{"id":2514,"date":"2018-05-12T17:52:12","date_gmt":"2018-05-12T15:52:12","guid":{"rendered":"http:\/\/nochrichten.net\/?p=2514"},"modified":"2018-05-13T20:41:52","modified_gmt":"2018-05-13T18:41:52","slug":"widerstandschronologie-28-4-12-5-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nochrichten.net\/?p=2514","title":{"rendered":"WiderstandsChronologie 28.4.\u201312.5.2018"},"content":{"rendered":"<p>(Vollst\u00e4ndige Fassung der in Radio Widerhall nur gek\u00fcrzt ausgestrahlten WiderstandsChronologie)<\/p>\n<p>Mit einem Bodenplakat auf der Mariahilfer Stra\u00dfe machten die Alternativen und Gr\u00fcnen Gewerkschafter*innen\/Unabh\u00e4nigen Gewerkschafter*innen am 30. April, dem Tag der Arbeitslosen, auf die drohende Abschaffung der Notstandshilfe aufmerksam. Die Bundessprecherin der AUGE\/UG, Klaudia Paiha, erz\u00e4hlte uns, worum es geht. [Interview]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Zigtausende Menschen beteiligten sich auch heuer wieder an Aufm\u00e4rschen und Demonstrationen zum internationalen Arbeiter*innenkampftag. Den Auftakt machten wie immer bereits am Vorabend die sozialdemokratischen Jugendorganisationen mit ihrem Fackelzug, an dem diesmal nach unserer Z\u00e4hlung mehr als 3000 Personen teilnahmen.<br \/>\nAm 1. Mai um 8 Uhr fand eine Demonstration f\u00fcr den Erhalt der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt statt, die sich gemeinsam mit der SP\u00d6 Brigittenau vom Brigittaplatz zum Rathausplatz begab. Auch die Initiative \u201eSozial, aber nicht bl\u00f6d\u201c beteiligte sich. Insgesamt waren es \u00fcber 1000 Menschen.<br \/>\nDie gr\u00f6\u00dfte Demonstration war sicherlich der Maiaufmarsch der SP\u00d6.<br \/>\nWeniger demonstrierten beteiligten sich an der Demonstration von KP\u00d6 und Wien Anders bzw. des Personenkomitees 1. Mai, n\u00e4mlich 350 Personen.<br \/>\n650 Menschen nahmen an der internationalistischen Demo teil.<br \/>\nAm Nachmittag fand heuer wieder eine MAYDAY-Parade statt, diesmal vom Praterstern ausgehend durch das Stuwerviertel und das Stadtentwicklungsgebiet am ehemaligen Norbahnhofsgel\u00e4nde. Zirka 800 Personen demonstrierten da f\u00fcr ein gutes Leben f\u00fcr alle, f\u00fcr Bleiberecht und Bewegungsfreiheit und f\u00fcr noch viel mehr.<br \/>\n[O-Ton-Ausschnitte]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Am Nachmittag des 1. Mai wurde in der Mayssengasse im 17. Bezirk ein Haus besetzt. Soziale Revolte brauche Vernetzung und daf\u00fcr autonome und konsumzwangbefreite R\u00e4ume, die angeeignet werden m\u00fcssen, erkl\u00e4rten die Besetzer*innen. Die Information \u00fcber die Besetzung des Hauses wurde tagelang nur in potentiell solidarischen Kreisen verbreitet und nicht allgemein publik gemacht. So gelang es, dass es mehrere Tage lang Informations-, Diskussions- und Kulturveranstaltungen ungest\u00f6rt durchgef\u00fchrt werden konnten. Am 7. Mai wurde das Haus von der Polizei ger\u00e4umt.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des Tags der Pressefreiheit am 3. Mai demonstrierten 20 Personen am Stock-im-Eisen-Platz f\u00fcr #Pressefreiheit in der T\u00fcrkei und f\u00fcr die Freilassung der dort inhaftierten Journalist*innen. [Interview]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Am 3. Mai, kurz vorm Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus, kamen rund 40 Personen zum Deserteursdenkmal am Wiener Ballhausplatz, um Deserteueren und allen Opfern der NS-Milit\u00e4rjustiz zu danken und Blumen zu hinterlegen. Das sollte auch dazu dienen, das Denkmal bewusst sichtbar zu machen und ein Zeichen gegen den Missbrauch durch rechte Gruppierungen zu setzen, die immer wieder das Deserteursdenkmal als Podest f\u00fcr Ansprachen nutzen.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Rund 30 Personen protestierten bei der U-Bahn-Station Hietzing am 3. Mai gegen ein Konzert des Reggae-S\u00e4ngers Bounty Killer im \u201eReigen\u201c. Aufgerufen dazu hatte die Homosexuelle Initiative Wien. Der designierte HOSI-Wien-Obmann Moritz Yvon, sagte uns, warum.  [Interview]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>15 Menschen gingen am Nachmittag des 4. Mai gemeinsam in einen Supermarkt im 1. Bezirk einkaufen. Das w\u00e4re jetzt vielleicht noch nicht unbedingt berichtenswert. Sie packten aber nachher ihre zumeist in Plastik eingepackten Lebensmittel aus. Klingt auch noch nicht besonders interessant. Sie taten dies aber nicht erst zuhause, sondern gleich nach dem Bezahlen, gemeinsam im Ausgangsbereich. Und da wurde sichtbar, dass sie allein mit dem Verpackungsmaterial drei ganze Einkaufsw\u00e4gen f\u00fcllen konnten. Und das war auch der Sinn der Sache, der inzwischen zweiten Aktion unter dem Titel \u201ePlastik Attack\u201c, n\u00e4mlich auf den \u2013 wie sie es nannten \u2013 \u201eVerpackungswahnsinn\u201c hinzuweisen. Wir waren beim Auspacken dabei.<br \/>\n[Interviews, O-T\u00f6ne]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Bis zu 300 Personen feierten am 5. Mai den 200. Geburtstag von Karl Marx am Yppenplatz in Wien-Ottakring mit einer musikalisch begleiteten Kundgebung gegen das Lohnsystem. <\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Am 6. Mai, dem Tag, an dem in der KZ-Gedenkst\u00e4tte Mauthausen die Gedenk- und Befreiungsfeier abgehalten wurde, legten die Spitzenvertreter*innen der rechtsextremen Regierung zusammen mit dem Bundespr\u00e4sidenten einen Kranz beim Mahnmal gegen Krieg und Faschismus bei der Albertina nieder. Einige Teilnehmer*innen der Gedenk- und Befreiungsfeier in Mauthausen wollten das, nach ihrer R\u00fcckkehr in Wien, nicht unkommentiert lassen. [Interview]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Rund 500 Menschen nahmen am 8. Mai an einer antifaschistischen Demonstration zum Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus teil.<br \/>\nVielleicht hat Dagmar Schindler vom KZ-Verband Wien damit Reden gemeint wie jene, die wenig sp\u00e4ter Nationalratspr\u00e4sident Sobotka beim Fest der Freude \u00fcber die Befreiung vom Nationalsozialismus am Heldenplatz gehalten hat.<br \/>\nWilli Mernyi vom Mauthausen Komitee \u00d6sterreich begr\u00fc\u00dfte bei seiner Begr\u00fc\u00dfungsrede von all den anwesenden Ehreng\u00e4sten nur die anwesenden Zeitzeug*innen, die Verfolgung und Konzentrationslager \u00fcberlebt hatten, und meinte in Anspielung auf j\u00fcngste Wortmeldungen aus Regierungskreisen \u2026<\/p>\n<p>Der \u00dcberlebende der Shoah, Rudi Gelbard, erz\u00e4hlte von seinem Kampf gegen nationalsozialistisches Gedankengut, den er nie aufgegeben hat, und der immer noch weiter gef\u00fchrt werden muss.<\/p>\n<p>[Redenausschnitte]<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Mehr als 150 Menschen kamen am 11. Mai auf den Minoritenplatz vor das Innenministerium zu einer Lesung von Protokollen von Asylverfahren, von Tageb\u00fcchern abgeschobener Asylwerber*innen und ihrer Unterst\u00fctzer*innen und Briefen von Asylwerber*innen.<\/p>\n<p>[Ausschnitt aus einer szenischen Lesung einer Befragung eines Asylwerbers]<\/p>\n<p>Diese Szene ist \u00fcbrigens auch Teil der Theaterauff\u00fchrung <a href=\"http:\/\/www.hamakom.at\/badluck-reloaded\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">badluck reloaded, die bis Ende Mai noch drei Mal im Theater Nestroyhof\/Hamako<\/a>m zu sehen ist.<\/p>\n<p>Eine ungek\u00fcrzte Aufzeichnung der Versammlung kann <a href=\"https:\/\/cba.fro.at\/374626\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">hier<\/a> geh\u00f6rt werden.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/cba.fro.at\/374624\/embed?&#038;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\" style=\"border:none; width:100%; height:99px;\"><\/iframe><br \/>\n<a href=\"https:\/\/cba.fro.at\/374624\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/cba.fro.at\/374624<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Vollst\u00e4ndige Fassung der in Radio Widerhall nur gek\u00fcrzt ausgestrahlten WiderstandsChronologie) Mit einem Bodenplakat auf der Mariahilfer Stra\u00dfe machten die Alternativen und Gr\u00fcnen Gewerkschafter*innen\/Unabh\u00e4nigen Gewerkschafter*innen am 30. 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