Jul 292011
 

Sonntagvormittag wurde das am Freitagabend besetzte Haus in der Triester Straße 114 von der Polizei ohne Vorankündigung geräumt. Die Besetzer_innen wurden Identitätsfeststellungen unterzogen und fotografiert.
Montag wurde eine bis dahin stille Besetzung des ehemaligen Hotels Kaiserpark in Schönbrunn von der Polizei beendet. Dabei wurden zusätzlich zu Identitätsfeststellungen auch mehrere Personen, wie es aussieht jene ohne österreichische Staatsbürger_innenschaft, von der Polizei mitgenommen. Noch während einer Solidaritätskundgebung vor dem Koar Van-der-Nüll-Gasse wurden wieder alle freigelassen.

Jenes Haus in der Triester Straße 114, das bereits 2009 mal kurze Zeit als Freiraum genutzt wurde, wurde am Freitag, den 29. Juli 2011 neuerlich besetzt. Kurze Zeit sah es nach sofortiger Räumung durch die Polizei aus. Mittlerweile wird die Gefahr nach Abzug einiger Polizist_innen aber geringer eingeschätzt.

Das Haus, das als Kulisse für die ORF-Serie „MA 2412“ optisch bekannt wurde, eignet sich durch seine Größe und Lage wundervoll als selbstverwalteter Freiraum.

Berichte und Hintergrundinfos von den Besetzungen der letzten Tage:

Bericht von der Besetzung des Hotels Kaiserpark:
https://at.indymedia.org/node/21043

Bericht von der Räumung der Triester Straße:
https://at.indymedia.org/node/21042

Umfassendster Bericht von der Triester Straße:
http://fm5ottensheim.blogspot.com/2011/07/hausprojekt-reloaded-schwarze-katze.html

Mehr über das Haus Triester Straße und über dessen Erreichbarkeit gibt es in Berichten aus dem Jahr 2009 nachzulesen.
zum Beispiel da:
http://hausprojekt.noblogs.org/post/2009/10/02/hausprojekt-aktionswoche-vom-mindestens-2-9-oktober-2009/

Aufruf zu „Sommer, Sonne, Squatting Action“ und Hintergrundinfos:
http://ask.noblogs.org/

 Posted by on Fr., 29. Juli 2011 at 21.54
Jul 232011
 

Das ehemalige Haus der Barmherzigkeit in der Vinzenzgasse in Wien 18 war in der Nacht von 22. auf 23. Juli für mehrere Stunden besetzt. Unerwartet früh erschien am Morgen bereits die Polizei. Nach unbestätigten Meldungen hat es den Anschein, dass die Hauseigentümer_innen von der Besetzung nichts gewusst haben und daher auch nicht eine Räumung gewünscht haben können. Bekanntlich dürfen Räumungen nur dann erfolgen, wenn die Besitzer_innen des Hauses es ausdrücklich wünschen oder wenn es zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung notwendig ist. Von zirka 10 bis 11 Uhr dauerte die Räumung. Die Identitäten der Besetzer_innen seien festgestellt, aber keine Gefangenen gemacht worden, hieß es aus Kreisen von Beobachter_innen.
Eine Erklärung der Besetzer_innen liegt noch nicht vor.

Fortsetzung folgt.

 Posted by on Sa., 23. Juli 2011 at 12.29
Jul 142011
 

Das seit mehreren Tagen besetzte Autonome Zentrum Ottakring wurde Donnerstag in der Früh von der Polizei geräumt. Ausgemacht waren mit der Hausverwaltung Wiener Wohnen für Donnerstag eigentlich Verhandlungen. An derartigen Gesprächen waren Wiener Wohnen oder die Gemeinde Wien aber anscheinend nicht interessiert, und schickten lieber gleich die Polizei ins Haus. Es dauerte mehrere Stunden bis alle Barrikaden durchbrochen oder umgangen und die letzten Besetzer_innen aus dem riesigen Häuserkomplex entfernt wurden. Einige hatten sich auf dem Dach verschanzt. Gröbere Verletzungen oder Festnahmen dürfte es nicht gegeben haben, dafür Identitätsfeststellungen und vermutlich Anzeigen.
Aufgeben wollen die Besetzer_innen trotzdem nicht. Weitere Besetzungen wurden angekündigt. Donnerstag Mittag wurde aus Protest gegen die von der Wiener Stadtregierung zu verantwortende Räumung das Grüne Haus in der Lindengasse besetzt.

