{"id":518,"date":"2011-04-07T22:18:38","date_gmt":"2011-04-07T20:18:38","guid":{"rendered":"http:\/\/nochrichten.net\/?p=518"},"modified":"2011-04-25T14:56:17","modified_gmt":"2011-04-25T12:56:17","slug":"%e2%80%9ebewegung-pro-osterreich%e2%80%9c-%e2%80%93-antiislamische-burger_inneninitiativen-prasentieren-dachverband","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nochrichten.net\/?p=518","title":{"rendered":"\u201eBewegung Pro \u00d6sterreich\u201c \u2013 Antimuslimische B\u00fcrger_inneninitiativen pr\u00e4sentieren Dachverband."},"content":{"rendered":"<p>Die neugegr\u00fcndete \u201eBewegung Pro \u00d6sterreich \u2013 BP\u00d6\u201c wurde Donnerstagnachmittag im Hinterzimmer des Brigittenauer Stadls am Griegplatz vorgestellt. Sie sei ein \u201eDachverband der B\u00fcrgerinitiativen gegen muslimische Mehrzweckbauten\u201c und eine \u201ePlattform gegen die Islamisierung \u00d6sterreichs\u201c, hei\u00dft es vonseiten der Gr\u00fcndungsinitiativen. Das sind die \u201eBI Dammstra\u00dfe\u201c, die mit dem Slogan \u201eMoschee Ade\u201c im 20. Bezirk gegen ein islamisches Zentrum hetzt, die BI Rappgasse\/Umgebung, die selbiges im 21. Bezirk tut, die BI Troststra\u00dfe\/Muhrengasse aus Wien 10 und die Wiener Neust\u00e4dter \u201eBI Gartengallier\u201c. Auch Gleichgesinnte aus Bad V\u00f6slau und Hirtenberg waren gekommen und klagten ihr Leid, und wurden daraufhin sofort eingeladen, sich der BP\u00d6 anzuschlie\u00dfen, weil dies ihre einzige Chance sei, nicht von Muslimen \u00fcberrollt zu werden.<\/p>\n<p>Vertreter_innen aller Parteien seien zur Pr\u00e4sentation der BP\u00d6 eingeladen worden, betonte die aus der BI Dammstra\u00dfe kommende BP\u00d6-Sprecherin Hannelore Schuster. Wenig \u00fcberraschend waren aber nur solche von der Freiheitlichen und der Christlichen Partei gekommen. Erstere sehr zahlreich. Die BIs und die  FP\u00d6 machten auch nie ein Geheimnis aus ihrer (gegenseitigen?) Unterst\u00fctzung. Bei Demonstrationen in Brigittenau und Floridsdorf neben BI-Aktivist_innen und Freiheitlichen meist auch anwesende militante Neonazis und rechtsextreme Hooligans waren im Brigittenauer Stadl aber zumindest keine zu erkennen.<\/p>\n<p>Dass der Name \u201eBewegung Pro \u00d6sterreich\u201c irgendwie an die \u201eBewegung Pro K\u00f6ln\u201c erinnere, sei ebenso Zufall, wie dass das rote, oben offene \u201e\u00d6\u201c in der Wortmarke \u201eBP\u00d6\u201c optisch jenem aus dem FP\u00d6-Schriftzug zum Verwechseln \u00e4hnlich sieht, erkl\u00e4rte BP\u00d6-Sprecherin Hannelore Schuster gegen\u00fcber Radio Orange 94,0. Weder sei eine eigene Kandidatur noch ein Anschluss an eine bestimmte Partei beabsichtigt. Vielmehr solle geredet und aufgekl\u00e4rt werden. Freilich wende sich die BP\u00d6 auch nicht gegen alle Muslime, stelle auch die Freiheit der Religion nicht infrage, aber wenn es darum gehe, fremde Traditionen aufzuzwingen, sich nicht integrieren zu wollen, und es zu einer \u00dcbernahme unserer Gemeinschaft kommen solle, dann sei weitere Toleranz unangebracht.<\/p>\n<p>Dass sich nur Freiheitliche und Christliche Partei zur Unterst\u00fctzung dieser Anliegen bekennen, daf\u00fcr k\u00f6nnen sie nichts, meint Schuster. 