste findet der Ball deutschnationaler und rechtsextremer Burschenschafter im Wiener Korporationsring in der Hofburg statt. Seit 17 Uhr wird das größte gesellschaftliche Ereignisse der akademisch-rechtsextremen Szene im deutschsprachigen Raum durch großräumige Absperrungen polizeilich geschützt.

Aufgrund § 36 Abs. 1 des SPG, BGBl. Nr. 566/1991, wird verordnet:

§ 1. Aufgrund zu befürchtender Ausschreitungen anläßlich des Balles des Wiener Korperations Ringes in der Hofburg am 25.01.2008 ist anzunehmen, dass eine allgemeine Gefahr für Leben oder Gesundheit meh­rerer Menschen und für Eigentum im großen Ausmaß in dem aus beiliegenden Ausschnitt aus dem Bezirksplan für den 1. Wiener Gemeindebezirk in roter Farbe gekennzeichneten und auch zum Teil mit Tretgittern gesicherten Bereich entstehen wird. Dieser Plan ist Bestandteil dieser Verordnung. Der im Plan ge­kennzeichnete Bereich wird in folgenden genau bezeichnet:

Gebäudefront Hofburg Ecke Leopoldinischer Trakt/Ballhausplatz entlang bis Inneres Burgtor

Inneres Burgtor

Gebäudefront Alte Hofburg-Neue Hofburg- Österreichisches Museum für Völkerkunde

gedachte Verlängerung bis Einfriedung Burgring

Einfriedung Burgring bis äußeres Burgtor

Äußeres Burgtor

Einfriedung Burgring bis Eingang Heldenplatz – Böhmstraße

Einfriedung Volksgarten bis Ecke Volksgartennische

gedachte Verbindung Ecke Volksgartennische – Gebäudeecke Hofburg/Leopoldinischer Trakt

§ 2. Das Betreten des im § 1 bezeichneten Ortes ohne Berechtigung und der Auf­enthalt in ihm wird daher am 25.01.2008 ab 17.00 Uhr ver­bo­ten.

§ 3. Berechtigt im Sinne des § 2 sind die Organe des öffentlichen Sicher­heitsdienstes, Angehörige des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und des öster­reichischen Bundesheeres, andere Bedienstete des Magistrates der Stadt Wien, Anrainer, Personen, die mit dem Ball entweder als Gäste oder sonst in direktem oder indirektem Zusammenhang stehen, sowie akkreditierte Medienvertreter.

§ 4. Die Nichtbefolgung des Verbotes nach § 1 stellt eine Verwaltungsübertre­tung nach § 84 Abs. 1, Zif. 1 SPG dar und wird mit Geldstrafe bis zu € 360,- im Falle ihrer Uneinbringlichkeit mit Freiheitsstrafe bis zu 2 Wochen, bestraft.

§ 5. Diese Verordnung tritt am 25.01.2008 um 17.00 Uhr in Kraft.

Der Polizeipräsident

Dr. Pürstl e.h.

Im Museumsquartier beginnt um 19 Uhr wie bereits angekündigt die gegen den rechtsextremen Ball gerichtete Veranstaltung DekaDance. Neben Informationen gibt es Musik und alkoholfreie Getränke. ab 19 Uhr, nicht unbedingt pünktlich, in der Ovalhalle quartier21, Museumsquartier, also relativ nahe dem Burschenschafterball.
ORANGE 94.0 berichtet vom Protest gegen die staatlich geschützte Rechtsextremistenveranstaltung gegen Ende der Sendung Trotz Allem und in der Nacht je nach Erfordernis. Eine Zusammenfassung ist ab Mitternacht zu hören. Auf ORANGE 94.0.

