{"id":2039,"date":"2015-11-23T22:48:08","date_gmt":"2015-11-23T21:48:08","guid":{"rendered":"http:\/\/nochrichten.net\/?p=2039"},"modified":"2025-09-16T21:54:30","modified_gmt":"2025-09-16T19:54:30","slug":"sommer-der-solidaritaet-mit-gefluechteten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nochrichten.net\/?p=2039","title":{"rendered":"Sommer der Solidarit\u00e4t mit Gefl\u00fcchteten 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\">Quellen (wenn nichts anderes angegeben):<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1852 size-full alignright\" src=\"https:\/\/nochrichten.net\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/200breitesBannerHeader_NG_schmaler.png\" alt=\"Logo der &quot;Nachrichten auf ORANGE 94.0&quot; (2015)\" width=\"200\" height=\"42\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bis Mitte August 2015 funktionierte die europ\u00e4ische Fl\u00fcchtendenabwehrmaschinerie noch in gewohnten Bahnen.<br \/>\nDas Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen war zwar \u00fcberf\u00fcllt. Die Menschen mussten unter unmenschlichen Bedingungen teilweise im Freien \u00fcbernachten. Die innenpolitische Auseinandersetzung beschr\u00e4nkte sich um Aufnahmequoten der Bundesl\u00e4nder.<br \/>\nVereinzelt gab es Demonstrationen gegen die Zust\u00e4nde in den Fl\u00fcchtlingslagern, so etwa am 20. Juli: An die 500 Refugees und Unterst\u00fctzer_innen zogen von der Bundesbetreuungsstelle Ost aus durch Traiskirchen. Nach einer Blockade einer Eisenbahnkreuzung beim Bahnhof Traiskirchen Lokalbahn wurde ein Refugee festgenommen.<br \/>\nIrene Palmetshofer berichtete in den Nachrichten auf ORANGE 94.0:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/292964\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/cba.fro.at\/292964<\/a><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; width: 100%; height: 99px;\" src=\"https:\/\/cba.media\/292964\/embed?audio&amp;q=1&amp;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es bildeten sich aber bereits auch immer mehr gesellschaftliche Initiativen, die die Unterst\u00fctzung von Gefl\u00fcchteten in eigene H\u00e4nde nahmen.<br \/>\nUnter dem Motto Support Refugee Women wurde auf die besonders schwierige Situation von Frauen auf der Flucht hingewiesen. Frauen_Lesben organisierten versuchten, gezielt Frauen_Lesben in Traiskirchen zu helfen. Christa Reitermayr sprach f\u00fcr die Nachrichten auf ORANGE 94.0 mit den Aktivist_innen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/296228\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/cba.fro.at\/296228<\/a><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; width: 100%; height: 99px;\" src=\"https:\/\/cba.media\/296228\/embed?audio&amp;q=1&amp;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\"><\/iframe><\/p>\n<p>K\u00fcnstler_innen gr\u00fcndeten die Initiative \u201eDie schweigende Mehrheit sagt Ja\u201c (zu einer humanen Fl\u00fcchtlingspolitik) und veranstalteten eine mehrt\u00e4gige Mahnwache bei der Wiener Staatsoper.<br \/>\nMargit Wolfsberger sprach mit einem der Initiator_innen f\u00fcr die Nachrichten auf ORANGE 94.0:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/293362\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/cba.fro.at\/293362<\/a><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; width: 100%; height: 99px;\" src=\"https:\/\/cba.media\/293362\/embed?audio&amp;q=1&amp;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\"><\/iframe><\/p>\n<p>Fl\u00fcchtende, die \u00fcber die sogenannte \u201eBalkan-Route\u201c von Ungarn \u00fcber \u00d6sterreich Richtung Deutschland reisen wollten, scheiterten Mitte August noch gro\u00dfteils an der Einreise nach \u00d6sterreich. Die \u00d6BB lie\u00dfen \u00fcberf\u00fcllte Z\u00fcge von der Polizei r\u00e4umen, entweder gleich an der Grenze in Nickelsdorf, sp\u00e4testens in Wien. Als am 20. August wieder fast 100 Fl\u00fcchtende am Wiener Westbahnhof von der Polizei aus dem Railjet von Budapest nach M\u00fcnchen geholt und an der Weiterreise gehindert wurden, rief dies erstmals etwas Medieninteresse hervor. Die betroffenen Menschen wurden so lange am Bahnsteig eingekesselt, bis sie sich bereit erkl\u00e4rten, in Polizeibussen zur Registrierung ins Polizeianhaltezentrum Rossauer L\u00e4nde oder in die Bundesbetreuungsstelle Ost in Traiskirchen zu fahren.