{"id":1502,"date":"2013-06-17T21:08:30","date_gmt":"2013-06-17T19:08:30","guid":{"rendered":"http:\/\/nochrichten.net\/?p=1502"},"modified":"2014-10-22T18:30:34","modified_gmt":"2014-10-22T16:30:34","slug":"christ_innen-beklagen-undankbarkeit-obwohl-sie-uns-am-leben-lassen-homophober-%e2%80%9emarsch-fur-die-familie-katholischer-fundamentalist_innen-anlasslich-der-regenbogenparade-in-w","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nochrichten.net\/?p=1502","title":{"rendered":"Christ_innen beklagen Undankbarkeit, obwohl sie uns am Leben lassen \u2013 <br>Homophober \u201eMarsch f\u00fcr die Familie\u201c katholischer Fundamentalist_innen anl\u00e4sslich der Regenbogenparade in Wien"},"content":{"rendered":"<p>Unsere Undankbarkeit dar\u00fcber, dass sie uns am Leben lassen, beklagte der stellvertretende Obmann der \u201eV\u00e4ter ohne Rechte\u201c Martin Stiglmayr zum Auftakt des \u201eMarsches f\u00fcr die Familie\u201c am Tag der Regenbogenparade in Wien. Und das obwohl wir ihnen ihre Kinder wegnehmen &#8230;<\/p>\n<p>Mehr als 150 Katholische Fundamentalist_innen \u2013 rund vier Mal so viele als noch im Vorjahr \u2013 sammelten sich auch heuer wieder auf dem Stephansplatz zu einer homophoben und antifeministischen Gegendemonstration zur Regenbogenparade, offiziell \u201eMarsch f\u00fcr die Familie\u201c genannt, auf Kreuz-net.at wurde die Aktion als \u201eContrapunkt nat\u00fcrlicher Denkweise zum Aufmarsch der Homo-Unz\u00fcchtler\u201c angepriesen.<br \/>\nAufgerufen dazu hatte heuer eine neu gegr\u00fcndete \u201ePlattform Familie\u201c. Hinter dieser stehen ultrarechte Katholik_innengruppen, militante Abtreibungsgegner_innen und V\u00e4terrechtsorganisationen \u2013 unter ihnen Pro Vita, Christen-Allianz, Liga f\u00fcr Sozialhygiene, Human Life International, \u00d6sterreichische Gesellschaft f\u00fcr Tradition, Familie und Privateigentum.<\/p>\n<p>Zu einer angemeldeten Gegen-Gegendemo kamen an die zweihundert Menschen. Viele weitere Gegner_innen der katholischen Frauenrechts- und Homosexuellenfeind_innen sammelten sich aber auch rund um die homophobe Auftaktkundgebung und taten lautstark ihren Unmut kund. Die Polizei trennte die verfeindeten Lager durch einzelne Sperrketten.<br \/>\nAls sich der sogenannte Marsch f\u00fcr die Familie in Bewegung setzte, begleiteten rund 200 Gegner_innen der organisierten christlichen Homophobie und Misogynie die Katholik_innen davor, daneben und dahinter \u00fcber Graben und Kohlmarkt. Weitere 130 Gegner_innen folgten in einem angemeldeten Demozug. Am Michaelerplatz trennte die Polizei Katholische Fundamentalist_innen und ihre Gegner_innen mit Hilfe von Tretgittern. Der Marsch f\u00fcr die Familie durfte seiner angemeldeten Route zum Minoritenplatz folgen, musste dort aber beendet werden. Die letzten Meter zum geplanten Ziel, dem Bundeskanzleramt am Ballhausplatz, in Sichtweite des Pride Village am Heldenplatz, durften die katholischen Fundamentalist_innen nicht mehr gehen. Die Gegner_innen durften den Homophoben zwar nicht folgen, daf\u00fcr wie vorgesehen ihre Abschlusskundgebung am Ballhausplatz abhalten.<br \/>\nDie Abschlusskundgebung des Marsches f\u00fcr die Familie musste einsam am Minoritenplatz abgehalten werden. Alle anderen Menschen wurden von der Polizei am Betreten des Platzes gehindert. Auch Journalist_innen durften nicht durch. Gegendemonstrant_innen, denen fast ein Durchbruch gelungen war, wurden von der Polizei zur\u00fcckgedr\u00e4ngt. Mindestens eine Person wurde von der Polizei abgef\u00fchrt. Ob sie festgenommen wurde, ist uns nicht bekannt.<\/p>\n<p>Deutlich mehr Beteiligung hatte die Regenbogenparade, an der laut Veranstalter_innenangaben 150.000 Menschen teilgenommen haben. <\/p>\n<p>Audio-Ausschnitte:<br \/>\n&#8211; vom \u201eMarsch f\u00fcr die Familie\u201c: der stellvertretende Obmann der V\u00e4ter ohne Rechte, Martin Stiglmayr.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/111741\">http:\/\/cba.fro.at\/111741<\/a><\/p>\n<p>&#8211; vom Abschluss der Regenbogenparade:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/cba.fro.at\/111742\">http:\/\/cba.fro.at\/111742<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Undankbarkeit dar\u00fcber, dass sie uns am Leben lassen, beklagte der stellvertretende Obmann der \u201eV\u00e4ter ohne Rechte\u201c Martin Stiglmayr zum Auftakt des \u201eMarsches f\u00fcr die Familie\u201c am Tag der Regenbogenparade in Wien. 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