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Wie ebenfalls bereits angekündigt gibt es Katzenmusik statt Jammerbarden anlässlich eines nationalen Liederabends mit dem NPD-Barden Jörg Hähnel in der schon erwähnten Burschenschaft Olympia am Samstag 26. Jänner, ab 19 Uhr, diesmal pünktlich. Treffpunkt bei der U6-Station Gumpendorfer Straße. Jeder Topf, der scheppert, jede Pfeife, die trillert, jede Tröte und Trommel – kurz alles was Krach macht – sei willkommen, so die antifa kitten brigade, die den deutschnationalen, sexistischen, homophoben und antisemitischen Burschenschaftern ein Ständchen spielen möchte, bis ihnen die Ohren klingeln! So heißt es in einem Aufruf der antifa kitten brigade, die auch um entsprechende Kätzchenkleidung bittet.

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Während in Davos das Weltwirtschaftsforum tagt, organisieren globalisierungskritische Organisationen und Bewegungen heuer am 26. Jänner weltweit Veranstaltungen, Aktionen oder Feste, die auf Alternativen zum neoliberalen Konzept hinweisen sollen. In Wien werden die Events vorwiegend informativen Charakter haben.

Am
Samstag, 26. Jänner
gibt es

10.00 – 16.00: Straßenaktionen in der Mariahilfer Straße
Infostände an der Kreuzung Neubaugasse/Amerlinggasse mit der Mariahilfer Straße, Straßenaktionen.
.
17.00 – 24.00: KARNEVAL der SOLIDARITÄT
1040, Theresianumgasse 16-18, Großer Saal der Arbeiterkammer

http://dieanderezeitung.at/index.php?option=com_content&task=view&id=1629&Itemid=59
http://www.wsf2008.net/de/node/3172

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Zum Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Jänner 2008 findet am Sonntag ab 16:00 Uhr findet beim Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Shoa am Judenplatz eine Kundgebung statt, mit
Mag. Raimund Fastenbauer (Generalsekretär IKW Wien), Dr. Wolfgang Neugebauer (ehem. Leiter Dokumentationsarchivs d. ö.Widerstands, angefragt), Marlies Wilhelm (Vorsitz der ÖH – Uni Wien).
Die Kundgebung wurde 2005 von der Go Dogma anlässlich des 60. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz ins Leben gerufen. Sie war der einzige öffentliche Gedenkakt in Österreich zu diesem für die Beendigung des größten Verbrechens der Menschheit symbolischen Datum, das 2005 von der UNO zum Weltgedenktag erklärt wurde.
Im Anschluss an die Kundgebung ladet die Go Dogma zum Filmabend:
Sein oder Nichtsein (Regie: Ernst Lubitsch,1942)
18:00 Uhr, Unter der Brücke, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien

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Mantelausgabe: http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=20822

 Posted by on Fr., 25. Januar 2008 at 20:32
Jan 242008
 

Während in Davos das Weltwirtschaftsforum tagt, organisieren globalisierungskritische Organisationen und Bewegungen heuer am 26. Jänner weltweit Veranstaltungen, Aktionen oder Feste, die auf Alternativen zum neoliberalen Konzept hinweisen sollen. In Wien werden die Events vorwiegend informativen Charakter haben.

Am
Samstag, 26. Jänner
gibt es

10.00 – 16.00: Straßenaktionen in der Mariahilfer Straße
Infostände an der Kreuzung Neubaugasse/Amerlinggasse mit der Mariahilfer Straße, Straßenaktionen.
.
17.00 – 24.00: KARNEVAL der SOLIDARITÄT
1040, Theresianumgasse 16-18, Großer Saal der Arbeiterkammer

Wir wollen die negativen Konsequenzen des Neoliberalismus facettenreich aufzeigen, vom sozialen Kampf um Frieden und Gerechtigkeit berichten und beweisen, dass EINE ANDERE WELT MÖGLICH IST.

inhaltlich geht es um die Themenschwerpunkte:
Migration/Menschenrechte/Arbeitswelt Das Neue Lateinamerika
Gegen Rassismus und Populismus Minderheiten
EU-Reformvertrag/Demokratieverständnis Bildung/Gesundheit/New Public
Umweltproblematik und Klimawandel Management

