{"id":325,"date":"2009-07-02T15:02:54","date_gmt":"2009-07-02T13:02:54","guid":{"rendered":"http:\/\/nochrichten.net\/?p=325"},"modified":"2009-07-02T15:05:15","modified_gmt":"2009-07-02T13:05:15","slug":"ende-unabhangiger-beratung-und-unterstutzung-von-asylwerbenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nochrichten.net\/?p=325","title":{"rendered":"Unabh\u00e4ngige Beratung und Unterst\u00fctzung von Asylwerbenden wird unterbunden."},"content":{"rendered":"<p>Nach Wien, Innbruck und St.P\u00f6lten wird nun auch in Salzburg, Eisenstadt, Klagenfurt und Villach die unabh\u00e4ngige Beratung und Betreuung von Asylwerber_innen unterbunden. Anstelle von Personen aus NGOs k\u00f6nne nur mehr der innenmisteriumsnahe &#8222;Verein Menschenrechte \u00d6sterreich&#8220; in Kontakt mit dem Immigrant_innen treten, berichtet die Asylkoordination. Die Fl\u00fcchtlinge seien so von einer Schein-NGO abh\u00e4ngig, die ihren Erfolg nur in der Anzahl der R\u00fcckkehrer_innen misst, rechtliche Beratung f\u00fcr AsylwerberInnen in Schubhaft aber weder anbietet noch vermittelt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Aussendung der Asylkoordination:<\/p>\n<blockquote><p>Unabh\u00e4ngige Beratung von Schubh\u00e4ftlingen ausgesperrt<br \/>\nSchubhaftbetreuung in Salzburg, K\u00e4rnten und Burgenland an dubiosen innenministeriums-nahen Verein<\/p>\n<p>&#8222;Es ein Skandal, wie das Innenministerium NGOs nach und nach die Beratung in Schubhaft den NGOs entzieht und dem Verein Menschenrechte \u00d6sterreich zuschanzt&#8220;, emp\u00f6rt sich Anny Knapp, Obfrau der asylkoordination \u00f6sterreich. &#8222;Dieser Verein ist total vom Innenministerium abh\u00e4ngig und k\u00fcmmert sich \u00fcberhaupt nicht um rechtliche Probleme der Schubh\u00e4ftlinge.&#8220; Die Betreuungst\u00e4tigkeit wurde zuerst in Wien (Caritas\/Volkhilfe), danach in Innbruck (arge Schubhaft) und zuletzt f\u00fcr das Anhaltezentrum St.P\u00f6lten (Diakonie) unabh\u00e4ngigen NGOs entzogen.<br \/>\nNun wird der Verein Menschenrechte \u00d6sterreich auch die Beratung in Salzburg, Eisenstadt, Klagenfurt und Villach \u00fcbernehmen. AsylwerberInnen sind dann auch dort von einer Schein-NGO abh\u00e4ngig, die ihren Erfolg nur in der Anzahl der R\u00fcckkehrer misst, rechtliche Beratung f\u00fcr AsylwerberInnen in Schubhaft aber weder anbietet noch vermittelt. Nachdem letztes Jahr das BMI bei den aus EU-Fonds konfinanzierten Projekten bereits Rechtsberatungsprojekte gestrichen hat, ist dies als<br \/>\nein weiterer Schachzug des Innenministeriums zu betrachten, mit dem rechtliche Unterst\u00fctzung f\u00fcr AsylwerberInnen systematisch ausgeh\u00f6hlt werden soll. Innenministerin Fekter macht damit ihre Ank\u00fcndigung wahr, dass es Geld vom BMI nur noch f\u00fcr Rechtsberater geben wird die &#8222;rasch Rechtssicherheit f\u00fcr Asylwerber schaffen&#8220;. Was damit gemeint ist, kann man aus der Streichung der F\u00f6rderungen f\u00fcr Caritas und Diakonie unschwer erkennen: Asylsuchende oder Schubh\u00e4ftlinge sollen gegen Entscheidungen der Beh\u00f6rde kein Rechtsmittel einlegen k\u00f6nnen.<br \/>\nDie F\u00f6rderungspolitik des Innenministeriums l\u00e4\u00dft deutlich erkennen, dass Fekter die Sicherstellung fairer Verfahren durch entsprechende rechtliche Beratung kein Anliegen ist, vielmehr forciert sie die Au\u00dferlandesschaffung von Fl\u00fcchtlingen. Dazu hat Fekter auch Gesetzesversch\u00e4rfungen vorgelegt: Sie will die systematische Verh\u00e4ngung der Schubhaft bei AsylwerberInnen wieder einzuf\u00fchren, obwohl diese Praxis durch die H\u00f6chstgerichte f\u00fcr rechtswidrig erkl\u00e4rt worden war.<\/p>\n<p>&#8212;<br \/>\nasylkoordination \u00f6sterreich<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.asyl.at\">www.asyl.at<\/a><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Wien, Innbruck und St.P\u00f6lten wird nun auch in Salzburg, Eisenstadt, Klagenfurt und Villach die unabh\u00e4ngige Beratung und Betreuung von Asylwerber_innen unterbunden. 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