1996 hatten noch alle Parteien im Brigittenauer Bezirksrat \u2013 SP\u00d6, \u00d6VP, FP\u00d6, Gr\u00fcne und LIF \u2013  gemeinsam gegen das islamische Zentrum in der Dammstra\u00dfe gestimmt. Auch heute noch nehme an den Stammtischen der BI regelm\u00e4\u00dfig eine Vertreterin der Brigittenauer Gr\u00fcnen teil und diskutiere konstruktiv mit. Aber wenn die Medien da sind, wie bei dieser Pr\u00e4sentationsveranstaltung, dann kommen sie nicht, die Gr\u00fcnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die FP\u00d6 sei die Unterst\u00fctzung der BP\u00d6 hingegen Ehrensache, versicherte der freiheitliche Wiener Klubobmann Johann Gudenus. Und der Floridsdorfer freiheitliche Bezirksvorsteher-Stellvertreter Kurt M\u00f6rz stand nicht an zu erkl\u00e4ren, wo denn eigentlich das Problem liege: Die Muslime seien gl\u00e4ubig und handeln aus innerer \u00dcberzeugung. Die meisten Christen seien aber nur mehr am Taufschein Christen, und auch nicht mehr moralisch gefestigt. Und deshalb seien Muslime \u201euns\u201c moralisch \u00fcberlegen, und wissen das, und verachten \u201euns\u201c deswegen. Und wenn \u201esie\u201c viele Kinder kriegen, und \u201ewir\u201c zu wenig, dann sterben wir bis 2050 aus. Da m\u00fcssen \u201ewir\u201c uns an der Nase nehmen. Und dann sei freilich auch noch die israelische Pal\u00e4stina-Politik schuld usw. usf.<\/p>\n<p>Die moralische \u00dcberlegenheit der Muslime wollten einige im Saal nicht so stehen lassen, insbesondere nicht CP\u00d6-Bundesobmann Gehring. Dass gegen die \u201eFamilienpolitik\u201c etwas getan werden m\u00fcsse, fand hingegen breite Zustimmung, auch von Schuster.<\/p>\n<p>Mehr als hundert Menschen lauschten der Pr\u00e4sentation der BP\u00d6 im Brigittenauer Stadl. Rund um das Lokal posierte vor allem sehr viel Polizei. Antifaschistische Demonstrant_innen waren \u2013 nach einem Aufruf der Linkswende \u2013 hingegen nur rund drei\u00dfig gekommen.<\/p>\n<p><strong>Erg\u00e4nzung: <\/strong>Wie die \u201eakin\u201c dankenswerter Weise erg\u00e4nzte, erkl\u00e4rte die angesprochene Gr\u00fcne Klubofrau, Petra Sassmann, dazu in einer Stellungnahme: Die Gr\u00fcnen haben den Dialog mit den Anrainer_innen der Dammstra\u00dfe gesucht, um sich mit den Bedenken im Hinblick auf Verkehrslage und L\u00e4rmbel\u00e4stigung auseinanderzusetzen. Ihre Dialogbereitschaft ende jedoch definitiv dort, wo der Kulturkampf anf\u00e4ngt. Und nichts anderes habe die Gr\u00fcndungsveranstaltung zum Ziel gehabt, so Sassmann laut \u201eakin\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/44624\">&gt;&gt;Beitrag f\u00fcr ZIP-FM-Lokalausgabe auf Radio Orange 94,0<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die neugegr\u00fcndete \u201eBewegung Pro \u00d6sterreich \u2013 BP\u00d6\u201c wurde Donnerstagnachmittag im Hinterzimmer des Brigittenauer Stadls am Griegplatz vorgestellt. Sie sei ein \u201eDachverband der B\u00fcrgerinitiativen gegen muslimische Mehrzweckbauten\u201c und eine \u201ePlattform gegen die Islamisierung \u00d6sterreichs\u201c, hei\u00dft es vonseiten der Gr\u00fcndungsinitiativen. 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