{"id":88,"date":"2007-11-07T16:54:07","date_gmt":"2007-11-07T14:54:07","guid":{"rendered":"http:\/\/nochrichten.net\/?p=88"},"modified":"2007-11-08T16:56:49","modified_gmt":"2007-11-08T14:56:49","slug":"nachrichten-7-november-2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nochrichten.net\/?p=88","title":{"rendered":"Nachrichten 7. November 2007"},"content":{"rendered":"<p>::queeres K\u00fcssen und Schmusn im Merkur<br \/>\n::Kundgebung gegen \u00f6ffentlich finanzierte Scharlatanerei, Betrug und Hokus-Pokus<br \/>\n::Gedenkveranstaltungen zum Novemberpogrom<br \/>\n::Waypoints like Sharon&#8217;s Stone<\/p>\n<p>K\u00fcssen und Schmusen von nicht heterosexuellen Menschen sehe der Chef der beliebten Beiseln Merkur und Tunnel nicht so gerne, weshalb schon so manche Aufforderung ergangen sei, dieses zu unterlassen, berichten bisweilen des K\u00fcssens und Schmusens Beschuldigte. Um dies nicht hinzunehmen trafen sich gestern am Abend so um die hundert Menschen  zum queeren K\u00fcssen und Schmusen im Mercur. Weils so viel Spa\u00df machte, wurde die Aktion sp\u00e4ter im Tunnel fortgesetzt. Gegen\u00fcber dem Standard.at gab sich der Lokalbesitzer verst\u00e4ndnislos. Er habe noch nie Schwule oder Lesben hinausgeschmissen. Die sollen sich aber normal verhalten.<\/p>\n<p>+++<\/p>\n<p>Gegen \u00f6ffentlich finanzierte Scharlatanerei, Betrug und Hokus-Pokus wollen am Freitag Studierende der Astronomie demonstrieren. Die Esoterik habe in den letzten Jahren einen besorgniserregenden Aufschwung erlebt, kritisiert die StrV Astronomie. Es habe sich geradezu eine Branche entwickelt, die aus der Leichtgl\u00e4ubigkeit der Menschen Profit schl\u00e4gt. Sogar die \u00f6sterreichische Wirtschaftskammer sei nun auf den Esoterik-Zug aufgesprungen und finanziere Teile eines &#8222;Diplomlehrgangs f\u00fcr Astrologie&#8220; am WIFI aus Beitr\u00e4gen ihrer Mitglieder und mit staatlicher Unterst\u00fctzung. AbsolventInnen des Astrologie-Lehrgangs seien laut Wifi von Unternehmen besonders f\u00fcr Beratungst\u00e4tigkeiten der Personalabteilung erw\u00fcnscht. Aus diesem Grund laden u.a. die StRV Astronomie und der Verein Kuffner-Sternwarte zum Protest vor dem Wifi ein, am 9.11.2007 um 16:00 Uhr, W\u00e4hringer G\u00fcrtel 97, unweit der U-Bahn-Station W\u00e4hringer Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>+++<\/p>\n<p>Diese Woche j\u00e4hrt sich zum 69. Mal der Novemberpogrom des Jahres 1938. Am Abend des 9. Novembers fand die endg\u00fcltige Enthemmung des antisemitischen Mobs statt, und zugleich der Auftakt zum Massenmord. Die damalige \u201eOstmark\u201c und insbesondere Wien bildeten die Vorhut der Vernichtung. Heute tobt sich der f\u00fcr die \u00f6sterreichische postnationalsozialistische Gesellschaft charakteristische Antisemitismus zunehmend im Hass auf den Staat der Shoah-\u00dcberlebenden aus.<\/p>\n<p>Mit unterschiedlichem politischen Hintergrund finden rund um diesen Tag mehrere Gedenkveranstaltungen, Kundgebungen und Demonstrationen mit oft unterschiedlichen Zielsetzungen statt. Unkommentiert hier eine Auswahl der Termine:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Unter dem Titel<\/p>\n<p>Niemals Vergessen!<br \/>\nGegen Antisemitismus und Faschismus!<br \/>\nGegen den antizionistischen Konsens!<br \/>\nSolidarit\u00e4t mit Israel!