Okt 192007
 

Mit einer Menschenkette über den Stadtplatz von Steyr wird am Samstag, den 20. Oktober 2007 um 11:00 Uhr gegen die Unmenschlichkeit im österreichischen Fremdengesetz protestiert.
Im Schatten des medialen Hypes um Arigona Zogaj hatte vor einigen Tagen in Steyr Maklele Dennis aus Verzweiflung über seine drohende Schubhaft und Abschiebung nach Nigeria einen Selbstmordversuch auf dem Steyrer Stadtplatz verübt. Spontan hat sich eine überparteiliche, unabhängige „Allianz für Flüchtlinge“ gebildet, die den unmenschlichen Auswirkungen österreichischer Asylpolitik nicht länger zusehen will und daher diese Protest- und Solidaritätsveranstaltung organisierte.

 Posted by on Fr., 19. Oktober 2007 at 16:41
Okt 192007
 
Emancipate! Celebrate!
And don't tolerate homophobia!

Anläßlich des Internationalen Tages des Coming Outs am 11. Oktober und
des 1. Jahrestages des homophoben Übergriffes laden wir euch ein zu uns
in die Rosa Lila Villa zu kommen:

Viele Lesben, Schwule, Transgender, Queers und ihre FreundInnen
verbinden zahlreiche Geschichten mit der Rosa Lila Villa. Seit bald 25
Jahren steht die Villa für Wohnort, Community, Info- und Beratung, und
auch für sich Verlieben, diskutieren, Aktionen planen, ausgehen, und
vieles andere mehr. Warum mögt ihr die Villa? Was würdet ihr vermissen?
Welche Geschichte(n) verbindet ihr mit ihr? "Sweet dreams are made of
this" ... Erzählt sie uns, eure Geschichten ... Was euch an der Villa
begeistert und zu was sie euch inspiriert hat.

Dazu gibt es am 20. Oktober Gelegenheit:
Um 17h "eröffnen" wir unsere neuen Transparente, um 18h freuen wir uns
euch die neue Bestärkungsbroschüre des Lila Tipps präsentieren zu können
und dann ist Zeit eure schönsten Villamomente mit uns zu teilen. Wir
freuen uns!

Emancipate!
20. Oktober 2007
ab 17h in der Rosa Lila Villa
Linke Wienzeile 102
1060 Wien

Du bist nicht da um uns deine Liebe persönlich vorbeizubringen?
Schick uns ein Mail mit deinen Stories:
whyilovethevilla@villa.at <mailto:whyilovethevilla@villa.at>

Info: lesbenberatung@villa.at <mailto:lesbenberatung@villa.at>
 Posted by on Fr., 19. Oktober 2007 at 16:11
Okt 182007
 

Moment Relaunch Fest

Manche Momente gehören gefeiert. Am Freitag, den 19. Oktober feiern wir den Relaunch von Moment. Bitte Termin vormerken.

Zur Moment Übersichtsseite

Am 19. Oktober feiern wir den Relaunch unserer Menschenrechtsgazette Moment. Noch rechtzeitig vor der zehnten Nummer verbessern wir Aussehen und Haptik unserer Menschenrechtsgazette. Wenn Sie ein paar Momentis treffen wollen, etwas über die Hintergründe des Relaunches erfahren oder einfach mit uns feiern wollen – Sie sind herzlich eingeladen!!

V-Club, Ruckergasse 30-32, 1120 Wien.
Anfahrt: U4, Station Meidling Hauptstraße, Aufgang Ruckergasse.
Programm
20 Uhr Moment-Talk mit Hikmet Kayahan & seinen Gästen
21 Uhr Moment-Konzert mit Nim Sofyan
22 Uhr Moment-DJ-Line-Up mit DJ Kalu & DJ Tazza

 Posted by on Do., 18. Oktober 2007 at 13:45
Okt 182007
 

Der Wiener Rechtsanwalt Heinz Vana untermauerte heute auf Einladung der Grünen die Kritik an jenem Paragrafen 115, der die Hilfe für von Abschiebung bedrohten Menschen unter Strafe bis zu 6 Monaten Haft stellt. Vana wies darauf hin, dass humanitäre Hilfe unter Paragraf 115 „nicht tatbestandsmäßig“ sei. Der Paragraf stelle die „Beihilfe zu unbefugtem Aufenthalt“ unter Strafe. Damit sei aber die entgeltliche Hilfe gemeint, der Paragraf stellt also kommerzielle SchlepperInnen unter Strafe, so Vana. Der aktuelle Vollzug sei nicht durch den Willen des Gesetzgebers legitimiert. Der Rechtsanwalt strich hervor, dass wir gerade „einen Bruch des Rechtsstaats und der Geschichte des Fremdenrechts erleben“.
Audio insb. Min 15:20 bis 18:30

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Die VeranstalterInnen der BigBrotherAwards präsentieren auf bigbrotherawards.at die Nominierungen für den heurigen Datenschutz-Negativpreis, der am 25. Oktober im Rabenhof verliehen wird.
In mehreren Kategorien zittern u.a.

