Mrz 292015
 

Ärzt_innenmangel in Spitälern, schlechte Arbeitsbedingungen, zu lange Dienstschichten, übervolle Wartezimmer, lange Wartezeiten – vor diesem Hintergrund werden die Dienstzeiten der Ärzt_innen neu geregelt und 382 Dienstposten im Wiener Krankenanstaltenverbund eingespart. Egal, ob in den Krankenhäusern des Wiener Krankenanstaltenverbunds, im AKH oder in den Ordensspitälern: Bislang konnte nirgends eine Einigung über Arbeitszeiten, Gehälter und Rahmenbedingungen erzielt werden. Die Arbeitsbelastung sei jetzt schon grenzwertig. Mit den geplanten Einsparungen sei die medizinische Versorgung in Wien gefährdet, warnen Ärzt_innen. Deshalb demonstrierten am 23. März 2015 1500 Ärzt_innen und Sympathisant_innen am Montag in Wien vom AKH übers Rathaus zum Maria-Theresien-Platz und forderten: „Schützen wir unsere Spitäler“. An der Abschlusskundgebung dürften an die 2000 Personen teilgenommen haben.

Das neue Gehaltsschema für Ärzt_innen im Krankenanstaltenverbund wurde am 27. März dennoch im Wiener Landtag mit den Stimmen von SPÖ und Grünen beschlossen.

 Posted by on So., 29. März 2015 at 19:10
Mrz 292015
 

Vor mittlerweile vier Jahren hat die Stadt Wien versprochen, die Nutzung leerstehender Objekte zu erleichtern. Eine Zwischennutzungsagentur sollte dazu eingerichtet werden. Getan hat sich bis heute nichts. Nun wurden Privatpersonen aktiv und gründeten selbst eine Agentur für Leerstandsmanagement. „Nest“ heißt sie, und am Dienstag wurde sie öffentlich vorgestellt.

Die IG Kultur Wien fordert seit Jahren von der Stadt Wien ein nachhaltiges Leerstandsmanagement mit niedrigschwelligem Zugang und fairer Vermittlung. Ein Nutzer_innenbeirat unter Beteiligung der Interessenvertretungen müsse für Transparenz und Fairnis sorgen. Und obendrein gehe es auch darum, leerstehende städtische Immobilien zu öffnen. Diese Forderungen sind mit dieser Agentur sicherlich nicht erfüllt.

Wir hören Angie Schmied von der neuen Agentur Nest und Willi Hejda von der IG Kultur Wien:

Im Internet ist die neue Agentur für Leerstandsmanagement unter der Adresse www.nest.agency zu finden.
Positionen der IG Kultur Wien zum Thema Leerstand, Petitionen an Gemeinderat und Nationalrat, Hintergrundinformationen und sogar ein ganzes Buch mit dem Titel „Wer geht leer aus?“ gibt es auf leerstand.igkulturwien.net

 Posted by on So., 29. März 2015 at 19:05
Mrz 292015
 

Rund vier Stunden war am Freitag, dem 13. März 2015, ein Haus in Wien-Gerstof besetzt. Gegen 19 Uhr drang die Polizei ins Haus ein. Die Besetzer_innen konnten das Haus allerdings ohne Identitätsfeststellungen verlassen.

Die Nachrichten berichteten um 17 Uhr live von der Besetzung:

Zu diesem Zeitpunkt verhinderte die Polizei bereits jede Kontaktaufnahme mit den Besetzer_innen. Kurz nach dem Livebericht wurden von der Polizei die Daten von Unterstützer_innen aufgenommen, die in der Gegend herumstanden, auf gegenüberliegenden Straßenseiten oder noch weiter entfernt.

Eine Erklärung der Besetzer_innen ist hier zu finden: https://linksunten.indymedia.org/de/node/137425

 Posted by on So., 29. März 2015 at 19:00
Mrz 072015
 

Zwischen 270 und 300 Personen (Angabe laut WienTV) demonstrierten am 6. März 2015 gegen geplante Verschärfungen der Asylgesetze.

Das Innenministerium habe seine Pläne zur Neuorganisation des Asylwesens in der Koalition durchgebracht, dafür aber auf die angedachte Teil-Verstaatlichung der Rechtsberatung nach heftigem Protest verzichten müssen, berichtete eine Kollegin der Nachrichten auf ORANGE 94.0 und sprach darüber mit einem der Organsiator_innen der Demonstration:

Der Gesetzesentwurf soll am vergangenen Montag in Begutachtung vergangen sein.
Die Plattform „Refugees Welcome“ kritisierte die zahlreichen Verschärfungen und rief gemeinsam mit Organisationen wie Diakonie, Asyl in Not, Initiative gegen Unmenschlichkeit, Asylkoordination, Amerlinghaus und Rosa Lilla Villa zu der Demonstration auf, die am 6.3. um 17:00 am Christian-Broda-Platz begann.

 Posted by on Sa., 7. März 2015 at 00:24
Mrz 062015
 

Von 1. bis 8.März findet die interationale Israeli Apartheid Week statt. In Wien organisierte die Organisation BDS-Austria mehrere Veranstaltungen. BDS steht für Boycott, Divestment, Sanctions und ist ein internationales Netzwerk von antizionistischen Gruppierungen. Bei einer Kundgebung am Mittwoch, dem 4. März, am Stock-im-Eisen-Platz wurde ein Boykott von Israel gefordert. Israel wird vorgeworfen, eine Apartheidspolitik zu betreiben.

Unweit dieser Kundgebung von rund 70 Personen für einen Boykott von Israel demonstrierten am Graben mehr als 200 Personen für einen Boykott von Antisemitismus. Das BDS-Netzwerk arbeite mit antisemitischen Stereotypen und ziele auf eine Deligitimation des israelischen Staats ab, so ihr Vorwurf. Antizionismus gehe vielfach mit Anisemitismus einher.

Mehr Informationen: http://boycottantisemitismvienna.blogspot.co.at/

 Posted by on Fr., 6. März 2015 at 23:49