Kulturschwerpunkte:
THE PALOMITA SHOW
TOPOKE von TRES MONOS
Musik aus Chile, Kurdistan, Venezuela, Österreich, etc.
Viele SolistInnen mit Sonderprogramm

http://dieanderezeitung.at/index.php?option=com_content&task=view&id=1629&Itemid=59
http://www.wsf2008.net/de/node/3172

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Der Verein Exil ruft auch dieses Jahr wieder auf zum Literaturwettbewerb „Schreiben zwischen den Kulturen“. Diese Literaturpreise „Schreiben zwischen den Kulturen“ sollen vor allem AutorInnen, die nach Österreich zugewandert sind, oder einer ethnischen Minderheit angehören ermutigen, sich mit ihrer Lebenssituation literarisch auseinander zu setzen. Ziel des Projektes sei es, neue literarische Talente zu entdecken, AutorInnen, die aufgrund ihres neuen, oft unverstellten Blickes auf die deutsche Sprache imstande sind, dieser neue impulse zu geben, schreibt der Verein Exil.
Informationen auf http://www.zentrumexil.at/index.php?id=6 oder leichter zu finden auf sos-mitmensch.at

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Die für heute von Bundeskanzler Gusenbauer und Vizekanzler Molterer erwartete Verhandlungsstrategie gegenüber der EU zum Ausbau der Erneuerbaren Energie in Österreich untergrabe den letzten Rest an Glaubwürdigkeit in der heimischen Klimaschutzpolitik, meit Greenpeace. Mit der Ansage, das Ziel nicht in Angriff zu nehmen sondern wegverhandeln zu wollen, deklariert sich Österreich als Klimaschutz-Blockierer. „Nicht nur, dass Österreichs Regierung keine ernsthafte Klimaschutzpolitik im eigenen Land betreibt. Jetzt versucht sie auch noch die Klimaschutzbemühungen der EU zu blockieren“, so Greenpeace – Sprecher Niklas Schinerl. Und weiter: „Schlimm genug, dass die Bundesregierung die im Regierungsprogramm selbst gesteckten Ziele nicht ernst nimmt. Jetzt wollen Gusenbauer und Molterer offenbar auch noch die ohnehin niedrigere Vorgabe der EU von 34 Prozent Erneuerbaren Energieträgern nach unten drücken“, so Schinerl, “ Für uns ist damit klar, dass sich Österreich von einem ambitionierten Ausbau der Erneuerbaren Energie abwendet. So verspielt die Regierung ihren letzten Rest an Glaubwürdigkeit in Sachen Klimaschutz“, so Schinerl von Greenpeace.

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Gegen den Ball des Wiener Korporationsrings, dem unter anderem die nicht nur vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands als rechtsextrem eingestufte Olympia angehört, am kommenden Freitag in der Hofburg, findet am selben Abend eine Veranstaltung unter dem Titel Dekadance, „rechte Verbindungen wegbassen“ statt, mit Party, Vokü und Traktor, und in auffallender Nähe zur Hofburg. Freitag, 25. Jänner, 19 Uhr, nicht pünktlich, Museumsquartier, quartier 21, Ovalhalle
http://www.oeh.univie.ac.at/politik.html

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Und wie ebenfalls bereits angekündigt gibt es Katzenmusik statt Jammerbarden anlässlich eines nationalen Liederabends mit dem NPD-Barden Jörg Hähnel in der schon erwähnten Burschenschaft Olympia am Samstag 26. Jänner, ab 19 Uhr, diesmal pünktlich. Treffpunkt bei der U6-Station Gumpendorfer Straße. Jeder Topf, der scheppert, jede Pfeife, die trillert, jede Tröte und Trommel – kurz alles was Krach macht – sei willkommen, so die antifa kitten brigade, die den deutschnationalen, sexistischen, homophoben und antisemitischen Burschenschaftern ein Ständchen spielen möchte, bis ihnen die Ohren klingeln! So heißt es in einem Aufruf der antifa kitten brigade, die auch um entsprechende Kätzchenkleidung bittet.

