{"id":2702,"date":"2019-09-15T19:41:38","date_gmt":"2019-09-15T17:41:38","guid":{"rendered":"https:\/\/nochrichten.net\/?p=2702"},"modified":"2019-09-15T19:41:38","modified_gmt":"2019-09-15T17:41:38","slug":"widerstandschronologie-sommerrueckblick-7-7-14-9-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nochrichten.net\/?p=2702","title":{"rendered":"WiderstandsChronologie-Sommerr\u00fcckblick 7.7.\u201314.9.2019"},"content":{"rendered":"<p>Willkommen bei der WiderstandsChronologie.<br \/>\nNach einer l\u00e4ngeren Pause bringen wir heute einen kleinen, nicht ganz vollst\u00e4ndigen Sommerr\u00fcckblick.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Klimastreik<\/strong><br \/>\nDie Klimakrise kenne keine Ferien und auch keine Bezirksgrenzen, meinten die Wiener Aktivist*innen von Fridays for Future, und deshalb fanden die freit\u00e4glichen Klimastreikaktionen auch im Sommer und da jedes Mal in einem anderen Bezirk statt. Teilgenommen haben meist um die 250 bis 300 Personen. Am 9. August zum Beispiel in Floridsdorf: [Redenausschnitte]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Srebrenica-Gedenken<\/strong><br \/>\nAm 13. Juli beteiligten sich rund 430 Menschen an einem #Srebrenica-Gedenkmarsch \u2013 in Erinnerung an alle Opfer des Massakers von Srebrenica im Juli 1995, bei dem mehr als 8000 Menschen get\u00f6tet worden waren.  [Redenausschnitt]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Gedenken an Genozid an Roma und Sinti<\/strong><br \/>\nAm 2. August wurde des Genozids an den Roma und Sinti durch den Nationalsozialismus gedacht, unter anderem am Ceija-Stojka-Platz.|<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Hiroshima-Gedenken<\/strong><br \/>\nAm 6. August beteiligten sich anl\u00e4sslich des Jahrestags des Atombombenabwurfs auf Hiroshima rund 80 Menschen am j\u00e4hrlichen Laternenzug f\u00fcr eine Welt ohne Atomwaffen vom Stephansplatz zum Teich am Karlsplatz. Nur wenige Tage davor, am 2. August wurde der INF-Vertrag \u00fcber nukleare Mittelstreckenrakten von den USA und Russland gek\u00fcndigt.  [Redenausschnitte]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Protest gegen drohende Besetzung Rojavas<\/strong><br \/>\nAm 10. August protestierten 70\u201380 Menschen vor der Staatsoper in Wien gegen eine drohende Besetzung Rojavas durch die T\u00fcrkei nach der Einigung von USA und T\u00fcrkei auf Einrichtung einer so genannten Sicherheitszone im Norden Syriens. <\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Radlobby-Flashmob auf Uraniakreuzung<\/strong><br \/>\nAm 13. August zeigte die Radlobby Wien mit einem Flashmob, an dem rund 100 Menschen teilnahmen, dass die f\u00fcr den Autoverkehr optimierte Uraniakreuzung lediglich von 108 Radfahrer*innen pro Stunde \u00fcberquert werden k\u00f6nnte, wenn sich alle Radfahrer*innen an die ebenfalls f\u00fcr den Autoverkehr optimierte Stra\u00dfenverkehrsordnung halten w\u00fcrden. Ein stundenlanger Fahrradstau w\u00e4re \u2013 wie beim Flashmob \u2013 die Folge. Radlobby-Sprecherin  Ines Ingerle sagte uns dazu: [Interview]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Protest gegen Abbrennen des Regenwalds<\/strong><br \/>\nAm 27. August demonstrierten vor der brasilianischen Botschaft in Wien rund 600 Menschen gegen die verheerenden Brandrodungen und die Vernichtung des Regenwalds in Brasilien sowie gegen die daf\u00fcr politisch und \u00f6konomisch Verantwortlichen in aller Welt.  [Redenausschnitt]<br \/>\nAm 5. September, an dem zu einem \u201eGlobal Act for Amazonas\u201c aufgerufen worden war, fand im Sigmund-Freud-Park dazu ein Klima-Friedensfest statt.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Rechtsextremer Fackelzug in Wien \u2013 und antifaschistische Proteste dagegen<\/strong><br \/>\nRund 200 Menschen beteiligen sich am 6. September, am Vorabend eines angek\u00fcndigten rechtsextremen Fackelzugs  in Wien an einer antifaschistischen Warm-up-Demo. <\/p>\n<p>Und am 7. September verhinderten schlie\u00dflich hunderte Antifaschist*innen, dass Rechtsextreme den von ihnen angek\u00fcndigten Fackelzug vom Kahlenberg zum Leopoldsberg durchf\u00fchren konnten. Den Antifaschist*innen gelang es, alle wichtigen Zufahrtsrouten auf den Kahlenberg, sowohl von Grinzing als auch von Klosterneuburg, zu blockieren.<\/p>\n<p>Aufgerufen dazu haben unter anderem <a href=\"https:\/\/autonome-antifa.net\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Autonome Antifa [W]<\/a>, <a href=\"https:\/\/radikale-linke.at\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Plattform Radikale Linke<\/a> und <a href=\"http:\/\/ogr.or.at\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Offensive gegen rechts<\/a>.<br \/>\nWarum sie den rechtsextremen Marsch verhindern wollten, erkl\u00e4rte bereits vorher Stefan von der Radikalen Linken in einem <a href=\"https:\/\/cba.fro.at\/423369\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Interview f\u00fcr das Nachrichtenmagazin ANDI vom 6. September<\/a>:<br \/>\n[Interview]<\/p>\n<p>Nachdem die Rechtsextremen nicht auf den Kahlenberg fahren konnten, verlegten sie ihren Fackelzug in die Wiener Innenstadt. Ein Sprecher der Rechtsextremen bezeichnete dies als List und T\u00fccke, wie  sie auch von ihren historischen Vorbildern 1683 angewendet worden waren.<br \/>\n[Ausschnitt Rede bei der Freyung]<\/p>\n<p>Die Identit\u00e4ren trafen sich zuerst bei der M\u00f6lker Bastei und zogen dann von der Freyung zum wohl auch nicht zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlten Karl-Lueger-Platz. Mit dabei beim Fackelzug war auch die nicht amtsf\u00fchrende Stadtr\u00e4tin der FP\u00d6, Ursula Stenzel. Sie war auch in der Vergangenheit schon immer wieder bei rechtsextremen Versammlungen aufgetreten, wie etwa bei den j\u00e4hrlichen M\u00e4rschen f\u00fcr die Familie, die als Protest gegen die Regenbogenparade abgehalten werden. Auf einer von Identit\u00e4ren organisierten Demonstration hatte sie bis zum 7. September allerdings nicht gesprochen.<br \/>\n[Ausschnitte Rede von Ursula Stenzel]<br \/>\nDie komplette Rede von Ursula Stenzel ist <a href=\"https:\/\/cba.fro.at\/423448\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">>hier<<\/a> dokumentiert.<\/p>\n<p>Auch wenn Ursula Stenzel es nicht wahrhaben wollte, dass es bei der Versammlung um eine \u2013 wie er es nannte \u2013 identit\u00e4re Renaissance gehe, machte der Sprecher der Identit\u00e4ren Bewegung Philipp Huemer deutlich: [Ausschnitt Rede von Philipp Huemer]<\/p>\n<p>Antifaschist*innen gelang es \u00fcbrigens auch in der Innenstadt den rechtsextremen Fackelzug zumindest mit Sprechch\u00f6ren zu konfrontieren. Beim Luegerplatz wurden die Antiaschist*innen von der Polizei mit Hunden vertrieben.