{"id":3849,"date":"2025-06-09T19:33:43","date_gmt":"2025-06-09T17:33:43","guid":{"rendered":"https:\/\/nochrichten.net\/?p=3849"},"modified":"2025-07-13T18:32:39","modified_gmt":"2025-07-13T16:32:39","slug":"juni-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nochrichten.net\/?p=3849","title":{"rendered":"Juni 2025"},"content":{"rendered":"<p><strong>2. Juni 2025: Keine Kundgebung am 50. Hurentag<\/strong><\/p>\n<p>Am 2. Juni 2025 j\u00e4hrte sich um 50. Mal die Besetzung der Kirche Saint-Nizier durch Sexarbeiter*innen, die damit gegen ihre Verdr\u00e4ngung und die Gef\u00e4hrdung ihrer Sicherheit protestierten. Diese Besetzung stellte den Beginn der internationalen Sexarbeiter*innenbewegung dar. J\u00e4hrlich am 2. Juni wird der \u201einternationale Hurentag\u201c begangen. Noch heute k\u00e4mpfen Sexarbeiter*innen mit massiver Stigmatisierung, die strukturelle Diskriminierung und Einschr\u00e4nkungen im Alltag zur Folge habe, erkl\u00e4rte die Allianz f\u00fcr Sexarbeiter*innenrechte in einer Aussendung. Zum 50. Jahrestag der Hurenbewegung fordern \u00f6sterreichische Fachberatungsstellen und Selbstorganisationen die gesellschaftliche Anerkennung von Sexarbeit als Erwerbsarbeit sowie die Ablehnung moralischer Urteile.<\/p>\n<p>Die Aussendung der Allianz f\u00fcr Sexarbeiter*innen: \u21d2 <a href=\"https:\/\/lefoe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Presseaussendung-2.-Juni-2025.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/lefoe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Presseaussendung-2.-Juni-2025.pdf<\/a><\/p>\n<p>Just am 50. Jahrestag des Auftakts der internationalen Hurenbewegung fand \u2013 im Gegensatz zu den letzten Jahren \u2013 keine Kundgebung statt. Eigentlich h\u00e4tte es etwas Gr\u00f6\u00dferes am Karlsplatz geben sollen. Als die Vorbereitungen scheiterten, war es f\u00fcr die Vorbereitung der \u00fcblichen Kundgebung am Urban-Loritz-Platz schon zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>***<\/strong><\/p>\n<p><strong>6. Juni 2025: Solidarit\u00e4t mit Maja in Wien<\/strong><\/p>\n<p>120\u2013150 Personen demonstrierten am 9. Juni 2025 vor der ungarischen Botschaft in Wien Solidarit\u00e4t mit Maja, einer nicht-bin\u00e4ren antifaschistischen Person, der vorgeworfen wird, im Feber 2023 an Angriffen auf ungarische Rechtsextreme beteiligt gewesen zu sein, die deshalb im Dezember 2023 in Berlin festgenommen und im Juni 2024 an Ungarn ausgeliefert worden ist. Maja drohen bis zu 24 Jahre Haft. Am 5. Juni 2025 trat Maja in Hungerstreik.<br \/>\nAufnahme der Reden auf der Maja-Solidarit\u00e4tskundgebung am 9. Juni 2025 in Wien: \u21d2 <a href=\"https:\/\/cba.media\/713567\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/cba.media\/713567<\/a><\/p>\n<p>Umfangreiche Hintergrundinformationen: \u21d2 <a href=\"https:\/\/www.basc.news\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.basc.news<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>***<\/strong><\/p>\n<p><strong>12. Juni 2025: Er\u00f6ffnung des Vienna Pride Village im Gedenken an die Opfer des Massenmords in Graz\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Am 12. Juni 2025 wurde das Vienna Pride Village am Wiener Rathausplatz er\u00f6ffnet \u2013 unter dem Eindruck des Massenmords an Sch\u00fcler*innen und Lehrer*innen am 10. Juni in Graz diesmal ohne Musikprogramm, leise und bed\u00e4chtig.<\/p>\n<p>Aufnahme der Reden bei der Er\u00f6ffnung: \u21d2 <a href=\"https:\/\/cba.media\/714113\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/cba.media\/714113<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>***<\/strong><\/p>\n<p><b>14. Juni 2025: Marsch f\u00fcrn Arsch<\/b><\/p>\n<p>Von 2012 bis 2023 zogen rechtsextreme und christliche Fundamentalist*innen am Tag der Regenbogenparade mit einem so genannten \u201eMarsch f\u00fcr die Familie\u201c durch die Innenstadt und wetterten vor allem gegen Homosexualit\u00e4t, gegen das, was sie Genderwahn und Zwangssexualisierung nennen und gegen Abtreibung. 2023 waren es rund 450. Dagegen gab es immer wieder Proteste und Blockaden queerer Aktivist*innen sowie die Demonstration \u201eMarsch f\u00fcrn Arsch\u201c.<\/p>\n<p>2024 wurde der \u201eMarsch f\u00fcr die Familie\u201c abgesagt, nachdem der \u201eMarsch f\u00fcrn Arsch\u201c auf der von den rechtsextremen und christlichen Fundamentalist*innen geplanten Route vorher bei der Beh\u00f6rde angezeigt worden war.<\/p>\n<p>Und auch heuer gab es keinen rechtsextremen christlich-fundamentalistischen \u201eMarsch f\u00fcr die Familie\u201c, sondern nur einen \u201eMarsch f\u00fcrn Arsch\u201c. Daran nahmen heuer rund 1800 bis 2000 Personen teil.