{"id":303,"date":"2009-05-08T23:28:53","date_gmt":"2009-05-08T21:28:53","guid":{"rendered":"http:\/\/nochrichten.net\/?p=303"},"modified":"2009-05-11T15:50:53","modified_gmt":"2009-05-11T13:50:53","slug":"8-mai-2009-100-antifaschist_innen-storen-aufmarsch-deutschnationaler-burschenschafter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nochrichten.net\/?p=303","title":{"rendered":"8. Mai 2009: 100 Antifaschist_innen versuchen Aufmarsch deutschnationaler Burschenschafter zu st\u00f6ren."},"content":{"rendered":"<p>Gut hundert Antifaschist_innen versuchten am Abend des 8. Mai das allj\u00e4hrliche sogenannte Totengedenken deutschnationaler Burschenschaften zu st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Burschenschafter hatten sich um 20.30 Uhr auf der M\u00f6lker Bastei vis-\u00e0-vis der Universit\u00e4t getroffen, um von dort mit Fackeln auf den Heldenplatz zu ziehen und ihre Niederlage im zweiten Weltkrieg vor 64 Jahren zu beklagen. Das Gebiet zwischen M\u00f6lker Bastei, Ringstra\u00dfe, Heldenplatz, Michaelerplatz, Herrengasse, Schottengasse war von der Polizei gro\u00dfr\u00e4umig abgesperrt worden. Jede Gasse war durch Tretgitter und Polizist_innenketten blockiert. In gro\u00dfen Teilen der Innenstadt durften sich nur mehr treudeutsche Rechtsextreme bewegen. Wie Taxifahrer_innen berichteten, wurden von der Polizei nur Personen mit pers\u00f6nlicher Einladung des Veranstalters durchgelassen. Selbst Personen, die beruflich im Sperrgebiet zu tun hatten, wurden zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<p>Aus Richtung Sigmund-Freud-Park kommende und lange Zeit scheinbar recht konzeptlos herumirrende Demonstrant_innen wurden um ca. 20.45 Uhr pl\u00f6tzlich sehr aktiv. Einzelnen gelang es unter Ausnutzung des \u00dcberraschungsmoments eine Reihe Tretgitter vor &#8211; dies scheinbar ganz und gar nicht erwartenden &#8211; Polizist_innen wegzuziehen und somit die Absperrung einer Seitengasse zu durchbrechen.<\/p>\n<p>Damit gelangten die Demonstrant_innen endlich ins Sperrgebiet &#8211;  allerdings an einer nicht gerade \u00fcberm\u00e4\u00dfig g\u00fcnstigen Stelle, sehr weit von dem Burschenschaftern entfernt und eigentlich v\u00f6llig au\u00dfer Sichtweite anderer Personen, in einem Gebiet, das geradezu zur Einkesselung von Demonstrant_innen einzuladen drohte. Daraufhin beschr\u00e4nkte sich die weitere Vorgehensweise der Demonstrant_innen darauf, m\u00f6glichst wieder aus diesem Gebiet rauszukommen &#8211; der Einfachkeit halber m\u00f6glichst ohne irgendwelche Gedanken auf Solidarit\u00e4t oder die Sicherheit anderer Demonstrant_innen zu verschwenden. Beim Burgtheater d\u00fcrften aus den in alle Richtungen auseinanderlaufenden Demonstrant_innen offenbar einzelne von der Polizei rausgefangen worden zu sein. Wie Zeug_innen berichteten, wurden drei Personen perlustriert aber zumindest angeblich wieder gehengelassen. Dies scheint eher einzelnen Polizist_innen oder der Anwesenheit eines Presefotografen zu verdanken sein, als dem Druck von solidarischen Demonstrant_innen, weil solche einfach nicht da waren.<br \/>\nSp\u00e4ter kam ein gro\u00dfer Teil der Demonstrant_innen vor dem Burgtor wieder zusammen. Als sich die durch den Heldenplatzzaun erkennbaren Burschenschafter auf den R\u00fcckweg machten, kehrten auch die Antifaschist_innen um. Zur\u00fcck auf der M\u00f6lker Bastei kam die Demo endlich ganz nahe an die Burschenschafter heran. Allerdings waren da dann leider fast keine Demonstrant_innen mehr dabei.<\/p>\n<p>Postings auf n3tw0rk.org zufolge wurden mehrere Burschenschafter sp\u00e4ter auf dem Weg zum Lokal &#8222;Adam&#8220; in der Florianigasse beobachtet. Laut einem weiteren Posting wurden mehrere Antifaschist_innen in der Florianigasse eingekesselt und sehr brutal beamtshandelt, perlustriert, teilweise gew\u00fcrgt und geschlagen. (siehe <a href=\"https:\/\/www.n3tw0rk.org\/viewtopic.php?f=2&amp;t=24411&amp;p=161933\">https:\/\/www.n3tw0rk.org\/viewtopic.php?f=2&amp;t=24411&amp;p=161933<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gut hundert Antifaschist_innen versuchten am Abend des 8. Mai das allj\u00e4hrliche sogenannte Totengedenken deutschnationaler Burschenschaften zu st\u00f6ren. 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