{"id":326,"date":"2009-07-02T16:32:46","date_gmt":"2009-07-02T14:32:46","guid":{"rendered":"http:\/\/nochrichten.net\/?p=326"},"modified":"2009-07-02T16:32:46","modified_gmt":"2009-07-02T14:32:46","slug":"beratungsprojekt-tabiki-der-dessi-gefahrdet-aufruf-zur-unterstutzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nochrichten.net\/?p=326","title":{"rendered":"Beratungsprojekt &#8222;Tabiki&#8220; der Dessi gef\u00e4hrdet &#8211; Aufruf zur Unterst\u00fctzung."},"content":{"rendered":"<p>Das Beratungsprojekt &#8222;Tabiki&#8220; der Wiener &#8222;Deserteurs- und Fl\u00fcchtlingsberatung&#8220; ist gef\u00e4hrdet. Grund daf\u00fcr ist die Streichung der bisherigen finanziellen Unterst\u00fctzung durch die Gemeinde Wien. Im Rahmen von &#8222;Tabiki&#8220; &#8211; das Wort stammt aus Surinam und bedeutet &#8222;Kleine Insel im Fluss&#8220; &#8211; wurde anerkannten Fl\u00fcchtlingen und subsidi\u00e4r Schutzberechtigten ehrenamtliche aber qualitativ hochwertige Beratung und Vertretung angeboten. Erfolge konnten beispielweise beim Zusammenf\u00fchren von Familien oder auch in gewonnen Mietrechtsverfahren erzielt werden. Die &#8222;Dessis&#8220; rufen nun zu Spenden und der Veranstaltung von Benefizveranstaltungen auf, mit deren Hilfe der Fortbestand von &#8222;Tabiki&#8220; gesichert werden soll.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<blockquote><p>\nBriefe aus der Krise<\/p>\n<p>Vor kurzer Zeit erreichte unser B\u00fcro eine Nachricht der unliebsamen Sorte. Die Stadt Wien hatte sich entschieden Tabiki, unser Beratungsprojekt f\u00fcr anerkannte Fl\u00fcchtlinge und subsidi\u00e4r Schutzberechtigte, nicht weiter zu unterst\u00fctzen. F\u00fcr uns bedeutet dies einen Verlust von 10.000 \u20ac pro Jahr. Nachdem die Beratung von AsylwerberInnen schon seit 2004 nicht mehr finanziell unterst\u00fctzt wird, setzt sich dieser Trend nun auch im Bereich der Anerkanntenberatung fort. Wir m\u00f6chten diese Aussendung daher dem Projekt Tabiki widmen und hoffen dadurch ein wenig zu seiner Rettung beizutragen.<\/p>\n<p>Kleine Insel im Fluss<br \/>\nDas Wort Tabiki stammt aus Surinam und bedeutet \u201aKleine Insel im Fluss\u2018. Dies war auch der Grundgedanke, als das Projekt im Jahr 2005 gegr\u00fcndet wurde. Rechtliche und soziale Probleme von Fl\u00fcchtlingen enden nicht mit der Gew\u00e4hrung von Asyl. Die Problemfelder ver\u00e4ndern sich und erstrecken sich vom Bezug von Sozialleistungen bis hin zu miet- oder arbeitsrechtlichen Fragen. Ein gro\u00dfes Anliegen der Betroffenen war auch das Nachholen der Familie, die noch im Herkunftsstaat lebte.<br \/>\nDie beratenen Personen wurden oftmals von uns bereits im Asylverfahren begleitet und es war uns ein Anliegen, die Beziehung aufgrund der Asylgew\u00e4hrung nicht abbrechen zu m\u00fcssen. Gleichzeitig wurden wir von diesen Personen weiterempfohlen. Die Steigerung der Beratungskontakte zeigt die Sinnhaftigkeit dieses niederschwelligen Projekts.<br \/>\nDie Arbeit umfasste rechtliche und sozialer Beratung, Begleitung zu \u00c4mtern sowie das Intervenieren bei Beh\u00f6rden und Ergreifen von Rechtsmitteln.<\/p>\n<p>Bequeme Monopolisierung<br \/>\nDie Stadt Wien f\u00f6rderte das Projekt Tabiki mit einem j\u00e4hrlichen Betrag von ca 10.000 \u20ac. Bedenkt man, dass damit Kosten f\u00fcr Miete, Telefon, Kopieren sowie Aufwandsentsch\u00e4digung von MitarbeiterInnen gedeckt wurden, zeigt sich, dass Tabiki stets ein kleines Projekt war.