Mai 312010
 

Am 2. Juni zwischen 14 und 18 Uhr werden am Wiener Urban-Loritz-Platz wieder rote Regenschirme aufgespannt, als Symbole des Widerstands von Sexworker_innen gegen Diskriminierung und zum Symbol des Kampfes um Gleichstellung und um Rechte.

Insbesondere aber nicht nur am internationalen Hurentag fordern Sexworker_innen auf der ganzen Welt Gleichheit vor dem Gesetz und die Umsetzung der Menschen-, Arbeits- und Migrant_innenrechte, die auch Sexworker_innen nach internationalen Übereinkommen zustehen.

Wir sprachen mit Faika A. El-Nagashi von „LEFÖ/TAMPEP Österreich – Unterstützung und Europäisches Netzwerk für Migrantinnen in der Sexarbeit“ über den aktuellen Stand der Diskriminierung von Sexworker_innen.

Das Interview kann hier angehört werden:
http://sendungsarchiv.o94.at/get.php?id=094pr4367

Weiterführende Informationen gibt es auf:

Mehr Informationen findet ihr auf
http://tampep.eu/
http://www.lefoe.at/
http://sexworker.at/
http://www.donacarmen.de

Ausführliche Presseaussendung zum Internationalen Hurentag:

Continue reading »

Gedenken an Zwangsarbeiter_innen in der Lobau.

 Posted by on Mi., 26. Mai 2010 at 22.28
Mai 262010
 

Wer war noch nicht im Donau-Oder-Kanal schwimmen? Wer genoss noch nicht die sichere Energieversorgung durch das Tanklager Lobau? Doch wer denkt dabei daran, dass beides durch tausende Zwangsarbeiter_innen errichtet wurde?

Für die Mineralölwirtschaft wurden von den Nationalsozialist_innen beim Bau des Donau-Oder-Kanals und des Ölhafens Kriegsgefangene und ungarische Jüd_innen ausgebeutet, darunter Männer, Frauen und Kinder.

Im Stadtgut Lobau und am Schafflerhof wurden Zwangsarbeiter_innen vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt. Im Tanklager Lobau befand sich auch ein Lagerbordell mit Sexzwangsarbeiterinnen, die aus den besetzten Gebieten im Osten hierher verschleppt wurden. Das recherchierte der Grüne Bezirksrat Robert Eichert und versucht seitdem, das bislang erfolgreich der Vergessenheit anheim gestellte Kapitel Wiener Zeitgeschichte, ins öffentliche Gedächtnis zu rufen.

Es sollte bis zum 26. Mai 2010 dauern, bis endlich ein Mahnmal an die Opfer des Nationalsozialismus in der Lobau erinnert.

Das Mahnmal wurde auf Initiative von Bezirksrat Robert Eichert in Zusammenarbeit mit Bezirksvorsteher Norbert Scheed realisiert.

In einer ZIP-FM-Lokalausgabe hören wir als Ausschnitt aus der Enthüllungsfeier am 26. Mai die Rede Brigitte Bailer-Galandas vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands. Darauf folgt ein Interview mit Robert Eichert, der den Stein des Erinnerns in der Lobau ins Rollen gebracht hat.

Das Mahnmal befindet sich an der Ecke Raffineriestraße/Lobgrundstraße und ist am besten per Fahrrad oder der Buslinie 91A zu erreichen.

Sonderausgabe der ZIP-FM-Lokalausgabe zur Enthüllung des Mahnmals:
>>http://sendungsarchiv.o94.at/get.php?id=094pr4363

Mai 172010
 

Update: Nach andauernden Räumungsdrohungen erklärten die Bewohner_innen des Wagenplatzes Treibstoff Anfang Juni, vorerst in der Versenkung zu verschwinden, demnächst aber „frisch und ausgeruht“ wiederkommen zu wollen.
Den Bewohner_innen des ehemaligen Wagenplatzes Hafenstraße gelang es unterdessen, einen Pachtvertrag für ein Grundstück im 22.Bezirk mit der MA 69 abzuschließen. Seitens der Gemeinde Wien wird erklärt, für zumindest zwei Jahre eine andere Nutzung des Geländes auszuschließen.

Alter Artikel:

Vor einer Woche musste der Wagenplatz Treibstoff den Platz bei der Trabrennbahn verlassen, nachdem akut eine Räumung drohte. Danach machten sich die Wagenplatzler_innen am Nordbahnhofgelände sesshaft. Sofort folgte eine Räumungsaufforderung vonseiten der ÖBB mit der Begründung, dass der Aufenthalt dort lebensgefährlich sei. Montag wurde ein Räumungsversuch erwartet, allerdings zog ein kurz vor Mittag erschienener Streifenwagen der Polizei rasch wieder ab.
Bis jetzt – Montag, 17. Mai, 17 Uhr – ist sonst nichts geschehen.