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Music4HumanRigts<\/strong><br \/>\nAm 11. September gab es am Minoritenplatz wieder <a href=\"https:\/\/music4humanrights.at\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Music4HumanRights<\/a>. Damit sich die Geschichte von T\u00fcrkis-Blau, von Korruption, Menschenverachtung, Hetze, gesch\u00fcrtem Hass und von reihenweisen Einzelf\u00e4llen nicht wiederhole, solle vor den Wahlen an die Folgen t\u00fcrkisblauer Politik erinnert werden, hie\u00df es im Aufruf. Am Dienstag, dem 17. September und am Mittwoch, den<br \/>\nm 25. September wird neuerlich gesungen, jeweils um 16:30 am Minoritenplatz. Und auch bei der Gro\u00dfdemo gegen Schwarzblau, die sich am 21. September um 14 Uhr am Christian-Broda-Platz trifft.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Wieder Donnerstag<\/strong><br \/>\nAm 12. September war wieder Donnerstag. Die Donnerstagsdemo kehrte noch einmal vor der Neuwahl des Nationalrats zur\u00fcck, und das gleich dreifach. Vom Praterstern begaben sich rund 250 bis 300 Menschen unter dem Titel RollDo auf Fahrr\u00e4dern, Rollern und was sonst noch rollen konnte zum Ballhausplatz, vom Keplerplatz demonstrierten rund 450 bis 500 Leute als RufDo zu Fu\u00df zum Ballhausplatz, und \u00fcber 1000 Personen tanzten mit RaveDo vom Yppenplatz zum Ballhausplatz. [Redenausschnitte]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Freiheit f\u00fcr Hatime Azak<\/strong><br \/>\nAm 13. September protestierten nach Angaben der Demonstrant*innen 12 Personen vor der  deutschen Botschaft in Wien f\u00fcr die Freilassung des Vorstandsmitglieds der anatolischen F\u00f6deration in \u00d6sterreich Hatime Azak. Sie hat in \u00d6sterreich vor rund 14 Jahren politisches Asyl erhalten, da sie in der T\u00fcrkei politischer Verfolgung ausgesetzt war. Vor rund vier Wochen war sie an der deutschen Grenze aufgrund eines t\u00fcrkischen Haftbefehls festgenommen worden.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>Transdanubische Critical Mass<\/strong><br \/>\nAm 14. September beteiligten sich 63 Menschen an einer transdanubischen #CriticalMass und radelten vom Pius-Parsch-Platz in Floridsdorf nach Hirschstetten, kreuz und quer und zur\u00fcck.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><strong>SOS Nordbahnhalle<\/strong><br \/>\nRund um die seit Ende Juli geschlossene Nordbahnhalle im Stadtentwicklungsgebiet am Gel\u00e4nde des ehemaligen Frachtenbahnhofs Wien Nord, die zuletzt als Zentrum f\u00fcr Nachbarschaft, Kultur und sozialen Austausch genutzt worden ist, bem\u00fchen sich Aktivist*innen der dazu gegr\u00fcndeten IG Nordbahnhalle, den Abriss der Nordbahnhalle zu verhindern. Seitens der Stadt Wien wurde eine Nachdenkpause ausgerufen. Vorerst werde, wie gefordert, der hintere Teil der Nordbahnhalle nicht abgerissen, wurde angek\u00fcndigt. Die IG Nordbahnhalle versucht, den Erhalt des hinteren Teils der Nordbahnhalle dauerhaft zu sichern. Informationen dazu gibt es auf <a href=\"https:\/\/ig-nordbahnhalle.org\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">ig-nordbahnhalle.org<\/a>.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/cba.fro.at\/424076\/embed?&#038;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\" style=\"border:none; width:100%; height:99px;\"><\/iframe><br \/>\n<a href=\"https:\/\/cba.fro.at\/424076\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">https:\/\/cba.fro.at\/424076<\/a><\/p>\n<p>Das war die WiderstandsChronologie. Auf Wiederh\u00f6ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Willkommen bei der WiderstandsChronologie. 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