<br \/>\nNichtsdestotrotz konnten wir durch vielfach ehrenamtliches Engagement qualitativ hochwertige Beratung und Vertretung anbieten. Erfolge konnten dabei beim Zusammenf\u00fchren von Familien oder auch in gewonnen Mietrechtsverfahren erzielt werden. Dennoch wurde uns bereits im Vorjahr angek\u00fcndigt, dass Tabiki seitens der Stadt Wien nicht weiter gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnte. Ein Grund daf\u00fcr war die Einrichtung einer Beratungsstelle der Stadt Wien selbst, die einen \u00e4hnlichen Aufgabenkreis hat. Einmal mehr zeigt die Stadt Wien, was bereits seit mehreren Jahren ihre Vorgangsweise ist. Projektideen von NGOs werden aufgenommen und schlie\u00dflich f\u00fcr eigene Einrichtungen verwendet. Was politisch unbequem ist, wird aus dem Konzept genommen. Diese Monopolisierung erm\u00f6glicht der Stadt Wien vor allem eine bessere Kontrolle \u00fcber die Beratungseinrichtungen.<br \/>\nObwohl Tabiki j\u00e4hrlich als Projekt eingereicht und mit der Stadt Wien penibelst abgerechnet werden musste, waren wir in der inhaltlichen Ausformung unserer Arbeit stets autonom. Wir konnten ausschlie\u00dflich im Auftrag unserer KlientInnen arbeiten ohne gleichzeitig ein Mittel der Kontrolle zu sein.<br \/>\nDies alles machte uns offensichtlich auch zu einem unbequemen und unberechenbaren Faktor f\u00fcr die Stadt Wien. Im Fr\u00fchjahr 2009 wurde daher beschlossen, dass wir nicht mehr f\u00f6rderungsw\u00fcrdig seien.<\/p>\n<p>Rettet Tabiki<br \/>\nDie Streichung der F\u00f6rdermittel ist ein schwerer Schlag f\u00fcr das Budget der Deserteurs- und Fl\u00fcchtlingsberatung und k\u00f6nnte sogar das Aus f\u00fcr das Projekt Tabiki bedeuten. Da wir allerdings nicht gewillt sind, unsere Arbeit einzustellen, solange es Menschen gibt, die unsere Hilfe ben\u00f6tigen, m\u00fcssen wir versuchen, die finanziellen Mittel auf andere Weise zu beschaffen.<br \/>\nDies ist der Punkt, wo wir Ihre Hilfe ben\u00f6tigen. Spenden sind seit jeher ein unverzichtbarer Teil unserer T\u00e4tigkeit und werden jetzt noch notwendiger. Unterst\u00fctzung kann durch Geldspenden, Benefzveranstaltungen und vieles mehr erfolgen. Wie Sie uns helfen m\u00f6chten bleibt Ihrer Kreativit\u00e4t \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>DANKE!<br \/>\nEure Dessis<\/p>\n<p>Unsere Bankverbindung:<br \/>\nKonto-Nr.: 01 01 0813 332<br \/>\nBAWAG &#8211; BLZ 14 000<\/p>\n<p>f\u00fcr den &#8222;internationalen Zahlungsverkehr&#8220;:<br \/>\nIBAN: AT631400001010813332<br \/>\nSWIFT: BAWATWW<\/p>\n<p>&#8212;<br \/>\nDeserteurs- und Fluechtlingsberatung<br \/>\nSchottengasse 3a\/1\/59<br \/>\nA-1010 Wien<br \/>\nTel.: +43\/1\/533 72 71<br \/>\nFax.: +43\/1\/532 74 16<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.deserteursberatung.at\">http:\/\/www.deserteursberatung.at<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Beratungsprojekt &#8222;Tabiki&#8220; der Wiener &#8222;Deserteurs- und Fl\u00fcchtlingsberatung&#8220; ist gef\u00e4hrdet. Grund daf\u00fcr ist die Streichung der bisherigen finanziellen Unterst\u00fctzung durch die Gemeinde Wien. 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