{"id":2614,"date":"2018-11-24T19:56:31","date_gmt":"2018-11-24T18:56:31","guid":{"rendered":"http:\/\/nochrichten.net\/?p=2614"},"modified":"2018-11-24T19:56:31","modified_gmt":"2018-11-24T18:56:31","slug":"widerstandschronologie-11-24-11-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nochrichten.net\/?p=2614","title":{"rendered":"WiderstandsChronologie 11.\u201324.11.2018"},"content":{"rendered":"<p>Willkommen bei der WiderstandsChronologie.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Am 12. November 1918 wurde in \u00d6sterreich das Frauenwahlrecht eingef\u00fchrt. 100 Jahre sp\u00e4ter  wollten Frauenring, Frauenvolksbegehren, Gr\u00fcne, Neos, die damalige Liste Pilz und viele weitere Organisationen die 183 Sitze im Nationalratssitzungssaal einmal nur mit Frauen* besetzen. Gekommen sind laut Frauenvolksbegehren fast 300 zum Parlament voller Frauen. Ein paar von ihnen trafen sich bereits vorher am Ballhausplatz zu einer FrauenLesbenMigrantinnen-Kundgebung unter dem Titel \u201e100 Jahre Frauenwahlrecht \u2013 M\u00e4nnerb\u00fcnde verjagen!\u201c<br \/>\n[Ausschnitte aus Reden; Danke an Christa Reitermayr f\u00fcr die Aufnahmen.]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Rund 5000 Menschen nahmen auch am 15. November wieder an einer Donnerstagsdemo gegen die \u00d6VP-FP\u00d6-Regierung teil. Die Demo f\u00fchrte unter anderem zur Wirtschaftskammer, wo die Metaller*innen gerade Kollektivvertragsverhandlungen f\u00fchrten, nachdem in 240 Betrieben Betriebsversammlungen und Warnstreiks durchgef\u00fchrt worden waren, weil die Arbeitgeber*innen trotz wirtschaftlicher Erfolge der Branche zu keinen angemessenen Lohnerh\u00f6hunen bereit sind.<br \/>\nIn Anspielungen auf ein mittlerweile vom Netz genommenes rassistisches FP\u00d6-Video \u00fcber angeblichen Missbrauch von E-Cards \u2013 in dem eine Fes-tragende Figur Namens Ali die E-Card ihres Cousins Mustafa vorlegt \u2013 wurde im gro\u00dfen selbst organisierten Migrant\/Black\/POC\/Muslim-\u201eMia san a do\u201c-Block von Fes-tragenden Demonstrant*innen eine \u00fcberdimensionale E-card getragen, mit der Aufschrift \u201eMia san Mustafa und Ali, Mia san a do\u201c. Zudem gab es Redebeitr\u00e4ge unter anderem \u00fcber Abschiebungen und einen geplanten Marsch fundamentalistischer Abtreibungsgegner*innen am 24. November. Erstmals auf einer Donnerstagsdemo wurden alle Redebeitr\u00e4ge simultan in \u00d6sterreichische Geb\u00e4rdensprache \u00fcbersetzt.<br \/>\nAm 22. November ist wieder Donnerstag. Treffpunkt ist am 22. November um 18 Uhr vor dem Sozialministerium am Stubenring.<br \/>\n[Ausschnitte vom singenden Block und aus Reden]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Zirka 150 Personen beteiligten sich am 17. November an einer Anti-Pelz-Demo des Vereins gegen Tierfabriken durch Wiens Einkaufsstra\u00dfen.<br \/>\n[Interview mit einem Mitorganisator]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>An der Donnerstagsdemo gegen die rechtsextreme Regierung nahmen am 22. November rund 3500 bis 4000 Menschen teil.<br \/>\nRund 200 Personen protestierten aber auch schon am Weg zur Donnerstagsdemo, am Graben, vor der Buchhandlung Frick. In dieser war f\u00fcr 17:30 eine Signierstunde mit Vizekanzler Strache angesetzt. Strache signierte das neue Buch \u201eHC Strache \u2013 Vom Rebell zum Staatsmann\u201c des ehemaligen Aula- und Eckartboten-Autors Martin Hobek, erschienen im rechtsextremen Leopold-Stocker-Verlag.