<\/p>\n<p>Der Marsch f\u00fcrn Arsch wird in den letzten Jahren von anderen Organisationen organisiert als fr\u00fcher. Das wurde auch durch antiisraelische Ressentiments und Behauptungen deutlich, die fr\u00fcher mit auch gegen Antisemitsmus k\u00e4mpfenden antifaschistischen Feminist*innen unvorstellbar gewesen w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Wie auch schon 2024 versammelten sich auch heuer rund 40 christliche Fundamentalist*innen zu einem Gebet hinter dem Stephansdom.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>***<\/strong><\/p>\n<p><b>14. Juni 2025: Regenbogenparade<\/b><\/p>\n<p>Sehr viel mehr Menschen beteiligten sich auch heuer an der Regenbogenparade f\u00fcr die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, intergeschlechtlichen, asexuellen und queeren Menschen. So viele, dass ich sie auch heuer nicht z\u00e4hlen konnte.<\/p>\n<p>In Gedenken an die Opfer des Amoklaufs in Graz begann die Parade in Stille. Die in den beiden Tagen zuvor im Pride Village angefertigten Trauerbanner wurden an der Paradenspitze bis zum Parlament getragen und dort niedergelegt. Nach dem Parlament wurde der Paradenzug wieder laut, bunt und stolz.<\/p>\n<p>Den Abschluss bildete wie jedes Jahr die Pride Celebration im Pride Village am Rathausplatz.<\/p>\n<p>Aufnahme der Reden bei der Pride Celebration \u2013 u. a. vom Budapester B\u00fcrgermeister Gergely Kar\u00e1csony:<br \/>\n\u21d2 <a href=\"https:\/\/cba.media\/715671\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/cba.media\/715671<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>***<\/strong><\/p>\n<p><strong>19. Juni 2025: Kundgebung gegen den Krieg gegen den Iran und gegen die iranische Republik Iran (und eine Kundgebung in Solidarit\u00e4t mit der islamischen Republik)<\/strong><\/p>\n<p>Am 19. Juni 2025 nahmen rund 200\u2013300 Personen an einer vom \u201eIranischen Forum\u201c organisierten Kundgebung \u201eNein zum Krieg, Nein zur Islamischen Republik\u201c am Herbert-von-Karajan-Platz neben der Wiener Staatsoper teil.<\/p>\n<p>Am Christian-Broda-Platz demonstrierten kurz danach hunderte Menschen hingegen Solidarit\u00e4t mit der islamischen Republik gegen Israel.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>***<\/strong><\/p>\n<p><strong>20. Juni 2025: Weltfl\u00fcchtlingstag<\/strong><\/p>\n<p>100\u2013120 Personen demonstrierten am 20. Juni 2025, dem Weltfl\u00fcchtlingstag, mit der Plattform f\u00fcr eine menschliche Asylpolitik f\u00fcr Rechte, W\u00fcrde und ein Leben in Freiheit f\u00fcr Gefl\u00fcchtete.<\/p>\n<p>Die Reden auf der Demonstration am 20. Juni 2025 in Wien anl\u00e4sslich des #Weltfl\u00fcchtlingstag\u200bs zum Nachh\u00f6ren:<br \/>\n\u21d2 <a href=\"https:\/\/cba.media\/719076\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/cba.media\/719076<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>***<\/strong><\/p>\n<p><strong>21. Juni 2025: Gegen kulturelles Whitewashing des Putin-Regimes und des russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine<\/strong><\/p>\n<p>Am 21. Juni 2025 protestierten rund 20\u201330 Personen mit Flaggen von Ukraine, Ichkeria, Georgien und EU neben der Wiener Staatsoper gegen Putin und gegen kulturelles Whitewashing des russischen Regimes im aktuellen Programm der Staatsoper \u2013 u. a. durch Anna Netrebko.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>***<\/strong><\/p>\n<p><strong>25. Juni: Stilllegung von Care-Arbeiter*innen<\/strong><\/p>\n<p>\u201eStillgelegt\u201c haben sich am 25. Juni rund 120\u2013150 Care-Arbeiter*innen in Wien: Vor dem Parlament legten sie zuerst die Care-Arbeit und dann sich selbst nieder. Um zu zeigen: \u201eWenn die Care-Arbeit still steht, steht alles still.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>***<\/strong><\/p>\n<p><strong>28. Juni 2025: Antifaschistisches Stra\u00dfenfest am Mexikoplatz<\/strong><\/p>\n<p>Rund 200 Personen kamen am, 28. Juni 2025 zu einem antifaschistischen Stra\u00dfenfest am Mexikoplatz in Wien 2 \u2013 gegen rechtsextreme Treffpunkte im Zweiten oder sonstwo.<br \/>\nDort gesammelte Spenden wurden f\u00fcr die Unterst\u00fctzung von Teilnehmer*innen der gleichzeitig stattfindenden Budapest-Pride verwendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>***<\/strong><\/p>\n<p><strong>Fortsetzung folgt.<\/strong><\/p>\n<p>Aktuelle Kurz-Nochrichten gibt es auf \u21d2 <a href=\"https:\/\/bsky.app\/profile\/nochrichten.bsky.social\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bluesky<\/a> und \u21d2 <a href=\"https:\/\/chaos.social\/@nochrichten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mastodon<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Juni 2025: Keine Kundgebung am 50. Hurentag Am 2. Juni 2025 j\u00e4hrte sich um 50. 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