Bleibt zu befürchten, dass an einem der kommenden Tage zeitig in der Früh eine Räumung stattfindet. Aktuelle Informationen werden so schnell als möglich auf

http://treibstoff.wagenplatz.at/

veröffentlicht.

Wegbeschreibung:
U-Bahn-Station Vorgartenstraße – Ausgang Radingerstraße – dann die Lasallestraße Richtung Praterstern gehen -nächste Querstraße (Ernst-Melchior-Gasse) rechts einbiegen und bis zum Ende gehen, und dann weiter immer geradaus – über die Baustelle und immer geradeaus – dann seid’s bei uns! (ca. 10 min Fußweg von der U-Bahn)

Uni Wien: Rektorat besetzt.

 Posted by on Mo., 10. Mai 2010 at 16.16
Mai 102010
 

Als Reaktion auf die am Samstag, 8. Mai, erfolgte Schließung der befreiten Aula am Unicampus im alten AKH wurde Montagnachmittag das Rektorat der Universität Wien besetzt, berichtet unsereuni.at. Demnach sollen sich um 16.30 Uhr etwa 70 Studierende in den Räumen der Universitätsleitung neben dem großen Festsaal im Hauptgebäude befunden haben. Nachdem die Studierenden das Rektorat verlassen hatten, wurde kurzzeitig das Audimax besetzt. Am 14. Mai verschafften sich Studierende mit Besetzungsabsicht Zutritt zum Wissenschaftsministerium. Der Besuch dauerte nicht lange, solle aber als „Erstbesichtigung“ betrachtet werden, so Beteiligte in einem >>Indymedia-Bericht.

Der Rauschmiss aus der BAula stelle einen Vertrags- und Vertrauensbruch gegenüber den Studierenden dar, so unsereuni.at. Die Studierenden fordern die BAula zurück oder gleichwertige Ersatzräumlichkeiten.

Weiters solle ein Zeichen gegen die aktuelle Bildungspolitik von Frau Ministerin Beatrix Karl, welche flächendeckende Zugangsbeschränkungen in der Publizistik sowie Knock-Out-Studieneingangsphasen forderte, gesetzt werden.

Aktuelle Infos:

http://unsereuni.at
http://twitter.com/unibrennt

Presseaussendung zur Rektoratsbesetzung:

http://unsereuni.at/?p=15390〈=de

Befreiungspartydemo am 8. Mai

 Posted by on Mo., 10. Mai 2010 at 15.05
Mai 102010
 

Nach einem Befreiungsfest am Schwarzenbergplatz zogen anlässlich des 65. Jahrestags der Zerschlagung der nationalsozialistischen Herrschaft 380 Personen zu einer Demonstration los, die mehr zur wandelnden Party wurde. Zu einem aus dem Lautsprecherwagen dröhnenden Mix aus Balkan- und Schlagermusik sowie pathetischer Arbeiter_innenlieder tanzten die Demonstrant_innen Fahnen von USA, UdSSR, Jugoslawien und Israel schwingend. Politische Parolen blieben die Ausnahme. Und der zeitgleich stattfindende Fackelzug deutschnational/völkischer Burschenschafter blieb ungestört.
Die Polizei hielt sich bei der ordnungsgemäß angezeigten Veranstaltung zumeist im Hintergrund. Lediglich bei dem als Kundgebung angekündigten Zwischenkonzert am Deutschmeisterplatz forderte sie zum Verlassen der Ringfahrbahn auf und sorgte mit sanftem Drängen für die Durchsetzung ihres Begehrens.
Angekündigte Redebeiträge zur aktuellen Abschiebepolitik angesichts des nahen Polizeianhaltezentrums waren keine zu hören.
Nach dem Konzert waren es noch 250 Leute, die bis zur befreiten Aula der Akademie der bildenden Künste weiterzogen. Dort fand eine Afterparty statt. Nach Mitternacht erhielten die Partygäst_innen Polizeibesuch, nachdem in der Nähe Müllcontainer angezündet worden waren. Festnahmen gab es keine.

Weitere Berichte:
http://fm5ottensheim.blogspot.com/2010/05/befreiungsdemo-in-wien-8-mai-2010.html

Aufruf:
http://8termai.blogsport.de

Mehr als 10.000 Besucher_innen aus ganz Europa kamen
am Sonntag in die KZ-Gedenkstätte Mauthausen, um der Befreiung des Nazi-Konzentrationslagers durch die Alliierten vor 65 Jahren zu gedenken, berichtet das Mauthausen-Komitee Österreich. Die Gedenkfeier stand im Zeichen der Erinnerung an die tausenden Kinder und Jugendlichen, die im KZ Mauthausen Opfer des NS-Regimes wurden.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100509_OTS0038/befreiungsfeier-in-mauthausen-am-9-mai-2010-kinder-und-jugendliche-im-kz-mauthausen-bild