<br \/>\nDie Polizei schirmte die Buchhandlung mit einem Gro\u00dfaufgebot ab. Mit der Begr\u00fcndung, dass mit der Kundgebung die Bannmeile verletzt werde, wurden die Demonstrant*innen etwa 10 Meter Richtung Stephansplatz abgedr\u00e4ngt. Tats\u00e4chlich war der Versammlungsort nur rund 290 Meter Luftlinie vom Josefsplatz entfernt, wo gerade der Nationalrat tagte. Und w\u00e4hrend der Nationalrat, der Bundesrat, die Bundesversammlung oder ein Landtag versammelt ist, darf laut Versammlungsgesetz im Umkreis von 300 m von ihrem Sitze keine Versammlung unter freiem Himmel stattfinden.<br \/>\nDanach zogen die Demonstrant*innen zum Treffpunkt der Donnerstagsdemo vor dem Sozialministerium. Hauptthemen der Donnerstagsdemo waren diesmal Sozial- und Gesundheitspolitik.<br \/>\n[Ausschnitte aus Reden]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Am Samstag, dem 24. November, marschierten wieder einmal katholisch-fundamentalistische Abtreibungsgegner*innen durch die Wiener Innenstadt, bei ihrem \u201eMarsch f\u00fcrs Leben\u201c. Dieser bisher von der \u201eJugend f\u00fcr das Leben\u201c organisierte Marsch wurde diesmal zusammen mit der  auf eine Aush\u00f6hlung der Straffreiheit von Schwangerschaftsabbr\u00fcchen abzielenden Kampagne \u201efair\u00e4ndern\u201c  auch stark zum Beispiel vom Cartellverband und der Katholischen Hochschulgemeinde unterst\u00fctzt. Unterst\u00fctzung kam auch von der \u00d6VP. Die Menschenrechtssprecherin des \u00d6VP-Parlamentsklubs Gudrun Kugler sprach am katholisch-fundamentalistischen Marsch ebenso wie der Familiensprecher des \u00d6VP-Parlamentsklubs. Norbert Sieber. [Ausschnitt aus Rede Siebers]<br \/>\nEs kamen fast f\u00fcnf mal so viele Menschen wie im vorigen Jahr zum heurigen katholisch-fundamentalistischen \u201eMarsch f\u00fcrs Leben\u201c, rund 1500 Personen.<br \/>\nDie Proteste dagegen waren eher klein. Pro-Choice-Aktivist*innen empfingen die vom Stephansdom zur Auftaktkundgebung am Stock-im-Eisen-Platz ziehenden Abtreibungsgegner*innen mit einer Aktion, bei der bei illegalen Abtreibungen get\u00f6tete Frauen dargestellt wurden. Rund 50 Personen nahmen an einer Demonstration der SLP f\u00fcr das Recht auf Selbstbestimmung teil.<br \/>\n[Ausschnitt aus Rede]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/cba.fro.at\/388960\/embed?&#038;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\" style=\"border:none; width:100%; height:99px;\"><\/iframe><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/cba.fro.at\/388960\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/cba.fro.at\/388960<\/a><\/p>\n<p>Das war die WiderstandsChronologie. Auf Wiederh\u00f6ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Willkommen bei der WiderstandsChronologie. *** Am 12. November 1918 wurde in \u00d6sterreich das Frauenwahlrecht eingef\u00fchrt. 100 Jahre sp\u00e4ter wollten Frauenring, Frauenvolksbegehren, Gr\u00fcne, Neos, die damalige Liste Pilz und viele weitere Organisationen die 183 Sitze im Nationalratssitzungssaal einmal nur mit Frauen* <span class=\"excerpt-dots\">&hellip;<\/span> <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/nochrichten.net\/?p=2614\"><span class=\"more-msg\"><\/p>\n<p align=\"right\"><i><b>WEITERLESEN \u25ba<\/b><\/i><\/p>\n<p><\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-2614","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kurznachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2614","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2614"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2614\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2614"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2614"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2614"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}