<\/p>\n<p>findet die Gedenkkundgebung zum Novemberpogrom an der Ecke Zirkusgasse\/Schmelzgasse im 2. Bezirk heuer am 8.11. um 17 Uhr statt.<\/p>\n<p>Es sprechen:<\/p>\n<p>&#8211; Angelica B\u00e4umer (Zeitzeugin)<br \/>\n&#8211; Dagmar Ostermann (Zeitzeugin)<br \/>\n&#8211; Raimund Fastenbauer (Generalsekret\u00e4r der Israelitischen Kultusgemeinde)<br \/>\n&#8211; F\u00fcr die j\u00fcdische Jugend Wiens sprechen VertreterInnen von Bnei Akiva, Hashomer Hatzair und Jad Bejad &#8211; Hand in Hand<br \/>\n&#8211; Caf\u00e9 Critique<br \/>\n&#8211; Studienvertretung Politikwissenschaft<\/p>\n<p>In der Zirkusgasse 22 stand bis zu ihrer Zerst\u00f6rung und Pl\u00fcnderung durch den Nazi-Mob am 10. November 1938 die Synagoge der seit 1736 bestehenden t\u00fcrkisch-j\u00fcdischen Gemeinde, auch \u201eT\u00fcrkischer Tempel\u201c genannt. Erst 1988, ein halbes Jahrhundert nach der Zerst\u00f6rung der Synagoge, wurde eine von der Stadt Wien gestiftete Gedenktafel an ihrem ehemaligen Ort angebracht.<\/p>\n<p><font style=\"font-size: 4pt\" size=\"1\">Unterst\u00fctzende Gruppen: Anthropoid Innsbruck, Autonome Uni Antifa, Bnej Akiba, Bund sozialdemokratischer Juden \u2013 Avoda, Caf\u00e9 Critique, Context XXI, Friends of Israel\/Linz, GO Dogma, Hashomer Hazair, Infoladen X, Initiative gegen Antisemitismus Z\u00fcrich, Israelitische Kultusgemeinde, Jad Bejad &#8211; Hand in Hand, KSV Lili, LICRA \u2013 \u00d6sterreich, Misrachi, Scholars for Peace in the Middle East (SPME) Austria, SoHo Wien Sektion 69, Studienvertretung Politikwissenschaft, www.antifa-on.org, www.juedische.at, Zionistische F\u00f6deration in \u00d6sterreich, ZPCL der B\u2019nai B\u2019rith<\/font><\/p>\n<p>Eine von \u00fcberwiegend trotzkistischen oder fr\u00fcher mal trotzkistischen Gruppen organisierierte, prim\u00e4r gegen Neonazi-Aktivit\u00e4ten ausgerichtete Demonstration gegen Rassismus und Faschismus am 8. November beginnt um 17 Uhr vor dem Volkstheater. Vor der FP\u00d6-Zentrale ist eine Zwischenkundgebung geplant. Anschlie\u00dfend zieht die Demonstration zum \u201cFritz-St\u00fcber-Heim\u201d in der Koppstra\u00dfe 72 in Ottakring.<\/p>\n<p><font style=\"font-size: 4pt\" size=\"1\">Die unterst\u00fctzenden Organisationen:<br \/>\nAKS &#8211; Aktion Kritischer Sch\u00fclerInnen (Wien)<br \/>\nLiga f\u00fcr die Soziale Revolution fka AST<br \/>\nGPA-DJP &#8211; Jugend<br \/>\nRevolution<br \/>\nRSO \u2013 Revolution\u00e4r Sozialistische Organisation<br \/>\nSJ &#8211; Sozialistische Jugend (Wien)<br \/>\nSLP &#8211; Sozialistische LinksPartei<br \/>\nSWI &#8211; Sozialistischer Widerstand International<br \/>\nVSST\u00d6 \u2013 Verband Sozialistischer StudentInnen \u00d6sterreichs, Wien<\/font><\/p>\n<p>Die Mahnwache und Kundgebung am Ort des ehemaligen Aspangbahnhofs findet heuer am Freitag, 9. November ab 16.30 Uhr statt.<br \/>\nVom Aspangbahnhof wurden in den Jahren 1939 bis 1942 zigtausende J\u00fcdinnen und Juden deportiert.<br \/>\nFreitag, 9. November 2007 \u2013 16:30 Uhr<br \/>\nAntifaschistischer Gedenkstein vor dem ehemaligem Aspangbahnhof<br \/>\n(1030 Wien, Aspangstra\u00dfe 2\/Platz der Deportierten)<br \/>\nGegen Antisemitismus und den antizionistischen Konsens!