<\/p>\n<p>Fl\u00fcchtende, die nach Deutschland wollten, waren zumeist auf die Hilfe von Schlepper_innen angewiesen.<\/p>\n<p><strong>27. August 2015: 71 Tote in LKW bei Parndof gefunden<\/strong><\/p>\n<p>Am 27. August wurden 71 tote Menschen in einem an der Ostautobahn bei Parndorf abgestellten LKW gefunden. Sie waren gezwungen gewesen, sich Schlepper_innen anzuvertrauen, die sie in ein zu kleines, luftdichtes Fahrzeug gesteckt hatten, in dem sie elendiglich erstickten.<\/p>\n<p>Die Politik reagierte mit Ank\u00fcndigungen, Fluchtrouten noch strenger zu kontrollieren.<\/p>\n<p>Antirassist_innen forderten hingegen, legale und sichere Fluchtwege zu \u00f6ffnen. Noch am Abend des 27. Augusts versammelten sich mehr als 500 Menschen vor dem Innenministeriumsgeb\u00e4ude am Minoritenplatz, um der Toten zu gedenken und gegen die Politik, die keine sicheren Fluchtwege erlaubt, und so Fl\u00fcchtende zwingt, ihr Leben zu riskieren, zu protestieren.<br \/>\nMein Bericht dar\u00fcber in den Nachrichten auf ORANGE 94.0:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/295399\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/cba.fro.at\/295399<\/a><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; width: 100%; height: 99px;\" src=\"https:\/\/cba.media\/295399\/embed?audio&amp;q=1&amp;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>31. August 2015: 20.000 demonstrieren gegen menschenverachtende Politik gegen Fl\u00fcchtende<\/strong><\/p>\n<p>Als Reaktion auf die menschenverachtende Politik gegen Fl\u00fcchtlinge riefen bislang unorganisierte Menschen zu einer Demonstration am 31. August auf, an der sich ganze 20.000 Menschen beteiligten. Kathi Gruber berichtete dar\u00fcber in den Nachrichten auf ORANGE 94.0:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/295405\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/cba.fro.at\/295405<\/a><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; width: 100%; height: 99px;\" src=\"https:\/\/cba.media\/295405\/embed?audio&amp;q=1&amp;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Tausende Fl\u00fcchtende sitzen in Budapest fest \u2026<\/strong><\/p>\n<p>In diesen Tagen spitzte sich die Situation insbesondere am Budapester Bahnhof Keleti p\u00e1lyaudvar immer mehr zu. Tausende Menschen sa\u00dfen dort fest. Die Polizei lie\u00df sie gar nicht mehr zu den Z\u00fcgen.<\/p>\n<p>Als am 31. August die Polizei in Budapest Fl\u00fcchtenden wieder erlaubte, in Z\u00fcge einzusteigen, traf der Vorstandsvorsitzende der \u00d6BB-Holding, Christian Kern, eine weitreichende Entscheidung, die erstmals Bewegung in die europ\u00e4ische Gefl\u00fcchtetenabwehrpolitik brachte. Er ordnete an, den Fl\u00fcchtenden die Ein- und Durchreise zu erm\u00f6glichen. Die \u00d6BB verst\u00e4rkte ihre Z\u00fcge, organisierte Sonderz\u00fcge. Jetzt sei nicht die Zeit f\u00fcr Dienst nach Vorschrift, sagte Kern sp\u00e4ter in einem Zeitungsinterview. Und unz\u00e4hlige Eisenbahner_innen halfen mit, die Reise der Fl\u00fcchtenden zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend unweit des Westbahnhofs sich tausende Menschen zur Demonstration f\u00fcr eine menschliche Politik sammelten, kamen hunderte weitere zum Westbahnhof, um die Fl\u00fcchtenden zu empfangen, sie mit Lebensmittel zu versorgen, Informationen in von ihnen gesprochene Sprachen zu \u00fcbersetzen. Sie kauften die Wasserflaschenregale aller umliegenden Superm\u00e4rkte leer, um die ankommenden Menschen zu versorgen. Eine ungeahnte Dimensionen annehmende Welle der Solidarit\u00e4t mit fl\u00fcchtenden Menschen nahm ihren Ausgang.