Mehr Informationen:

http://autonomizethecity.blogsport.eu/

https://at.indymedia.org/node/20957

und überhaupt:

https://at.indymedia.org/

 Posted by on Do., 14. Juli 2011 at 13.35
Jul 082011
 

>>Radio-Orange-Interview mit Neuigkeiten aus dem
Autonomen Zentrum Ottakring vom 11. Juli

Mehr Infos auf autonomizethecity.blogsport.eu
und – insbesondere wenn ihr reinwollt –
unter der Infotelefonnummer 0699/14456187.

Mehrere Tage lang wurde die Besetzung vorbereitet. Die Adresse wurde geheimgehalten. Nachdem dann doch die Polizei vor der Tür stand, wurde das Geheimnis in der Nacht auf Freitag auch solidarischen Personen gelüftet. Das neue selbstverwaltete „Autonome Zentrum Ottakring“ ist der „Lobmeyrhof“ und befindet sich in der Roseggergasse 1–7, unweit der U3-Station Kendlerstraße. Verhandlungen mit der Hausverwaltung „Wiener Wohnen“ verliefen Freitagnachmittag ergebnislos. Eine Fortsetzung ist möglich. Mit einer Räumung sei bislang nicht gedroht worden, berichtete Radio Orange 94,0 kurz nach 17 Uhr aus dem besetzten Haus. Allerdings wurden Fenster und Türen verschlossen oder vernagelt. Ein Rein- oder Rausgehen ist derzeit (Stand Freitagabend) nicht mehr möglich.

Über Twitter wurde mittlerweile gemeldet, dass es wieder möglich sei, reinzukommen, wenn sich bei den Besetzer_innen bemerkbar gemacht wird.

Eine Solidaritätskundgebung auf der Straße gibt es nicht. Vor dem Haus steht ein einsamer Polizist, ein weiteres Polizeiauto steht ums Eck. Ansonsten wäre auf der Roseggergasse nicht zu erahnen, dass da irgendwas nicht mit rechten Dingen zugehen könnte. Nur auf der Rückseite des Hauses, in der Lorenz-Mandl-Gasse, hängen zwei Transparente. Und auf den Erdgeschoßfenstern kleben freundliche an die Nachbar_innen gerichtete Texte mit der Einladung, doch zu kommen, „vorbei zu schauen, mitzuhelfen, zu diskutieren, Ideen einzubringen oder einfach nur im Park die Sonne zu genießen“. Leider steht nicht dabei, wie dies möglich sein könnte.

Die Besetzer_innen erklären, dass der Lobmeyrhof Teil einer Gentrifizierungsmaßnahme der Gemeinde Wien sei. Der Lobmeyrhof, der eigentlich unter Denkmalschutz stehe, solle durch Aufstockung und Zusammenlegung von Wohungen für wohlhabendere Bewohner_innen umgebaut werden. Die alten Mieter_innen seien bereits so gut wie alle erfolgreich von der Gemeinde Wien genötigt worden auszuziehen. Seitens der Gemeinde Wien wird von notwendigen Renovierungen gesprochen.

Die Besetzer_innen wollen einen Teil des Komplexes als Wohnraum für Menschen, die sich Miete nicht mehr leisten können oder wollen, nutzen. Der parkähnliche Innenhof soll der Allgemeinheit zugänglich gemacht und ein Kinderspielplatz eingerichtet werden. Geplant sind weiter Volxbibliothek, Gemeinschaftswerkstätten, kostenlose Beratungsstellen für Frauen, Migrantinnen und Jugendliche. Es sollen freiwillige Begleitdienste für Behördengänge von Asylwerber_innen und Menschen mit mangelnden Deutschkenntnissen sowie kostenlose Nachhilfe angeboten werden. Es soll Raum geben für Selbstorganisation, kulturellen und sprachlichen Austausch, nachbarschaftliche Initiativen und vieles mehr …

>>Radio-Orange-Interview mit Neuigkeiten aus dem
Autonomen Zentrum Ottakring vom 11. Juli

>>Telefonbericht in ZIP-FM-Lokalausgabe am 8. Juli auf Radio Orange 94,0

>>Ausführlicher Bericht im Freien Medium Ottensheim FMO

>>Mehr Infos in dem Text „Warum wir im Lobmeyr-Hof sind“ auf Indymedia.

Ansonsten wird es außer am Indymedia-Sperrtag am Samstag auch weitere Informationen immer wieder auf >>at.indymedia.org geben.

Mehr Infos auf autonomizethecity.blogsport.eu
und – insbesondere wenn ihr reinwollt –
unter der Infotelefonnummer 0699/14456187.


Linz: Hausgruppe 42 lädt zur Besetzung

Freitag 20 Uhr wurde auch in Linz neuer Freiraum geschaffen:
>>http://hauszweiundvierzig.blogsport.eu/

 Posted by on Fr., 8. Juli 2011 at 20.56