<\/p>\n<p>Wo am 9. November noch Verzweiflung war, da war am 10. November nichts mehr &#8211; 27 Morde durch die SA und die SS unter Beifallklatschen von NachbarInnen und B\u00fcrgerInnen, dutzende Selbstmorde, die Angst war so gro\u00df, dass viele lieber den Freitod w\u00e4hlten. Das war der 10. November 1938 in Wien.<br \/>\nDer 9. November war ein H\u00f6hepunkt von Pogromen, die es in \u00d6sterreich seit dem Anschluss an das 3. Reich tagt\u00e4glich gab, aber er war nicht das Ende. Das Sprichwort, \u201cUnd morgen geht die Sonne wieder auf\u201d, stimmt hier nicht, es dauerte noch fast sieben Jahre, bis den Nazis Einhalt geboten wurde.<br \/>\nMit einem Rundgang (Kleine Sperlgasse &#8211; Malzgasse &#8211; Foerstergasse &#8211; Schiffamtsgasse &#8211; Grosse Schiffgasse &#8211; Kleine Sperlgasse) wird am 10. November ab 14 Uhr aufgezeigt, wie fl\u00e4chendeckend die antisemitischen Ausschreitungen und Arisierungen in Wien stattfanden. Die veranstalterInnen rund um die Rosa Antifa Wien  bitten, Gegenst\u00e4nde wie Transparente, Fahnen, Megaphone etc. zuhause zu lassen. Das Gedenken an die Opfer des 9. November soll n\u00e4mlich weder \u201cDemocharakter\u201d haben, noch eine Art \u201cLichtermeer\u201d-Trauermarsch sein, da ein inhaltsleeres, mystifizierendes Gedenken die Umst\u00e4nde, die diesen Wahnsinn erm\u00f6glicht haben, nicht anspricht und \u00e4hnliche Umst\u00e4nde, die weiterexistierten, nicht aufgreift. Treffpunkt 10. November, 14 Uhr, Kleine Sperlgasse 2a<\/p>\n<p>+++<\/p>\n<p>Am 7. November 2007 beginnt in der Wiener Kunsthalle Exnergasse ein Kunst und Rechercheprojekt \u00fcber afrikanische und afrikanisierte Handlungsr\u00e4ume in Wien. Dieses Projekt, an dem u.a. afrikanet.info beteiligt ist, zeigt das afrikanische Wien sowie die Relationen von AfrikanerInnen zu Wien aus transdisziplin\u00e4ren Perspektiven.<br \/>\nWAYPOINTS LIKE SHARON\u00b4S STONE ist ein Kunst- und Rechercheprojekt \u00fcber afrikanische und afrikanisierte (Handlungs-) R\u00e4ume in &#8211; und in Relation zu &#8211; Wien.<br \/>\nWAYPOINTS LIKE SHARON\u00b4S STONE<br \/>\nAusstellung, Symposion<br \/>\n08.11.2007 bis 08.12.2007<br \/>\n10:00- 13:00 Sa<br \/>\n14:00- 19:00 Di bis Fr<br \/>\nWAYPOINTS LIKE SHARON\u00b4S STONE<br \/>\n07.11.2007 &#8211; 19:00<br \/>\nEr\u00f6ffnung der Ausstellung<br \/>\nW\u00e4hringerstr. 59<br \/>\n1090 Wien<\/p>\n<p>http:\/\/www.afrikanet.info<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>::queeres K\u00fcssen und Schmusn im Merkur ::Kundgebung gegen \u00f6ffentlich finanzierte Scharlatanerei, Betrug und Hokus-Pokus ::Gedenkveranstaltungen zum Novemberpogrom ::Waypoints like Sharon&#8217;s Stone K\u00fcssen und Schmusen von nicht heterosexuellen Menschen sehe der Chef der beliebten Beiseln Merkur und Tunnel nicht so gerne, <span class=\"excerpt-dots\">&hellip;<\/span> <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/nochrichten.net\/?p=88\"><span class=\"more-msg\"><\/p>\n<p align=\"right\"><i><b>WEITERLESEN \u25ba<\/b><\/i><\/p>\n<p><\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-88","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kurznachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=88"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/88\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=88"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=88"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=88"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}