<\/p>\n<p>Der freie Fluchtweg w\u00e4hrte nur kurz. Bereits am n\u00e4chsten Tag r\u00e4umte die ungarische Polizei den Bahhof Budapest Keleti pu.<br \/>\nNur scheinbar wurde am 3. September f\u00fcr Fl\u00fcchtende in Budapest wieder ein Zug zur Reise nach \u00d6sterreich bereitgestellt. Vielversprechend war er mit einer den Schriftzug \u201eEuropa ohne Grenzen\u201c tragende Lok der Raaberbahn bespannt. Der Zug fuhr aber nur bis Bicske. Dort wurden die Passagier_innen zur Registrierung in ein Lager gebracht.<br \/>\nEin Gefl\u00fcchteter wollte weglaufen, st\u00fcrzte und starb.<\/p>\n<p>Schon am 2. September beschlossen ein paar Leute, selbst einen \u201eSchienenersatzverkehr\u201c zu organisieren. Am Sonntag, dem 6. September, so war der Plan, sollten sich m\u00f6glichst viele Menschen mit Privatautos nach Ungarn aufmachen, fl\u00fcchtende Menschen abholen und in Form eines Refugee-Convoys sicher \u00fcber die Grenze bringen.<\/p>\n<p>Am 4. September machten sich Fl\u00fcchtende in Budapest zu Fu\u00df in Richtung \u00d6sterreich auf.<\/p>\n<p>Die Regierungsspitzen von Ungarn, Deutschland und \u00d6sterreich wurden nerv\u00f6s. Noch in der Nacht wurde ein sicherer Korridor f\u00fcr Fl\u00fcchtende von Ungarn \u00fcber \u00d6sterreich nach Deutschland beschlossen.<\/p>\n<p><strong>Ab 5. September: Tausende Fl\u00fcchtende k\u00f6nnen wieder sicher reisen<\/strong><\/p>\n<p>Ab dem 5. September konnten zigtausende Gefl\u00fcchtete sicher reisen, mit allem, was R\u00e4der hatte: mit Bussen, mit Z\u00fcgen, mit dem Refugee-Convoy.<\/p>\n<p>Wieder kamen hunderte Menschen auf die Bahnh\u00f6fe \u2013 zum Wiener Westbahnhof und Hauptbahnhof und zu anderen Bahnh\u00f6fen entlang der Strecke nach M\u00fcnchen \u2013 unterst\u00fctzten die ankommenden und durchreisenden Refugees, versorgten sie, organisierten Unterk\u00fcnfte oder hie\u00dfen sie einfach nur willkommen.<br \/>\nAuch in Spielfeld organisierten unz\u00e4hlige freiwillige solidarische Helfer_innen die Versorgung und Unterst\u00fctzung tausender Menschen, die dort in Z\u00fcgen, Bussen oder zu Fu\u00df ankamen, umsteigen mussten oder auch f\u00fcr geraume Zeit festsa\u00dfen, bis ihre Weiterfahrt organisiert werden konnte.<\/p>\n<p><strong>Sondersendung auf ORANGE 94.0 vom 5. September:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/295435\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/cba.fro.at\/295435<\/a><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; width: 100%; height: 99px;\" src=\"https:\/\/cba.media\/295435\/embed?audio&amp;q=1&amp;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Sondersendung auf ORANGE 94.0 vom 7. September:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/295703\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/cba.fro.at\/295703<\/a><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; width: 100%; height: 99px;\" src=\"https:\/\/cba.media\/295703\/embed?audio&amp;q=1&amp;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\"><\/iframe><\/p>\n<p>Beitrag \u00fcber Refuge-Convoy f\u00fcr ORANGE 94.0:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/295725\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/cba.fro.at\/295725<\/a><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; width: 100%; height: 99px;\" src=\"https:\/\/cba.media\/295725\/embed?audio&amp;q=1&amp;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\"><\/iframe><\/p>\n<p>Die hunderten Helfer_innen wollten aber nicht \u201eblo\u00df\u201c helfen. Einige formulierten auch politische Forderungen.