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Mantelausgabe:

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=20791

 Posted by on Do., 24. Januar 2008 at 20:32
Jan 232008
 

Nur vorerst ungestört waren deutschnationale Burschenschafter bei ihrem heute nur kurz ausgefallenen wöchentlichen Farbenrummel vor der Uni Wien. Als sie sich auf militärische Art untereinander verabschiedeten, seien sie Ziel von eierwerfenden Personen geworden, berichtet ein Beitrag auf Indymedia. Gegen diese regelmäßige Zusammenrottung uniformierter studentischer Rechtsextremer protestierten in den letzten und vermutlich auch den nächsten Wochen immer wieder antifaschistische Personen, welche die Burschenschafter wiederholt zur Absage oder zum frühzeitigen Abbruch ihres Paradierens bewogen.
http://at.indymedia.org/node/9231

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Gegen den Ball des Wiener Korporationsrings, dem unter anderem die nicht nur vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands als rechtsextrem eingestufte Olympia angehört, am kommenden Freitag in der Hofburg, findet am selben Abend eine Veranstaltung unter dem Titel Dekadance, „rechte Verbindungen wegbassen“ statt, mit Party, Vokü und Traktor, und in auffallender Nähe zur Hofburg. Freitag, 25. Jänner, 19 Uhr, nicht pünktlich, Museumsquartier, quartier 21, Ovalhalle
http://www.oeh.univie.ac.at/politik.html

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Und wie ebenfalls bereits angekündigt gibt es Katzenmusik statt Jammerbarden anlässlich eines nationalen Liederabends mit dem NPD-Barden Jörg Hähnel in der schon erwähnten Burschenschaft Olympia am Samstag 26. Jänner, ab 19 Uhr, diesmal pünktlich. Treffpunkt bei der U6-Station Gumpendorfer Straße. Jeder Topf, der scheppert, jede Pfeife, die trillert, jede Tröte und Trommel – kurz alles was Krach macht – sei willkommen, so die antifa kitten brigade, die den deutschnationalen, sexistischen, homophoben und antisemitischen Burschenschaftern ein Ständchen spielen möchte, bis ihnen die Ohren klingeln! So heißt es in einem Aufruf der antifa kitten brigade, die auch um entsprechende Kätzchenkleidung bittet.

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Mantelausgabe:

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=20779

 Posted by on Mi., 23. Januar 2008 at 20:31
Jan 222008
 

Proteste gegen die Abhaltung des Balls des Wiener Korporationsrings WKR am Freitag in der Hofburg kamen heute von Grünen, Grünalternativer Jugend, Grünalternativen Studis, aber auch der ÖH Uni Wien.
Der Wiener Korporationsring sei die Vereinigung der deutschnationalen Burschenschaften in Wien und beinhalte unter anderen die Olympia, die vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands als rechtsextrem eingestuft wird, warnt die ÖH in einem offenen Brief an Bundespräsident Fischer. Der antifaschistische Grundkonsens der 2. Republik und demokratiepolitisches Engagement an sich verlangen nach Meinung der ÖH ein unbedingtes Auftreten gegen derartige Geisteshaltungen und Veranstaltungen, gerade auch in jenem Jahr, in dem sich der Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland zum 70. Mal jährt, so die ÖH Uni Wien. Die GAJ fordert eine Untersagung des Balls. So einen Ball zuzulassen, stellt eine direkte Duldung rechten Gedankengutes dar, so die GAJ. Mit den Worten, es könne nicht sein, dass im Parlament Schweigeminuten abgehalten werden und in der Hofburg die Rechtsextremen tanzen, fordert der Justizsprecher der Grünen, Steinhauser, Stellungnahmen von Bundespräsident und Regierung.
Für eine Untersagung des Balls sowie ein Verbot aller deutschnationalen Burschenschaften und rechtsextremen Vereinigungen aktiv wurde auch ein Arbeitskreis gegen den WKR.
Dem Unmut über Burschenschaften, Rechtsextreme und diesen Ball soll im Rahmen von DekaDance Ausdruck verliehen werden. Am Freitag, den 25. Jänner ab 19 Uhr – nicht wirklich pünktlich – in der Ovalhalle im Museumsquartier/q21, also in auffallender Nähe zur Hofburg. Es gibt Party, Vokü, Infos, Disco, alkoholfreie Cocktails, Bass und einen Traktor.

