Aug 262017
 

In ganz Afghanistan besteht laut Außenministerium „das Risiko von gewalttätigen Auseinandersetzungen, Raketeneinschlägen, Minen, Terroranschlägen und kriminellen Übergriffen einschließlich Entführungen, Vergewaltigungen und bewaffneter Raubüberfälle.“ Österreicher*innen wird dringend angeraten, Afghanistan zu verlassen.
Menschen, denen es gelungen ist, aus Afghanistan zu flüchten, werden von Österreich hingegen unter dem Vorwand, in Afghanistan sei es sicher, laufend nach Afghanistan abgeschoben.
Aus diesem Grund protestierten aus Afghanistan geflüchtete Menschen und andere solidarische Personen von Freitag, dem 25. August 2017, um 18 Uhr bis Montag, dem 28. August 2017, 19.00 Uhr im Sigmund-Freud-Park gegen Abschiebungen nach Afghanistan, aber auch gegen Abschiebungen anderswohin. Zeitweise waren mehrere hundert Menschen bei der Protestkundgebung dabei.
Eine Verlängerung war angedacht worden. Letztlich wurde die Kundgebung aber rechtzeitig vor dem in der ursprünglichen Versammlungsanzeige angegebenen Endzeitpunkt beendet.
Von einer Besetzung, wie etwa auf derstandard.at behauptet, konnte zu keinem Zeitpunkt die Rede sein.

O94POLITIK SPEZIAL über die Proteste gegen Abschiebungen im Sigmund-Freud-Park (Interviews mit Beteiligten und im zweiten Teil der Sendung Aufzeichnung von Reden):

https://cba.fro.at/347677

Update: Interview am Tag 3 des Protests:

https://cba.fro.at/347717

 Posted by on Sa., 26. August 2017 at 14.44
Aug 252017
 

Protestbild: Wir sind alle #linksunten

Am Freitag, dem 25. August 2017, wurde linksunten.indymedia.org vom deutschen Bundesinnenministerium abgedreht und verboten. Bei angeblichen Betreiber*innen und im autonomen Zentrum KTS in Freiburg wurden Hausdurchsuchungen durchgeführt. Indymedia linksunten war eine der wichtigsten Nachrichten- und Vernetzungsplattformen für soziale, antirassistische, antifaschistische und andere emanzipatorische Aktivitäten im deutschsprachigen Raum.
Ich verstehe das als einen Angriff auf freie Medien und soziale Bewegungen, der nicht zu rechtfertigen und auch nicht hinzunehmen ist.
Das Verbot und das erzwungene Abschalten von Indymedia linksunten zeigt aber auch einmal mehr deutlich, wie notwendig die Vielfalt von freien und unabhängigen Medien ist.
Harte Zeiten erfordern unabhängige Berichterstattung. Getroffen hat es einige, gemeint sind wir alle. Don‘t hate the media, become the media. Wir sind alle Indymedia Linksunten

Mehr Informationen:

Text der Soligruppe Unabhängige Medien Freiburg:
https://de.indymedia.org/node/13532

Stellungnahme von einigen von de.indymedia:
https://de.indymedia.org/node/13553

Beitrag von Radio Dreyeckland über Proteste gegen das Verbot von Indymedia linksunten:
https://rdl.de/beitrag/ber-300-demonstrieren-spontan-f-r-unabh-ngige-medien-und-gegen-repression
bzw.
http://www.freie-radios.net/84662

 Posted by on Fr., 25. August 2017 at 12.27