<br \/>\nBeitrag dar\u00fcber in den Nachrichten auf ORANGE 94.0:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/296225\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/cba.fro.at\/296225<\/a><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; width: 100%; height: 99px;\" src=\"https:\/\/cba.media\/296225\/embed?audio&amp;q=1&amp;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\"><\/iframe><\/p>\n<p>Die komplette Aufzeichnung einer Pressekonferenz der Fluchthelfer_innen kann hier angeh\u00f6rt werden:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/295995\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/cba.fro.at\/295995<\/a><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; width: 100%; height: 99px;\" src=\"https:\/\/cba.media\/295995\/embed?audio&amp;q=1&amp;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>\u201eSchweigende Mehrheit\u201c inszeniert Jelineks \u201eSchutzbefohlene\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die K\u00fcnstler_inneninitiative \u201eSchweigende Mehrheit\u201c arbeitete unterdessen mit Gefl\u00fcchteten in Traiskirchen an einer Inszenierung von Jelineks \u201eSchutzbefohlenen\u201c. Am 12. September feierte die Performance eine fulminante Premiere im Rahmen des in der Arena von der Initiative AYKIT veranstalteten Festivals f\u00fcr Europa.<\/p>\n<p>Bericht dar\u00fcber in den Nachrichten auf ORANGE 94.0:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/296704\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/cba.fro.at\/296704<\/a><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; width: 100%; height: 99px;\" src=\"https:\/\/cba.media\/296704\/embed?audio&amp;q=1&amp;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Grenzen werden wieder dichtgemacht<\/strong><\/p>\n<p>Am 13. September versch\u00e4rfte Deutschland die Grenzkontrollen. Alle durchgehenden Zugverbindungen wurden teils vor\u00fcbergehend, teils f\u00fcr Monate eingestellt. Wieder mussten sich Fl\u00fcchtende zu einem Fu\u00dfmarsch aufmachen, diesmal von Salzburg nach Freilassing. Nach und nach wurden auch wieder Sonderz\u00fcge \u00fcber die Grenze in Verkehr gesetzt.<\/p>\n<p>Am 15. September machte Ungarn die Grenze zu Serbien und am 17. September auch zu Kroatien dicht. Der Fluchtweg \u00fcber Ungarn war somit nicht mehr m\u00f6glich. Die Fluchtroute verlagerte sich in westlicher Richtung. Nun mussten Fl\u00fcchtende \u00fcber Kroatien und Slowenien ziehen.<\/p>\n<p>Auch in Spielfeld an der \u00f6sterreichisch-slowenischen Grenze funktionierte die Versorgung von Fl\u00fcchtenden nur mit zivilgesellschaftlicher Unterst\u00fctzung.<br \/>\nSp\u00fcrbar st\u00e4rker geworden sind aber auch bislang eher unter der Wahrnehmungsgrenze agierende rassistische Initiativen, die eine Schlie\u00dfung der Grenze f\u00fcr schutzsuchende Menschen forderten.<\/p>\n<p>Am 3. Oktober folgten in Wien rund 30.000 Menschen dem Aufruf von 120 Organisationen und Initiativen, f\u00fcr ein menschliches Asylrecht zu demonstrieren.<br \/>\nEinem danach stattgefundenen \u201eSolidarit\u00e4tskonzert f\u00fcr ein menschliches Europa\u201c unter dem Titel \u201eVoices for Refugees\u201c wohnten zwischen 100.000 und 150.000 Menschen bei.