{"id":103,"date":"2007-11-19T17:40:18","date_gmt":"2007-11-19T15:40:18","guid":{"rendered":"http:\/\/nochrichten.net\/?p=103"},"modified":"2007-11-19T17:44:39","modified_gmt":"2007-11-19T15:44:39","slug":"nachrichten-19-november","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nochrichten.net\/?p=103","title":{"rendered":"Nachrichten 19. November"},"content":{"rendered":"<p>Schlagzeilen:<\/p>\n<ul>\n<li>Rund 500 bis 600 Menschen demonstrierten am Samstag in Wien gegen Rassismen, Sexismen, Heterosexismen, Antisemitismus, f\u00fcr Bleiberecht f\u00fcr alle.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Scharfe\u00a0Kritik\u00a0am Umgang \u00d6sterreichs mit AsylwerberInnen \u00e4u\u00dferte der UN-Menschenrechtsausschuss. Der Ausschuss fordert u.a., dass \u00d6sterreich die Haftpolitik gegen\u00fcber AsylwerberInnen \u00fcberdenkt, insbesondere bei traumatisierten Personen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Anl\u00e4sslich des Spatenstichs f\u00fcr die Transitautobahnbr\u00fccke Traismauer kritisiert die BI Rettet die Lobau die r\u00fccksichtslose Vorgehensweise gegen besonders zu sch\u00fctzende Natura-2000-Gebiete. Sie verweist auf deutliche Parallelen der Donaubr\u00fccke Grafenw\u00f6rth\u2013Traismauer und der geplanten Transitschneise Lobauautobahn.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Am 20. November wird auch Wien zum mittlerweile zweiten Mal der internationale Transgender Day of Remembrance abgehalten. Das Programm der Veranstaltungen ist auf transx.at<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Der wichtigste \u00f6sterreichische Preis f\u00fcr H\u00f6rfunkproduktionen, der Radiopreis der Erwachsenenbildung geht heuer gleich in drei von f\u00fcnf Kategorien an RadiomacherInnen bei Freien Radios. Die Preistr\u00e4gerInnen: Ulla Ebner und Alexander Pollak von ORANGE 094.0, Georg Wimmer von der Radiofabrik Salzburg sowie Karin Lehner und Ernest Hauer vom \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunkunternehmen ORF.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Details: <!--more--><\/p>\n<p>Rund 500 bis 600 Menschen demonstrierten am Samstag gegen Rassismen, Sexismen, Heterosexismen, Antisemitismus, f\u00fcr Bleiberecht f\u00fcr alle und \u00fcberhaupt. Witterungsbedingt entwickelte sich zeitweise eine Schneeballschlacht, der auch Scheiben des Polizeilichen  Anhaltezentrums &#8211; in klareren Worten: des Schubh\u00e4fens &#8211;  Rossauer L\u00e4nde zum Opfer fielen. Die Ansprechpersonen der Antisexistischen Forderungen fanden sich teilweise auch in der Demo selbst wieder. So konnten es einige M\u00e4nner nicht verkraften, nicht auch im FrauenLesben-Block mitgehen zu d\u00fcrfen. Bericht zB auf <a HREF=\"http:\/\/no-racism.net\/article\/2358\/\">http:\/\/no-racism.net\/article\/2358\/<\/a>.<\/p>\n<p>+++<\/p>\n<p>Der UN-Menschenrechtsausschuss \u00e4u\u00dfert im nun ver\u00f6ffentlichten Bericht \u00fcber \u00d6sterreich seine Besorgnis \u00fcber die hohe Anzahl von AsylwerberInnen, die ab Inkrafttreten der Gesetzes\u00e4nderung im J\u00e4nner 2006 in Schubhaft angehalten werden. 2700 AsylwerberInnen wurden im Jahr 2006 w\u00e4hrend des laufenden Asylverfahren in Schubhaft genommen, bis Juli 2007 bereits 1005. Obwohl der Verfassungsgerichtshof die Einzelfallpr\u00fcfung gefordert hat, ob die Haft notwendig und verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig ist, zeigt allein die hohe Anzahl, dass nach wie vor systematisch Schubhaft angeordnet wird. Kritisiert wird vom Menschenrechtsausschuss insbesondere, dass AsylwerberInnen bereits in einem fr\u00fchen Stadium des Asylverfahrens inhaftiert werden und oft mehrere Monate in den Polizeianhaltezentren verbringen, die nicht f\u00fcr eine l\u00e4ngere Anhaltung eingerichtet sind. Die Mehrzahl der H\u00e4ftlinge sei 23 Stunden des Tages in versperrten Zellen, getrennt von ihren Familien und ohne Zugang zu qualifizierter rechtlicher Hilfe oder ad\u00e4quater medizinischer Versorgung. Der Ausschuss fordert, dass \u00d6sterreich diese Haftpolitik gegen\u00fcber AsylwerberInnen \u00fcberdenkt, insbesondere bei traumatisierten Personen. Gefordert werden alternative Formen der Unterbringung von Asylwerbern und sofortige und wirksame Ma\u00dfnahmen, die sicherstellen, dass alle AsylwerberInnen, die in Schubhaft sind, in f\u00fcr diesen Zweck geeigneten Zentren angehalten werden, bevorzugt in offenen Stationen, die ihrem rechtlichen Status entsprechende Bedingungen haben. Dazu z\u00e4hlen Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten, das Recht Besuche zu empfangen, uneingeschr\u00e4nkter Zugang zu kostenloser und qualifizierter rechtlicher Beratung sowie entsprechende medizinische Versorgung.