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Für Samstag, den 26. Jänner lädt die deutschnationale Burschenschaft Olympia zum „nationalen Liederabend“ mit dem NPD-Barden Jörg Hähnel. Auch dieser Spaß solle ihnen vergällt werden, wenn es beispielsweise nach der antifa kitten brigade geht, die zu „Katzenmusik statt Jammerbarden!“ aufruft. Zu einer Demonstration gegen den „nationalen Liederabend“ in der Burschenschaft Olympia! sollen Lärminstrumente jeglicher Art mitgenommen werden! Jeder Topf, der scheppert, jede Pfeife, die trillert, jede Tröte und Trommel – kurz alles was Krach macht – sei willkommen, so die antifa kitten brigade, die den deutschnationalen, sexistischen, homophoben und antisemitischen Burschenschaftern ein Ständchen spielen möchte, bis ihnen die Ohren klingeln!

Treffpunkt hierfür ist am
Samstag 26. Jänner 2008
um 19:00 (diesmal pünktlich!!!) bei der
U6-Station Gumpendorfer Straße (1060 Wien)

um entsprechende Kätzchenkleidung wird gebeten

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Zu einer „Informations- und Protestveranstaltung gegen Burschenschaften an der Universität“ bereits am Mittwoch, 23.01.2008, um 12 Uhr vor der Hauptuni, lädt die ÖH Uni Wien ein. Für diesen Zeitpunkt plant der WKR zumeist auch seinen wöchentlichen Farbenrummel, also das Herumlungern von Burschenschaftern in Uniform vor und in der Uni Wien. Antifaschistische Proteste haben diesen propagandistischen Ausdruck rechtsextremen Lifestyles in letzter Zeit allerdings wiederholt verhindert.

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In insgesamt 18 Gefängnissen in Österreich werden Schubhäftlinge „angehalten“. Viele befinden sich in mittelgroßen Städten, deren Einwohnende oft gar nichts davon wissen. Bludenz ist eine solche Stadt.

Deshalb werden Asyl in Not und die Sozialistische Jugend Vorarlberg mit einer Demonstration am 26.1.2008; genau darauf aufmerksam machen und dagegen protestieren. Treffpunkt: 26. Jänner, 16 Uhr, Bahnhof Bludenz.

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Ein an alle Haushalte in Beljak/Villach gesendeter Aufruf Jörg Haiders, ihm alle als Gewalttäter verdächtige Menschen aus Tschetschenien zu melden, damit er deren sofortige Abschiebung veranlassen könne, erregt den Protest zumindest von Universitätsprofessor Ottomeyer in Celovec/Klagenfurt. „So als ob es keine Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte gäbe.“
Nachdem Jörg Haider bereits am 7.1.2008 als Reaktion auf eine Silvesterschlägerei in Villach 18 Menschen aus drei tschetschenischen Familien (samt Baby und Schulkindern) pauschal als „tschetschenische Gewalttäter“ bezeichnet hatte und sie wie in einer Diktatur, unter Missachtung der Unschuldsvermutung und völlig vorbei an den laufenden polizeilichen Ermittlungen, in das Flüchtlingslager Traiskirchen abschieben ließ, werde die Situation immer unerträglicher, so Ottomeyer. Nachzulesen in der anderen Zeitung:
http://dieanderezeitung.at/index.php?option=com_content&task=view&id=1621&Itemid=1

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ZIP-FM-Mantelausgabe: http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=20763

 Posted by on Di., 22. Januar 2008 at 20:30