<\/p>\n<p>Beitrag zur Ank\u00fcndigung der Demo f\u00fcr ein menschliches Asylrecht in den Nachrichten auf ORANGE 94.0:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/297262\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/cba.fro.at\/297262<\/a><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; width: 100%; height: 99px;\" src=\"https:\/\/cba.media\/297262\/embed?audio&amp;q=1&amp;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\"><\/iframe><\/p>\n<p>Beitrag zur Ank\u00fcndigung der \u201eVoices for Refugees\u201c auf ORANGE 94.0:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/297803\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/cba.fro.at\/297803<\/a><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; width: 100%; height: 99px;\" src=\"https:\/\/cba.media\/297803\/embed?audio&amp;q=1&amp;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\"><\/iframe><\/p>\n<p>Im November wurde trotz zeitweiliger verbaler Entgegnungen der SP\u00d6 klar, dass \u00d6sterreich bei Spielfeld einen Grenzzaun zu Slowenien bauen werde. Am 13. November wurde der konkrete Plan von der Innenministerin pr\u00e4sentiert. F\u00fcr den 14. November wurde zu einer Protestkundgebung gegen Grenzz\u00e4une zur Fl\u00fcchtendenabwehr geplant.<br \/>\nDiese Kundgebung stand letztlich auch im Zeichen der faschistischen Anschl\u00e4ge in Paris am 13. November. Mehrfach wurde betont, dass die Anschl\u00e4ge des Daesh niemals Ma\u00dfnahmen gegen jene legitimieren k\u00f6nnen, die vor dessen Terror in ihren Herkunftsstaaten fl\u00fcchten.<\/p>\n<p>Bericht \u00fcber die Kundgebung gegen Grenzz\u00e4une am 14. November in den Nachrichten auf ORANGE 94.0:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/301593\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/cba.fro.at\/301593<\/a><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; width: 100%; height: 99px;\" src=\"https:\/\/cba.media\/301593\/embed?audio&amp;q=1&amp;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\"><\/iframe><\/p>\n<p>Die rechtsextreme \u201eidentit\u00e4re Bewegung\u201c organisierte Kundgebungen in der N\u00e4he der Grenze. Angedrohte Grenzblockaden vermochte sie nicht wahrzumachen. Als am 15. November die Identit\u00e4ren abermals nach Spielfeld mobilisierten, riefen antifaschistische Gruppen zu einer Gegendemo und zur Solidarit\u00e4t mit Fl\u00fcchtenden auf.<\/p>\n<p>Bericht dar\u00fcber in den Nachrichten auf ORANGE 94.0:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/301591\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/cba.fro.at\/301591<\/a><br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; width: 100%; height: 99px;\" src=\"https:\/\/cba.media\/301591\/embed?audio&amp;q=1&amp;waveform=false\" width=\"100%\" height=\"99\"><\/iframe><\/p>\n<p>Fortsetzung folgt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quellen (wenn nichts anderes angegeben): &nbsp; &nbsp; Bis Mitte August 2015 funktionierte die europ\u00e4ische Fl\u00fcchtendenabwehrmaschinerie noch in gewohnten Bahnen. Das Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen war zwar \u00fcberf\u00fcllt. Die Menschen mussten unter unmenschlichen Bedingungen teilweise im Freien \u00fcbernachten. Die innenpolitische Auseinandersetzung beschr\u00e4nkte <span class=\"excerpt-dots\">&hellip;<\/span> <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/nochrichten.net\/?p=2039\"><span class=\"more-msg\"><\/p>\n<p align=\"right\"><i><b>WEITERLESEN \u25ba<\/b><\/i><\/p>\n<p><\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-2039","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kurznachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2039","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2039"}],"version-history":[{"count":32,"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2039\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3953,"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2039\/revisions\/3953"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2039"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2039"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/nochrichten.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2039"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}