<br \/>\nDiese scharfe Kritik des UN Ausschusses best\u00e4tigt, dass durch die Versch\u00e4rfungen des Fremdenrechts etliche verbriefte Menschenrechte nicht mehr gew\u00e4hrleistet sind und sowohl Gesetze als auch Vollzug dringend ge\u00e4ndert werden m\u00fcssen, mahnt Anny Knapp von der asylkoordination.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/dieanderezeitung.at\/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=1370&#038;Itemid=59\">http:\/\/dieanderezeitung.at&#8230;<\/a><\/p>\n<p>+++<\/p>\n<p>Best\u00fcrzt \u00e4u\u00dfert sich die Initiative \u201eRettet die Lobau \u2013 Natur statt Beton\u201c \u00fcber den Ende letzte Woche erfolgten Spatenstich f\u00fcr die Transitautobahnbr\u00fccke Traismauer [der Verbindung der S5 Wien-Krems und der S33 Krems-St.P\u00f6lten]. Sie f\u00fcrchtet \u00e4hnlich r\u00fccksichtslose Vorgangsweise gegen das Natura 2000 Gebiet Lobau.<\/p>\n<p>Die Donaubr\u00fccke Grafenw\u00f6rth\u2013Traismauer und die geplante Transitschneise Lobauautobahn S1 haben laut BI Rettet die Lobau einige Paralellen: Beide sind quer durch Natura 2000 Gebiete (der allerh\u00f6chsten EU-Schutzklasse) geplant. Beide Transitautobahnen sind in ausgewiesenem Feinstaubsanierungsgebiet geplant. Durch beide Autobahnen drohen massive Verkehrszuw\u00e4chse.<br \/>\nBeide Gro\u00dfprojekte werden auch als Teile eines sog. \u201eRegionenringes\u201c bezeichnet. Jutta Matysek, Obfrau der B\u00fcrgerinitiative: \u201eHier wird der Eindruck erweckt etwas f\u00fcr die Menschen in der Region zu tun. Aber das Gegenteil ist der Fall. Schon die Dimensionen verraten dass diese Autobahnen f\u00fcr den Transitverkehr gebaut werden sollen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/dieanderezeitung.at\/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=1372&#038;Itemid=64\">http:\/\/dieanderezeitung.at&#8230;<\/a><\/p>\n<p>+++<\/p>\n<p>Der inzwischen 10. Radiopreis der Erwachsenenbildung wird in diesem Jahr gleich an drei RadiomacherInnen Freier Radios verliehen. In der Sparte Kultur gewinnt Ulla Ebner von ORANGE 94.0 f\u00fcr die Gestaltung der Sendung \u201eAnacaona \u2013 eine Fu\u00dfnote der kubanischen Musikgeschichte \u2013 Frauen-Combos im Kuba der 1930er\u201c den Preis. In der Sparte Kurzsendungen Alexander Pollak, ebenfalls von ORANGE 94.0, f\u00fcr den satirische Beitrag \u201eErkennen Sie die blassrote Handschrift?\u201c. In der Sparte Bildung \/ Wissenschaft geht der Preis an Georg Wimmer von der Radiofabrik Salzburg f\u00fcr das Feature \u201eChicles, Cigarillos, Caramelos. Der Streit um die Kinderarbeit\u201c.<br \/>\nZwei Preise konnte das \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunkunternehmen ORF einheimsen: f\u00fcr die<br \/>\nRadiokolleg-Sendung \u201e\u2019Fahrendes Volk\u2019 \u2013 Zur Geschichte der jenischen Minderheit\u201c von Karin Lehner und f\u00fcr das Magazin \u201eJournal Panorama\u201c, f\u00fcr das stellvertretend Ernest Hauer ausgezeichnet wird.<br \/>\nDie Produktionen der Freien Radios k\u00f6nnen auch downgeloadet und am PC angeh\u00f6rt werden. Links dazu finden sich auf<br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.freie-radios.at\/article.php?id=243\">http:\/\/www.freie-radios.at\/article.php?id=243<\/a><\/p>\n<p>+++<\/p>\n<p>Am Dienstag, den 20. November wird zum zweiten Mal nun auch in Wien der internationale Transgender Day of Remembrance in Wien begangen. An diesem Tag wird Trans als geschlechtliche und geschlechter\u00fcberschreitende Lebensweise sichtbar gemacht und ermordeten Transmenschen gedacht werden, \u00fcber Transaktionen und Transaktivist* informiert und Transinterqueeres gefeiert.<br \/>\nAm 20.11. wird gedacht, informiert und gefeiert: ab 19.30 Uhr im AudioMax der TU Wien, Getreidemarkt 9 mit Info-Ausstellungen, Gedenkr\u00e4umen, dem Dokumentarfilm Gisberta Liberdade \u00fcber die Ermordung einer Transsexuellen in Porto im Februar 2006 von Jo Schedlbauer und DJ-Line ab 21.30 Uhr.<br \/>\nEine Veranstaltung von DISKURSIV in Kooperation mit TRANSX und dem<br \/>\nHOMOBITRANS-REFERAT der \u00d6H-UniWien.<br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.diskursiv.at\">www.diskursiv.at<\/a>, <a HREF=\"http:\/\/www.transx.at\">www.transx.at<\/a>,<br \/>\n<a HREF=\"http:\/\/www.oeh.univie.ac.at\/arbeitsbereiche\/homobitrans\">www.oeh.univie.ac.at\/arbeitsbereiche\/homobitrans<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schlagzeilen: Rund 500 bis 600 Menschen demonstrierten am Samstag in Wien gegen Rassismen, Sexismen, Heterosexismen, Antisemitismus, f\u00fcr Bleiberecht f\u00fcr alle. 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