  • die BAWAG-PSK Gruppe für ihre übereifrige und vorauseilende Durchleuchtung von Alltagskunden
  • der gleich zwei Mal für seine Vision von präventiven Anhaltungen wie auch für sein Bundestrojaner-Plagiat nominierte Innenminister Platter
  • Google für Datenschutzheuchelei und Desinformation

und viele viele andere vor der unbeliebten Auszeichnung.
Für den Publikumspreis sind noch bis 25. Oktober Nominierungen möglich.
Die Verleihung der BigBrotherAwards wird von ORANGE 94.0 am 25 .Oktober ab 20 Uhr live übertragen.

 Posted by on Do., 18. Oktober 2007 at 13:44
Okt 182007
 

*KUNSTHALLE EXNERGASSE*
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*ERDAPFELACKERSTÄDTE STATT KARTOFFELKAPITALISMUS*

Herzliche Einladung zur Finissage der Ausstellung NACHVOLLZIEHUNGSANGEBOTE am
*Samstag, 20. Oktober 2007
*13:00
*Ausstellungsrundgang* mit den Kuratorinnen Sophie Goltz und Vera Tollmann
14:00
*Potato Perspective on Diversity
*Mit Aasa Sonjasdotter (Künstlerin, Kopenhagen/Berlin) und Beate Koller (Arche Noah, Gesellschaft zur Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt)

Im Jahre 1588 wurde im Wiener Alsergrund (9. Bezirk) die erste Kartoffel angebaut. Da ahnte man noch nicht, dass im Jahre 2006 die beliebte Sorte Linda einer neueren, ertragreicheren Sorte weichen sollte, der Kartoffelkapitalismus ein weiteres Kapitel seiner siegreichen Geschichte schreiben würde. Einerseits führt die Rede von Biodiversität zur Exotisierung von vormals eher alltäglichen Sorten, andererseits heißt es im Supermarktjargon: festkochend, vorwiegend festkochend, mehlig. Damit ist die direkte Verwendung des Erdapfels gemeint, nicht jedoch die Pflanze auf dem Acker. Als die Europäische Union im Jahre 2001 den Namen Erdapfel verbieten wollte, begehrte Österreich auf. Mit dem drohenden Verbot wurde einmal mehr deutlich, dass die Agrarpolitik der EU auf Vereinheitlichung und Reglementierung von Landwirtschaft setzt statt auf regionale Besonderheiten.

Genau dieser Fragestellung widmet sich /Aasa Sonjasdotter/ mit ‚Potato Perspective on Diversity‘: Welches Wissen über alte Kartoffelsorten und ökologischen Anbau gibt es heute noch, welche Traditionen werden bei Bio-Bauern weiter geführt? Sonjasdotter stellt alte Sorten vor und erzählt eine europäische Kulturgeschichte der Kartoffel, die weniger uns Konsument/innen zum Kauf von Bioprodukten aufruft, sondern vielmehr eine nachhaltige Agrarpolitik einfordert. Eine solche Politik würde im Umgang mit Sortenvielfalt nachhaltig sein, wie auch im Ressourcenverbrauch (z.B. Wasser, Energie) und in den Produktionsbedingungen (z.B. Arbeitslöhne). Dass dabei auch eine gesunde Ernährung gefördert würde, wäre ein guter Nebeneffekt.
Das Projekt ‚Potato Perspective on Diversity‘ begann Anfang Juli: auf einem Privatgrundstück in der Währinger Straße pflanzte die Künstlerin Setzlinge aus einer schottischen Genbank, die am 20.10. geerntet werden. Diese alten Kartoffelsorten werden von Sonjasdotter und ihrere Familie in Südschweden gezüchtet. Darunter befinden sich Sorten wie Highland Burgundy, Shetland Black, Rosa Tannenzapfen, Golden Wonder u.a. (Weitere Informationen unter potatoperspective.org).
Aasa Sonjasdotter lenkt unseren Blick als urbane Konsument/innen weg von der individuellen Kaufentscheidung – zwischen einer genormten Kartoffel und den alternativen JA.Natürlich-Produkten bei Billa -, auf eine Politik des Profits, die kulturelles Wissen, Sprache und landwirtschaftliche Produktion vereinheitlicht. Die Intervention im öffentlichen Raum verweist zudem auf die Möglichkeiten städtischer Flächennutzung und damit auf urbane Landwirtschaft, die an die Community Gardens auf Cuba, oder an die Tradition der Kleingartensiedlungen erinnert. Dieser Hinweis auf Allmenden (gemeinschaftliches Eigentum) als Alternativen zur Agrarindustrie und Privatisierung zielt auf eine Auseinandersetzung mit sozialer Gerechtigkeit im städtischen Raum. Die Frage nach sozialer Gerechtigkeit ist eine der zentralsten im Nachhaltigkeitsdiskurs.

/Wir freuen uns auf Ihr/Dein Kommen zum Ausstellungsrundgang, Ernten und Essen ab 13 Uhr in der Kunsthalle Exnergasse!/

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*ERDAPFELACKERSTÄDTE STATT KARTOFFELKAPITALISMUS*

Finissage der Ausstellung NACHVOLLZIEHUNGSANGEBOTE
20.10.2007
13:00
Kunsthalle Exnergasse

 Posted by on Do., 18. Oktober 2007 at 12:41